DVD-Rezension: Lockout
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Einer der wenigen Science-Fiction-Filme des Jahres, die auch dort spielen, wo sie spielen sollten, im Weltraum, ist Lockout. Vor wenigen Tagen ist der Film nun auf DVD und Blu-ray erschienen. Wir haben uns den Film und das Bonusmaterial auf der DVD genauer angesehen.
In einer Umlaufbahn 80 Kilometer über Erde kreist das ausbruchsicherste Gefängnis der Zukunft, die streng geheime Raumstation MS: One. Hier fristen 500 der gefährlichsten Schwerverbrecher der Welt ihr Dasein im künstlichen Kälteschlaf.
Auch CIA-Agent Marion Snow (Guy Pearce) soll dorthin gebracht werden, da man ihn des Mordes an einem Kollegen und der Unterschlagung eines Koffers mit streng geheimen Dokumenten beschuldigt.
Gleichzeitig begibt sich die Tochter des US-Präsidenten, Emilie Warnock (Maggie Grace), nach MS: One, um sich vor Ort ein Bild von den Zuständen und möglichen Nebenwirkungen der Stasis auf die Gefangenen zu machen. Während sie den Gefangenen Hydell, der hierfür aus dem Kälteschlaf geweckt wurde, befragt, gerät die Situation außer Kontrolle. Hydell gelangt an eine Waffe, die einer der Bodyguards verbotenenerweise im Verhörraum bei sich trug, überwältigt die Wachen und entkommt.
 Foto: universum film
Anschließend verschafft er sich Zugang zu einem der Kontrollräume und bringt einen Techniker dazu, sämtliche 497 Gefangenen aus dem Tiefschlaf aufzuwecken, darunter auch Hydells älteren Bruder Alex, der fortan das Kommando übernimmt.
Nachdem ein Rettungsversuch durch einen Unterhändler scheitert, bringt die US-Regierung nun Agent Snow an Bord der Station, um die Präsdententochter zu befreien. Dieser hat der Mission aber nur zugestimmt, weil sich auch sein Ex-Partner Mace - und damit der Schlüssel zum Beweis seiner Unschuld - unter den Gefangenen befindet, denn Mace kennt als einziger das Versteck des Koffers mit den Dokumenten. Snow gelingt es relativ schnell, Emilie Warnock zu befreien, bevor diese in die Hände der Verbrecher fällt. Sie wieder los zu werden, um sein eigentliches Ziel zu verfolgen und Mace zu suchen, erweist sich jedoch als größere Herausforderung.
 Foto: universum film
Nicht zuletzt, weil sich Emilie weigert, die Station ohne die anderen Geiseln zu verlassen, die einzige Rettungskapsel bietet allerdings nur Platz für eine Person. Snow setzt Emilie zwar an Bord der Kapsel, muss allerdings feststellen, dass diese bei seinem Plan nicht mitspielt. Also muss ein anderer Weg gefunden werden. Und so beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch die Station...
 Foto: universum film
Erfolgsregisseur Luc Besson (Leon - Der Profi, Das fünfte Element), in letzter Zeit - wie auch hier - eher als Produzent (Transporter) aktiv, hat für Lockout mit James Mather und Stephen St. Leger zwei Regisseure verpflichtet, die auf diesem Gebiet hier ihr Debüt geben. Beide haben bisher überwiegend Werbefilme produziert.
Besson ist allerdings nicht nur Produzent, er hat auch das Drehbuch zu Lockout geschrieben. Dabei hat er das Rad allerdings bei weitem nicht neu erfunden. In vielen Phasen des Films erinnert Lockout an das gute alte Action-Kino der 80er Jahre. Filme wie John Carpenters Klassiker Die Klapperschlange oder auch Fortress - Die Festung kommen einem da in den Sinn. Und auch der Hauptdarsteller selbst erinnert mit seinem Auftreten und den markigen Sprüchen (Snow: "Ich hab Sie von den Toten zurückgeholt." Emilie: "Ich war tot?" Snow: "Ja, und im Moment wären Sie mir so auch lieber.") stark an Bruce Willis in Stirb langsam.
Das alles klingt nach einer soliden Mischung aus Science-Fiction und Actionfilm mit einer guten Portion Selbstironie. Und genau das ist Lockout auch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Lockout hat nicht sein gesamtes Potenzial ausgeschöpft, bietet aber dennoch rund 90 Minuten Popcorn-Kino.
Bild und Ton der DVD (Deutsch/Englisch 5.1) sind einwandfrei, das Bild dürfte auf der Blu-ray entsprechend noch mehr zur Geltung kommen.
Das Bonusmaterial der DVD mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 50 Minuten umfasst u.a. ein Making of, Interviews mit Cast und Crew, Outtakes, eine Deleted Scence sowie ein alternatives Ende.
Quelle: SFR - Wir schreiben selbst
Die Meldung wurde am 11.10.2012 18:55 Uhr durch Torsten Neurath veröffentlicht.
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