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Die webbeat-Rubrik "Kino" meldet:


Kritik: Der Hobbit - eine unbefriedigende Reise

Es folgen einige leichte Spoiler.

Wenn Der Hobbit nach einer rund fünfzehnminütigen Einleitung mit der eigentlichen Handlung beginnt, solltet ihr euch im Kinosessel zurücklehnen und Hallo Bilbo sagen oder von mir aus auch denken, wenn euch das zu peinlich ist. Ein Danke, Martin schadet ebenfalls nicht, denn ohne Bilbo Baggins, den Hobbit, den wir auf seinem großen Abenteuer begleiten, und den Nuancen, die Schauspieler Martin Freeman der Figur abgewinnt, würde The Hobbit in der Kategorie "Fehlgeschlagene Verfilmung" landen. So kriegt er gerade noch die Kurve.

Eine sehr enge, steile, von Glatteis bedeckte Kurve.

Die Geschichte des Hobbit ist einfach: Der träge gewordene, in seiner Routine verhaftete Hobbit Bilbo wird vom Zauberer Gandalf überredet, ihn und eine Gruppe Zwerge zu begleiten, die in ihre Heimatfestung zurückkehren wollen. Dort lauert allerdings (möglicherweise) der Drache Smaug, der den gewaltigen Goldschatz der Zwerge als seine Beute betrachtet. Zwar hat man Smaug seit sechzig Jahren nicht mehr gesehen, aber ob er wirklich verschwunden oder gestorben ist, kann niemand sagen. Zwerge, Zauberer und Hobbit begeben sich also auf eine abenteuerliche Reise mit unsicherem Ausgang.

Das hat Regisseur Peter Jackson ebenfalls getan. Seine Entscheidung, den Film mit 48 Bildern pro Sekunde zu drehen und damit eine noch nie da gewesene Schärfe zu erzielen, war mutig. Leider war sie auch verfehlt.

Schon bei der ersten Aufblende ging ein Raunen durch den Saal, so als würden die vierhundert Zuschauer in diesem Moment alle das gleiche denken: "So etwas habe ich noch nie gesehen, aber ich weiß nicht, ob ich es jemals wieder sehen will."

Das Gefühl zieht sich durch den ganzen Film. Die Tagszenen sehen aus wie eine BBC-Naturdoku; "David Attenborough's New Zealand" könnte eingeblendet werden, ohne dass es verwundern würde. Durch den Hyperrealismus der Bilder wirken die langen Kamerafahrten über wilde Landschaften, die einen in Der Herr der Ringe noch tief in Mittelerde eintauchen ließen, beschreibend und dokumentarisch. Die Wirklichkeit holt einen immer wieder ein, egal, wie sehr man versucht, Teil der Fantasywelt zu werden.

Dieses Problem wird besonders offensichtlich in Szenen mit Spezialeffekten. Actionszenen, die im Tageslicht spielen, sind unscharf und leiden unter dem schon viel beschriebenen Benny-Hill-Effekt:



Actionsequenzen in Kunstlicht oder bei Nacht haben die weiche Optik von Videospiel-Cutscenes. Bei einer besonders langen, wenn auch geilen Verfolgungsjagd im Inneren eines Bergs bemerkte ich auf einmal, dass meine Finger unbewusst die WASD-Position eingenommen hatten.

Die HFR-Technik wirkt sich ebenfalls auf Masken und Make-up aus. Bei den Zwergen sieht man in manchen Nahaufnahmen die Übergänge von Latex auf Haut, während Hugo Weaving und Cate Blanchett, um ihren Alterungsprozess zu vertuschen, derartig zugekleistert sind, dass ich dachte, ihre Köpfe würden jeden Moment unter dem Gewicht des Make-ups abknicken.

Mit HFR wollte Jackson Mittelerde und seine Bewohner zugänglicher und wirklicher machen, aber das Gegenteil ist eingetreten. Das ist wie bei Computerspielen, die sich um realitätsnahe Grafiken bemühen, doch damit nur erreichen, dass ihre Unzulänglichkeiten umso deutlicher auffallen. Spezialeffekte wirken deplatziert, das Auenland wird zu Neuseeland, und Zwergenkrieger verwandeln sich in kleine dicke Männer mit Gumminasen.

Normalerweise würde ich nicht so viel über einen technischen Aspekt schreiben, aber HFR beeinflusst den Hobbit so stark, dass man nicht daran vorbeikommt. Mir hat er das, was im Englischen als "suspension of disbelief" bezeichnet wird, also die Möglichkeit, die Wirklichkeit zu vergessen und für knapp drei Stunden so zu tun, als gäbe es Orks und Zwerge, genommen.

Der Hobbit ist lang, in einigen Dialogsequenzen auch langatmig, aber nie langweilig. Dazu passiert einfach zuviel. Die Protagonisten werden von einer Actionsequenz in die nächste geschleudert, was darüber hinwegtäuscht, dass der Film eigentlich kaum Handlung hat. Wie auch schon im Buch begegnet man nacheinander einer Reihe von Wesen, die bezwungen werden müssen, damit die Reise weitergehen kann. Dieser episodenhafte Aufbau und die Tatsache, dass man keine Sekunde am Überleben der Helden zweifelt, verhindert echte Spannung. Man wird unterhalten, zeitweise sogar sehr gut, aber man fiebert nie mit.

Bilbos Reisebegleiter, nennen wir sie mal "die Klamaukzwerge", werden bis auf Thorin kaum charakterisiert und dessen Rollenbeschreibung reduziert sich auf "brütet viel". Die anderen liefern Informationen, wenn sie benötigt werden, und gelegentlich einen Schuss Humor. Dass man sie trotzdem auseinanderhalten kann, ist den Maskenbildnern und Kostümdesignern zu verdanken, die jeden Zwerg zum Individuum machen. Im Drehbuch merkt man nichts davon.

Zwerge als NPCs
NPC-Zwerge: Jetzt auch mit klassischem Fragezeichen über dem Kopf.

Trotz aller Kritik: Der Hobbit ist kein misslungener Film. Das liegt zum einen an den phänomenal inszenierten Actionsequenzen, vor allem in der zweiten Hälfte, zum anderen, wie schon erwähnt, an den großartigen Schauspielern. Martin Freeman ist die Seele des Films, während Ian McKellen als Gandalf eine solche Weisheit und Güte ausstrahlt, dass Morgan Freeman um seine nächsten Gottrollen fürchten muss. Andy Serkis gelingt es, wie auch schon in Der Herr der Ringe, mit Gollum eine Figur zu erschaffen, die man gleichzeitig verachtet und bemitleidet. Die berühmte Rätselszene, in der er und Bilbo versuchen, einander auszustechen, gilt zu recht als einer der Höhepunkte des Films, obwohl auch sie zu lang ist.

Am Ende des Films sitzt man mit gemischten Gefühlen im Saal, was wohl auch an dem uninspirierten Popsong liegt, der über den Abspann dudelt. Die Rückkehr nach Mittelerde mag eine gewisse nostalgische Sehnsucht erfüllen, aber Nostalgie bedeutet immer auch einen Rückzug auf sicheres Gelände und einen Rückschritt in die Vergangenheit. Dabei kann ein unterhaltsamer Film herauskommen, aber niemals ein interessanter.

Und so ist Der Hobbit dann auch.

3/5

Quelle:
Die Meldung wurde am 17.12.2012 18:44 Uhr durch Claudia Kern veröffentlicht.






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  • Seiten (2) 1 2
    Kommentare zu dieser Meldung
    17.12.12, 20:17 Uhr
    TT
    unregistriert


    Ich mag HFR und den Film, mir war keine Szene zu lang. Mir gefiel auch die Optik und ich habe die beschriebenen Phänomene nicht bemerkt. Scheint auch eine Frage des Alters zu sein, während Jüngere sich schnell an HFR gewöhnen, haben Ältere damit eher Probleme, wie Peter Jackson schon dazu sagte.

    Was sagt das über das Alter von Claudia aus?
    17.12.12, 20:20 Uhr
    Atlantia
    Benutzer/in


    registriert seit:
    Jul 2006
    Interessante Kritik, wenn ich für meinen Geschmack auch etwas zu viel negative Grundeinstellung zwischen den Zeilen herauszulesen vermag.
    Das eine oder andere ist wirklich jenseits von sachlicher Kritik/hat mit der Qualität eines Filmes nichts zu tun.

    Habe Hobbit selbst noch nicht gesehen, bin weder Fan noch könnte ich begeistert oder enttäuscht von dem Film sein.

    Beitrag geändert von Atlantia [17.12.12, 20:21 Uhr]
    17.12.12, 20:28 Uhr
    Mr. Eko
    Bringer of Rain, Slayer of Theokoles, Champion of Capua


    registriert seit:
    Sep 2006
    Das Ding ist, in den letzten Jahren habe ich beobachten müssen, dass es in ist, Beliebtes und weitläufig Bekanntes schärfer zu kritisieren. Natürlich muss nicht alles gelobt werden, aber vor allem, wenn größere Erwartungen an den Tag gelegt werden, tendieren die Leute dazu jede noch so kleine Scheiße als negativ zu empfinden. Ein Hobbit kann seine Fehler haben, aber seien wir mal ehrlich: das ist Meckern auf höchstem Niveau, sozusagen ein Gourmet-Nörgeln. Wäre der Film vor 11 Jahren rausgekommen und heute Die Gefährten als Fortsetzung, würden die Leute genau das gleiche bemängeln (abgesehen vom HFR natürlich).

    EDIT:
    Oh, nur damit kein Missverständnis entsteht, ich beziehe mich nicht direkt auf diese Kritik, ich meinte den Grundtenor von vielen Onlinekritiken. Und nicht nur beim Hobbit.
    Here's to you, Nicola and Bart,
    Rest forever in our hearts,
    The last and final moment is your's,
    The agony is your triumph.

    Beitrag geändert von Mr. Eko [17.12.12, 20:32 Uhr]
    17.12.12, 20:32 Uhr
    Jungleknight
    unregistriert


    Yep, Mr. Eko, da stimme ich dir rundum zu. Das beobachte ich auch schon seit längerem.
    17.12.12, 20:38 Uhr
    Nagul
    unregistriert


    Zitat:
    Zitat von Jungleknight

    Yep, Mr. Eko, da stimme ich dir rundum zu. Das beobachte ich auch schon seit längerem.


    Und beim Hobbit stimmt es sogar mal, also dass das Nörgeln ungerechtfertigt ist. Bei Star Trek & Co. dagegen ...
    17.12.12, 21:08 Uhr
    Stefan Müller
    Der Cyberman mit den Schnürsenkeln
    SF-Radio Team




    registriert seit:
    Jul 2006
    Kurz zum HFR:
    Ich hatte damit auch so meine Probleme, ich nahm es als "DVD auf zweifache Geschwindigkeit war", was vermutlich das ist, was mit "Benny Hill Effekt" gemeint ist. Das wirkte sich besonders bei schnellen Bewegungen aus, wenn hingegen die Bewegungen langsam waren so sah dass gut aus. Besonders Gollum sah real wie nie aus.
    Meine Theorie dazu: Wenn man eine Bewegung in kurze Momentaufnahmen zerhackt, so kommt es zu Bewegungsunschärfe, man erhält also z.B. 24 leicht verwackelte Bilder pro Sekunde. Das sind wir gewöhnt als "Kino-Gefühl", darum denken wir uns nichts dabei. 48 weniger stark verwackelte (aber immer noch verwackelte) Bilder pro Sekunde kennt unser Gehirn nicht, also empfinden wir (zumindest einige) dies als seltsam. Ich würde daher sagen: Wenn man die FPS nochmals deutlich erhöht (wie von James Cameron bevorzugt), so dass kein wahrnehmbares Verwackeln auftritt, so nimmt unser Gehirn dies als "Real" wahr und die Probleme mit HFR sind endgültig weg und wir haben ein total anderes Kino-Erlebnis. Was wir momentan beim Hobbit haben ist mehr so der Bastard zwischen Kino- und Real-Empfinden und das gibt dann Probleme.
    Also gibt es zwei Lösungen für dieses Problem:
    1.) Deutlich höhere fps, was aber die Projektoren derzeit wohl nicht mitmachen
    2.) Deutlich mehr 48fps-Filme ansehen, damit sich unser Gehirn an die Optik so gewöhnt wie an die von 24fps. Aber mit so einem HFR-Boom wie beim 3D-Boom ist wohl nicht so schnell zu rechnen.
    Fahrenheit 451. Read it.
    17.12.12, 21:09 Uhr
    kLicker
    unregistriert


    Nein, bitte nicht abdriften ...

    Ich hatte das Glück/Pech den Film zweimal gesehen zu haben:
    Einmal in 3D ohne HFR in meinem heimatlichen Lieblingskino, 15 Euro inkl. Cola und Popcorn (und einem der Promoposter, aber pssst )
    Einmal in 3D mit HFR, 12,5 Euro ohne Cola und Popcorn bei ner Kinokette.

    Mir hat die Fassung ohne HFR deutlich mehr zugesagt, weil ich nie im Uncanny Valley gelandet bin. So hatte ich einfach ne Menge Spass, konnte meine Cola schlürfen und mit meinen Sitznachbarn große Augen machen, wie toll doch alles aus den Büchern umgesetzt wurde.

    Mit HFR hat es mich (leider) mehrfach aus dem Film gerissen. Die Atmosphäre ging flöten, und man hatte dann ein eher enttäuschendes Gefühl beim Rausgehen.
    Und ich glaube Claudia ging es genauso, und wenn man sich auf nen Film freut, kann das dann einen doch schon nach unten ziehen. Resultat ist dann eine Kritik die eben nicht alles toll und supi findet, sondern ganz klar sagt wo der Haken ist.
    (und sowas ist mir als Kritik deutlich lieber, als weichgespülte Versionen diverser Magazine).

    Momentan bin ich also ohne HFR zufriedener, aber junge Technik will Weile haben um toll zu werden. Mal schauen was also noch passiert.
    17.12.12, 21:34 Uhr
    Horst Nörgelmaier's Unexpected Journey
    unregistriert


    Ist eben ein typisches Review von Claudia Kern: mehr kindisches Bashing als sachliche Kritik. Mister Eko hat diese Attitüde der selbsternannten "Gourmet Kritiker" schon gut auf den Punkt gebracht. Mit solch einer Haltung würden die HdR-Filme heutzutage wahrscheinlich auch durchfallen.
    17.12.12, 21:56 Uhr
    Stefan Müller
    Der Cyberman mit den Schnürsenkeln
    SF-Radio Team




    registriert seit:
    Jul 2006
    Mir ist zur aktuellen HFR-Situation ein interessanter Vergleich eingefallen, der Ortsunkundigen aber nicht viel sagt (ggf. kann man aber eigene Lokalitäten einsetzen):
    Auf dem Weg mit dem Zug von Celle nach Hannover muss man durch Lehrte durch.
    (Niemand will durch Lehrte, auf dem Bahnhof dort haben sie die Toiletten aus hygienischen Gründen zugemauert.)
    Fahrenheit 451. Read it.
    17.12.12, 22:35 Uhr
    Caphalor
    Benutzer/in


    registriert seit:
    Jun 2010
    Als jemand, der nicht so gut sehen kann und der den Film gestern zum ersten mal aber ohne hfr gesehen hat, fand ich die ausfürhliche Beschreibung dieser Technik aus erster Hand mal echt super. Einiges aus der Kritik kann ich auch teilen, z. B. die wenig gelungene Charakterisierung der Zwerge. Nur in einem Punkt sehe ich das ganz anders: die langen Dialogsequenzen brignen den Inhalt des Buches noch am besten rüber, die Rätselszene ist keines wegs zu lang in meinen Augen, genau wie ich nicht finde, dass die Handlung des Filmes erst nach 15 Minuten beginnt. Gerade in diesen Dialogszenen wird den Charaktären eine zusätzlcihe Tiefe gegeben, die über die Actionsequenzen verloren geht, vor allem weil das schrieb ich ja bereits anderswo, die Zwerge im Buch ganz anders agieren, wesentlich weniger Actionhelden-like.

    und hey, in der Kritik wird genau das mit dem "meckern auf hohem Niveau" und das der Film ja eigentlich gelungen sei, ausgedrückt. In dem FAll bin ich echt dankbar für kritischere Betrachtungen der ausführlicheren Sorte.
    17.12.12, 23:50 Uhr
    sfdss
    unregistriert


    Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Figuren unrealistisch schneller als sonst durch das Bild rannten.

    Was wahrscheinlich passiert ist, ist dass das durch HFR nur deutlicher als sonst aufgefallen ist. D.h. man müsste die Bewegungen nur realistischer gestalten. Das ist wie bei Highdefinition, wo jetzt genauer gearbeitet werden muss, damit es weiter realistisch wirkt. HFR ist nur zu gut für die alte Filmtechnik.
    18.12.12, 08:00 Uhr
    Chris
    unregistriert


    Nein, der Film war nicht zu lang, eher zu kurz. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, eine Doku zu sehen und bei mir im Kino ging auch keinen Raunen durch den Saal. Der Humor ist gelungen, die Bruchtalszene mit Saruman ist genial, Gollum so wie so und der Wechsel zwischen ruhigen Phasen und Action ist genau richtig.
    Man kann auch bewusst nach irgendwas suchen, um den Film zu bemängeln. Übergänge von Latex und Haut habe ich nicht gesehen, vielleicht, weil ich auch nicht so genau drauf geachtet habe.

    Der Film ist klasse! Lasst euch nicht von negativen Kritiken verwirren. 3D in 48 ist schon gut gemacht.
    18.12.12, 09:13 Uhr
    JD
    unregistriert


    ich stimme claudia in jedem punkt zu, denn das sind verrückterweise, auch genau die punkte, die ich beim gang aus dem kinosaal zurück zu auto am film benörgelt habe (also auch ohne vorher reviews und kritiken gelesen zu haben).

    mich hat die HFR auch ziemlich gestört und ich hätte schlussendlich doch lieber ohne geschaut. in diesem fall hätte ich den film dann vermutlich für mich auch besser bewertet. konkret gesagt: in HFR hätte ich ebenfalls 3/5 vergeben, mit "normaler" optik vielleicht 4/5, aber niemals 5/5.
    18.12.12, 10:18 Uhr
    Janus
    unregistriert


    Also ich muss dieser Kritik in jedem Punkt zustimmen. Ich finde die HFR-Technik nicht grundsätzlich scheiße, aber in vielen Szenen sah es einfach so aus, als würde der Film zu schnell laufen. Die Bewegungen wirkten dadurch in meinen Augen extrem unnatürlich und rauben einem den Spaß am Zugucken.
    Ich werde daher solange es möglich ist um HFR-Versionen kommender Filme einen großen Bogen machen, dann lieber 2D.

    Zum Film: Da ich die HdR Filme grandios finde, bin ich mit der Einstellung "bitte mehr davon" ins Kino gegangen. Tja, Pustekuchen. Ich fand ihn insgesamt ziemlich langweilig.
    Meine Wertung: 2/5
    18.12.12, 15:14 Uhr
    JD
    unregistriert


    man muss ja dazu sagen: jackson hatte sicher keinen leichten job. er musste ja gegen seine eigene alte trilogie antreten, die ja jetzt schon ein moderner klassiker ist UND dies auch noch mit einem kinderbuch, dass auf jeden fall zu wenig hergibt um drei 3h-filme damit füllen zu können.

    der wunsch aus zwei filmen drei zu machen kam sicher nicht (nur) von ihm, denn warum sollte man mit zwei filmen kohle machen, wo auch drei gehen?

    womit also strecken? jede abweichung vom roman und jede dazudichtung hätte die fans verärgert (ich fand ja die zwerge, bis auf thorin, ebenso blass wie jar jar binks, wenn nicht noch blasser), leider erkennt man jetzt beim schauen direkt einen großteil des zwergischen füllmaterials sofort.

    für mich hätte man sich die ganze geschichte um thorin und seine eigene kleine fehde gegen den (computerspielhaft ausschauenden) übeltroll komplett schenken können. allerdings konnte man wohl nur so ein bisschen HdR-bekannte schlacht einbringen, von daher sei es gegönnt.
    18.12.12, 17:00 Uhr
    Caphalor
    Benutzer/in


    registriert seit:
    Jun 2010
    Also ich fidne, das Buch gibt eine Menge Background zu den zwergen her. Gerade zu Balin, der irgendwie der ruhende Pol und von Anfang an Freund von Bilbo war, zu Kili und Fili, die jungen Haudraufs, die sich manchmal aber ganz schön trottelig anstellen oder das zu mindest gern unterstellt bekommen, die aber immer vorne mit dabei sind und und und. Das sind natürlich alles in allem keine wahnsinnig tiefen Charaktäre, aber für eine bessere Differenzierung hätte der Stoff allemal gereicht. Köstlich fand ich auch immer, wie sie alle auf dem "fetten" Bombur geflucht haben, ihn dann aber natürlich doch immer mitgenommen, ihm rührend geholfen und ihn geschätzt haben für seine gemütliche und unerschütterliche Art.

    Das, womit da augenscheinlich gefüllt wird, nämlich mit Gandalfs erstem Feldzug gegen Sauron, ist genial einfach aber einfach genial. Vieles von dem wird sicherlich nur angedeutet, vor allem in der großen Ratsversammlung, die im Herrn der Ringe die gefährten, also in der Buchfassung, ausführlich von Gandalf erzählt. Generell gibts bei Tolkien viele solcher STellen oder nur knapp im Silmarillion erzähltegeschichten die, ordentlich ausgeschmückt, selbst einen Roman abgeben würden. Der Mann hatte einfach einen Hang dazu, Landschaften und die Gewohnheiten des Pfeifenkrautrauchens über Seiten auszuwalzen, und dann eine Nebenhandlung mal eben anzudeuten, die neben dem Hobbit herläuft, die aber selbst einen Roman hätte abgeben können und für die Handlung des Herrn der Ringe zentral ist. Da entwickelt sich bereits das Abdriften Sarumans, von Tolkien im Hern der Ringe mit ein zwei Sätzen angedeutet und Gandalf in den mund gelegt. Da driftet die Welt bereits ins düstere, chaotische und von Sauron beeinflusste ab. Jackson hat ein echtes Händchen dafür, das Maximale aus solchen Andeutungen herauszuholen. Zwar in manchgen Szenen auch das maximal reißerische, aber ebne auch die kleinen, wichtigen und in sich stimmigen Details. Wer hat sich beim lesen der Bücher nicht selbst schonmal gefragt, wie viele Zauberer es dann nun wirklich gibt und vor allem, wie die unbekannteren davon heißen? Wenn man nun Gandalf sinngemäß sagen lässt, es gibt da noch zwei blaue Zauberer aber deren Namen hab ich vergessen, dann mag man den Humor mögen oder nicht. Ich fidne es zeugt vor allem für totale Verliebtheit und fEinsinnigkeit der Autoren, die da am Werk waren.
    18.12.12, 18:38 Uhr
    Old
    Dirt


    registriert seit:
    Apr 2009
    Der Hobbit ist wirklich ein Top Film. Teilweise sogar besser als die HdR Filme.

    An einigen Stellen fande ich die alten Filme immer sehr konstruiert und schmalzig, daher finde ich das Abenteuerfeeling im Hobbit sehr erfrischend.

    Kleine Infusion Indiana Jones schadet wirklich keinem Film
    18.12.12, 20:54 Uhr
    Zaphod
    zwei Köpfe - eine Meinung


    registriert seit:
    Okt 2007
    Ich seh mir den in 2D normal an und mal sehen, ob er wirklich so schlecht ist. Das Buch ist genial.
    19.12.12, 00:41 Uhr
    Darkwolf
    unregistriert


    Abgesehen von dem erwähnten "Benny Hill Effekt" fällt mir nichts negatives zum ersten Teil der Hobbit-Trilogie ein. Weder ich noch meine drei erwachsenen BegleiterInnen hatten irgendwann das Gefühl gelangweilt zu werden. Im Gegenteil - wir hätten es noch locker eine weitere Stunde im Kino ausgehalten. Auch der im Vorfeld verteufelte "Soap-Effekt" ist uns nicht aufgefallen. Dafür war das 3D so brilliant und scharf wie nie zuvor.

    Stimme also @Mr. Eko, @Chris und @Caphalor absolut zu!

    Aber es ist auch wie immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn Claudia Kern und andere Leute "Probleme" mit dem Film und/oder der Technik hatten, ist das durchaus legitim. Ich selbst weiß auch noch nicht so recht, ob ich 2D-Filme in Zukunft mit erhöhter Framerate sehen möchte (um mich daran zu gewöhnen) oder nicht. Bei 3D finde ich das durchaus vorteilhaft.
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