Regie:
Christopher Barry
Drehbuch:
Alick Rowe
Hauptdarsteller:
Jim Baker (Henry Parker)
Ceri Seel ("Beanpole" Jean-Paul Deliet)
John Shackley (Will Parker)
Darsteller:
Vass Anderson (Black Guard)
Victor Baring (Mayor)
Tim Brown (Farmer)
Michael Cassidy (Vagrant Chief)
Julian Jones (Daniel Montagnon)
Elma Soiron (Old Woman)
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Je weiter sie nach Süden kommen, umso weniger finden die Jungs auf ihrem anstrengenden Weg zu essen. Dann werden sie von einer Familie auf einem Pferdewagen mitgenommen und geraten mitten auf ein Fest, auf dem die wunderbarsten Speisen auf den Tischen ausgebreitet werden. Ihr Hunger lässt ihnen keine Wahl - sie müssen versuchen, etwas davon als Proviant zu ergattern.
Die Jungs kommen an einen ziemlich breiten, wilden Fluss, den sie überqueren müssen. Doch es gibt weit und breit keine Brücke. Will schlägt vor, dem Fluß zu folgen, flußabwärts hätten sie vermutlich eine größere Chance. Henry macht der Hunger größere Sorgen. Sie bräuchten unbedingt noch etwas zu essen, stellt er fest, es ließe sich immer weniger finden, je näher sie den Bergen kämen.
Schließlich finden sie eine Stelle, an der sie es schaffen, durch den Fluß zu waten. Beanpole allerdings versinkt dabei vollkommen in einer Vertiefung. Da die Jungs sich gegenseitig mit einem Tau gesichert haben, wird er schnell herausgezogen, doch Will und Henry machen sich noch eine Weile über den durchnässten Freund lustig. Von Weitem werden sie unbemerkt von einem berittenen Black Guard beobachtet. Sie gehen über eine alte Eisenbahnbrücke, die ein weites Tal überspannt. Eine Weile später, die Jungs sind vom Hunger ziemlich erschöpft, stellen sie fest, dass sie nicht mehr wirklich wissen, wo sie sich befinden. Auf der Karte, stellt Beanpole fest, seien nur die großen Städte eingezeichnet.
Sie hören nun, dass sich ein Pferdewagen nähert. Ein Ehepaar mit einem Kind sitzt auf dem Kutschbock und der Mann fragt die Jungs, ob sie auch zu dem Fest wollen. Beanpole bejaht das geistesgegenwärtig und das Paar bieten ihnen an, sie mitzunehmen. Auf dem Weg hören sie Kirchenglocken und sie vermuten, dass sie direkt zu einem Capping-Day fahren. Aber sie haben keine Chance, unbemerkt von der Kutsche zu springen. Sie erreichen schließlich eine in Ruinen liegende Burganlage, zwischen deren Mauern sich bereits viele Menschen tummeln und einige Black Guards Wache stehen. Die Frauen breiten mitgebrachtes Essen auf großen Tischen aus, das besonders Henry mit sehnsüchtigen Blicken bestaunt.
Hinter einer Mauer sprechen sie sich ab, als Reisende aufzutreten, die das Fest besuchen wollen. Sie sollten natürlich kein Englisch sprechen. Sie diskutieren, dass es zwar sehr gefährlich wäre Essen zu stehlen, aber sie bräuchten es dringend. Daraufhin lenkt Beanpole die Frau ab, die einen Tisch bestückt und Will und Henry versuchen unbemerkt soviel wie möglich von den leckeren Sachen einzupacken. Allerdings stößt Henry dabei einen Krug um, und es scheppert mächtig. Die Frau ruft um Beistand und die Jungs rennen davon, verfolgt von den Besuchern des Festes und Black Guards mit Hunden.
Schließlich haben sie mit einem Zick-Zack-Kurs durch die Gemäuer etwas Abstand gewonnen und verstecken sich hinter einer äußeren Mauer um Kraft zu sammeln und dann unbemerkt im Wald zu verschwinden. Aber auch hier sind sie ähnlich geschickt wie zuvor und werden erneut entdeckt und weiter verfolgt, bis sie an den Rand des Waldes kommen, an dem eine Reihe von Totenschädel aufgestellt ist. Sie merken, dass ihre Verfolger zurückbleiben.
Im Wald entdecken die drei eine Feuerstelle und werden kurz darauf von einer wild aussehenden Vagrant-Gruppe angegriffen, die allerdings von ihnen ablässt, als sie feststellt, dass die Jungs nicht gecappt sind. Mit aus Stöckchen gebastelten Caps führen sie mit den Jungs ihr ganz eigenes Capping Ritual durch, und plündern dann ihre Sachen. Die drei Jungs sind ziemlich mitgenommen. Aber nun, da die Vagrants mit ihren Sachen beschäftigt sind, können sie sich etwas erholen und beschließen einen Fluchtplan. Dabei spielen sie zunächst das Spiel der Vagrants mit, tun so, als wären sie auch verrückt und bringe die Gruppe dazu, ihnen alles nachzuahmen. Als die Vagrants darauf konzentriert sind, schaffen sie es, ihre Sachen zurück zu erobern und zu flüchten, diesesmal verfolgt von den Vagrants.
Als sie aus dem Wald kommen, sehen sie sich wieder ihren Verfolgern vom Capping-Fest gegenüber und werden von den Black Guards festgenommen. Man führt sie in einen intakten Raum der Burg. Dort bekommen sie zu essen. Ein Mann kontrolliert, ob sie gecappt sind. Danach wendet sich ein Black Guard an sie. Er spricht englisch und sagt, dass es kein Verbrechen sei, als junger Mensch auf Wanderschaft zu sein. Es wäre aber sehr wohl ein Verbrechen, zu stehlen. Im Grunde hätten sie ihre Strafe ja schon bekommen - niemand sollte in den Wald gehen, in dem die Vagrants sind. Dennoch werde man am nächsten Tag Gericht über sie halten. Wenn alles gut liefe würden sie dann gecappt werden. Als Henrys wissen will, wann, antwortet der Guard: gleich morgen. Will, Henry und Beanpole sind am Boden zerstört.
| Vergleich zum Buch und Fazit |
von G.+ N. von Delft
9. Kapitel "We Fight a Battle" Teil 2
Der Tripod aber kommt heran und beginnt mit seinem Tentakel nach und nach die Büsche auszureißen. Die Jungs überlegen fieberhaft, während der Tentakel immer näher kommt, was sie noch tun können. Sie verwerfen den einen oder anderen Gedanken, bis Beanpole seelenruhig sagt, sie könnten gegen ihn kämpfen. Mit was denn wohl, fragt Henry sarkastisch, mit den Fäusten? Beanpole aber meint es ernst. Sie hätten doch die Metalleier aus der Ruinenstadt. Jeder bekommt jetzt eine Handgranate. Sie würden die Ringe entfernen, bis fünf zählen und dann werfen. Als der Tentakel ganz nah ist, tun sie das, doch Will schafft es wegen seines schmerzenden Arms nicht, den Ring so schnell zu ziehen. Die beiden anderen haben unterdessen schon auf den am nächsten stehenden Fuß geworfen.
Die Granaten gehen hoch, doch nichts passiert. Der Tripod hat keinen Schaden genommen. Henry und Beanpole laufen nun los, doch Will, der zu spät reagiert kann nicht mehr weg, denn der Tripod hat ihn mit seinem Tentakel umschlungen und wieder wird er in die Höhe gehoben. Als er hoch schaut sieht er das Loch in der Kapsel und in dem Moment erinnert er sich an die Granate, die er immer noch in der Hand hält. Er hatte nicht gezählt, und nun müsste sie wohl jeden Moment explodieren. Er sieht das Loch näher kommen. Jetzt ignoriert er den Schmerz in seinem Arm als er ihn anhebt, so genau wie möglich zielt und die Granate knapp in die Öffnung hineinwirft, wo sie auch direkt explodiert.
Will fürchtet schon, es habe nichts bewirkt, als der Druck geringer wird und der Tentakel sich abwärts bewegt. Verzweifelt greift Will nach dem Metallarm und klammert sich an ihm fest. Dann geht es abwärts. Will schließt die Augen, doch es geht ein Ruck durch das Metall, der Fall wird gestopt und Will stellt fest, dass er mit seinen Füßen knapp über dem Boden hängt. Gefahrlos kann er nun loslassen.
Seine Freunde kommen heran und sie starren in die Höhe. Der Tripod steht immer noch fest, man sieht kein Zeichen einer Demolierung, nur der Tentakel pendelt leicht, wie eine tote Schlange. Ihr Peiniger würde sie nie wieder quälen.
Fazit:
Weiterhin sind die Handlungen weit voneinander entfernt. Zwar wurde hier im Drehbuch das "Essenstehlen"-Thema aus dem Roman aufgegriffen, aber wieder ganz anders umgesetzt. Und wieder muss man feststellen, dass es für das Filmische Sinn macht. Sehr spannend, diese Episode mit den Verfolgungen, den Patzern der Jungs, die ein Entkommen vereiteln und den unheimlichen Vagrants - auch wenn sie hier ebenso wie zuvor denen des Buches in keiner Weise entsprechen.
Und wieder kann man nur sagen, es lohnt sich auf seine Weise beides - Buch lesen und Serie gucken. |