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Die webbeat-Rubrik "Literatur" meldet:


Rezension: Dawn of an Evil Millennium


Horror im neuen Jahrtausend: Dawn of an Evil Millennium

Das Genre Horror gehört zu den wandlungsfähigsten Kategorien der Filmeschichte. Seitdem Bilder zu laufen gelernt haben, verlangt das Publikum nach Grusel, Terror und Schrecken. Ob Kunst oder Literatur, seit dem Menschen Kultur erschaffen, gibt es düstere Stoffe, die gerne erzählt und gehört werden. Zudem nimmt das Genre immer wieder Bezug auf gesellschaftliche oder politische Strukturen und aktuelle Ereignisse. Horror ohne Zeitgeist ist undenkbar. Der vom Büchner-Verlag herausgegebene Sammelband Dawn of an Evil Millennium widmet sich der Horrorkultur des neuen Jahrtausends und geht dabei weit über den Filmbereich hinaus. Insgesamt 92 Aufsätze nehmen zwar zahlreiche Filme, aber auch Serien, Romane, Comics, Musik und Videospiele ganz genau unter die Lupe. Sie zeigen auf, worin Unterschiede zu Werken vergangener Epochen liegen und welche gänzlich neuen Trends Einzug in die moderne Horror-Welt gefunden haben.

Analysen, Auswertungen, film- und kulturwissenschaftliche Betrachtungen ergänzen sich zu einem aussagekräftigen und mit 688 Seiten recht umfangreich geratenen Bollwerk vorzüglicher Texte, die fundierter kaum sein könnten. Neben einnahmestarken Hollywoodblockbustern verlieren Herausgeber Jörg van Bebber und sein Team aus Autorinnen und Autoren niemals weniger populäre Werke wie zum Beispiel asiatische Streifen oder sogar Arthaus-Horror aus den Augen. Eine weitere Stärke des Buches ist die Aktualität der Analyse-Stoffe: Ausschliesslich Werke aus den Jahren 2000 bis 2010 finden sich in den leserlichen und stets gut verständlichen Fachtexten bis ins Detail auseinandergenommen wieder. Dabei stehen nicht nur Filme als Ganzes zur Debatte, sondern auch Figuren wie Monster oder Killer, Trends, Tendenzen und interessante Weiterentwicklungen. Beispielsweise steht der jugendlich-desillusionierte Donnie Darko im Fokus des Textes von Benjamin Moldenhauer, der ihn als Erlöserfigur sehen will. Tobias Haupts widmet sich den neuen, modernen Zombies, die seit 28 Days later und Zack Snyders Dawn of the Dead-Remake schnell und extrem aggressiv sind und sich vom schlurfenden Romero-Urtypus deutlich unterscheiden. Weiter stehen die Zombies von Land of the Dead, Diary of the Dead oder Resident Evil Afterlife unter genauer Beobachtung. Katharina Rein knöpft sich Alan Balls True Blood Serie vor, Texte über So finster die Nacht, 30 Days of Night und zur Twilight-Saga vervollständigen den Vampir-Sektor. Die Autorin der True Blood-Ausarbeitung integriert den offen unter den Menschen lebenden Vampir unter sozial-gesellschaftlichen Aspekten gar zum Teil der modernen Gesellschaft, der unter Rassismus wie politischer Degradierung zu leiden hat und vehement für Akzeptanz und Toleranz wirbt. Sie erkennt in ihrem Text die zahlreichen Verweise auf gesellschaftspolitische Zustände in den USA. Während andere Vampire im Sonnenlicht glitzern, kämpfen die True Blood-Blutsauger nicht zuletzt um Emanzipation und Selbstbestimmung. Übernatürliches aus Der Exorzismus der Emily Rose, der Supernatural-Serie trifft auf Degenerierte (The Descent oder Ajas The Hills have Eyes).

Klaus Silla beschreibt anhand des Filmbeispiels My Bloody Valentine 3D die Auswirkungen der neuen digitalen Projektionstechnik auf das Horrorsegement. Die neu ermöglichten Einsatzmöglichkeiten der Tiefenschärfe wie die Kamerafahrten durch dunkle Bergwerkstollen oder auf den Zuschauer zukommende Körperteile (beides mittlerweile gängige Sequenzen im 3D-Horror, siehe Alexandre Ajas Piranha), die beim Werken des Spitzhackenmöders auf den Betrachter zufliegen, sind neue visuelle Reize, die das Horror-Erleben ein Stück weit verändern. Weitere Aufsätze widmen sich der Torture Porn-Reihe Saw, den Videospielen Silent Hill 2 und Resident Evil 5, den Walking Dead-Comics, der Band Canibal Corpse, diversen Romanen oder sogar Kinderliteratur. Die Autorinnen und Autoren blicken niemals nur auf den Untersuchungsgegenstand als solches, sondern setzen diesen stets in spannenden Kontext mit filmwissenschaftlich oder -historischen, gesellschaftspolitischen Kontexten wie z.B. Gender-Aspekten (Queer Horror) oder popkulturellen Phänomenen (Twilight). Es geht umsadistische Gewalt als Ausdruck vager Ängste im Japan der Jahrhundertwende und in einer globalisierten Welt (Battle Royale) oder den Horror der eigenen Hässlichkeit und die Schönheit Hollywoods (Vanilla Sky). Um die Abstraktion des Monsterfilms wird bei Kurosawas Bright Future geschrieben, oft stehen auch Slasher und ihre Bedeutung oder Funktion unter Beobachtung (Haute Tension, Wolf Creek oder Rob Zombies Halloween). Kleine Produktionen unbekannterer Regisseure rangieren neben Werken von Spielberg, Lars von Trier, M. Night Shyamalan oder Michael Haneke in der Liste der in diesem Band behandelten Filme. Dawn of an Evil Millennium ist eine äußerst vielseitige Analyse moderner Horrorfilme, die zahlreiche Facetten beachtet und sehr informative Ergebnisse hervor bringt- Film- und insbesondere Horror-Fans können durch die Lektüre Werke neu erleben und Zusammenhänge erkennen, die auf diese Weise vielleicht nie in den Sinn gekommen wären.

Eine Leseprobe gibt es unter folgendem Link:
http://www.buechner-verlag.de/index.php/programm/van-bebber

Quelle: Abbildung Büchner Verlag
Die Meldung wurde am 16.10.2012 20:55 Uhr durch Marcus Offermanns veröffentlicht.






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    09.11.12, 21:38 Uhr
    robse
    Administrator
    SF-Radio Team


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