Die Tripods


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei


:: 3x01 Kapitel 1
:: 3x02 Kapitel 2
:: 3x03 Kapitel 3
:: 3x04 Kapitel 4
:: 3x05 Kapitel 5
:: 3x06 Kapitel 6
:: 3x07 Kapitel 7
:: 3x08 Kapitel 8
:: 3x09 Kapitel 9
:: 3x10 Skript für die Verfilmung


Die Tripods Episodenguide


3x04 "Kapitel 4"

[A Little Drink for Ruki]


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 Inhalt
Julius arrangiert eine komplette Umstrukturierung, viele derer, die an der Gefangennahme des Masters beteiligt waren, werden mit neuen Aufgaben außerhalb der Burg betraut. Auch Julius verlässt sie einige Tage später um sich anderen Notwendigkeiten zuzuwenden. Die Versuche und Studien mit dem Gefangenen würden nun einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Fritz und Will bleiben als Wächter des Masters auf der Burg.

Problematisch für Will ist die Tatsache, dass Ulf, den sie vom 'Erlkönig' kennen, aufgrund schlechter gesundheitlicher Verfassung das Schiff verlassen musste und nun auf der Burg gewissermaßen ihr Vorgesetzter ist. Fritz hat keine Probleme mit ihm, da er schon damals stets seine Pflichten widerstandslos erfüllt hatte. Will aber, der nicht so folgsam gewesen war, hat unter den Auswirkungen der Tatsache, Ulf damit verärgert zu haben, jetzt zu leiden. Er bekommt unangenehme Komentare von ihm zu hören und viele Extrapflichten aufgebrummt. Darüber hinaus ist ihm Ulf als Person in jeder Hinsicht unangenehm. Allerdings erweisen sich Fritz und besonders auch Beanpole, der Ulf nicht unterstellt ist und mit dem Will lange Gespräche führt, als sehr hilfreich die Ressentiments zu bewältigen.

Außerdem gibt es etwas, das ihn ausreichend beschäftigt und davon ablenkt: ihr Gefangener, der Master. Fritz und Will verbringen ihn, mit Atemmasken versehen, in den ehemaligen Kerker der Burg. Es ist ein großer Raum, der, dem Ambiente in der City nachempfunden, extra für seine Bedürfnisse so gut es ging aufbereitet wurde. Die Wissenschaftler untersuchen seine physischen Gegebenheiten, doch Will und Fritz sind gewissermaßen für seine Betreuung zuständig.

Sie versuchen, in allen möglichen Sprachen mit ihm zu reden. Da er nicht reagiert fragen sie sich, ob sie vielleicht einen Master erwischt haben, der gar nicht sprechen kann, bis er schließlich nach einigen Tagen nach Wasser verlangt. Es sind Mulden in den Boden eingearbeitet, in die sie warmes Wasser für den Master - sie erfahren jetzt auch, dass er einen Namen hat: Ruki - füllen, wie sie es aus der City kennen. Das Wasser ist ihm zwar nie warm genug, wie es ihm auch im Raum noch zu kühl ist, doch er beschwert sich nicht eigentlich darüber. Will stellt fest, dass auch die Master unterschiedliche Persönlichkeiten haben. Sein Master war recht umgänglich gewesen, der von Fritz sehr herrschsüchtig. Ruki schien genügsam zu sein.

Einmal allerdings, als Will sich entschuldigt, dass er verspätet mit dem Essen kommt weil er aufgehalten wurde, erwidert Ruki, das sei nicht schlimm, er habe schließlich so viel Interessantes zu tun und zu sehen. Da der Master nun wirklich den ganzen Tag in dem spartanischen Raum ist und gar nichts machen kann, registriert Will, dass Ruki einen Scherz gemacht hat. Es war kaum möglich, diesen fremden Wesen Emotionen anzusehen, doch in diesem Moment erscheint es Will, dass Ruki bekümmert und irgendwie kläglich dreinschaut. So schien er also tatsächlich so etwas wie Sinn für Humor zu haben.

In den Konversationen mit Ruki erfährt Will, dass dieser nicht damit einverstanden gewesen war, menschliche Sklaven zu halten. Zwar ist er durchaus der Meinung, dass die Master den Menschen in der Tat ein glücklicheres Leben ermöglichen - es gibt weniger Krankheit und Hunger, und keine Kriege mehr. Es war den Mastern schon entsetzlich genug, dass es noch kleinere Auseinandersetzungen zwischen den Menschen gab, doch zumindest blieb es auf einem persönlichen Level. Die gecappten Menschen leben ein angenehmes Leben in Frieden mit vielen Freuden und Feiern. Selbst die Vagrants sind im Grunde nicht unglücklich.

Doch Menschen in den Cities zu halten, erschien Ruki zu gefährlich für die Master. Und es sah aus, als fühle er sich durch das, was jetzt mit ihm passiert ist, durchaus in seiner Meinung bestätigt. Dennoch scheint er nicht die geringste Furcht zu haben, dass die Menschen tatsächlich etwas gegen die Master würden ausrichten können.

Zwar hatte Will ja eine Stelle gefunden, an der die Master verwundbar sind, im großen Kampf jedoch wird es unmöglich sein, jeden einzelnen Master zu erreichen. Hier geht es nun darum, etwas zu finden, was den Mastern gefährlich wird und ihnen allgemein zugeführt werden könnte. So experimentiert man zunächst mit dem Essen. Ruki bemerkt es jedoch sofort, wenn etwas Unbekömmliches beigemischt wurde und rührt das Essen dann nicht an, auch wenn er nicht so schnell etwas anderes bekommt. Will fällt es schwer, mit anzusehen, wie Ruki gequält wird, er sieht aber doch die Notwendigkeit ein.

Eines Tages hat Will wieder Probleme mit Ulf. Jener hatte Besuch von einem alten Gefährten, der Schnaps aus Deutschland mitbrachte. Ulf ist nun nicht mehr ganz nüchtern und schikaniert Will, der gerade das Essen zu Ruki bringen will. Am Ende schüttet er ein Glas Schnaps über Rukis Essen mit der Aufforderung, Will möge es seinem Kumpel bringen, vielleicht könnte das dessen Laune etwas verbessern.

Obgleich Will genau weiß, was er eigentlich hätte tun sollen, ist er so aufgestachelt durch Ulfs sinnlose Schikaniererei, dass er ihn fragt, ob das ein Befehl sei. Ulf bestätigt das und Will sieht nun eine Chance, ihn offiziell ins Unrecht zu setzen. Er wird Ruki das Essen liefern, der wird es, wie immer wenn etwas damit nicht stimmt, nicht anrühren und da Will darüber Bericht erstatten muss, wird er Ulf verantwortlich machen können. Dann aber scheint Ulf etwas zu Verstand zu kommen und widerruft seinen Befehl. Will erklärt ihm, er habe das Essen bereits abgeliefert. Es gefällt ihm nicht, dass Ulf sich so vielleicht doch noch aus der Affaire zieht.

Nun geht Ulf mit Will zusammen durch die Luftschleuse, um das Essen wieder herauszuholen und auszutauschen. Doch dann ist das Erstaunen groß: der Teller ist leer und Ruki liegt ausgestreckt und bewegungslos auf dem Boden.

Eine Konferenz wird einberufen, zu der auch Julius erscheint. Es wird festgestellt, dass man offenbar mit dem Alkohol ein probates Mittel gefunden habe. Die Master reagierten darauf wie Menschen, nur sei die erforderliche Dosis um vieles geringer und sie schöpften keinen Verdacht. Es dauerte etwa 24 Stunden, bis Ruki sich von seinem Dilirium erholt hatte. Da dennoch große Mengen Alkohol benötigt würden, um eine ganze City über die Wasserversorgung lahmzulegen, sollen Leute in alle drei Cities eingebracht werden um innerhalb der Kuppeln vermittels Zucker, der dort vorhanden sei, Alkohol zu destillieren und in die Wasserversorgung einzuspeisen.

Im Anschluss an die Konferenz bestellt Julius Will zu einem persönlichen Gespräch. Er eröffnet ihm, dass er Ulf absichtlich diesen Posten gegeben habe, damit Will lerne, sein Temperament zu zügeln und notwendigen Befehlen zu gehorchen. Das sei allerdings fehlgeschlagen da er nicht bedacht habe, dass manche Menschen wie Öl und Wasser aufeinander reagieren, was bei Ulf und Will wohl der Fall sei. Dennoch hätten sie, obgleich Will wieder seinen Stolz vor das Nachdenken gestellt habe, das Glück auf ihrer Seite gehabt.

Er genehmigt Will trotz allem die Teilnahme an der Aktion innerhalb der Cities. Zum einen, da Will die Stadt schon kenne, zum anderen, da Will offenbar die Qualität eines Maskottchens habe - immer sei das Glück auf seiner Seite. Doch ermahnt er ihn auch, an die zu denken, die nicht soviel Glück im Leben hätten, wie beispielsweise Ulf, der ihnen immer treu gedient habe.