Die Tripods


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei


:: 3x01 Kapitel 1
:: 3x02 Kapitel 2
:: 3x03 Kapitel 3
:: 3x04 Kapitel 4
:: 3x05 Kapitel 5
:: 3x06 Kapitel 6
:: 3x07 Kapitel 7
:: 3x08 Kapitel 8
:: 3x09 Kapitel 9
:: 3x10 Skript f√ľr die Verfilmung


Die Tripods Episodenguide


3x09 "Kapitel 9"

[The Conference of Man]


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 Inhalt
Zwei Jahre später sind wieder drei auf dem langen Weg in den Tunnel des White Mountain. Doch es sind nicht dieselben drei - statt von Henry, werden Will und Beanpole von Fritz begleitet. Sie sind auch nicht zu Fuß und mit Kerzen unterwegs, sondern fahren mit einer Bahn in den hell erleuchteten Tunnel ein.

Julius hatte diese Zusammenkunft einberufen, bewusst an dem Ort, an dem die Widerstandsbewegung einst ihren Anfang nahm. Alle "Freien", die den Kampf √ľberlebt hatten, waren geladen. Will, Beanpole und Fritz waren keine Deligierten geworden, sie hatten es vorgezogen, nach all dem Rummel nach der Zerst√∂rung der Master Ruhe und Privatsp√§re zu suchen. Beanpole war in einem Forschungslabor in Frankreich, nahe der Burg am Meer, t√§tig, Fritz hatte sich als Landwirt in seinem Heimatland niedergelassen und Will, immer noch ruheloser und ohne klares Ziel, war mit einigen anderen auf einem Segelschiff unterwegs, um ferne Welten kennen zu lernen.

Als die drei sich in einem Ort im Tal treffen, reden und lachen sie viel, doch je n√§her sie dem Ziel kommen, um so mehr ist jeder mit sich selbst besch√§ftigt. Wills Gedanken sind eher melancholisch. Er denkt an das, was sie zusammen erlebt haben und dass es sch√∂n gewesen w√§re, h√§tte man die alte Kameradschaft erhalten k√∂nnen. Doch das war nicht gelungen, da das, was sie zusammenbrachte, nicht mehr existierte und sie, ihrem Naturell entsprechend, sehr verschiedene Wege gegangen waren. Sicher w√ľrden sie sich von Zeit zu Zeit treffen und Erinnerungen austauschen, aber sich auch mit jedem Mal fremder sein.

Nach ihrem Sieg gab es zun√§chst Monate √§ngstlichen Wartens auf die Ankunft des gro√üen Schiffes der Master. Zugleich hatte die Menschheit sich mit dem Wissen der Vorfahren befasst und nachgebaut, wof√ľr jene Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte brauchten. Dann eines Tages wurde ein sich bewegender "Stern" ausgemacht und die Wissenschaftler mit ihren kraftvollen Teleskopen hatten festgestellt, dass es sich um einen metallenen Kokon von enormer Gr√∂√üe handelte. Er schwang ein in einen Orbit um die Erde und man wartete, was nun geschehen w√ľrde, wenn keine Antwort auf die Botschaften k√§me, die sie an ihre Kolonisten sendeten.

Man war, mit entsprechend konstruierten Waffen, darauf vorbereitet, einen weiteren Kampf, wie immer er auch aussehen m√∂ge, zu f√ľhren und zu gewinnen. Doch nichts von dem, was man erwartet hatte, passierte. Er wurden lediglich drei Bomben geworfen und jede erreichte pr√§zise ihr Ziel: die zerst√∂rten Cities der Master. Zwar verlor man dabei die Menschen, die dort arbeiteten, unter ihnen nat√ľrlich viele Wissenschaftler, doch das waren nur einige Hundert statt erwarteter Millionen.

Nach der Detonation der dritten Bombe wurde der Punkt am Himmel kleiner und verschwand. Als das geschah passierte auch etwas mit Ruki, dem letzten lebenden Master, dem man eine neue, bestens ausgestattete Zelle gebaut hatte, in der er nun, wie ein Tier im Zoo, betrachtet werden konnte. Er heulte ein einziges Mal auf, kr√ľmmte sich zusammen und starb.

Als Will nun die Frage in die Stille wirft, warum die Master wohl so reagiert h√§tten, erwidert Beanpole, dass er denke, das k√∂nne niemand wissen. Man habe vieles √ľber ihre K√∂rperfunktionen herausgefunden, aber nichts dar√ľber, wie ihr Geist arbeite. Dann berichtet, er auf Wills Anfrage, √ľber die Fortschritte an der Mondrakete und dass sie an der "Feuerenergie" arbeiteten, die die Master benutzten. Es sei eine Art Kernenergie, doch viel raffinierter als die der Vorfahren.

Die Halle, in der die Versammlung stattfand, ist angef√ľllt mit Deligierten aus aller Herren L√§nder und Ehreng√§sten, wie sie es waren. Dann erscheinen die Mitglieder des Rates. Julius, der Pr√§sident des Rates er√∂ffnet die Konferenz der Menschen. Er h√§lt sich nicht mit Reden √ľber die Vergangenheit auf, sondern spricht von dem, was alle interessiert: Gegenwart und Zukunft.

Die Wissenschaftler und Forscher h√§tten das Wissen und die Errungenschaften der Vorfahren aufgearbeitet, der Nutzen sei unsch√§tzbar. Doch eine glorreiche Zukunft, auf die sich die Menschen freuen k√∂nnten, basiere ebenso auf der Art, wie die Menschen sich regieren w√ľrden, denn der Mensch selbst sei das Ma√ü aller Dinge.

Diese, wie Julius es bezeichnete, glorreiche Zukunft, war wohl das, was sich die meisten Menschen w√ľnschten, √ľberlegt Will. √úberall war man begeistert von technischen Ger√§ten, h√∂rte Radio, auch sein Vater - er hatte seine Eltern besucht, bevor er in die Berge kam - plante die M√ľhle fortan elektrisch zu betreiben. Doch das ist nicht, was Will sich vorstellt. Er sehnt sich nach einer Welt wie der, in der er aufwuchs, mit D√∂rfern und kleinen St√§dten, einem geordneten, ruhigen Leben, in dem die Jahreszeiten die Dinge bestimmten. Er denkt an die Zeit auf dem Charteau, mit den Ausritten, Festen, Zusammensitzen in der Sonne um miteinander zu reden und zu lachen. Die neu zu erschaffende Welt hatte nichts reizvolles f√ľr Will, er war froh, dass er ihr den R√ľcken zukehren konnte indem er in ferne, einsame Gew√§sser segelte.

Julius sprach weiter √ľber die Regierung. Der Rat sei gegr√ľndet worden zu einer Zeit, als eine handvoll M√§nnern sich in den H√∂hlen verborgen h√§tten, um die Freiheit der Menschen wieder herzustellen. Das sei geschehen und lokale Regierungen seien auf der ganzen Welt entstanden. Doch die internationalen Angelegenheiten w√ľrden nach wie vor von diesem Rat beschlossen. Nun sei es Zeit, diesen Rat zu Gunsten einer internationalen Regierung, die es zu gr√ľnden gelte, aufzul√∂sen und einen neuen Pr√§sidenten zu w√§hlen.

Ein Deligierter schl√§gt vor, Julius zum Pr√§sidenten der neuen Regierung zu bestimmen. Doch er st√∂√üt damit nicht, wie Will erwartet hatte, auf einhellige Zustimmung. Der franz√∂siche Deligierte, er war schon immer ein schwieriger Mitstreiter gewesen, h√§lt es f√ľr richtiger, zuerst die Regierung zu w√§hlen und am Schluss den Pr√§sidenten. Es sei klar gewesen, dass sie an diesen Ort gerufen wurden, um einen an der Macht befindlichen Despoten zu best√§tigen. Unruhe entstand, doch Pierre fuhr fort, es sei in Krisenzeiten durchaus sinnvoll, die Rolle eines Diktators zu akzeptieren. Nun aber sei die Krise schon lange vor√ľber und man m√ľsse eine demokratische Welt bilden.

Eine Weile geht die Debatte noch lebhaft weiter, bis der Franzose verk√ľndet, man brauche einen j√ľngeren Pr√§sidenten. Schlie√ülich wird √ľber Julius abgestimmt und die Gegenstimmen √ľberwiegen. Nun erhebt sich Julius und gibt bekannt dass es entschieden w√§re und akzeptiert werden m√ľsse. Das wichtigste sei, dass die Menschen zusammenst√ľnden, unter welchem Pr√§sidenten auch immer.

Jetzt erheben sich die Deligierten verschiedener L√§nder, denen dieses ganze Gebaren nicht gefallen hat und verk√ľnden, sie w√ľrden jetzt mit ihren eigenen Regierungen f√ľr ihre eigenen L√§nder sorgen, man spricht gar davon, seine L√§ndergrenzen verteidigen zu wollen. Dann verlassen sie die Versammlung, andere folgen schweigend. Will schaut auf Julius, der mit gebeugtem Kopf, die Augen mit den H√§nden bedeckt, dasitzt.

Die drei Gef√§hrten gehen hinaus in die Bergwelt und schauen in den Sonnenuntergang. Beanpole sagt: "Wenn Henry nicht gestorben w√§re..." Will fragt, ob er glaube, ein Mann w√ľrde einen Unterschied machen. Das w√§re m√∂glich, erwidert Beanpole, Julius h√§tte das getan. Und ein Paar seien mehr als einer, er zumindest h√§tte Henry zur Seite gestanden. Er vielleicht auch, stellt Will fest, doch Henry sei tot. Nun bemerkt Fritz, er w√ľrde vielleicht seinen Hof aufgeben, es g√§be wichtigere Dinge zu tun. Er w√§re dabei, gibt Beanpole bekannt, was mit ihm sei, fragt er Will. Ob er auch bereit sei f√ľr einen neuen Kampf - l√§nger, weniger aufregend und mit keinen gro√üen Triumphen am Ende? Ob er helfen wolle, die Menschen zusammen zu halten in Frieden und in Freiheit? Ein Engl√§nder, ein Deutscher und ein Franzose, das sei doch ein guter Anfang. Er sei bereit, best√§tigt Will, er werde sich verabschieden von seinen Inseln und Meeren.