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Die Tripods


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei


:: 1x01 A Village in England - July, 2089 A.D.
:: 1x02 England - July, 2089 A.D.
:: 1x03 The English Channel - July, 2089 A.D.
:: 1x04 France - July, 2089 A.D.
:: 1x05 Chateau Ricordeau, France - July 2089 A.D.
:: 1x06 Chateau Ricordeau, France - July 2089 A.D. (II)
:: 1x07 Chateau Ricordeau, France - August 2089 A.D.
:: 1x08 Chateau Ricordeau, France - August 2089 A.D. (II)
:: 1x09 France - September, 2089 A.D.
:: 1x10 France - September, 2089 A.D.
:: 1x11 France - October, 2089 A.D.
:: 1x12 France - October, 2089 A.D.
:: 1x13 The White Mountains - November, 2089 A .D.


Die Tripods Episodenguide


1x06 "Chateau Ricordeau, France - July 2089 A.D. (II)"

[Buchkapitel: "The Castle of the Red Tower" Teil 2]


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Regie:
Graham Theakston
Drehbuch:
Alick Rowe

Hauptdarsteller:
Jim Baker (Henry Parker)
Ceri Seel ("Beanpole" Jean-Paul Deliet)
John Shackley (Will Parker)

Darsteller:
Charlotte Long (Eloise)
Robin Langford (Duc de Sarlat)
Pamela Salem (Comtesse)
Jeremy Young (Comte)

 Kurzinhalt
Auf dem Chateau wird alles für den großen Wettkampf vorbereitet. Henry und Beanpole werden langsam ungeduldig, sie wollen weiterziehen. Will jedoch möchte Eloise nicht verlassen. Er plant, ihr beizeiten alles zu erzählen und den beiden mit ihr zusammen später zu folgen. Dann jedoch erlebt er eine Überraschung.


 Inhalt
Will befindet sich mit Eloise in einem Raum des Schlosses. Sie lässt sich zeichnen, während ihre Mutter auf dem Klavier spielt. Sie reden von dem Wettbewerb, und was für ein neues Ereignis dies doch für Will sei. Draußen sieht man Männer, die für den Fechtkampf üben und Henry und Beanpole, die eine Zielscheibe tragen. Henry beklagt sich über Wills Verhalten, was bloß in ihn gefahren sei, möchte er wissen. Beanpole fragt, ob ihm jemals in den Sinn gekommen sei, dass Will verliebt wäre.

Wenig später sind die drei Jungs beisammen. Will sagt, dass der Comte und seine Familie wollten, dass er bliebe. Er selber wolle das auch, zumindest für eine gewisse Zeit. Die Bedenken Henrys, der Winter sei nicht mehr weit und die Gefahr eines Cappings zu groß, wischt Will beiseite. Danach offenbart er ihnen, dass er Eloise mitnehmen werde, wenn er ginge. Henry sagt, dass käme gar nicht in Frage, es würde nur Probleme geben. Der Comte und seine Frau würden Will vielleicht gehen lassen, aber Eloise niemals. Deshalb, entscheidet Will, müssten Beanpole und Henry vorgehen. Er würde mit Eloise nachkommen, wenn die Zeit reif wäre. Henry ist wütend und beschuldigt Will alle zu verraten, einschließlich Ozymandias und die freien Männer. Doch Will erwidert nur resignierend, Ozimandias sei tot, und die freien Männer wüssten ja noch nicht einmal, dass es sie gibt. Die Menschen hier seien anders als die in England. Sie wären zwar gecappt, aber sie wären glücklich. Henry entgegnet, dass nur die Liebe daran schuld sei. Eloise hätte Will besser ruhig gestellt, als dies jeder Tripod könne. Die beiden schaukeln sich weiter hoch, bis Will Henry schließlich eine Backpfeife gibt. Kurze Zeit später wälzen sich die Streithähne auf dem Boden und müssen von Beanpole getrennt werden.

Will geht wütend zurück auf sein Zimmer und wird dort bereits vom Duc erwartet. Jener möchte wissen, was mit Will wirklich los ist. Woher er kommt, wohin er wollte und wer er wirklich ist. Er habe die Angst vor den "Black Guards" in seinen Augen gesehen. Das sei nicht die Reaktion eines normalen Wanderers. Den Comte könne er an der Nase herumführen, aber ihn nicht, und wenn es um Eloise ginge, dann würde es auch ihn etwas angehen. Er legt Will nahe, sich vor den dunklen Gängen des Anwesens in Acht zu nehmen, und am besten so schnell wie möglich wieder zu verschwinden, damit ihm nicht etwas Schreckliches zustoße. Schließlich wird er von Will hinausgeworfen.

Kurz danach trifft Will sich mit Eloise. Sie merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, und stellt ihn zur Rede. Er fragt sie, was sie machen würde wenn er sie bäte, mit ihm fort zu gehen. Doch sie sagt, dass ginge nicht. Er fragt, ob es möglich sei, wenn sie es aus ehrenhaften Motiven täte. Auf ihre Frage nach diesen Gründen sagt er, er wäre noch nicht so weit, aber er würde es ihr zum richtigen Zeitpunkte erzählen. Er beklagt, dass er zwar selbst gute Gründe habe zu bleiben - vor allem sie - aber Henry und Beanpole ginge es leider nicht so. Um daran etwas zu ändern, werden sie mehr in den Familienkreis mit einbezogen. Bei einem Essen, an dem die beiden auch teilnehmen, nutzt der Comte dummerweise die Gelegenheit um auf die bevorstehende Hochzeit von Will und Eloise anzustoßen.

Henry ist sauer, dass Will ihm und Beanpole nichts von der Hochzeit erzählt hat. Als sie in ihrem Quartier sind, beschließen Henry und Beanpole, in der folgenden Nacht aufzubrechen. Henry sagt, Will müsse mit ihnen gehen, aber Beanpole ist der Meinung, dass es Wills Entscheidung ist. Selbst wenn er "gecappt" werden wollte, müssten sie es akzeptieren.

Am nächsten Tag informieren sie Will darüber, dass sie in der Nacht aufbrechen werden. Will sagt ihnen zu, für sie eine Karte und einen Kompass zu besorgen. Er selbst würde ihnen gemeinsam mit Eloise später folgen. Henry prophezeit, dass Will ihnen nicht folgen und gecappt werden wird.

Will erscheint zu seiner Unterrichtsstunde, aber der Comte entschuldigt sich. Er sei zu beschäftigt, dieses Mal sei ein Tripod bei dem Wettkampf anwesend, damit werde es etwas ganz Besonderes. Will schlägt vor, alleine zu arbeiten, und spricht die Landkarten an. Der Comte ist hocherfreut. Sein Vater habe die Karten gezeichnet, er habe sie von denen seines Vaters abgezeichnet und nun könne wiederum Will sie von seinen abzeichnen.

Am Abend sitzt er immer noch über den Karten, als Eloise kommt um ihm gute Nacht zu sagen. Sie ist beeindruckt, was er alles tue um ihrem Vater zu gefallen. Er sei ein guter Mann, stellt sie fest und sie würden sehr glücklich miteinander sein. Dann macht sie ihm ein Geschenk, ein Medaillon mit ihrem Foto - als Erinnerung an sie, wenn sie mal nicht zusammen wären.

In der Nacht schleicht Will sich zu Henry und Beanpole, die bereit sind zum Aufbruch. Er gibt ihnen die abgezeichnete Karte, zusammen mit einer Sternenkarte, als Ersatz für den Kompass, den er nicht bekommen konnte. Auf der Karte sei eine rote Linie eingezeichnet, auf der er und Eloise folgen würden. Will und Henry versöhnen sich, aber auf die nochmalige Aufforderung direkt mitzukommen geht Will nicht ein.

Am frühen Morgen steht Will nachdenklich an einem Fenster, als Eloise zu ihm kommt. Sie habe ihn gesucht, sagt sie. Was mit ihm los sei, möchte sie wissen, als sie seinen abwesenden Gesichtsausdruck sieht. Er habe nachgedacht, erklärt Will, er sei okay. Er nimmt sie an den Armen und scheint mit sich zu kämpfen, ihr alles zu erzählen. Doch dann fällt sein Blick auf ihren Kopf - sie trägt heute nicht wie sonst einen Turban, sondern einen kleineren Hut, der nicht bis zur Stirn reicht. Er schiebt ihn ein wenig nach hinten und kann nun deutlich das Interface sehen. Er ist wie erstarrt. "Du bist gecappt..." sagt er ungläubig. Sie flüstert, ebenso erstaunt: "Du wusstest es nicht?" Will dreht sich um und geht wie in Trance weg. "Du wusstest es nicht", sagt sie betroffen, doch Will reagiert nicht...


 Vergleich zum Buch und Fazit
von G.+ N. von Delft

6, Kapitel "The Castle of the Red Tower" Teil 2
Weiterhin verbringt Will, der von der Familie in Übrigen auch mit feiner Kleidung versorgt wird, seine Zeit mit Eloise. Sie reiten aus, besuchen die Ritter, sitzen am Abend mit der Familie zusammen. Die Eltern machen keinen Hehl daraus, dass sie Will mögen. Er vermutet, es habe auch etwas damit zu tun, dass ihre beiden eigenen Söhne sich in der Fremde befinden. Durch seine längere Anwesenheit im Schloss war er soetwas wie Teil der Familie geworden.

Irgendwann fragt die Comtesse ihn, ob er glücklich sei auf dem Schloss. Als Will das bestätigt verleiht sie ihrer Hoffnung Ausdruck, dass er dann womöglich bleiben würde. Man ging davon aus, dass die Jungs bei den Ritterspielen gecappt würden. Danach, dachte man wohl, würde das Fernweh aufhören und sie nach Hause zurückkehren. Zumindest vermutete sie das für Beanpole und Henry.

Aber in Bezug auf Will sah sie das anders. Er sei zwar nicht von Adel, aber das ließe sich ändern, der König sei ihr Bruder und er schulde ihr einen Gefallen, da sie ihm als kleinem Jungen das Leben gerettet habe. Nun sprach sie ihn zum ersten mal mit der französichen Variante seines Namens, Guillaume, an. Er könne bei ihnen bleiben, nicht als Diener sondern als Ritter. Aber es sei ja keine Eile geboten, er möge in Ruhe darüber nachdenken.

Wills erste Reaktion ist nicht unbedingt Begeisterung. Sollte er alles verraten, woran er jetzt glaubte im Tausch gegen Juwelen und schöne Kleidung? Was für Privilegien er auch immer bekäme, er wäre doch ein Schaf unter Schafen. Und er würde die anderen im Stich lassen. Es war völlig klar, dass das undenkbar war. Dennoch ließ ihn die Idee nicht los. Es gab so schöne und interessante Dinge im Leben der Adligen, die Ritterspiele, große Jagden und große Feste, das Jahr war angefüllt damit.

Was ebenfalls eine Änderung der Perspektive bewirkte war die Tatsache, dass hier die Grenze zwischen Kindern und Erwachsenen beiweitem nicht so strikt gezogen wurde, wie es in Wherton der Fall war. Hier lernte er die Erwachsenen viel besser kennen. Sie waren zwar gecappt und akzeptierten die Tripods, doch das hielt sie nicht davon ab freundlich, warmherzig, großzügig und tapfer zu sein - und glücklich.

All das verstärkt Wills Zwiespalt. Bevor sie gecappt wurden hatten womöglich die meisten Zweifel, doch mit dem Capping verschwanden sie. War das etwa ein Verlust? Mal abgesehen vom Capping, was hatten die Menschen mit den Tripods zu tun? Sicher, Ozymandias hatte Geschichten erzählt von Tripods, die Menschen jagten - doch wenn es soetwas gab musste es weit entfernt geschehen. Nichts davon berührte dieses sichere und schöne Leben.

Was Will aber am meisten bewegt ist die Frage der Loyalität, doch selbst das relativierte sich, je mehr Zeit verging. Um sich rückzuversichern sucht er seine Gefährten hin und wieder auf und muss erfahren, dass sie auch jetzt nicht bereit sind, seinem Vorschlag, sofort aufzubrechen, zuzustimmen. Überhaupt verfestigt sich der Eindruck, dass sie gar nicht mit ihm reden wollten und ungeduldig warteten, dass er wieder verschwand. Will stellt fest, dass er nicht wirklich böse darüber ist - findet er doch darin gute Gründe, auch sie für unloyal zu halten.

Und dann war da immer wieder Eloise. Die Sache mit dem Turban schien vollständig vergessen zu sein, sie verbrachten die Zeit als Freunde miteinander in diesem schönen Land, im Schloss, es fühlte sich gut an. Er musste auch keine Angst mehr haben, dass das Capping fehlschlagen würde, denn inzwischen beherrschte er die Sprache gut genug. Auch der Gedanke, dass ein Leben ohne Herausforderungen und Entdeckungen nichts Wert sei, lag in weiter Ferne.

Wenn es den Vorfahren, die auf dem Höhepunkt technischer Möglichkeiten waren, nicht gelungen war, die Tripods zu überwinden, wie standen dann die Chancen für eine Handvoll Männer, die sich irgendwo in den Bergen versteckten. Wenn es also keine Hoffnung gab, die Tripods zu vertreiben, was war die Alternative? Ein Leben als Verfolgter, der ständige Entbehrungen und Unsicherheit auf sich nehmen musste, oder dieses Leben mit deiner Sicherheit, Fülle und Zufriedenheit.

All diese Gedanken schießen Will durch den Kopf, als er mit Eloise auf einer Bootstour ist. Dabei rutscht ihm die Armbanduhr, die er in einem Laden in Paris gefunden hatte, unter dem Hemdsärmel hervor. Er hatte überlegt, sie der Familie zu zeigen, stellte dann aber fest, dass Zeit von keinerlei Interesse für sie war - ihnen genügte die Sonnenuhr im Garten, und er verwarf den Gedanken. Nun will er sie Eloise zeigen, doch als er sie hinüberreicht fällt sie durch eine Ungeschicklichkeit ins Wasser und versinkt. Eloise ist besorgt darüber, doch Will beruhigt sie indem er versichert, es sei nichts Wichtiges - und in dem Augenblick ist es das auch tatsächlich nicht.

Die Zeit bis zu den Spielen vergeht wie im Fluge. Der erste Tag beginnt mit Regen, im Verlaufe der Stunden bessert sich das Wetter jedoch. Will findet Henry und Beanpole auf dem Spielfeld, wo sie den Dienern helfen. Am kommenden Morgen, erklärt Beanpole, werden sie aufbrachen. Sie hätten Nahrung gesammelt und falls Will nichts mehr ergattern könnte würde es auch für alle drei reichen. Sie würden sich zur vereinbarten Zeit hinter dem Schlosstor treffen.

Will eröffnet ihnen nun, dass er nicht mitkommen werde. Ihr Verschwinden würde in der Hektik der Spiele kaum bemerkt, seins aber sehr wohl und sie würden nach ihm suchen. Henry bestätigt, dass der Comte seinen Adoptivsohn ganz sicher vermissen würde. Diese Deutung war Will bisher noch nicht eingefallen, aber es mochte wohl so erscheinen. Beanpole schaut ihn nur an und Will fährt fort, er würde ihnen ein, zwei Tage Vorsprung geben und dann folgen. Er werde versuchen, zu ihnen aufzuholen, sie sollten jedoch keineswegs warten.

Henry lacht und erwidert, das würden sie auch nicht tun. Will beruhigt sich selbst, indem er sich sagt, dass er noch zu keiner Entscheidung gekommen sei. Aber es war auch so, dass am nächsten Tag die Königin der Spiele gewählt wurde und er sicher war, dass Eloise es werden würde. Vielleicht sei es wirklich die beste Möglichkeit so, stellt Beanpole nun fest und Will wünscht viel Glück. Er wünsche Will auch viel Glück, sagt Beanpole. Will dreht sich um und geht zum Schloss zurück. Er hört Henry noch etwas sagen, was er nicht versteht, aber er dreht sich nicht um.

Fazit:
Vom Auffinden der Jungs über die Verhältnisse der Personen zueinander und der Aktionen, die sich abspielen, weicht das Drehbuch doch ziemlich stark vom Ursprung ab. Denn da gibt es keinen Duc de Sarlat, keine Kontakte des Comte zu Henry und Beanpole, auch Will hat mit dem Comte mehr "im Vorbeigehen" zu tun. Keine Lebensrettung, keine Rede von Heirat, Eloises Capping wird viel früher entdeckt und es entstehen für Will ganz andere Konflikte daraus, die in dem Roman sehr nachvollziehbar beschrieben werden.

Da sei noch einmal auf Christophers Hinweis im Vorwort zu "When the Tripods came" verwiesen, dass ein Drehbuch zu schreiben etwas anderes sei als einen Roman zu verfassen. Tatsächlich lebt der Roman ja viel wesentlicher von Wills Gedanken, Konflikten, Beschreibungen. Da mag man nun darüber nachdenken, ob die Serie vielleicht doch zu langweilig geworden wäre, wenn man ihr nicht etwas mehr "Action" zugewiesen hätte.

Unverständlich ist allerdings, warum man die Geschichte um die Schlossbewohner zunächst ein gutes Stück vom Romangeschehen "wegadaptiert" hat, um sie dann in einem solchen Umfang - die vier Folgen waren doch etwas viel dafür - wieder darzubieten. Dieser Teil gibt im Buch wesentlich mehr her und ist viel schlüssiger.

 Zitate
  • Will denkt über seine Loyalität nach: My mind still worried at the subjekt. The point of loyality, for instance. Loyality to whom? The men in the White Mountains did not even know of my existence - to Ozymandias and Captain Curtis I had been just another boy to be send south, one of dozens. And Henry and Beanpole? Did they want me with them anyway? They did not give the impression of doing so. Would they not rather be on their own?




http://www.diedreibeinigenherrscher.de/ - hier gibt es im Episodenguide auch kleine Filmausschnitte.