The Tripods


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:: Prequel - When the Tripods came
:: Vorwort zur Jubiläumsauflage - Band 1
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The Tripods


Vorwort zur Jubiläumsauflage der Trilogie


Vorwort zu "The City of Gold and Lead"

Das Vorwort zum 2. Band der Tripods-Trilogie beginnt John Christopher mit der Feststellung, dass Schriftsteller Entleiher und Diebe seien. Selbst der Beste unter ihnen, William Shakespeare, habe die Grundlagen für zwei seiner frühen Werke bei seinem profilierteren Zeitgenossen Christopher Marlowe geborgt. Doch weil er Shakespeare war, seien seine Versionen viel besser gelungen und später brauchte er von niemandem mehr zu borgen, man borgte von ihm.

Er habe, erläutert Christopher, "The White Mountains" geschrieben in dem Geiste, das Risiko einzugehen, in neues Territorium einzudringen, keineswegs sicher, ob es etwas Akzeptables hervorbringen würde. Er bemerkte auch, dass er, sofern man das Werk denn anerkannte, offene Enden zurückließe, die ein weiteres Buch benötigen würden. Auch wenn er nicht die Absicht gehabt habe, mit einer Trilogie zu beginnen.

Das entscheidende lose Ende habe mit der Natur der Tripods zu tun gehabt. Waren sie intelligente Maschinen oder nur Träger geheimnisvoller Aliens? Er habe, schreibt Christopher, tatsächlich schon zuvor in einem Erwachsenen-Roman Tripods eingesetzt, was ihm allerdings entfallen war und er habe sich nicht gefragt, wie er darauf gekommen sei. Nun wisse er, wo er die Idee aufgeschnappt habe: in H. G. Wells "The War of the Worlds".

Das sei ein unglaubliches Beispiel für Vergesslichkeit. Als Junge sei er begeistert gewesen von Science-Fiction und er habe auch alle Romane von H. G. Wells gelesen. Wenn er den Ursprung der Tripods früher realisiert hätte, würde er niemals ein solches Gerät genommen haben. Doch die "White Mountains" waren auf dem Weg zur Veröffentlichung und er sei an seine Anleihe gebunden gewesen. So habe er versucht, sie zu etwas eigenem zu machen.

Im Grunde schienen Tripods keine besonders elegante Art zu sein, sich fort zu bewegen. Sicher waren sie beeindruckend in ihrer Größe, doch auch irgendwie plump und langsam. Auch sein berühmter Vorgänger, schreibt Christopher, habe sich offenbar von dem reinen Bild, zweifellos einem gewaltigen, beeindrucken lassen und dem Praktischen keinen besonderen Gedanken beigemessen. Seine Tripods seien Vehikel gewesen für intelligente, spinnenförmige Marsianer. Doch aus welchem Grund sollten arachnoide Lebewesen auf der Erde so etwas Unpraktisches benutzen? Sie hätten besser daran getan, ihre eigene Körperform zu reproduzieren und daraus ein achtbeinig-kriechendes Vehikel für ihre Invasion zu entwickeln.

Und warum, fragt sich Chistopher, sollten sie diese stelzengleichen Gebilde entwickelt haben auf einem Planeten der, wie Astronomen herausfanden, wüstengleich und weitgehend flach war? Das machte keinen Sinn. Dann jedoch fiel ihm ein, dass es in unserer eigenen Geschichte etwas gegeben hatte, dass an Tripods erinnerte: die Stelzenmänner von Landes.

Landes ist eine Region im Südwesten Frankreichs, heute kultiviert, doch vor dem 19. Jahrhundert ein Sumpfgebiet. Schafe grasten auf den Hügeln zwischen dem Morast und die Schäfer suchten nach einer Möglichkeit, sich problemlos zwischen diesen Hügeln zu bewegen um nach ihren Herden zu sehen. So entwickelten sie Stelzen auf denen sie durch den Sumpf waten konnten, in der Hand hielten sie einen langen Stab um den Grund darunter zu erreichen (das dritte Bein der Tripods?). Noch heute gibt es Veranstaltungen, auf denen das Stelzenlaufen demonstriert wird.

Also, fährt Christopher fort, habe er spekuliert, seine Aliens seien von einem sumpfigen Planeten gekommen und hatten vielleicht, im Gegensatz zu Wells Marsianern, die Idee einer Körperreplikation. Folglich entwickelten sie die Tripods, weil sie selber dreibeinig waren. Die Sache machte Fortschritte.

Ernsthaft überlegt werden musste die Frage, wie sich diese Tripods bewegten, als die BBC die TV-Serie machte. Als das Problem an ihn herangetragen wurde sorgte er sich nicht, schreibt der Autor, denn einige Tage später sollte der MGM-Film, der auf dem Buch von Wells basierte, wiederholt werden und da brauchten sie ja nur zuzusehen um es herauszufinden. Doch als sie das taten mussten sie feststellen, dass die Produzenten sich um das Problem herumgedrückt hatten indem sie fliegende Kapseln, statt der Dreibeiner, darboten. So habe er, lässt Christopher wissen, das Problem weitergereicht an Arthur C. Clarke, der feststellte, das sei in der Tat nicht einfach, doch es sollte eine Lösung geben.

Doch als Christopher sich das Buch noch einmal vornahm, stellte er fest, dass er das Ganze bereits erarbeitet, aber vergessen hatte. Die einzig sinnvolle Fortbewegung für Tripods schien eine Drehbewegung zu sein. Also, wenn Tripods herumwirbeln machten es die Master vielleicht genauso. Dann sollten sie womöglich auch drei Augen haben für den besseren Überblick - zwei weitere Schritte auf dem Weg.

Da sie von einem dunstigen Planeten kommen wollen die Master natürlich gleiche Bedingungen haben in ihren Festungen auf der Erde. Die größere Schwerkraft ihres Planeten, die die massige Gestalt der Master suggeriert, musste auch nachgeahmt werden. So bekam er, erläutert Christopher, ein Bild davon, wie ihre Hauptquartiere beschaffen sein mussten und die Stadt von Gold und Blei (city of gold and lead) entstand.