The Tripods


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Die Tripods


Prequel zu den Tripods - When the Tripods came


von Gisa von Delft


Zum Vorwort des Buches "When the Tripods Came"

Nachdem die Tripods-Trilogie (von 1967/68) teilweise von der BBC verfilmt worden war, schrieb der Autor John Christopher 1988 dazu noch ein Buch, ein Prequel mit dem Titel "When the Tripods came". Im Vorwort berichtet er darüber, was ihn dazu veranlasste.

1985, nachdem es die Trilogie bereits rund 18 Jahre gab, unterstützte die BBC eine TV-Adaption. Das Projekt sah drei 13-teilige Staffeln vor, jede Staffel sollte ein Buch abdecken. Zunächst war die Serie erfolgreich, brach dann jedoch ein - die Gründe wurden niemals wirklich geklärt. So zog die BBC ihre Unterstützung nach der zweiten Staffel zurück, die dritte wurde nicht mehr produziert.

Ihn als Autor, schreibt Christopher, habe Folgendes mit gemischten Gefühlen zurückgelassen: Während der ersten Hälfte der Serie habe sich der Produzent recht eng an die vorgegebene Geschichte gehalten. In der zweiten Hälfte seien jedoch viele Änderungen vorgenommen worden. Das sei soweit gegangen, dass er Schwierigkeiten gehabt habe, sein eigenes Werk noch wieder zu erkennen.

Nun hätten Buchautoren natürlich wenig zu sagen bei dem, was geschehe, wenn sie für Film oder Fernsehen adaptiert würden. Das sei auch ein schwieriger Punkt, denn einen Film oder ein Fernsehspiel zu machen benötige andere Fertigkeiten als man brauche, um ein Buch zu schreiben.

Des Weiteren schildert Christopher in seinem Vorwort eine TV-Diskussion über die Serie. Unter den Gesprächspartnern sei der seinerzeit führende britische Science-Fiction Autor gewesen, der sehr kritische Anmerkungen machte über das, was er gesehen hatte. So sei es doch wohl äußerst unglaubwürdig, dass Invasoren, die im Stande seien, die menschliche Technik zu überwinden, nichts als Scheinwerfer benutzten und nicht etwa Infrarotlicht, um die Jungs zu jagen.

Dazu merkt Christopher an, dass hier ein Schwachpunkt der Science-Fiction läge. Es sei nicht so einfach, die Zukunft zu erahnen, insbesondere deren technische Möglichkeiten. Als er die Trilogie schrieb sei Infrarot nicht mehr gewesen, als ein Laborwerkzeug. 20 Jahre später habe man es, z.B. in Fernbedienungen, in täglichem Gebrauch gehabt. So seien neben mancher tatsächlich eingetroffenen Voraussage (beispielsweise der Benutzung von Panzern als militärische Waffe bei H. G. Wells) unzählige Fehlgriffe in der SF passiert. Kein einziger SF-Autor der sechziger habe z.B. je davon geträumt, dass es im späten 20. Jahrhundert eine Neuerung geben würde, die unser Leben vollständig verändere: das World Wide Web.

Dann bemerkt Christopher, dass der Kritiker seine Bücher vermutlich gar nicht, oder zumindest nicht sehr genau gelesen habe. Und nun erläutert er seine Intension hinter der - technisch gesehen vielleicht nicht immer perfekten - Geschichte. Wie konnte die Invasion dieser technisch gar nicht so sehr überlegenen Spezies gelingen? Und wie konnten dann wieder die Menschen sie überwinden?

Das Geheimnis des Erfolges in Schlachten, schreibt Christopher, läge häufig gar nicht so sehr in der Anwendung eigener Stärke, sondern in der Verwertung der Schwächen des Gegners. Um die herauszufinden umkreiste das große Raumschiff der "Masters", auf der Suche nach einem passenden Planeten den sie kolonisieren konnten (dieses Thema an sich ist auch unter Menschen kein Unbekanntes, man denke an die Westeuropäer im 15. Jahrhundert), jahrelang die ihnen brauchbar scheinende Erde. Man wartete, beobachtete und hörte zu, um herauszufinden, welche Schwäche sie nutzen konnten um die Verteidigungsmaschinerie der Menschen zu überwinden und eine neue Heimat zu gründen.

Umgekehrt nutzte Will seine Möglichkeiten als persönlicher Diener eines der "Master" (in THE CITY OF GOLD AND LEAD). Master 468 war neugieriger und frei-denkender als die übrigen und sprach offen mit Will. So musste nun auch Will nur gut zuhören, beobachten und geduldig sein um die entscheidenden Informationen für ihren Freiheitskampf zu erhalten. So erfuhr er auch, dass die Master, die die Menschen technisch gar nicht überwinden konnten, eine Möglichkeit auf einem Gebiet fanden, in dem sie mehr bewandert waren: der Kontrolle des Geistes.

Nun unterbreitet der Autor, dass es ihm eine gute Idee zu sein schien, zu erzählen, wie alles begann - lange bevor Will, Henry, Beanpole und Fritz in einer Welt unter der Tyrannei der Tripods aufwuchsen.

Und so beginnt es also mit dem ersten gescheiterten Invasionsversuch der Außerirdischen, der von den Menschen in Bausch und Bogen als Witz des Jahres abgetan wurde - ein verhängnisvoller Fehler...



Inhalt des Buches: "When the Tripods Came"

Erzählt wird die Geschichte über die Invasion der Tripods aus der Perspektive eines englischen Jungens namens Laurence (Laurie).

In einer Scheune in Dartmoor haben Laurie und sein Freund Andy sich einen Platz für die Nacht gesucht. Die Jungs sind Teilnehmer eines Sommercamps und hatten sich für eine Orientierungs-Expedition gemeldet. Da Andy irgendwo an einer Weggabelung die falsche Abzweigung wählte, waren sie gezwungen, sich einen Platz zum Schlafen zu suchen und fanden eine Farm. Sie waren angehalten, keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen, so begnügten sie sich mit einem Plätzchen in der Scheune.

Mitten in der Nacht erwachen die Jungs durch eine Reihe extrem lauter Geräusche, begleitet von grell aufflammendem orangefarbenem Licht. Nachdem sie ausgeschlossen haben, dass etwas von einer Truppenübung verlautbart wurde, sie draußen nichts weiter ausmachen können, als dass im Farmhaus das Licht angeknipst und dann auch wieder ausgemacht wird, beschließen sie, weiterzuschlafen. Zwar registriert Laurie im Halbschlaf noch eine - jedoch weit entfernte - Explosion, ist aber einfach zu müde von der Wanderung, um sie weiter zu beachten.

Im Morgengrauen wird Laurie von Andy geweckt. Es sind Geräusche zu hören, lautes, metallenes, rhythmisches Stampfen, das näher kommt. Der Boden bebt dazu. Die Jungs drängen sich an das kleine Fenster der Scheune. Die Farmerfamilie war trotz der frühen Stunde offenbar schon aufgestanden, der Schornstein des Farmhauses rauchte. Es versprach, ein schöner Tag zu werden. Dann bemerkt Laurie, dass auf der Rückseite des Hauses etwas in Sicht kam.

Zuerst sieht er eine enorm große, grau-grüne Kapsel mit abgeflachtem Boden, die trotz ihrer Masse in der Luft zu schweben schien. Aber dann bewegt sich ein unheimliches, stelzenartiges Bein in einem großen Bogen über den Himmel und pflanzt sich genau rechts neben das Farmhaus. Ein zweites Bein geht zwischen der Scheune und dem Farmhaus nieder. Dann entdeckt Laurie ein drittes Bein, dass, dem Muster folgend verdammt nah kommen, wenn nicht auf ihnen niedergehen würde. Aber da stoppt die Aktion. Das mehr als 20 Meter hohe Objekt steht breitbeinig über dem Haus. Leuchtende, grüne, gläserne Paneele laufen über die Kapsel, die wie eine Kreuzung aus vielen starrenden Augen und einem wenig freundlich grinsenden Mund wirken.

Andy schaut genauso verängstigt wie Laurie und versucht die verzweifelte Vermutung, dass dort ein Science-Fiction-Film gedreht würde - doch sind weit und breit keine Kameras zu entdecken. Im Grunde wussten sie beide auch, dass sich hier etwas anderes abspielte.

Nun bewegt sich wieder etwas neben der Kapsel und ein Tentakel, einem metallischen Elefantenrüssel gleich, streckt sich nach unten. Es bewegt sich auf das Dach des Hauses zu, streicht zunächst leicht darüber und tippt es dann an mehrmals an, dass die Dachziegeln wie Konfetti fliegen. Innerhalb des Hauses schreit eine Frau. Dann öffnet sich die Haustür und ein Mann tritt heraus. Er starrt die Maschine über sich an und beginnt zu rennen. Sofort wird ein zweiter Tentakel ausgefahren, dessen Ende sich um die Taille des Mannes wickelt und ihn hochhebt. Jetzt schreit auch er. Der Tentakel hebt ihn bis vor die Paneelreihe und sein Schreien geht über in dumpfes Ächzen. Nach einigen Momenten rollt sich der Tentakel zusammen und an der Unterseite der Kapsel erscheint eine runde Öffnung, in die der Mann gesteckt wird. Laurie fühlt sich unangenehm an jemanden erinnert, der eine Gabel voll Essen in den Mund steckt.

Die Öffnung schließt sich, der Tentakel streckt sich, gespenstische Ruhe breitet sich aus. Die Maschine gleicht nun einem Insekt von der Größe King Kongs, das seine Beute beobachtet. Eine Weile bleibt alles völlig still, nichts bewegt sich.

Nach diesem Moment des Innehaltens, fährt der Tentakel auf das Haus zu und beginnt, es einzureißen. Noch einmal ist der Schrei der Frau zu hören, der dann abbricht und nur das Getöse der Zerstörung übrig lässt. Der zweite und ein dritter Tentakel helfen nun, das Farmhaus in Schutt und Asche zu legen.

Dann durchwühlen die Tentakel den Steinhaufen und fördern verschiedenste Möbel und Gegenstände hervor, die zu den Paneelen hochgehoben werden. Das meiste werfen sie beiseite, einige Sachen verschwinden im Innern der Kapsel - Laurie kann einen Fernseher und einen elektrischen Wasserkocher ausmachen. Schließlich hört es auf, der Staub legt sich und die Tentakel verschwinden unter der Kapsel.

Andy schlägt Laurie leise vor, schnellstens abzuhauen, und während sie überlegen, wie weit das Ding wohl sehen kann bemerken sie, dass sich in dem Schutthaufen etwas tut. Ein schwarzer Hund befreit sich aus den Trümmern und rennt über das Feld. Nach kaum 10 Metern wird er von einem der Tentakel erfasst und, wie vorher der Mann, unter Jaulen vor die Paneele gehoben. Aber statt ihn in das Innere der Kapsel zu stecken, wirft die Maschine ihn einfach fort. Ein lebloses schwarzes Häufchen bleibt zurück und Laurie fühlt sich ziemlich schlecht. Obgleich es Laurie wie eine Ewigkeit erscheint, sind nur ein paar Minuten vergangen, seit sie an das Fenster traten.

Hinter den Ruinen des Hauses geht nun die Sonne auf, als Andy Laurie auf eine erneute Bewegung aufmerksam macht. Die Kapsel beginnt, sich zu drehen. Laurie registriert hoffnungsvoll, dass sie gleich aus dem Blickfeld der Maschine sein würden. Da muss er feststellen, dass auf der anderen Seite die gleiche Paneelreihe erscheint: das Monstergerät verfügt über eine Rundumsicht. Wieder vergeht Zeit, ohne dass sich irgendetwas tut.

Etwa zwei Stunden dauert es, bis ein Flugzeug in Sicht kommt. Der Kampfflieger dreht zwei Runden über dem metallenen Monster das unbeweglich dasteht. Kurz darauf wird es von einem Helikopter umkreist, von dem aus vermutlich Fotos gemacht werden. Erst gegen Mittag trifft eine Panzerbrigade ein, gefolgt von einem Fernsehteam. Alle Fahrzeuge bleiben in angemessener Entfernung stehen.

Nun passiert wieder für längere Zeit nichts. Später erfahren die Jungs, dass man in dieser Phase vergeblich versucht hat, Funkkontakt herzustellen. Schließlich bewegt sich ein einzelner Panzer vorwärts aus dessen Gefechtsrohr eine Stange ragt, an der eine weiße Fahne befestigt wurde. In unmittelbarer Nähe der Kapsel wird der Motor ausgeschaltet und es ist wieder ganz still. Dann, völlig unvermittelt, bricht laute Klassische Musik los. Andy vermutet, dass man damit demonstrieren wolle, dass man zivilisiert sei.

Doch dann zeigt sich eine Reaktion. Ein Tentakel fährt aus bis vor den Panzer und beginnt, behutsam zu winken. Tatsächlich bewegt er sich im Rhythmus der Musik. Ein zweiter Tentakel scheint nun den Panzer von allen Seiten zu untersuchen, bis er ihn schließlich gewissermaßen umarmt und ihn zunächst leicht vom Boden abhebt. Dann aber wird der Panzer abrupt in die Höhe gehoben. Ebenso plötzlich wird die Musik von einer Maschinengewehr-Salve übertönt. Die Schüsse verpuffen jedoch im Himmel, der Winkel ist zu ungünstig. Der Panzer wird weiter bis vor die Paneelreihe gehoben. Dort verstärkt der Tentakel seinen Druck und der Panzer wird, einer Blechbüchse gleich, auf die Hälfte seiner Größe zusammengedrückt. Dann lässt die Maschine ihn fallen wie ein Bonbonpapier. Unterdessen schwingt der andere Tentakel weiterhin in dem Rhythmus, den es von der Musik aufnahm.

Die Jungs beobachten das Schauspiel wie gelähmt. Sie können sich nicht vorstellen, dass irgendwer in dem Panzer überlebt hat. Dann aber rauschen unvermittelt Kampfbomber heran, die offenbar in Bereitschaft irgendwo gewartet hatten, und werfen Bomben ab, die die Maschine zerlegen, dass die Einzelteile verstreut auf dem Farmgelände niedergehen.

Die Jungs können kaum fassen, wie schnell und vollständig die Sache vorüber ist.

2. Kapitel
Der Leser erfährt viel über Lauries Familie und sein Leben mit ihr. Sensibel beschrieben werden seine Probleme, sich in dieser Familie einzuordnen und verstanden zu fühlen. Seine Mutter starb, vor einigen Jahren, der Vater hat erneut geheiratet, es gibt eine jüngere Stiefschwester und eine resolute Großmutter, bei der die Familie lebt.

3. Kapitel
Laurie sieht zufällig im Fernsehen die "Trippy-Show" auf die seine kleine Schwester ganz wild ist. Es geht hier um die Tripods - zunächst in einer Art Comedy-Version, in der die Metallmonster ziemlich lächerlich dastehen, letztlich läuft es aber auf so eine Art Rittermärchen hinaus, in dem ein Tripod ein Paar vor einem Drachen rettet, indem es die Menschen in seine Kapsel hebt und den Drachen vernichtet.

Laurie stellt fest, dass die überwiegend jungen Menschen wie verrückt sind nach dieser Show und äußerst aggressiv reagieren, wenn diese Fernsehshow schlecht gemacht oder in Frage gestellt wird. Es greift eine regelrechte Hysterie um sich, junge Menschen gründen Trippy-Kommunen.

Nachdem in Lauries Familie über die unglaublichen Auswirkungen dieser Trippy-Manie gesprochen wird, verlässt Lauries Schwester das Haus. Der Vater schaut durch das Fenster. Sie geht nicht, wie vermutet, zu ihrer Freundin, sondern zur Bushaltestelle. Von dort wird sie mehr oder weniger gewaltsam zurückgeholt. Die Eltern sind besorgt und lassen den Hausarzt kommen. Er kann sich auch nicht erklären, was in das Mädchen gefahren ist und schlägt vor, es mit Hypnose zu versuchen um Anhaltspunkte zu bekommen. Es könne, verspricht er, auf keinen Fall schaden.

So erfahren sie, dass Angela den Anweisungen der Tripods folgt, denen sie gehorchen muss. Der Arzt induziert eine andere Order, der nach sie auch keine Lust mehr am Fernsehen verspüren soll und in der Tat geht das Mädchen nach dem Aufwachen in sein Zimmer, um sich um seine Puppen zu kümmern. Der Arzt mutmaßt, dass die Menschen über die Trippy-Show hypnotisch beeinflusst werden. Nicht alle Menschen seien dafür empfänglich, aber doch viele - das habe wohl mit geringfügig anderen Gehirnfunktionen zu tun.

Nun wird überlegt, wer dahinter stecken könne. Es könnte sich um die Vermarktungsstrategie für ein neues Merchandise-Produkt handeln, überlegt man. Die Russen werden verdächtigt, aber da die Show ja eine amerikanische Produktion ist, wird das wieder verworfen. Der Arzt hat dann jedoch noch eine Idee: die Fernsehsignale würden in der Atmosphäre nicht gestoppt, sie könnten also auch aus dem Weltraum kommen. Der Vater kann sich nicht vorstellen dass es von irgendetwas käme, das hinter den Tripods stecke, die Tripods seien doch im Grunde ein Witz gewesen. Der Arzt aber gibt etwas zu bedenken: Wissenschaftlicher Fortschritt müsse nicht zwingend die Wege gehen, die wir für wahrscheinlich halten. Es könne durchaus möglich sein, dass eine Spezies, die solche unzureichenden Maschinen wie die Tripods baue, sehr weit fortgeschritten sein könnte im Studium des Geistes und mentaler Prozesse.

Es entsteht eine Art Massenbewegung. Trupps von Menschen ziehen mit Tripod-Plakaten über Land und versammeln sich, und das nicht nur in England, sondern überall auf der Erde. Laurie, der die Szenen in der Zeitung und im Fernsehen verfolgt, fühlt sich an Lemminge erinnert. Schließlich sieht er, als er morgens den Fernseher einschaltet um zu sehen, was es für neue Entwicklungen gibt, ein Bild von einem Tripod um dessen Füße viele kleine Punkte zu schwirren scheinen. Er hört den Berichterstatter aufgeregt von der zweiten Tripods-Invasion reden und als die Kamera heranzoomt erkennt er in den Punkten Unmengen von Menschen, die winken und rufen und Trippy-Fahnen schwingen.

4. Kapitel
Die Militärs sind machtlos, denn gingen sie gegen die Tripods vor, würden sie die Leben ihrer um sie versammelten Anhänger riskieren. Obgleich auch ein Cousin - Sohn eines reichen und snobbistischen Onkels Lauries - und Bekannte unter den Trippys sind, wiegelt Lauris Vater ab. Es sei schließlich nichts Schlimmes passiert mit diesen Menschen, es bestünde offenbar keine Gefahr für Leib und Leben und die ganze Aufregung würde sich schon wieder legen. Seine Frau, die zum Besuch ihrer Eltern in der Schweiz ist, berichtet, dass dort keine Tripods gesehen wurden.

Andy zieht zu Lauries Familie, da seine Mutter sich den Trippys angeschlossen hat. Die Jungs überlegen, was die Tripods wohl für eine Motivation habe könnten. Laurie schließt sich der Meinung seines Vaters an: was immer es sei, die Hypnose könne nicht lange anhalten und alles werde sich von selbst erledigen. Es gibt weitere sensible schön eingearbeitete Beschreibungen der problematischen Beziehung Lauries zu seiner Familie, insbesondere zu seinen Vater.

Unterdessen läuft das "normale" Leben weiter und man geht seinen jeweiligen Tätigkeiten nach. Laurie ist allein zu Hause, als er ein Auto kommen hört. Er stellt fest, dass es der Wagen seines Onkels ist, der auf der Suche nach seinem Trippy-Sohn war. Ein höchst ungewöhnlicher Besuch, die Familien hatten sonst wenig miteinander zu tun. Laurie bemerkt sofort, dass sich der Onkel völlig anders verhält als sonst. Offensichtlich war er auch ein Trippy geworden. Er erzählt, dass die Tripods den Menschen Frieden und Glück bringen würden und dass jeder diesen Weg gehen könne. Dann holt er aus seiner Brieftasche ein kleines helmartiges Teil hervor. Jeder, erklärt er, könne sich damit der neuen glücklichen Menschheit anschließen - Laurie möge es aufsetzen. Damit lüften er und sein Sohn ihre Hüte und zeigen die Kappen, die sie selber am Kopf tragen.

Laurie erkennt die Gefahr und versucht, sich aus der Sache herauszulavieren. Onkel und Cousin jedoch lassen nicht locker. Sie wollen das Heil weitergeben, notfalls mit Gewalt. In dem Moment erscheint die Großmutter und fordert den Onkel auf, Laurie loszulassen. Der Onkel jedoch versichert, es würde niemandem etwas Schlimmes passieren. Da ist die resolute alte Dame anderer Meinung und zückt eine Pistole aus ihrer Handtasche. Es werde jemandem etwas Schlimmes passieren, wenn Laurie nicht sofort losgelassen würde, verkündet sie und bekräftigt ihre Entschlossenheit mit einem knapp vorbeigehenden Schuss. Onkel und Cousin bleibt keine Wahl als das Haus zu verlassen, die Großmutter sinkt in einen Sessel und verlangt nach einem großen Brandy.

5.Kapitel
Nun gehen auch immer mehr Menschen nicht mehr ihren normalen Tätigkeiten nach und es wird offiziell vor den missionarischen Trippys gewarnt. Am nächsten Morgen werden die Schulkinder nach Hause geschickt, weil sich ein Tripod in Richtung ihrer Stadt bewegt. Andy möchte aber zuerst noch stadtauswärts fahren, er möchte den Tripod sehen - auch wenn Laurie versucht, ihm klarzumachen, dass er nicht anders aussehen werde als der erste.

Dennoch fährt Laurie mit Andy im die Nähe einer Straßensperre, sie verstecken ihre Fahrräder und schleichen sich an einen Waldrand. Hier überblicken sie weite Felder und können in der Ferne den Tripod, der ihnen jetzt vorkommt wie ein riesiger mechanischer Clown, herankommen sehen. Laurie wundert sich, warum nicht jetzt das Militär eingreift, wie es seinerzeit geschah. Als das Metallmonster aber näher kommt erkennen sie, dass es seine Trippys mitgebracht hat. Sie hängen in Scharen an seinen Füßen.

Nacheinander bewegen sich die verschiedenen Tripods in England Richtung London und nun greift die Luftwaffe ein: auf offenem Feld werden die einzelnen Tripods vernichtet, die an ihnen hängenden Trippys mit ihnen. Trotz dieser durchgreifenden Aktion verschwinden nach wie vor Menschen, ganze Gruppen zum Teil. Die Stadt Todpole wird zur Tripod-Zone erklärt, die nicht von Menschen ohne "Cap" betreten werden darf. Caps werden am Straßenrand verteilt. Obgleich die Großmutter Lauries Vater befiehlt, die Caps aus der Brieftasche des Onkels zu vernichten, betrachtet er sie genau und versucht zu ergründen, in welcher Weise sie auf das Gehirn wirken könnten - möglicherweise werden ähnliche Impulse wie durch die Fernsehshow hier direkt eingegeben.

Lauries Stiefmutter ruft aus der Schweiz an. Sie berichtet, dass in Amerika an Polizei und Militär die Order ausgegeben wurde, jeden gecappten zu erschießen. Da in der Schweiz nach wie vor keine Tripods aufgetaucht sind, bittet sie die Familie, dort hinzukommen, bevor die Angelegenheit noch mehr um sich greifen würde. Doch ihr Telefongespräch - es war der fünfte Versuch - wird unterbrochen. Da man aber doch der Ansicht ist, dass in England die Sache in den Griff genommen werde beschließt der Vater, seine Frau wieder herzuholen. Ein Anruf beim Flughafen jedoch ergibt, dass es keine Flüge von oder nach Genf geben würden. Der Vater ist sprachlos, insbesondere, da sich der Flughafenangestellte mit einem selbstverständlichen "Heil den Tripods" verabschiedet.

Am frühen Morgen wird Laurie von Andy geweckt und ans Fenster gerufen. Draußen sind Flugstaffeln unterwegs in Richtung Todpole, das kurz darauf in Schutt und Asche gelegt wird. Dann werden die Bürger über das Radio - die Fernsehsender waren gestört - aufgefordert, möglichst die Häuser nicht zu verlassen, mit Militär und Polizei zusammenzuarbeiten, die Durchsagen zu beachten. Es würden bis auf weiteres weder Flugzeuge noch Schiffe verkehren. Dann treten auch Störungen in den Radiosendern auf. Lauries Vater und Großmutter beraten, was nun zu geschehen habe. Die Großmutter beschließt, man werde versuchen, bis zum Fluss zu gelangen. Dort liegt ein Boot, das dem Vater gehört. Damit werden sie nach Guernsey übersetzen, wo die Großmutter ein Ferienhaus besitzt.

6. Kapitel
Die Überfahrt zu der Insel gelingt reibungslos. Im dortigen Hafen angekommen müssen sie jedoch erfahren, dass auch hier die Gecappten das Regiment übernommen haben. Nun bleibt der Familie keine Wahl mehr. Der Vater hatte die Brieftasche des Onkels eingesteckt. Er schaut sich eine der Caps noch mal genau an und man beschließt, zwei der Metall-Verbindungen zu trennen, dann könne es nicht mehr funktionieren, und Laurie erklärt sich bereit, als Testperson zu dienen. Als die Kappe sitzt geschieht tatsächlich nichts und nun wird es mit den anderen genauso gemacht.

Es bleibt jedoch das Problem, dass die Gecappten offensichtlich der Ansicht sind, dass einzelne lokale Gruppen, oder gar Völker, voneinander getrennt bleiben sollten. Laurie mutmaßt, dass könne soweit gehen, dass kleinen Dörfern, die kaum Verbindung zueinander haben, der Vorzug vor größeren Städten gegeben werde. Wahrscheinlich haben die Tripods so die bessere Kontrolle. Man beschließt nun, Flugkarten zu kaufen, um die Insel wieder zu verlassen. Glücklicherweise hat die kluge Großmutter einigen Schmuck eingepackt, den sie jetzt verkauft um an die lokale Währung zu kommen - es wird nur Barzahlung akzeptiert und kein Geld getauscht.

7. Kapitel
Als die Familie in der Maschine nach Heathrow sitzt, wird ein zuvor gefasster Plan umgesetzt. Mit Hilfe der Pistole der Großmutter wird die Crew gezwungen, die Maschine nach Genf zu fliegen. Erstaunlicherweise stößt man hierbei auf wenig Widerstand, die Gecappten sind offenbar auf solches Verhalten nicht ausgerichtet.

8. Kapitel
In der Schweiz erhalten sie sine begrenzte Aufenthaltserlaubnis und fahren zu den Schwiegereltern von Lauries Vater. In diesem kleinen Land müssen sie allerdings eine erstaunlich ausgeprägte, recht aggressive Ausländerfeindlichkeit erleben, die Laurie aber gesünder erscheint, als das indifferente voneinander Separieren der Gecappten. Dann erreicht die Bewohner des Landes die Nachricht, dass französische und deutsche Truppen in die Schweiz einmarschieren. Die Schweizer Armee wird mobil gemacht und nach wenigen Tagen ist die Sache ausgestanden - allerdings anders, als man erwartet hatte. Im Radio wird verkündet, dass dem Land nun andauernder Frieden bevorstünde, wie auch dem Rest der Welt. Es folgen die Worte: "Heil den Dreibeinern!"

Nun beginnt auch hier das große Capping. Laurie hatte schon in Guernsey vermutet, dass Kinder von dieser Maßnahme ausgespart wurden. Jetzt werden Andy und er von dem lokalen Polizisten, mit dessen Sohn sie sich angefreundet hatten, gefragt, ob sie schon 14 seien. Laurie kann das glaubhaft verneinen, er ist für sein Alter relativ klein. Andy allerdings gelingt das nicht. Da das Capping des Tages bereits vorüber ist wird Andy bis zum nächsten Tag in Polizeigewahrsam genommen - vorsichtshalber. Als Laurie, der zu seinem Vater will um ihm zu berichten, unterwegs den Sohn des Polizisten trifft, stellt er fest, dass jener keineswegs begeistert von der Idee des Cappings zu sein scheint.

Andys Großmutter lehnt es ab, Andy zu helfen, da sie nun für sich selbst sorgen müssten. Yone, ein Angestellter der Schwiegereltern hat ihnen eine Möglichkeit eröffnet, sich zu verstecken. Es gibt einen Berg-Tunnel, durch den eine Bahn zu einem am Gipfel liegenden Hotel fuhr. In diesem Hotel werde es Mengen an Verpflegung geben, es sei gerüstet für den Fall, dass die Bahn ausfiele und Gäste weiterverpflegt werden müssten. Laurie erinnert sich daran, bei einem früheren Besuch ist er dort gewesen. Sie müssen aufgrund besonderer Umstände jedoch noch einige Tage abwarten bis sie aufbrechen können und dürfen auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen. Trotz Lauries Einspruch gibt der Vater der alten Dame Recht. Laurie kann die Argumentation nachvollziehen, er muss sich also etwas anderes einfallen lassen.

9. Kapitel
Laurie denkt nach und obgleich er merkt, dass er große Angst hat, weiß er doch, dass dies der Moment ist, mutig zu sein. Entschlossen macht er sich auf den Weg zurück in das Dorf. Er hat aus dem Gasthaus Bücher mitgenommen und als er zum Haus des Polizisten kommt, öffnet dessen Frau ihm die Tür. Er darf Andy nicht sehen, wird aber ins Wohnzimmer gebeten, wo Rudi, der Sohn, gerade seine Hausaufgaben macht. Er ist mit Naturwissenschaften beschäftigt, dass es aber, wie er erklärt, in Zukunft in den Schulen nicht mehr gegeben werde. Laurie ist auch klar, warum.

Als die Mutter kurz den Raum verlässt, erfährt Laurie, dass Rudi ebenso gegen das Capping ist wie er selbst und so hilft er ihm, Andy aus der Zelle zu befreien. Dummerweise kommt gerade der Polizist mit vier anderen Männern aus dem Gasthaus zurück und die Jungs landen zusammen in der Zelle, um am nächsten Tag alle drei gecappt zu werden. Die Mutter preist unterdessen den Segen der Caps, die Depressionen heilen und auch andere Krankheiten mildern.

Am nächsten Morgen erscheint Lauries Vater um, wie er sagt, Laurie und Andy abzuholen um sie für ihr Verhalten zu bestrafen. Der Polizist verweigert ihm, die Jungs mitzunehmen, er könne sie an Ort und stelle mit dem Riemen des Polizisten bestrafen. Der Vater aber besteht darauf, zumindest seinen eigenen Riemen zu holen und geht. Laurie ist enttäuscht und wütend auf den Vater, der so schnell aufgegeben hat. Doch nach einer Weile öffnet sich die Tür erneut und der Vater steht mit Yone, der ihm seine Flinte geliehen hat, im Eingang.

Rudi erklärt nun seinen Eltern, dass auch er nicht gecappt werden will und Laurie besteht darauf, ihn mitzunehmen. Großmutter und Stiefmutter haben unterdessen alles Notwendige zusammengepackt und so zieht der kleine Trupp in die verlassenen Berge in Richtung Tunnel. Es ist ein anstrengender und einsamer Weg, jetzt, wo es keine Touristen mehr gibt. Sie kommen an der Station vorbei, in der die verwaiste Bahn steht. Der Wind ist kalt und scharf und es beginnt zu schneien. Laurie fühlt sich ziemlich miserabel.

10. Kapitel
Nach einem langen, langen Marsch durch den Tunnel haben sie schließlich das Hotel erreicht und finden es tatsächlich so vor, wie Yone es beschrieben hatte. Es gibt Unmengen an Vorräten, von denen sie Jahre würden leben können. Sie finden Taschenlampen, reichlich Batterien, aber auch Kerzen, Öllampen, Ölöfen - kurz alles, was sie zum Leben ohne Elektrizität brauchen. Im ewigen Schnee und Eis gab es auch keinen Wassermangel. Über den Winter gewöhnen sie sich an ihr neues Leben.

Im Frühjahr machen sie sich äußerst vorsichtig daran, sich weiter vorzuwagen um Lebensmittel zu organisieren. Sie achten darauf, keinesfalls Spuren oder Hinweise zu hinterlassen. Irgendwann beobachten sie durch ihr Fernrohr, dass die lose aufsitzenden Caps von den Tripods durch fest plantierte ersetzt werden. Dazu werden die Menschen in die Kapsel hinein gehoben und kommen mit einem fest verbundenen Interface wieder heraus, das sie bis zum Ende ihres Lebens tragen werden.

Ihre Lebensmittel-Expeditionen erweitert die Gruppe nun, um auch Jugendliche zu suchen, die das Capping ablehnen und sie zu rekrutieren. Das erste Mädchen finden sie eigentlich zufällig, dann schauen sie gezielter. Die Ausbeute, die sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben, ist aber sehr gering, die wenigsten derer können sich tatsächlich entschließen, alles hinter sich zu lassen und sich einer Gruppe anzuschließen, die fernab in einem Tunnel haust.

Im nächsten Winter werden sie gewahr, dass offensichtlich ein Tripod mit absoluter Regelmäßigkeit auf immer dem gleichen Wege durch die Berge patrouilliert. Yorn hatte sie im ersten Winter vor Lawinen gewarnt, die im Gebirge ausgelöst werden könnten. Nun überlegen sie, ob sie versuchen sollten, durch Schüsse mit Yorns Flinte gezielt eine Lawine auszulösen, die den Tripod unter sich begraben könnte. Nach längerem Überlegen und Besprechen kommen sie zu dem Schluss, dass sie es würden riskieren müssen, wenn sie mehr erreichen wollten, als ihre eigenen Leben zu retten.

In einer nervenaufreibenden Aktion gelingt der Coup tatsächlich und erst im Frühjahr, als bei der Schneeschmelze die Kapsel freigelegt wird, kommen zwei andere Tripods. Das einzige was sie tun ist, den ersten Tripod durch eine Explosion zu vernichten. Es wird auch kein neuer Tripod mehr in dieser Region gesichtet. Laurie vermutet, dass die Wesen von einem ebenen Planeten stammen und nun mit den unbekannten, schneebedeckten Bergen Gefahren verbinden, die sie meiden. Es war nur ein kleiner Sieg, aber immerhin einer, auf dem sie aufbauen konnten.

Andy, Laurie und Rudi liegen an diesem schönen Frühlingstag an einem Hang in der Sonne. Andy stellt fest, dass ihm die von Lauries Vater geäußerte Idee von ausgeweiteten Patrouillen, um junge Menschen vor dem Capping zu rekrutieren, gefallen würde. Laurie ist klar, dass noch Vieles würde geschehen müssen im Kampf gegen die Tripods - vielleicht würde es Generationen dauern, bis hier wieder drei junge Männer in der Sonne faulenzen könnten, die frei wären. Aber dies war immerhin ein Anfang und Laurie wusste, dass es seine Bestimmung war, die Grundlagen zu legen, die das eines fernen Tages möglich machen könnten.