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Die webbeat-Rubrik "Reallife" meldet: |
Update 3: Schießerei bei Batman-Premiere
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20.07.12, 12:05 Uhr
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GF unregistriert |
Das ist so mit Filmen, die die Anarchie predigen. Manchmal kehrt die Anarchie dann halt tatsächlich ein. |
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20.07.12, 12:22 Uhr
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HG unregistriert |
@GF: Genau! Und wer Egoshoter spielt wird automatisch auch zum Amogläufer. Anstelle solcher Sinnlosen Kommentare sollten wir jetzt lieber daran danken, das vermutlich 10 Personen ihr Leben verloren haben, die nur Friedlich einen Film anschauen wollten. |
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20.07.12, 12:31 Uhr
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GF unregistriert |
Ja, das ist selbstverständlich traurig und vor allem tragisch. Denn erwischt hat es unschuldige, wie immer. Der Geschmack bleibt aber, weil es sich ausgerechnet um einen Batman-Film handelt. Erinnert euch an die gepredigte Anarchie von Teil 2 The Dark Knight returns. Der Film wurde so beschaffen, dass der mörderische Anarchist Joker ebenfalls heroisch wegkam. Also Folge daraus entstand ein richtiger Kult um diese Figur. Ledgers Tod und Oscargewinn haben da auch mitzugespielt, logisch. Der Joker hat Tausende Leute fasziniert. Gerade dass man ihn nicht angebetet hat. Und der tötete auch ziemlich wahllos. Und jetzt das ausgerechnet bei der Premiere der Fortsetzung. Zufall? Kaum. |
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20.07.12, 12:39 Uhr
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Sin unregistriert |
"GF" Genau das habe ich mir auch gedacht. Und ich hätte mich nicht gewundert wen der Täter sich wie der Joker geschminkt hätte. Natürlich schlimm und traurig für die Kino Besucher. |
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20.07.12, 12:40 Uhr
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Shadow Benutzer/in registriert seit: Jan 2012 |
der verlinkte Artikel gibt nichts über die Motivationen der Täter preis, jetzt schon darüber zu spekulieren ist doch sehr gewagt und laut deiner "Anarchie predigen"-These hätte es ja dann zu weiteren solcher Taten kommen müssen
Beitrag geändert von Shadow [20.07.12, 12:40 Uhr] |
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20.07.12, 12:44 Uhr
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Alucard Herr der Ringe registriert seit: Sep 2006 |
Und es geht weiter mit den Schusswaffen-Tragödien in den USA. Ich werde es nie verstehen, dass die Amis aufgrund eines veralteten Gesetzes aus der Siedler-Zeit mit dem Recht, sich mit Schusswaffen gegen die "Wilden" verteidigen zu können, immernoch so beharlich an ihrem Waffengesetz festhalten. Solange sie damit so weitermachen und Waffenbesitz und kranke Gesetze damit rechtfertigen, sich verteidigen zu müssen, wird es auch weiterhin solche Tragödien geben. Mein Beileid den Angehörigen...
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20.07.12, 12:46 Uhr
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Riddick Erbauer des Deep Tought registriert seit: Okt 2006 |
Zitat: Zitat von GF Und jetzt das ausgerechnet bei der Premiere der Fortsetzung. Zufall? Kaum. Denen hat vielleicht der Film nicht gefallen oder das Popcorn war versalzen....... Aber nen Zusammenhang suchen mit der Figur des Jokers..... und dann noch solange damit warten bis die Fortsetzung ins Kino kommt...... Hoffentlich gibts keine Fortsetzung von Pulp Fiction.... FSK 12 : Der Gute bekommt das Mädchen FSK 16 : Der Böse bekommt das Mädchen FSK 18 : Jeder bekommt das Mädchen |
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20.07.12, 12:49 Uhr
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c-schroed Redshirt ohne Sprechrolle. registriert seit: Apr 2012 |
Ich wusste, dass so ein Kommentar kommen würde. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es gleich der erste sein würde. Im Übrigen stimme ich Shadow zu, das alles ist viel zu früh und reinste Spekulation. Und ich fand eigentlich nichtmal, dass "The Dark Knight" übermäßig Anarchie predigte. Zumindest nicht mehr als alle anderen Actionfilme auch. Oder halt Egoshooter. Oder Thriller in Buchform. Warum geht eigentlich nie einer gegen Bücher vor? "Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten." Mark Twain |
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20.07.12, 12:59 Uhr
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GF unregistriert |
Auch SF-Radio ist nicht frei von diesem Joker Kult. Die Folgenden Worte stammen von einem Post kurz nach der Premiere von The Dark Knight returns, am 3.2.2009: """"""" The dark Knight: Der beste Film, den ich je gesehen habe. Wobei der heimliche Held des Films ganz klar nicht der Batman, sondern der JOKER ist. Der Mann hat diese Welt durchschaut. Er hat erkannt, worauf es ankommt und worauf nicht. Er rüttelte die Einwohner seiner Stadt auf und führte ihnen vor Augen, wie klein und zerbrechlich ihre vorgeheuchelte Welt voller moralischer Grundsätze, feiner Klamotten und gutem Benehmens doch in Wahrheit ist. Geld und Ansehen bedeuten nichts. Angesichts des Chaoses ist es wertlos. Und unsere Welt ist nunmal Chaos. Der Joker hat das durchschaut und machte es sich zum Ziel, es dem Rest zu lehren. Von Bedeutung ist im Leben nur, was ein Mensch tatsächlich zu vollbringen vermag, nicht was er durch sein äußeres Image zu repräsentieren versucht. War es in dem Film nicht überaus eindringlich vor Augen geführt, wie wenige handlungsbereite Menschen von Nöten waren, um eine ganze Großstadt in die Knie zu zwingen? Der Joker ist der einzige Sieger dieses Films. Er hat diese Stadt in die Knie gezwungen - ein Prinz des Chaos, ein Engel der Anarchie - und damit die verdiente Antwort auf unsere gegenwärtig zur Schau gestellte Dekadenz in allen Lebenslagen. Sein Feind war nicht wirklich Batman. Sein Feind war der ottonormale Kleinbürger, der sich für sooooo vollkommen hält. Eines hatte mich sehr verwundert: Nach der Ermordung der Richterin und des Polizeichefs fanden sich hunderte polizeichliche Einsatzkräfte auf den Straßen zusammen, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Warum wollte der Joker dieses Szenario nur dafür nutzen, den Bürgermeister zu killen? Es wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, dem gesamten Polizeiapperat der Stadt empfindlichen Schaden zuzufügen. Munition und Benzin hatte Jokey doch mehr als genug. Es wäre die beste Gelegenheit gewesen, der bereits annahenden Anarchie zusätzlichen Schub zu verleihen. Die Machtlosigkeit der Mächtigen, aaahh ja, das ist ein Symbol. Ein mächtiges Symbol. By the way: In solchen Zuständen, also nach der Ermordung zweier so hochrangiger Staatsfunktionären, noch eine ausgeleierte Gedenkfeier abzuhalten, ist ebenfalls ein Bilderbuchbeispiel für hochfahrende Überheblichkeit und Dekadenz. Sind diese beiden mehr wert gewesen als der einfache Straßencop, der beiläufig gekillt wurde? Allein WEIL sie in Zeiten des kontrollierten Chaoses eine solche Feier abhielten, HATTEN sie den tödlichen Denkzettel verdient. Meine Lieblingsszene: Die beiden Fähren! Sehr inspirierend die Sache mit den zwei Fähren: Wobei ich mich frage, ob die Zünder im Fall des Falles tatsächlich so gewirkt hätten, wie der JOKER (sein Name ist es hier wert, in Großlettern geschrieben zu werden) gedroht hatte: Viel ironischer als das andere Schiff zu sprengen, wäre doch, die schwächere Partei sich selbst sprengen zu lassen. Also die Situation so: Die kleinbürgerlichen braven Stadtleute, diese Perfektionisten des menschlichen Daseins, hätten beschlossen, die anderen zu sprengen, um selbst zu überleben. Aber: Durch den Zünder sprengen sie sich wider erwarten selbst! Das wäre ironisch! Und ein verdienter Denkzettel. Das Manko: Durch ihren Tod hätten diese Kleinbürger leider nichts mehr von diesem Denkzettel. Des Weiteren will der Joker DESILLUSIONIEREN! Er will aufrütteln und den dekadenten Kleinbürgern aufzeigen, dass auch sie Teil des Chaoses sind! Viel mehr: Dass sie selbst das Chaos repräsentieren! Somit wäre es also mindestens ebenso sinnvoll, die mörderische Partei der Fähren überleben zu lassen, in dem Wissen, dass sie bewusst getötet haben, um ihre eigenen kleinen Hälse zu retten. Ich denke deshalb schon, die Fähren hätten sich gegenseitig gesprengt, ganz wie der Joker sagte. Ein ganz großer Film! Mit überzeugender Botschaft. Die meisten Menschen verstecken sich hinter ihren großen Grundsätzen, ihren Ideologien, ihrer vorgeheuchelte Musterbürgerschaft. Doch sie alle verstellen sich nur. Ist die Situation erst extrem genug, fallen ihre Masken, und jeder von ihnen wäre bereit, für den letzten Happen Essen zu töten, zu massakrieren und den Kannibalen zu machen. Dieser Film erinnert den Kleinbürger dieser Zeit wieder daran, welch Abschaum er ist. Und was über kurz oder lang sein Schicksal sein wird. """"" Noch Fragen, was Filme mit Menschen anstéllen können? Klar wird so schnell nichts über die Motivation der Killer offenbar werden. Doch liegt es nicht irgendwo auf der Hand? |
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20.07.12, 13:17 Uhr
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c-schroed Redshirt ohne Sprechrolle. registriert seit: Apr 2012 |
GF, es liegt eben nicht auf der Hand. Es ist eine Erklärung von dutzenden. Mein erster Gedanke ging z.B. in die Richtung, dass eine "Dark Night Rises"-Vorpremiere, wo auch immer sie stattfindet, bestimmt eine der bestbesuchten Vorstellungen der letzten Zeit sein dürfte, wenn man die immense Werbung in Betracht zieht. Und man mit seinem boshaften Plan entsprechend auch die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Insofern finde ich es wirklich angebracht, auf weitere Informationen zu warten, anstatt einfach blind drauflos zu theoretisieren. Außerdem hat Riddick Recht: Warum auf die Fortsetzung warten, wenn man den Joker verehrt? "The Dark Knight" war doch lange genug in den Kinos. Und auch lang genug ausreichend besucht. "Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten." Mark Twain Beitrag geändert von c-schroed [20.07.12, 13:21 Uhr] |
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20.07.12, 13:19 Uhr
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GF unregistriert |
Zitat: Zitat von Riddick Hoffentlich gibts keine Fortsetzung von Pulp Fiction.... Ganz anderes Kaliber. Ne Gangsterballade mit coolen bis durchgeknallten Gangstern. Wa soll da schlimmstenfalls passieren? Ein Junkie mehr auf der Straße nach dem Kinobesuch? Hm. |
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20.07.12, 13:23 Uhr
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c-schroed Redshirt ohne Sprechrolle. registriert seit: Apr 2012 |
Zitat: Zitat von GF Ne Gangsterballade mit coolen bis durchgeknallten Gangstern. Wa soll da schlimmstenfalls passieren? Ein Junkie mehr auf der Straße nach dem Kinobesuch? Hm. Ich hoffe, das war gerade nur ganz schlecht erkennbare Ironie deinerseits. Ansonsten wäre der Ausspruch furchtbar naiv. "Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten." Mark Twain Beitrag geändert von c-schroed [20.07.12, 13:24 Uhr] |
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20.07.12, 13:26 Uhr
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GF unregistriert |
Ich will nur darauf hinaus, dass man die Filminhalte nicht vergleichen kann. Lies einfach mal das Zitierte von der damaligen Premiere. |
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20.07.12, 13:42 Uhr
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c-schroed Redshirt ohne Sprechrolle. registriert seit: Apr 2012 |
Das habe ich. Und ich gebe dir Recht, es zeugt von aufrichtiger Faszination und hat einen fast schon fundamentalistischen Charakter. Doch davon gibt es viele Texte zu den unterschiedlichsten Werken, ohne dass ernsthafte Taten folgen. Und ich gebe dir auch Recht, richtig gelungene Kunst bewegt einen in schwer beschreibbaren Ausmaß - im Guten wie im Schlechten. Ich meine, als Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" veröffentlicht wurde, löste das Selbstmorde im zweistelligen Bereich aus. Aber das betrifft erstens jedes Medium gleich und ist zweitens noch lange kein Grund, sofort pauschal jede Tat im Zusammenhang mit einem bestimmten Werk auf Inhalt und Wirkung desselben zurückzuführen. Denn meist ist es weitaus komplexer. Deshalb begebe ich mich in die Gefahr, mich über alle Maßen zu wiederholen: Es ist einfach noch zu früh, solche Schlüsse zu ziehen. "Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten." Mark Twain Beitrag geändert von c-schroed [20.07.12, 13:47 Uhr] |
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20.07.12, 14:09 Uhr
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Shadow Benutzer/in registriert seit: Jan 2012 |
Zitat: Zitat von c-schroed GF, es liegt eben nicht auf der Hand. Es ist eine Erklärung von dutzenden. Mein erster Gedanke ging z.B. in die Richtung, dass eine "Dark Night Rises"-Vorpremiere, wo auch immer sie stattfindet, bestimmt eine der bestbesuchten Vorstellungen der letzten Zeit sein dürfte, wenn man die immense Werbung in Betracht zieht. Und man mit seinem boshaften Plan entsprechend auch die meiste Aufmerksamkeit bekommt. das war auch mein erster Gedanke gewesen (der zweite war, daß die Warner Bros Promoabteilung es eindeutig übertrieben hat) |
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20.07.12, 14:34 Uhr
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BB unregistriert |
Solche PR-Stunts gehen echt zu weit! Fand schon den Tod von Heath Ledger übertrieben mit dem der Film nur noch besser verkauft wurde. Aber was will man erwarten, wenn es im Vorfeld schon Todesdrohungen gegen schlechte Kritiken gab. Ich werde den Film boykottieren. Die Nolan-Batman-Filme sind sowieso nur von ein paar pickligen 13-Jährigen Internetnerds maßlos übertrieben gehypt worden. |
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20.07.12, 15:53 Uhr
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The Return of Horst Nörgelmaier unregistriert |
Wirklich bitter, dass selbst so ein tragisches Ereignis für eine dieser typisch sinnlosen Internet-Diskussionen herhalten muss, die letztlich nur zur Selbstdarstellung von Leuten dienen, deren Alltag wahrscheinlich noch langweiliger ist als ein vertrocknetes Stück Brot. In unserer abgestumpften Medienwelt scheint der Respekt vor den Opfern solcher Taten immer mehr verloren zu gehen. Es ist nur ein weiteres Event, das über den Monitor flimmert, so wie die neueste Episode irgendeiner banalen Krimiserie - und über das auch genauso banal dahergelabert werden kann. |
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20.07.12, 17:37 Uhr
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Caphalor Benutzer/in registriert seit: Jun 2010 |
Spekulationen hin oder her: es wird immer einige Verrückte geben, die mit einem Film, mit Genussmitteln, mit Alkohol, mit ihrem Auto... nicht umgehen können. Das Genussmittel etc. dann zu verbieten und die menschlichen Abgründe dahinter als gelöst zu betrachten, wird niemals funktionieren. Es wird immer menschen geben, die die Welt so sehen, wie der Joker sie im Film sah, und die zu ähnlich extremen Mitteln in er Realität greifen, ob wir es nun im Kino thematisieren oder nicht. Der Film hat zahlreiche Auszeichungen und Lobeshymnen eingehemist, weil er ein kontroverses Thema nicht mit einfachen Gut-Böse-Schemata abgearbeitet hat. Wenn es Menschen gibt, die in ihrem Leben so geschädigt sind, dass sie damit nicht klar kommen, muss man dort ansetzen, nicht beim Film. Bezeichnend fidne ich, dass der berechtigte Hinweis auf den unverantwortlichen Umgang mit Schusswaffen in unserer "zivilisierten" Welt kaum aufgegriffen wird, die sind in den Händen verrückter Täter das Problem, nicht, dass sie einen Film sahen und ihn wo möglich nicht verstanden. Solche Menschen finden immer irgend ein Ventil. Da bleibt am Ende wirklich nur den Angehörigen mein Beileid auszusprechen und den Verletzten alles Gute zu wünschen. Und natürlich der amerikansichen Gesellschaft eine produktivere Debatte, wobei ich da wenig Hoffnugn hab. |
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20.07.12, 22:43 Uhr
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GF unregistriert |
Manche vertreten die Meinung, Filmemacher reagieren auf den Zeitgeist. Das stimmt fraglos. Ich halte das aber für ein zweischneidiges Schwert. Ist auch psychologisch bestätigt. Die feierliche Zelebrierung von minutiös gefilmten Folterszenen de-sensibilisieren Menschen genauso wie die filmische Heroisierung gewaltverherrlichender Ideologien. Man sieht es wie gesagt auch in dem Zitierten Text. |
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