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On Tour: Perry Rhodan und die Garching Con 8

Alle zwei Jahre treffen sich in Garching die Freunde eines 48 Jahre alten Mannes, der seit 3.000 Jahren die Geschicke dieses Universums mitgestaltet. Wer Perry Rhodan nicht kennt ist nun erstaunt, verwundert und glaubt an diverse Tippfehler; wer im Geiste einen Raumhelm trägt, gerät nun in eine leicht nostalgische Stimmung und erinnert sich an seinen ersten Perry Roman.
1961 schickten die Autoren K.H. Scheer und Walter Ernsting den ersten Mann auf den Mond. Dort fand er ein außerirdisches Raumschiff und einte mit dessen Technik die am Rande eines Atomkriegs stehende Menschheit. Seit dem wurden diese fantastischen Abenteuer in unzählige Sprachen übersetzt, erlebten in den 80er ihren Auflagenhöhepunkt und trotzen nach einem Einbruch der Leserzahlen seit vielen Jahren mit wieder steigenden Auflagen dem negativen Trend auf dem Romanmarkt.

Das ist für die vielen Fans der Reihe kein Wunder, denn momentan klappen die Versuche der Autoren, den Heften wieder den lange vermissten "Sense of Wonder" zu geben. Fans hat Perry eine Menge, und die musste sich wegen des regnerischen Wetters alle in den Räumen des Bürgerhauses in Garching drängeln. Es war also eng. Aber nicht nur deswegen kam man mit Perrys Vätern schnell in Kontakt. Die sind nämlich scheinbar alle gut gelaunt, reden mit leichter bis deutlich spürbarer Selbstironie und gleichzeitig fast kindlicher Begeisterung über die Zukunft der wichtigsten deutschen Science Fiction Serie. Und da sie diese mit den Fans teilen, reichte die vorgesehen Zeit für die Autorenfragerunde nicht und man überzog sehr zur Freude aller Fans.

Hoffentlich merkt man in den folgenden Interviews viel von dieser seltsamen Mischung aus Ernst, Witz, Tradition und Zukunft. Die Einstiegsfrage war immer "Ernährt die Zukunft ihre Schöpfer?" Hoffentlich zaubert die eine oder andere Stelle ein Lächeln auf die Lippen der Zuhörer, denn neben aller Professionalität der Schreiber, der Arbeiter am abenteuerlichen Wort, wird bei den Perry Autoren gerne und viel gelacht. Vielen Dank

Hier die Interviews zum Hören (ganz ordentliche Tonqualität und komplett) und auch zum Sehen (nicht ganz so gute Tonqualität und nicht komplett, aber man kann den Leuten direkt in die Augen sehen).
Uwe Anton über
- das Hobby zum Beruf
- Parry Rohdan und das Widerspiegeln der Zeit
- das, worüber man nicht spricht
Uschi Zietsch über
- die Wandlung des Verlagmarktes
- Protzmobile
- das Schreiben und den Mainstream
Klaus N. Frick über
- die Aufgaben eines Chefredakteurs und Teamarbeit
- Science Fiction in Deutschland
- den Unterschied von Hörbüchern und Hörspielen
Michael Marcus Thurner über
- Ideen mitten in der Nacht
- das Soilern
- Science Fiction in zehn Jahren
Kai Hirdt
- frisch verheirateter Comicfan
- wünscht sich Abonnenten
- arbeitet für die Miete etwas ganz anständiges
Hubert Haensel
- äußerst freundlicher Banker mit Visionen
- tauschte unfreiwillig Comics gegen Kinderbücher
- wurde vom Vater zum Science Fiction gebracht
Frank Borsch
- Die nächste Geschichte entwickelt sich gerade
- ist ein Morgenschreiber
- entschied sich in drei Sekunden für den unsicheren Autorenjob
Hartmut Kasper
- lässt sich nicht aus der Ruhe bringen
- liest mal schnell nach, was er so geschrieben hat
- "Technik? Gibt es, bedient meine Tochter."
Quelle:
Die Meldung wurde am 23.07.2009 00:00 Uhr durch Thomas Dräger veröffentlicht.
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23.07.09, 14:46 Uhr
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Thora
Arkonidin
registriert seit:
Jul 2006
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Es war super und sehr lustig. Auch sehr interessant war die Vorschau auf die kommende Handlung.
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23.07.09, 16:05 Uhr
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Der Besucher
Benutzer/in
registriert seit:
Aug 2006
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Eigetlich heisst es ja der CON, da man im Deutschen von einem Konvent(der Konvent)spricht und nicht von einer Convention.
Beitrag geändert von Der Besucher [23.07.09, 16:19 Uhr]
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24.07.09, 03:52 Uhr
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Kai "the spy"
Fan of Tomorrow
registriert seit:
Jul 2006
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Das nenne ich mal ausführliche Berichterstattung. Damit ist Perry wohl endgültig beim SF-Radio angekommen. für die Fülle an Interviews, hat eine ganze Weile gedauert, sich das Alles anzuhören, aber es hat sich gelohnt.
Finde ich wirklich klasse, dass ihr inzwischen auch über PR und dt-sprachige SF-Literatur im Allgemeinen berichtet. Hoffe, dass geht auch nach dem Hype um Band 2500 in ähnlicher Form weiter.
"Flying out of the sky, he once again shows us why he sets the standard for so many. Many see him as a naive boyscout whipped by his own selflessness. They will not, cannot, see him for what he is, a hero." - Batman über Superman
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