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Die webbeat-Rubrik "Reallife" meldet:


Hobbit startet mit herkömmlicher Framerate




Warner rudert im Hinblick auf ein neues technisches Verfahren zurück: Peter Jackson hat Der Hobbit bekanntlich mit einer höheren Framerate gedreht – die neuen Kameras filmen 48 statt 24 Frames pro Sekunde (FPS). Warner hält das Verfahren zwar für den nächsten großen Schritt in der Technik für Kinoprojektion, plant aber offenbar, Jacksons Film aber nur in ausgewählten Kinos mit der höheren FPS-Rate zeigen.

Der Grund für die Vorsicht: Auf der Cinema Con im Frühjahr hatte Jackson erste Bilder gezeigt, die das Publikum nicht gerade vom Hocker gerissen haben. Zusammengefasst sollen die Landschaftsaufnahmen super, die Szenen mit Schauspielern wie aus einer Realityshow ausgesehen haben, wir berichteten.

Danach entspann sich eine Kontroverse um das Verfahren, Jackson wurde vorsichtig und zeigte auf der Comic Con Mitte Juli auf 24 FPS heruntergerechnetes Material, um die Diskussion nicht weiter anzufachen Er befürchtete negative Auswirkungen auf den Film, wie er in der Pressekonferenz nach der Vorführung zugab.

Bei dem auf der Cinema Con gezeigten 48 FPS-Footage soll es sich um Rohmaterial gehandelt haben, das noch nicht in der Post-Produktion aufpoliert worden war. Das hat sich inzwischen geändert. Insider, die einen Großteil des Films mit der höheren Framerate gesehen haben berichten dem Branchenblatt Variety, dass es inzwischen um Längen besser aussieht. Das hat allerdings wohl ein paar Taler und Schweißperlen gekostet. Es es reicht nicht aus, einfach jeden zweiten Frame zu löschen, weil das Bild sonst abgehackt aussieht. In der Nachbearbeitung muss bei sich bewegenden Objekten Bewegungsunschärfe hinzugefügt werden.

Trotzdem schreckt Warner vor einem flächendeckenden Release der so genannten HFR-Version (High-Frame-Rate Version) zurück und will den Markt erst einmal mit dem ersten Hobbit-Film testen und gegebenenfalls später weiter ausbauen.

Das kann allerdings zum Teil technische Gründe haben, denn bisher gibt es noch kein Kino, das Filme in HFR zeigen kann. Ab September soll es soweit sein, weil einige Kinos lediglich ein Software-Update benötigen. Andere jedoch müssen mit komplett neuen Projektoren ausgestattet werden. Die Hersteller der Projektoren loben die neue Technik natürlich in den Himmel, sagen, es wäre ein Unterschied wie Tag und Nacht, den quasi ein Blinder sehen könnte. Die möchten natürlich gerne ihre Geräte verkaufen...

Quelle: Variety
Die Meldung wurde am 08.08.2012 23:23 Uhr durch Susanne Döpke veröffentlicht.






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    08.08.12, 23:44 Uhr
    harmlos
    Benutzer/in


    registriert seit:
    Okt 2006
    Bin ich mal gespannt. Bisher find ich die 48 auch nicht so prickelnd, habe mal einen Film in dieser Quali gesehen. Aber irgendwann wird man sich bestimmt daran gewöhnen, und ich glaube auch sehr wohl das es Zukunft hat.
    Aber genaueres kann man wohl erst sagen wenn man es mal im Kino gesehen hat.
    09.08.12, 14:01 Uhr
    JD
    unregistriert


    finde ich gut. jetzt noch zusätzlich zum 3D-aufschlag noch nen HFR-aufschlag zahlen zu müssen hätte mich tierisch geärgert.
    09.08.12, 14:19 Uhr
    kLicker
    unregistriert


    Zitat:
    Zitat von JD

    finde ich gut. jetzt noch zusätzlich zum 3D-aufschlag noch nen HFR-aufschlag zahlen zu müssen hätte mich tierisch geärgert.


    Zuzüglich 10% Gebühr für Aufschlagsbearbeitung, 5% für Nichtvorbesteller, 15% für Platzwahl, 50 cents für Aushändigung der Gebühren auf Papier, 1 Euro für Premiumkasse ...

    Würde mich nicht wundern wenn es in 10 Jahren ein Portal gibt, welches den besten Preis für Kinositze in deiner Umgebung nennt.
    09.08.12, 17:51 Uhr
    Zaphod
    zwei Köpfe - eine Meinung


    registriert seit:
    Okt 2007
    Wenn HFR bedeutet, dass man anstatt der gewohnten Filmbildqualität nur noch Realityshowbildqualität bekommt, dann ist das nichts für mich.

    Obwohl es ja besser aussehen soll, sieht es eigentlich schlechter aus. Obwohl es echter wirken soll, wirkt es stattdessen billig. Wie eine TV-Soap eben.

    Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen einem normalen Foto und einem professionellen. Zwischen einer möglichst naturgetreuen Zeichnung aus dem Gerichtssaal oder auf einem Fahndungsfoto (bzw. einer technischen Zeichnung) und einem Gemälde.
    09.08.12, 19:44 Uhr
    LeDoc
    unregistriert


    Das ist wahrscheinlich der gleiche Effekt wie z.B. bei Samsung-Fernsehern (ich weiß nicht, ob es das auch bei anderen Herstellern gibt, bzw. unter welchem Namen) das so genannte "Motion Plus". Dadurch wird das Bild flüssiger dargestellt. Das hat aber eben genau den Nebeneffekt, dass Filme aussehen wie Daily-Soaps. Sämtliche gewollten Filter gehen verloren und die Bewegungen sind natürlich. Sieht zwar realistischer aus, hat aber dann etwas von Reportagen (vom Bildablauf her). Meins ist es auch nicht.
    09.08.12, 21:52 Uhr
    Stefan Müller
    Der Cyberman mit den Schnürsenkeln
    SF-Radio Team




    registriert seit:
    Jul 2006
    @LeDoc:
    Der Hobbit wurde aber in 48fps aufgenommen, nicht irgendein Blödsinn dazu gerechnet. Das ist ein Unterschied.

    Nebenbei: Ich hab' mal gehört, dass Leute, die nur 128kBit/s-MP3 gewöhnt sind in einem Vergleich einer so codierten und einer viel besseren Aufnahme, die technisch schlechtere für die bessere gehalten haben, da es ihren Hörgewohnheiten entspricht.
    Daraus könnte man den Schluss ziehen, dass 48fps tatsächlich besser aussieht, unsere Sehgewohnheiten aber verkorkst sind.
    Fahrenheit 451. Read it.
    10.08.12, 20:51 Uhr
    Gandalf
    unregistriert


    Vielleicht ist der Hobbit auch nicht gerade der geeigneteste Film dafür. Ein SF- oder Actionfilm wäre eventuell besser geeignet, um die Stärken von HFR zu demonstrieren.

    Hier ist ein schönes Vergleichsvideo: http://www.youtube.com/watch?v=oADu6lgZrfQ
    11.08.12, 18:18 Uhr
    Zaphod
    zwei Köpfe - eine Meinung


    registriert seit:
    Okt 2007
    Vielleicht sieht es ja besser aus, aber weil eben jede x-beliebige (Doku)-Soap so aussieht und Kinofilme (Die Königsklasse des bewegten Bildes) eben nicht, macht es eben einen billigen Eindruck.
    11.08.12, 19:34 Uhr
    Zaphod
    zwei Köpfe - eine Meinung


    registriert seit:
    Okt 2007
    Hmm, das mit den 128er-MP3s finde ich seltsam, aber wenn es stimmt...

    Ich finde, das hört sich deutlich schlechter an als alles darüber, müsste doch auch schlechter sein als das, was man von Radio, TV, iTunes, etc. gewohnt ist.

    Was ich aber gehört habe: Das MP3 ja bestimmte Sachen weglässt, das den Normalos (zu denen ich mich auch zähle) aber ja nicht auffällt. Mit guten Equipment und ebenso hochwertigen Ohren sähe das aber anders aus.

    Viele schwören ja auf "Lossless".
    11.08.12, 21:06 Uhr
    LeDoc
    unregistriert


    Zitat:
    Zitat von Stefan Müller

    @LeDoc:
    Der Hobbit wurde aber in 48fps aufgenommen, nicht irgendein Blödsinn dazu gerechnet. Das ist ein Unterschied.


    Schon klar. Aber der Unterschied besteht nur in der URSACHE, nicht im ERGEBNIS. Jeder, der auch nur ein wenig Ahnung hat, schaltet bei Neuerwerb eines TV sowieso erst einmal all die (zumeist) unnützen Software-Krücken ab.
    12.08.12, 01:46 Uhr
    Stefan Müller
    Der Cyberman mit den Schnürsenkeln
    SF-Radio Team




    registriert seit:
    Jul 2006
    Zitat:
    Zitat von LeDoc

    Zitat:
    Zitat von Stefan Müller

    @LeDoc:
    Der Hobbit wurde aber in 48fps aufgenommen, nicht irgendein Blödsinn dazu gerechnet. Das ist ein Unterschied.


    Schon klar. Aber der Unterschied besteht nur in der URSACHE, nicht im ERGEBNIS.

    Sorry, aber das ist Blödsinn. Das Ergebnis ist Garbage, weil du Garbage reingeschickt hast. Wenn du etwas in HD oder 3D hochrechnest kriegst du ja auch Garbage heraus, der nicht im mindesten mit dem vergleichbar ist, was man bekommt, wenn man etwas direkt in HD oder 3D aufnimmt.

    Das wir jetzt wegen so ein paar Meckerpötten im Kino, die sich nach ein paar Minuten noch nicht an die Optik gewöhnen konnten, ein künstlich verschlechtertes Bild bekommen, finde ich eine Frechheit.
    Fahrenheit 451. Read it.
    12.08.12, 19:09 Uhr
    Jung
    unregistriert


    Ich habe gehört, dass viele 24 fps bevorzugen, soll einfach an einem psychologischen Effekt liegen. Also das leichte Flackern soll irgendwie beruhigend wirken, vllt. aus evolutionärer Sicht ähnlich wie Lagerfeuer.

    Außerdem macht die Bewegungsunschärfe das Ganze wohl auch eher weniger real, sodass man das auch distanzierter sieht, vielleicht also damit traumähnlicher oder so.
    17.08.12, 12:19 Uhr
    Susanne Döpke
    Administrator
    Redaktöse
    SF-Radio Team




    registriert seit:
    Feb 2007
    Thread geschlossen.
    Auntie Em, hate you, hate Texas, took the dog.
    Dorothy



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