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Die Tripods


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei


:: 2x01 Vorbereitung für die Höllenfahrt
:: 2x02 Den Rhein abwärts mit Volldampf
:: 2x03 Zwei reizende Helferinnen
:: 2x04 Der Eintrittspreis für die goldene Stadt
:: 2x05 Sklaven und Meister
:: 2x06 Das Geheimnis der Margerite
:: 2x07 Ein heimlicher Verbündeter
:: 2x08 Eine Begegnung der dritten Art
:: 2x09 Eine Krise spitzt sich zu
:: 2x10 Alarm in der goldenen Stadt
:: 2x11 Schutz hinter Clownsmasken
:: 2x12 Die letzte Etappe


Die Tripods Episodenguide


2x11 "Schutz hinter Clownsmasken"

[Buchkapitel "Two Go Home"]


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Regie:
Bob Blagden
Drehbuch:
Christopher Penfold

Hauptdarsteller:
Jim Baker (Henry Parker)
John Shackley (Will Parker)
Ceri Seel ("Beanpole" Jean-Paul Deliet)
Robin Hayter (Fritz Eger)

Darsteller:
Neville Jason (Black Guard Captain)
Bruce Purchase (Ali Pasha)
Ivor Salter (Baker)

 Kurzinhalt
Beanpole, der immer noch auf seinem Beobachtungsposten ist, findet Will bewusstlos auf dem Fluss treibend. Nachdem er ihn herausgezogen hat und Will soweit wieder hergestellt ist, machen sich die beiden auf den Weg zurück zu den Freien. Doch unterwegs müssen sie sich vor der Verfolgung durch Black Guards verstecken und landen bei einem Wanderzirkus.


 Inhalt
Beanpole betrachtet, in warme Kleidung gepackt, durch ein Fernglas die grüne Kuppel der City. Dann geht er zurück in eine alleinstehende, gut erhaltene Ruine, in der er sich offensichtlich häuslich eingerichtet hat, und wirft noch ein Holzscheit in die Feuerstelle. Er packt einen Satz Schachfiguren in ein Tuch und lässt sich am Fluss nieder, wo er sich, neben der Beobachtung der Umgebung, mit dem Spiel beschäftigt.

Als er in der Ferne etwas aus dem Wasser des Flusses herausragen sieht, greift er sein Fernrohr. Doch erst als es von der starken Strömung näher herangetrieben wird, erkennt er, dass da ein Körper bäulings auf dem Fluss treibt. Sofort wirft er seinen Mantel ab, stapft in das flache Uferwasser und zieht den Körper, der in einer weißen, kurzhosigen Uniform steckt und einen Atemhelm trägt, zu sich heran und wuchtet ihn ans Ufer.

Nachdem er den Helm entfernt hat, beginnt er sofort, Will wiederzubeleben. Schnell fängt Will auch an, japsend nach Luft zu ringen und Beanpole stellt strahlend fest, Will sei spät dran, er wäre schon im Begriff gewesen, den Ort zu verlassen.

In Beanpoles Unterkunft studiert dieser die Aufzeichnungen aus der City, während Will warm eingepackt daliegt und versucht, mit Beanpole zu sprechen. Doch Beanpole verweist ihn auf später. Er ist fasziniert von den Aufzeichnungen, sie hätten brillante Arbeit geleistet, stellt er fest.

Dann wendet er sich Will zu, der noch gar nicht fassen kann, dass er draußen ist. Will erzählt von Fritz und der Powerelite. Beanpole ist begeistert. Will gibt zu, er hätte gedacht, Fritz würde nur nervig sein, doch er habe Fantastisches erreicht. Beanpole stimmt ihm zu und stellt dann fest, dass sie gehen müssten, sobald Will dazu in der Lage sei.

Doch dann hören sie den Kampfruf der Tripods und können mehrere in der Nähe des Flusses ausmachen. Will dreht völlig durch, Beanpole hat Mühe, ihn in der Ruine zu halten und ihm klar zu machen, dass es dort am sichersten ist. Endlich sind die Kolosse vorbeigezogen. Will beruhigt sich wieder und erzählt Beanpole noch einiges über seinen Master und das, was er über die Päne der Master erfahren hat. Wieder ist Beanpole begeistert von diesen wichtigen Informationen, von denen er hofft, sie zu den Freien bringen zu können. Das müssten sie einfach schaffen, konstatiert Will entschlossen.

Schließlich sind sie unterwegs und wollen auf dem Markt in einer Stadt Brot kaufen. Doch sie haben kein Geld und so bietet Beanpole dem Bäcker die Schachfiguren an, die er, wie er jenem auch mitteilt, in der Ruine in einem Versteck in der Mauer gefunden habe. Der Bäcker aber will das nicht annehmen. Die Figuren seien aus reinem Gold und Silber und gut und gerne 50.000 Mark wert.

Doch leider hören das auch zwei Black Guards, die hinter den Jungs stehen. So machen die beiden, dass sie, unter Verursachung einigen Chaos' auf dem Markt, wegkommen. Will konnte sogar noch ein Brot ergattern. Auf einer Wiese hinter der Stadt können sie, immer noch verfolgt, Unterschlupf finden bei einem kleinen Wanderzirkus, der gerade sein Zelt aufbaut.

Offenbar sind die Zirkusleute nicht sonderlich gut auf die Guards zu sprechen, sodass sie sie solange aufhalten, bis die Jungs sich unter das junge Zirkusvolk gemischt haben. Zirkusdirektor Pasha gibt den Guards, nachdem sie ihn befragt haben, er aber keine weitere Auskunft geben kann, freie Hand, weiter nach den Jungs zu suchen. Die Frau des Direktors, die gerade die Einnahmen zählt, zeigt sich belustigt und wenig kooperativ. Die jungen Artisten scheinen die Angelegenheit eher spannnend zu finden.

Will und Beanpole haben sich unterdessen als Clowns verkleidet und schminken sich in einem Wohnwagen, als die Guards dort nachsehen. Die Jungs behaupten, nichts ungewöhnliches wahrgenommen zu haben. Pasha erkundigt sich indessen bei einem der Guards, ob eine Belohnung auf die Jungs ausgesetzt sei, was der Guard bestätigt.

Schließlich verlassen die Guards erfolglos das Zirkusareal. Will und Beanpole beobachten das durch das Fenster des Wohnwagens. Sie reden gerade über den "Schatz" und betrachten eine der Figuren, als Ali Pasha den Wagen betritt. Da hätten sie also zwei neue Clowns, stellt er fest. Will versucht sich für den Vorfall zu entschuldigen, doch Pasha sagt, es sei ihm ein Vergnügen, schließlich sei ein guter Preis auf ihre Köpfe ausgesetzt. Will und Beanpole springen auf und wollen weglaufen. Doch Pasha droht ihnen mit einem Messer, sie sollten das lassen, sonst hätten sie es im Rücken und nimmt die Figur an sich.

Während Will und Beanpole in einen Tierkäfig eingesperrt sind, erzählt Pasha seiner Frau von den Begebenheiten und gibt ihr die Figur. Die Jungs werden unterdessen von zwei der Jugendlichen mit Essen versorgt. Das Mädchen erzählt, nachdem Beanpole berichtete, dass die Guards sie wegen der wertvollen Figuren verfolgten, die jungen Menschen kämen von überall her, einige seine von zuhause fortgelaufen, weil sie das aufregende Zirkusleben kennenlernen wollten. Doch Ali Pasha sei ein Tyrann, der ihre Talente ausnutzen würde. Jetzt seien sie mit dem Zirkus auf dem Weg nach Genf. Dann würden sie wohl alle gecappt, Pascha stelle sich gerne gut mit den Black Guards.

Die Gruppe der jungen Artisten diskutiert in einem Wohnwagen die Angelegenheit. Man überlegt, ob Will und Beanpole gecappt wären. Einer von ihnen stellt fest, dass Gecappte kaum so panisch auf der Flucht vor den Guards sein würden. Vielleicht seien sie ja Vagrants, überlegt einer.

Will und Beanpole schauen unterdessen auf ihrer Landkarte nach. Genf sei gut, stellt Will fest, von dort sei es nicht weit zum White Mountain. Sie müssten Pasha überzeugen, sie in seinem Zirkus aufzunehmen. Aber man würde doch wohl annehmen, überlegt Beanpole, dass sie schon gecappt seien. Aber das wüsste keiner genau, stellt Will fest.

Während die Mädchen der Gruppe die Idee, dass Will und Beanpole sich dem Zirkus anschließen könnten, aufregend finden, ist Beanpole dabei, Will die falsche Cap zu entfernen - eine unangenehme Prozedur. Will steckt erleichtert die Cap in seine Tasche und nun ist Beanpole an der Reihe. Dann schleicht sich eines der Mädchen zu den beiden um ihnen etwas zu trinken zu bringen. Es täte ihr leid, dass sie nur das tun könnte, sagt sie entschuldigend. Doch Will lässt sie wissen, dass es so nicht wäre, sie könne mehr tun.

Beanpole und Will sitzen mit Pasha und seiner Frau beim Essen in deren Wohnwagen. Pasha möchte mehr über die Figuren wissen und Beanpole erzählt, wo er sie gefunden hat. Dort seien noch mehr dieser Figuren, gibt er Auskunft und außer ihm würde vermutlich niemand das Versteck finden. Pasha ist hochzufrieden. Er erklärt Will und Beanpole zu Mitgliedern seines Zirkus' und nach der Vorstellung in Genf würden sie zurückkehren und die übrigen Figuren holen. Als Garantie werde er die Figur behalten. Daraufhin bietet er den Jungs eine Prise Schnupftabak an, um das Geschäft zu besiegeln. Zur Belustigung des Zirkusdirektors und seiner Frau langt Will zu und hört gar nicht mehr auf, zu niesen.

Als sie den Wagen verlassen haben, freuen sich Will und Beanpole ebenso darüber, dass ihr Vorhaben funktioniert. Doch dummerweise ist einem der Jungs wohl die Cap aus der Tasche gerutscht - Ali Pascha findet sie auf dem Sitz und schaut sie erstaunt an.


 Vergleich zum Buch und Fazit
von G. + N. von Delft

11. Kapitel: "Two Go Home"

Immer weiter hinunter geht es, die Strömung nimmt Will mit. Dann stößt er mit seiner Schulter irgendwo an, es ist die Wand, doch nach wie vor ungebrochen. Befürchtungen erfüllen ihn. Das Wasser könnte durch irgendwelche Gitter laufen, denen er nicht mehr entkommen könnte, oder es gäbe weitere Netze, in denen er sich verfangen würde.

Der Druck in seinen Lungen nimmt zu und Will atmet vorsichtig ein kleines bisschen. Fünf Minuten, hatte Fritz gesagt. Wie lange mochte er schon unter Wasser sein? Er hatte das Gefühl für die Zeit verloren. Panik erfasst ihn, er spürt den Impuls, wieder an die Oberfläche zu steigen. Doch er zwingt sich, weiter abwärts zu tauchen, er hatte keine Wahl, andernfalls wären sie verloren. Die Dunkelheit nimmt zu, Will nimmt einen weiteren vorsichtigen Atemzug und fragt sich, ob er den Point of no Return bereits erreicht hat.

Doch dann spürt er Turbulenzen, die Strömung ändert ihre Richtung, die Wand ist nach wie vor solide, es geht weiter abwärts. Dann eine Kante, eine Öffnung, die Flut nimmt ihn mit hinein, er ist ihr ausgeliefert. Nun gibt es kein Zurück mehr. Er wird weitergetrieben in die völlige Dunkelheit, nimmt einen Atemzug, wenn es nicht mehr anders geht, das Zeitgefühl ist völlig abhanden gekommen.

Irgendwann stößt er mit dem Kopf oben an und als er seine Hand ausstreckt fühlt er den Boden. Das Rohr musste etwa 5 Fuß im Durchmesser sein. Kleine Atemzüge reichen nicht mehr aus, doch auch als er tiefer atmet hört das Hämmern in seinem Kopf nicht auf - er atmet seine eigene verbrauchte Luft. Es ist stockdunkel, er sitzt in der Falle. Sie waren verloren, er, Fritz, die Freien, ja die ganze Menschheit. Er konnte genausogut aufhören zu kämpfen. Doch da...

Es ist ein Schimmern zuerst, etwas, das mit ausgesprochenem Optimismus als Licht interpretiert werden kann. Mit müden Armen paddelt Will weiter und es wird stärker. Helles Licht bahnt sich den Weg, weißes Licht, kein grünes. Das musste das Ende des Tunnels sein. Wills Brust schmerzt, doch jetzt kann er es ignorieren. Näher, heller doch immer noch außer Reichweite. Ein weiterer Schlag und noch einer und noch einer. Das Licht ist nun direkt über ihm. Will stößt und erkämpft sich den Weg nach oben. Heller, heller, dann ein Durchbruch in die Helligkeit des offenen Himmels, die an den Augen schmerzt.

Der Himmel, doch nicht die Luft, nach der seine Lunge schreit. Die versiegelte Maske hält sie zurück. Will versucht, den Verschluss des Gurtes zu lösen, doch sein Finger sind zu kraftlos. Will treibt stromabwärts, die Atemmaske hält ihn wie eine Boje an der Oberfläche. Noch einmal versucht er sich an dem Verschluss, doch vergeblich. Was für eine grausame Ironie, sollte er soweit gekommen sein um nun in Freiheit zu sterben? Er greift wütend und verzweifelt an die Maske - dann senkt sich die Dunkelheit, die er so lange aufgehalten hat, über Will und schluckt ihn.

Wie aus weiter Entfernung hört Will seinen Namen. Aber irgendetwas ist merkwürdig, ja, es ist sein Name, doch englisch ausgesprochen, nicht die deutsche Aussprache, an die er sich gewöhnt hat. Will fragt sich, ob er wohl tot sei, im Himmel vielleicht. Nun fragt jemand auf englisch, ob alles in Ordnung sei mit ihm. Und Will überlegt, ob sie im Himmel womöglich englisch sprechen. Doch das Englisch hat einen Akzent - er erinnert sich an die Stimme: Beanpole! Ob Beanpole auch im Himmel war?

Will öffnet die Augen und sieht ihn neben sich knien, am matschigen Ufer des Flusses. Erleichtert stellt Beanpole fest: "You are all right." Will bemüht sich, seine Sinne zu sammeln. Es ist ein strahlender Herbstmorgen, der Fluss fließt neben ihnen und die Sonne scheint, dass Will seine daran nicht mehr gewöhnten Augen abwenden muss. Da ist der große Wall, bedeckt von der großen grünen Blase. Will ist tatsächlich außerhalb der City! Doch jetzt will er wissen, wie Beanpole hierher kommt.

Die Erklärung ist einfach: als Will und Fritz in die City gebracht wurden, blieb er, statt in die Berge zurückzukehren, noch einige Tage in dem Ort und hielt Augen und Ohren offen. Er erfuhr, dass die City an einem Nebenfluss des großen Flusses lag, über den sie hergekommen waren und dachte sich, es könne nicht schaden, die Umgebung zu erkunden. So nahm er das Boot des Eremiten und kam her. Niemand kam so nah heran, doch es gab einige Bauernhöfe nicht weit entfernt, wo er sich etwas zu essen organisieren konnte. In den Nächten, bei genügend Mondschein, erkundete er die Wand und stellte fest, dass sie kein Entkommen zuließ. Als er einmal um die ganze City herumgegangen war wusste er, dass der Fluss die einzige Möglichkeit sein würde.

Dann beobachtete er, dass seltsame Dinge aus der City mit dem Wasser ausgespült wurden. Einmal sah er etwas Großes in der Mitte schwimmen und nahm das Boot, um es zu begutachten, was wegen seiner schlechten Augen nicht anders möglich war. Es war eine metallene Box, so groß, dass er wusste, wenn sie aus der Stadt herausgekommen war, würde auch ein Mensch es schaffen. So bleib er an diesem Ort und beobachtete und wartete.

Die Wochen vergingen und seine Hoffnung schwand mehr und mehr. Doch er ging nicht, denn das hätte bedeutet, die Hoffnung vollständig aufzugeben. Doch jetzt, im Herbst, wurde ihm klar, dass er nicht länger bleiben konnte, wenn er vor dem großen Schnee in den Bergen sein wollte. Eine Woche gab er sich noch, und am Morgen des fünften Tages sah er wieder etwas Großes im Fluss schwimmen, nahm das Boot und fand Will, dessen versiegelte Atemmaske er mit Hilfe eines Messers aufritzte, damit er atmen konnte.

Was denn mit Fritz sei, fragt Beanpole jetzt. Will gibt ihm einen kurzen Bericht. Was Will ihm für Chancen gäbe, möchte er dann wissen. Will fürchtet, sie stünden nicht gut. Selbst wenn Fritz es zum Fluss schaffe, er sei sehr schwach. Sie beschließen, die abgesprochenen drei Tage zu warten, doch es passiert nichts. Sie verlängern schließlich auf 12 Tage, bis es einen Schneesturm gibt und sie sich frierend und hungrig unter dem umgedrehten Boot zusammenkauern. Am nächsten Morgen machen sie sich ohne weitere Diskussion auf den Weg gen Süden. Er ist ein schönes Gefühl für Will, die Schwere der City nicht mehr ertragen zu müssen, doch die Freude wandelt sich in Traurigkeit, wenn er an Fritz denkt und ein tiefer, bitterer Hass gegen die Master erfüllt ihn.

Sie gingen nach Hause, doch nur, um aufzurüsten. Sie würden zurückkommen!

Fazit:
Folgt mit der nächsten Episode.

 Zitate
  • Will geht mit Beanpole zurück zu den White Mountains: Once I looked back. Alongside the river the snow was melting, but the land still stretched bare and white on either side. The river was a grey arrow in an alabaster desert, pointing to the circle of gold and the dome of green crystal. I lifted my arm; it was still a positiv joy to be free of the leaden weight which had crushed me for so long. Then I thought of Fritz, and the joy was turned to sadness, and a deep and bitter hatred against the Masters.
    We were going home, but only to arm ourselves and others. We would come back.