The Tripods


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The Tripods


Vorwort zur Jubiläumsauflage der Trilogie


Vorwort zu "The White Mountains"

In seinem Vorwort zur Jubiläumsausgabe des ersten Bandes der Tripods-Trilogie lässt Autor John Christopher uns wissen, dass er selber am Ende der Schreibarbeiten zu diesem Buch noch nicht gewusst habe, was die Tripods nun eigentlich waren: eine intelligente Maschine oder ein außergewöhnliches Transportmittel und wenn letzteres, ob sich Lebewesen darin fortbewegten, wie in Autos.

Dann lässt er den Leser teilhaben an seinem Problem, einen Science-Fiction Roman für Jugendliche zu schreiben.

Vor 25 Jahren, berichtet Christopher, habe er eine Anfrage von seinem Londoner Agenten erhalten. Ein Herausgeber hätte Christophers Erwachsenen-Romane gelesen und wolle wissen, ob er auch bereit sei, etwas für ein jüngeres Publikum zu schreiben. Er war nicht sicher, ob er so etwas wirklich wollte, aber immerhin war es interessant, dass man nicht wartete, bis er ein Manuskript schickte, sondern ihn fragte. Außerdem, überlegte er, seien Jugendbücher in der Regel kürzer, es würde vielleicht einen Monat Arbeit in Anspruch nehmen.

Nur: was für eine Art von SF-Roman sollte es werden? Er habe, schreibt Christopher, keine Lust mehr dazu gehabt, die Erde zu zerstören oder den Weltraum zu erforschen. Er nennt seine Gründe. Als er selber in dem Alter der Menschen gewesen sei, für die er jetzt schreiben sollte, habe man so wenig über den Weltraum gewusst, dass reichlich Raum war für Fantasien und Träume (von denen er einige beschreibt).

In nur drei Jahrzehnten habe sich das entscheidend verändert. Die Wissenschaft hätte so vieles herausgefunden und was sie fand war soviel weniger interessant, als das, was man in der Fantasie erdacht hatte.

Einige Jahre nachdem er "The White Mountains" schrieb, sei der Weltraum nahezu erobert gewesen. Die erste Mondlandung wurde in der Region, in der er lebte, in den frühen Morgenstunden übertragen. Der Junge, der er mit vierzehn gewesen sei, hätte niemals geglaubt, dass er keine Lust gehabt hätte, aufzustehen um es sich anzusehen.

Er habe die Zukunft gesehen und sei enttäuscht gewesen. Was blieb also übrig? Nun, es gab die Vergangenheit. Die Farbe, die die interplanetaren Träume verloren hatten, gab es noch in der Menschheitsgeschichte. Allerdings war Christopher nicht überzeugt, ob der Verleger sehr beeindruckt sein würde, eine Geschichte aus dem feudalen England zu bekommen, aber es mochte da einen Weg geben.

Man stelle sich, schreibt er, eine Außerirdische Rasse vor, die die Erde erobert. Sie hat eine Möglichkeit, die Menschen zu versklaven, indem sie jedem Jugendlichen eine Metallkappe verpasst, vermittels derer sie Individualität verhindern, rebellische Impulse unterdrücken kann. Um eine noch bessere Kontrolle zu haben braucht sie ein geordnetes, hierarchisches Sozialgefüge. Das chaotische, kapitalistische System, dass sie vorfindet mit seinem Gewicht auf einer individuellen Gesellschaft, passt nicht für ihre Pläne. Also forscht sie nach in der Geschichte und findet ein System, das geeignet ist. Und sie kommen zurück, die Könige, Adeligen, Grundbesitzer und Bauern. Menschen, die es gewohnt sind, Befehlen von oben zu gehorchen, in einer Welt, die sich nur durch die Jahreszeiten verändert.

Der Verleger, stellt Christopher fest, wollte die Zukunft. Er selber hatte mehr Interesse an der Vergangenheit. Er schätzte, er könnte beide zufrieden stellen indem er eine mittelalterliche Welt kombinierte mit futuristischen Monstermaschinen, die sie bedrohte und beherrschte.

Und es hat funktioniert. Er habe immer wieder Briefe von jungen Lesern bekommen, schreibt Christopher, die ihm mitteilten, dass das Fesselnde an dem Buch gewesen sei, dass man nie gewusst habe, ob man sich in der Vergangenheit, oder der Zukunft befinde.

Zu guter Letzt berichtet der Autor noch von einer interessanten Erfahrung mit einer Kinderbuch-Verlegerin aus New York, der das Buch auch angeboten wurde. Während der Londoner Verleger sofort mit allem einverstanden war, habe sie ihn gewissermaßen angeleitet, wie ein gutes Jugendbuch zu schreiben sei. Sie habe ihn aufgefordert, einige Kapitel zu überarbeiten. Er hätte es schließlich getan, nachdem er ihren Brief noch einmal genau studiert habe, in dem sie scharfe Beobachtungen vermittelte und Dinge sehr genau auf den Punkt brachte. Bei dem zweiten Buch sei nur das erste Kapitel ihrem hohen kritischen Standard nicht gerecht gewesen und beim dritten endlich, war sie auf Anhieb zufrieden.

Und habe er am Anfang gedacht, dass er ja "bloß" ein Jugendbuch schreiben sollte, habe er von dieser Frau gelernt, dass es in Wirklichkeit ein anspruchsvolles Unterfangen ist. Er sei ihr dankbar für die Hilfe und die Hinweise. Denn ohne das seien die Bücher es ganz sicher nicht Wert gewesen, nach über 30 Jahren noch einmal neu aufgelegt zu werden.