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Die Tripods


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei


:: 2x01 Vorbereitung für die Höllenfahrt
:: 2x02 Den Rhein abwärts mit Volldampf
:: 2x03 Zwei reizende Helferinnen
:: 2x04 Der Eintrittspreis für die goldene Stadt
:: 2x05 Sklaven und Meister
:: 2x06 Das Geheimnis der Margerite
:: 2x07 Ein heimlicher Verbündeter
:: 2x08 Eine Begegnung der dritten Art
:: 2x09 Eine Krise spitzt sich zu
:: 2x10 Alarm in der goldenen Stadt
:: 2x11 Schutz hinter Clownsmasken
:: 2x12 Die letzte Etappe


Die Tripods Episodenguide


2x07 " Ein heimlicher Verbündeter"

[Buchkapitel: "My Master's Cat"]


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Regie:
Bob Blagden
Drehbuch:
Christopher Penfold

Hauptdarsteller:
Jim Baker (Henry Parker)
John Shackley (Will Parker)
Ceri Seel ("Beanpole" Jean-Paul Deliet)
Robin Hayter (Fritz Eger)

Darsteller:
John Woodvine (Master West 468)
Andrew Kimpton (Pierre)
Geraldine Griffiths (Nurse)
Cindy Shelley (Eloise)

 Kurzinhalt
Will und Fritz treffen sich in dem Gewächshaus. Fritz berichtet Will von dem Energiezentrum und den priviligierten Sklaven, die dort arbeiten. Ihre Kenntnisse lägen weit über dem, was Beanpole über Elektrizität wisse. Eine unbeschreiblich starke Energiequelle versorge die ganze City und das Unglaublichste sei, sie wäre nicht von den Masters errichtet worden, sondern von den Vorfahren der Menschen.

Während Will weiterhin Aufzeichnungen über seine Erkenntnisse macht, verlässt Fritz eigenmächtig die Krankenstation und vertieft in einer Bar den Kontakt zu Pierre, seinem Förderer von der Energieelite.


 Inhalt
Will und Fritz sind in dem Gewächshaus, aus dem Will die Blume für seinen Master holte. Fritz, bei dem immer noch einige blaue Flecken zu sehen sind, berichtet Will von dem Energiezentrum und den priviligierten Sklaven, die dort arbeiten. Ihre Kenntnisse lägen weit über dem, was Beanpole über Elektrizität wisse. Eine unbeschreiblich starke Energiequelle versorge die gesamte City und das Unglaublichste sei, sie wäre nicht von den Masters errichtet worden, sondern von den Vorfahren der Menschen.

Dann berichtet Fritz, dass unterhalb der Energiequelle eine Höhle ausgebaut werde, in der eine neue, von den Masters entwickelte, Energiequelle gebaut werden solle. Er habe, eröffnet er Will dann, die Möglichkeit für einen Transfer von der Baueinheit zur Energieelite. Will mag das nicht glauben, doch Fritz versichert, es gäbe dort einen Mann, der sehr interessiert sei, Fritz zu fördern.

Unterdessen kommt Pierre, Fritz' Förderer, auf die Krankenstation, um nach Fritz zu sehen. Von der Schwester erfährt er, dass Fritz mit einem anderen Sklaven einen kleinen Spaziergang mache. Pierre ist ziemlich unbeeindruckt, als sie ihm rät, etwas für seine Fitness zu tun, die Powerelite sei nicht gut für sein Gewicht und sein Herz. Pierre bittet sie lediglich, Fritz zu sagen, dass er da gewesen sei.

Als Will in sein Quartier zurückkommt, wird er von Boll gefragt, wo er war und wie er dem Master dienen wolle, wenn er sich nicht ausruhe. Will fährt ihn an, dass habe ihn überhaupt nicht zu interessieren, er solle sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Boll wird dadurch allerdings nur noch skeptischer.

Fritz muss sich bei seiner späten Rückkehr ins Krankenzimmer von der Schwester zusammenfalten lassen. Als sie ihm sagt, es sei noch ein Besucher für ihn dagewesen, will Fritz sofort aus dem Bett aufspringen. Er wird jedoch von der Schwester zurückgehalten. Er ginge genauso destruktiv mit seiner Gesundheit um wie Pierre, der viel zu viel Zeit im "Pink Parrot" verbringe. Doch kaum dreht sich die Schwester um, hüpft Fritz aus dem Bett und läuft aus dem Zimmer.

Im "Pink Parrot" einer Bar oder Disco, in der es nur so wimmelt von tanzenden Sklaven, trifft er Pierre an. Pierre freut sich offensichtlich, dass es Fritz wieder gut geht und bittet ihn, an seinem Tisch Platz zu nehmen.

Indessen ist Will wieder dabei, Zeichnungen anzufertigen. Als sein Master ihn ruft, versteckt er die Zettel unter seiner Matratze.

Pierre fragt Fritz, ob die Bestrafung durch die Guards seine Meinung über den Wechsel zur Powerelite geändert habe. Fritz negiert das heftig, dann relativiert er aber, er wolle nur den Mastern dienen. Pierre vermutet richtig, dass der Guard Fritz für einen brauchbaren Anwärter auf einen Job bei den Gardisten hielte. Der Guard habe wohl auch bemerkt, dass Fritz ziemlich eigenwillig sei. Womöglich frage er sich, ob die Cap bei Fritz einwandfrei funktioniere. Denn obgleich er etwas anderes behaupte, wolle Fritz doch nur für sich selbst das Beste. Als Fritz entsetzt aufspringt, fordert Pierre ihn auf, sich wieder zu setzen. Er vermisse den Wein, gesteht er Fritz, es gäbe keinen Tropfen Alkohol in der ganzen Stadt. Dann erhebt er sein Glas mit Saft und stößt mit den Worten: "auf Julius" mit Fritz, der wie erstarrt dasitzt, an.

West 468 möchte von Will wissen, was er sich in der Stadt noch an Besonderem angesehen habe. Will berichtet, er sei mit seinem Kumpel, der krank war, im Gewächshaus gewesen, weil er dachte etwas frische Luft und Sonnenlicht würden ihm guttun. Er habe Ärger mit den Guards gehabt, beantwortet er die Frage, was sein Freund habe. Dann hätte er wohl auch so einen eigenen Willen, mutmaßt der Master. Ob der Junge das sei, was als Freund beschrieben würde. Als Will das bestätigt, bemerkt der Master, dass sie solche Verbindungen nicht mehr hätten. Dann fragt er Will, ob er sein Freund sein wolle.

Unterdessen erzählt Pierre Fritz, dass er von Julius zu einem den Sport-Spielen ähnlichem Wettbewerb der naturwissenschaftlichen Elite geschickt worden wäre. Fritz schaut immer noch so, als hätte er keine Ahnung, wovon Pierre spricht. Er solle damit aufhören, fordert Pierre. Er sei nun seit fünf Jahren allein hier in der City. Er habe ein krankes Herz und keine Zeit mehr, Spiele zu spielen. Fritz sei der erste Ungecappte, dem er hier begegnen würde. Was ihn veranlasse, das zu denken, fragt Fritz nun. Die Art, wie er sich verhalte, lautet Pierres Antwort. Er schaut sich die Cap an und stellt fest, es sei ein neueres Modell aber zweifellos die Arbeit des Arztes aus dem White Mountain.

West 468 erklärt Will, dass er nie an seiner Loyalität gezweifelt habe, oder an seinem Wunsch, den Masters zu dienen. Er habe auch keinen Zweifel, dass der Cappingprozess bei ihm geglückt sei, sonst würde er sich mehr wie ein Vagrant verhalten. Er sei deshalb besonders an einem Sklaven wie ihm interessiert, weil das Capping seine Individualität nicht zerstört habe und er freue sich auf die zukünftige Verbindung.

Unterdessen ist Fritz immer noch nicht sicher, ob Pierre nicht im Auftrag der Guards unterwegs ist, die längst alles über den Widerstand herausgefunden haben und nun dessen Leute finden wollen. Letztlich erkennt er aber, dass Pierres Gesundheitszustand wirklich bedenklich ist und glaubt seiner Beteuerung, dass sie sich einfach keine Zeit mehr lassen können.

Will möchte gerne von West 468 erfahren, warum sich die Masters ausgerechnet die Erde ausgesucht hätten. Der Master erklärt ihm zunächst einiges über die Entwicklung der Spezies Mensch und lässt ihn dann wissen, dass die Menschen tatsächlich diejenigen Lebewesen seien, die den Masters am ähnlichsten sind.

Auf einem Rundgang durch die weitläufigen Versorgungsanlagen zeigt Pierre Fritz, die technischen Einrichtungen. Fritz offenbart ihm dabei, dass ein weiterer Ungecappter nun Mastersklave sei und von seinem Master allerlei über deren Welt, ihr Denken und Verhalten erfahre. Außerdem versuche ein Mitstreiter, direkt außerhalb der City so viel wie möglich zu ergründen. Pierre ist begeistert, denn zu diesen Dingen hatte er niemals Zugang.

Während nun Will noch einiges über seine Vorfahren erfährt, erklärt Pierre Fritz technische Einzelheiten, auch, dass das verbrauchte Reaktor-Kühlwasser aus einer unterirdischen Höhle wieder in den Fluss gelangt, an dem die City liegt. Fritz möchte auch das sehen, doch Pierre ist zu erschöpft. Sie würden jetzt mit einem Lift zurückfahren und er würde ihm dann noch etwas anderes zeigen.

West 468 führt Will wiedermal eine holografische Aufzeichnung vor. Wills Vorfahren, erklärt er, hätten eine Möglichkeit gefunden, ihr sehr begrenztes Gehirn und die kurze Lebensspanne mit Hilfe von cybernetischen Implantaten zu überwinden. Sie seien soweit gewesen, in den Weltraum vorzustoßen. Als Will sich wundert und fragt, was dann passiert sei, zeigt West 468 ihm eine Atombombenexplosion. Da sei es Zeit gewesen, erläutert er, Einhalt zu gebieten. Zu diesem Zwecke hätten sie die Tripods entwickelt, um sich in der für sie giftigen Atmosphäre bewegen zu können. Dann hätten sie durch das Implantieren der Caps die kranken Gehirne der Menschen korrigieren können. Will sieht jetzt mit Entsetzen holografische Kriegsszenen, worauf er zusammenbricht. West 468 hilft ihm auf und rät ihm, nicht zu aufgebracht zu sein, dieser Spezies anzugehören. Die Master seien hier, um die überlebenswürdigen Dinge auf der Erde zu selektieren. Er sei sehr angetan gewesen von der Art, wie Will über die Blume gesprochen hätte. Das habe ihm eine ganz neue Sichtweise offenbart. Die würdigen Dinge, erklärt er Will, würden in der Halle der Schönheit aufbewahrt, von der Will in Bezug auf einige Mädchen ja schon gehört hatte. West 468 ist bereit, sie Will zu zeigen.

Unterdessen schauen Fritz und Pierre auf die Energiesäule in der Mitte der City. Man nenne es "Pool of Fire", erläutert Pierre, und es befände sich direkt über dem Reaktor. Es müsse eine Art unbeschreiblich großer Datenbank sein, ein Masterscomputer. Es beunruhige ihn, dass dieser Computer millionenfach intelligenter sein müsse, als alle Gehirne der Freien zusammen. Fritz schmettert diese Bedenken entschieden ab - die ganze Stadt werde schließlich von Sklaven in Gang gehalten und die ganze Welt sei versklavt durch die Caps. Pierre ist von diesem Enthusiasmus nicht unbeeindruckt. Er werde ihm auf seinem Zimmer, Pläne zeigen, wie sie aus der Stadt entkommen und von außerhalb einen Angriff auf die City planen könnten. Doch in dem Moment wird Pierre gewahr, dass er zu spät zu seiner Schicht kommen wird und er bricht mit einer Herzattacke zusammen.

Will und West 468 kommen unterdessen in der Lieblingsabteilung des Masters in der Halle der Schönheit an. In diesem Raum werden in gläsernen Vitrinen die schönsten Mädchen aufbewahrt, oder besser: aufgebahrt. Der Master schwärmt, wie schön es wäre, sie mit einer langen Lebensspanne auszustatten, unter der ihre Schönheit nicht vergeht. Will hat indessen Eloise entdeckt und ihn interessiert nur eines: "Sind sie tot?" West 468 erläutert, dass sie aufbewahrt würden um eines Tages auf seiner Heimatwelt wieder zu dem zuvor beschriebenen Leben erweckt zu werden. Dieser Gedanke, eröffnet er Will mit dem Wunsch nach Bestätigung, sei doch höchst erfreulich. Das bestätigt Will im Brustton der Überzeugung.

Inzwischen hat Fritz mit einem andern Slaven zusammen Pierre auf die Krankenstation gebracht. Er stirbt jedoch kurz darauf, ohne Fritz noch etwas mitteilen zu können.

Anmerkung:
Eine tragische Tatsache: Charlotte Long, die Eloise der ersten Staffel, verstarb bei einem Autounfall, kurz nachdem sich Will in der Episode "Chateau Ricordeau, France - August 2089" endgültig von ihr verabschiedete. Hier nun liegt Cindy Shelley als Eloise in der Halle der Schönheit.


 Vergleich zum Buch und Fazit
von G. + N. von Delft

7. Kapitel "My Master's Cat"
Der Master bringt Will zu seinem Wagen, der in einer Reihe mit anderen vor dem Gebäude steht. Eine seiner Aufgaben wird sein, diesen Wagen zu fahren, doch jetzt darf Will sich erst nur hineinsetzen, denn sein Master scheint zu bemerken, dass Will müde und erschöpft ist. Auf die meisten anderen Sklaven wird weniger Rücksicht genommen. Sie fahren in das Zentrum der Stadt, wo der Master lebt. Will beobachtet die Umgebung. Die Gebäude sind verwirrend, sehr gleichförmig, aber auch sehr unterschiedlich. Zwischen ihnen gibt es freie, dreieckige Flächen, die als Gärten zu dienen scheinen. Sie sind gefüllt mit Wasser, aus dem hohe befremdliche Pflanzen wuchsen. Manche sind nicht bewachsen, in einigen von ihnen sieht Will Master, die darin stehen, als seien sie selber dort verwurzelt.

Der Master lebt in einer hohen Pyramide mit Blick auf einen großen Gartenpool. Alles ist fünf- oder dreieckig angeordnet. Der Wagen wird, nachdem sie ausgestiegen sind, im Boden versenkt. Sie steigen wieder in einen Aufzug - den Will nun schon von der Halle der Tripods kennt. Dann erreichen sie die Wohnung des Masters. Erst später erfährt Will, dass die Lage der Wohnungen in den Pyramiden etwas aussagt über ihre gesellschaftliche Stellung - Wills Master ist demnach nur von mäßiger Wichtigkeit. Außer den Wohnungen gibt es in allen Gebäuden eine innere Pyramide in der sich Lagerräume und Gemeinschaftsräume für Sklaven befinden.

Der Lieblingsraum des Masters ist der Fensterraum, in dem er isst und sich ausruht. Wie alle Räume der Master deren Größe entsprechend riesig, mit einer Vertiefung in der Mitte, die einem kleinen Gartenpool entspricht und mit dampfend heißem Wasser gefüllt ist. Doch zunächst gehen sie durch einen Korridor zur Innenseite der Wohnung, wo sich der Raum für den Sklaven befindet. Der Master erklärt, das sich hinter der Tür, die sich wie alle anderen durch einen Knopf in der Wand öffnen ließ - es gab keine Klinken oder ähnliches - zunächst eine Luftschleuse befände. Dann käme der Raum in dem er esse, schlafe und sich aufhalten könne, wenn er nicht gebraucht würde und nicht in einen Gemeinschaftsraum gehen wolle. Er könne sich jetzt ausruhen, wenn er ihn brauche werde der Master klingeln. Dann müsse Will seine Atemmaske wieder aufsetzen und in den Fensterraum kommen.

Will ist froh, als er hinter der Luftschleuse endlich den Helm abnehmen kann. Er hätte es kaum länger ausgehalten, badend in seinem eigenen Schweiß. Später allerdings erfährt er, dass er großes Glück hatte mit seinem Master. Fritz musste mehrere Stunden aushalten und sich in seine Pflichten einweisen lassen, bevor er sich zurückziehen durfte. Außerdem hatte Wills Master in dem engen hohen Raum das Bett auf eine Zwischenebene verfrachtet, so dass außer dem Schrank noch ein Tisch und ein Stuhl Platz hatten. Im Schrank findet Will zwei Sorten Essen: trockene ziemlich geschmacklose Kekse und ein krümeliges Zeug, dass mit Wasser angerührt werden musste und ebenso wenig Geschmack hatte.

Dann gibt es einen engen Waschraum. Das Wasser ist lauwarm, doch immerhin kühler als die Luft. So lässt sich Will erstmal eine Weile von einer Dusche besprühen und wäscht sich. Dann schleppt er sich die Leiter hinauf in sein Bett, macht mit einem Knopf das gelbgrüne Licht aus und schläft sofort ein. Er träumt er sei zurück in den White Mountains und erzähle Julius, die Tripods seien gar nicht aus Metall sondern aus Papier und man könne ihre Beine mit einer Axt abschlagen. Doch der Traum wird abrupt von einem Klingeln unterbrochen - er realisiert wo er ist und dass nach ihm verlangt wird.

Da sie nichts über die Bedingungen in der Stadt wussten, hatten Will und Fritz keine Möglichkeit, einen Plan zu machen, wie sich sich finden könnten. Als Will nun diese Größe und Komplexität der Stadt sieht kann er sich nicht vorstellen, wie es ihnen gelingen soll, miteinander in Kontakt zu treten. Doch die Aussichtslosigkeit relativiert sich ein wenig, als Will erfährt, dass nicht jeder Master einen Sklaven hat. Nur solche von gewissem Rang hatten das Privileg und nicht jeder nutzte es. Es gab auch eine Bewegung gegen die Präsenz von Menschen in der Stadt. Nicht dass ihre Ergebenheit bezweifelt worden wäre, aber manche Master glaubten, sie würden dadurch geschwächt und degeneriert.

Die Kommunikationsmöglichkeiten für diese etwa 500 Sklaven indess sind sehr begrenzt. Die Räume im Wohnhaus des Masters wurden nicht allein verlassen. Zwar konnt man sich im Gemeinschaftsraum mit anderen Sklaven des Hauses unterhalten, man ging aber nicht weg, denn der Master könnte, über eine dort angebrachte Vorrichtung, nach einem verlangen und so war man präsent. Wenn man sich zufällig auf der Straße begegnete - natürlich in Anwesenheit des Masters - sprach man nicht miteinander. Es gab nur eine Möglichkeit: sie würden sich in einem Ruheraum begegnen an einem Ort, an dem ihre beiden Master etwas erledigten.

Es gibt verschiedene Vergnügungen und Beschäftigungen, denen die Master nachgehen, wo sie gemeinsam baden, miteinander in ihrer Sprache sprechen oder etwas tun, was Will wie tanzen erscheint. Wenn Will seinen Master an einen solchen Ort begleitet, geht er in den Ruheraum um zu duschen, etwas zu essen oder eine der salzigen Stangen zu lecken, die es dort gibt und die dem Ausgleich des durch das Schwitzen strapazierten Salzhaushalts dienen. Und natürlich, um unter den Sklaven nach Fritz Ausschau zu halten, doch es erscheint ihm hoffnungslos, offenbar hatten ihre Master -was sich später bestätigt - unterschiedliche Interessen.

Doch glücklicherweise gibt es eine Sache, die für die meisten Master von Interesse ist: eine Art Ballspiel, das sie Sphere Chase nennen. Es ist im weitesten Sinne etwas wie Basketball mit mehreren goldenen Bällen und Anordnungen von Körben (die beiden Tripods, die kurz vor dem Erreichen der White Mountains die Jungs in Schrecken versetzt hatten, sie allerdings gar nicht wahrnahmen, schienen mit solch einem Ball und dem Üben für das Spiels beschäftigt gewesen zu sein). Für dieses Spiel haben die Master ein großes Faible und die meisten scheinen es sich gerne anzusehen.

Die Sphere Arena ist denn auch der Ort, an dem sich Will und Fritz nach wochenlangem vergeblichem Suchen zum ersten mal begegnen. Will ist entsetzt, denn Fritz sieht sehr mitgenommen aus. Alle Sklaven litten unter den Bedingungen, doch die Veränderung Fritz' ist heftig - er ist abgemagert und sein Gesicht eingefallen. Doch das schlimmste sind die Striemen auf seinem Rücken. Will erfährt später, dass Fritz einen strengen Master erwischt hat, der es genießt, seinen Sklaven zu züchtigen. Als allererstes aber vereinbart Fritz ein neues Treffen, das für sie beide gefahrlos zu bewerkstelligen sein wird. Dann tauschen sie ihre Erlebnisse mit den Mastern und Eindrücke aus.

Fritz drängt darauf, alle Informationen, die sie erhalten konnten, auszutauschen. Will erklärt, er habe bisher kaum etwas herausgefunden. Fritz dagegen hat trotz seiner ungleich schwereren Bedingungen bereits einiges ausgekundschaftet, was Will beschämt. Manchmal traf sich sein Master mit einem, der gegen die Anwesenheit von Menschen in der City war und dann wurde Fritz nicht gebraucht. Er riskierte zwar, erwischt zu werden, doch er hatte sich eine Ausrede überlegt und geschlagen wurde er ohnehin, das nahm er in Kauf.

So hatte Fritz entdeckt, wo sich die Maschine befindet, die die Stadt mit Wärme und Licht versorgt und die Atmosphäre so schwer macht. Er beschreibt den Standort, er habe die Maschine noch nicht gesehen, er wisse nicht, ob Sklaven dort hin dürften, aber er werde es weiter beobachten. Den Standort der Wasserversorgung gibt er Will ebenfalls bekannt. Dann hat er den Platz der glücklichen Auflösung gefunden. Dorthin gehen die Sklaven, die zu schwach sind um den Mastern weiter zu dienen. Sie werden durch einen Blitz getötet und der Körper wird direkt in eine Brennkammer befördert.

Doch es wird nun Zeit, den Gemeinschaftsraum wieder zu verlassen und das nächste mal treffen sie sich an dem von Fritz vorgeschlagenen Platz. Will erklärt nun Fritz, welche im Grunde einfachen Pflichten er zu erledigen hat und es wird wieder klar, dass sein Master eine Ausnahme ist. Die Master leben recht vereinzelt. Außer sehr gelegentlichen Besuchen und dem Treffen an Gemeinschaftsorten sind sie in ihren Wohnungen meistens allein. Wills Master scheint sich damit schwerer zu tun als andere. Und so ist Will für ihn auch eine Person, mit der er kommuniziert.

Will vergleicht es mit einer Witwe aus Whearton, die einige Katzen hatte, mit denen sie sprach. Er ist gewissermaßen seines Masters Katze, mit dem Unterschied, dass auch er reden kann. So will der Master auch viel von ihm wissen und Will denkt sich Geschichten aus über sein Leben als Bauernsohn in Tirol. Die Dinge, die sein Master erzählt kann Will wenig einordnen, weil er viele Ausdrücke aus der eigenen Sprache benutzt die für Will keinen Sinn machen. Fritz dagegen hält all das für einen deutlichen Gewinn. Dadurch könne Will mindestens ebensoviel beitragen wie Fritz durch seine Erkundungen, denn er könne etwas über die Lebens- und Denkweise der Master erfahren. Er müsse vorsichtig darauf hinwirken, dass der Master viel erzähle und mit der Zeit könne er die Bedeutungen womöglich einordnen. Dann verabreden sie sich für das nächste mal am gleichen Ort.

Fazit:
Hier ist nun auch die City, wie sie im Buch dargestellt wird, beschrieben und damit ist klar, dass eigentlich gar kein Vergleich mehr möglich ist.

Die Tatsache, dass die Sklaven in der Roman-City überhaupt keinen Kontakt miteinander haben, macht eine Verfilmung in Serienlänge sicherlich sehr schwierig. Der Roman lebt mehr von der Beschwerlichkeit durch Atmosphäre, Schwerkraft ect., etwas, das in den Episoden nun überhaupt keine Rolle zu spielen scheint. Dafür erlaubt das untereinander Kontaktieren der Sklaven das Einbringen der Rolle Pierres.

Wenn man das Buch nicht gelesen hat, mag all das eine ganz interessante Variation sein - den "Geist des Buches" vermag es überhaupt nicht einzufangen. Doch für Action und spannende Unterhaltung sorgt es schon. Es ist nur schlicht überhaupt nicht mehr vergleichbar. Sehr interessant dürfte sein, wie dieser Part in der geplanten Touchstone Pictures-Verfilmung ausfallen wird.

Rätselhaft ist allerdings, warum sich die Entwicklung der menschlichen Vorfahren und der Grund, warum die Master auf der Erde eingegriffen haben, derart weit vom Roman entfernt hat. Es hätte auch in der Verfilmung gereicht, dass sie Master einfach nur einen neuen Lebensraum suchten. Auch in der 2. Staffel bleibt die Darstellung des Charakers Fritz verglichen mit dem Buch höchst unbefriedigend. Und was man sich wirklich und wahrhaftig hätte sparen können ist der "Pink Parrot"...

 Zitate
  • Wills Gedanken über den Einsatz von Fritz: I listened carefully to all this. Now I was really ashamed. I had been thinking my life was hard, and had been treating this as an excuse for not doing anything much - in effect, I had been marking time, hoping to get in touch with Fritz and then think of what to do. He, with so much worse to suffer, had nevertheless been getting on with the task which we share, and on which man's future might depend.