Regie:
Graham Theakston
Drehbuch:
Alick Rowe
Hauptdarsteller:
Jim Baker (Henry Parker)
John Shackley (Will Parker)
Darsteller:
Lucinda Curtis (Mrs. Parker)
Peter Dolphin (Mr. Parker)
Roderick Horn (Ozymandias)
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Während Will und Henry auf Ozymandias warten werden sie bereits von Dorfbewohnern gesucht. Ozymandias gibt den Jungs die nötigen Informationen um über Frankreich zu den White Mountains zu gelangen. Dann lenkt er die Reiter ab. Die Jungs können entkommen und erreichen die Hafenstadt.
Als die Jungs am Morgen nicht zum Frühstück erscheinen, will Mrs. Parker nach ihnen schauen und findet Wills Abschiedsbrief auf seinem Bett. Man schickt die Männer des Dorfes aus, die Jungen zu suchen. Als Will und Henry, die schon über die abgemachte Zeit hinaus am Treffpunkt warten, die Reiter sehen, rennen sie davon. Als sie kurz anhalten, um sich umzuschauen, tritt Ozymandias aus dem Gebüsch hervor und begrüßt sie.
Gemeinsam verstecken sie sich im Wald und Ozymandias sagt ihnen erneut, er könne nicht mit ihnen gehen. Es wäre noch nicht an der Zeit zum White Mountain zurück zu kehren, es gäbe noch zu viel Wills und Henrys da draußen, die er finden müsse. Er gibt den Jungs eine Karte und einen Kompass, deren Gebrauch er ihnen erklärt. Er weist sie an, zum Hafen von Rumney zu gehen. Dort sollen sie nach dem Kapitän der 'Orion', Curtis, suchen. Er zeigt den beiden auf Nachfrage ein Bild des Kapitäns. Curtis würde sie auf seinem Schiff mitnehmen nach Frankreich, wo man eine andere Sprache spreche. Die Jungs sind irritiert und verstehen nicht, was er damit meint. Ozymandias vertröstet sie. Kapitän Curtis könne ihnen mehr darüber erzählen. Auch gibt er ihnen etwas Geld und weist sie darauf hin, dass nur ein oder zwei von 50 die beschwerliche Reise schaffen würden. Was denn geschehe, wenn sie gefasst würden, wollen die Jungs noch wissen. Dann, erklärt Ozymandias, würden sie gecappt. Die Jungs sind beruhigt, denn dann haben sie ja im Grunde nichts zu verlieren.
Gemeinsam rennen sie noch eine Weile weiter vor dem Suchtrupp davon, bis die Reiter schließlich gefährlich nahe kommen. Nun verabschiedet sich Ozymandias von den beiden und springt, in bester Vagrants-Manier wild herumfuchtelnd aus dem Gebüsch, um die Reiter abzulenken. Will und Henry können sich davonmachen, sehen aber noch, das Ozymandias von dem Huf eines Pferdes getroffen und dabei so schwer verletzt wurde, dass er es offensichtlich nicht überlebt hat.
Nachdem sie lange, lange gelaufen sind, erreichen Will und Henry schließlich das Meer, das sie noch nie zuvor gesehen haben. Sie legen noch eine Strecke am Strand entlang zurück, und argumentieren mit- und gegeneinander - schließlich war es das, was Henry lieber wollte, als allein im Dorf zu bleiben. Es geht über ihre Wanderschaft, schließlich haben sie nach drei Tagen erst einen winzigen Teil der Strecke bewältigt, und deren Fortgang. Schließlich erreichen sie die Hafenstadt.
Sie gehen in eine betriebsame Hafenkneipe, um etwas zu essen und sich umzusehen. Dort schließen die beiden einen Pakt. Wenn einer von ihnen krank oder verletzt werden würde, so dass er nicht weiter könne, würde der andere allein weiter gehen um die White Mountains zu finden. Dann werden sie von zwei zwielichtigen Seemännern angesprochen, die sofort vermuten, dass die Jungs abgehauen sind.
Als Will sie fragt, ob sie wüssten wo man Kapitän Curtis finden könne, verneinen sie. Sie bieten ihnen aber eine Mitnahme gegen Arbeit auf ihrem Schiff an. Nun kommt auch deren übel aussehender Kapitän dazu. Als Henry und Will nun aufstehen, um sich aus dem Staub zu machen, entfachen sie in der überfüllten Spelunke eine Rauferei, die sie auszunutzen versuchen um zu entkommen. Doch fast schon am Ausgang werden sie plötzlich von dem Kapitän gegriffen. Er bringt sie zu seinem Schiff und sperrt sie in einer Kajüte ein. Als die frustrierten Jungs aus dem Bullauge schauen, sehen sie draußen Kapitän Curtis über den Pier laufen. Sie rufen nach ihm und klopfen an die Scheibe. Aber er kann sie nicht hören...
| Vergleich zum Buch und Fazit |
von G.+ N. von Delft
Hinweis: Da sich der Verlauf der Episode nicht genau mit den Buchkapiteln deckt wird der Anfang des 4. Kapitels mit einbezogen.
3. Kapitel "The Road to the Sea"
Zwei Sachen führen dazu, dass Wills Aufbruch noch länger als eine Woche dauert. Zum ersten beschließt er, bei Nacht zu laufen und dazu braucht er zumindest einen Halbmond um ausreichend sehen zu können. Das zweite ist, dass unvermittelt Henrys Mutter, die Schwester von Wills Mutter, stirbt und die Müllersfamilie den Jungen aufnimmt. Sogar sein Zimmer muss Will mit ihm teilen, was ihm natürlich ganz und gar nicht gefällt.
Andererseits wird er ja ohnehin in ein paar Tagen verschwinden und so findet Will sich ab, plant, seine Anziehsachen woanders zu verstecken und in der passenden Mondnacht verlässt er, als er sicher ist, dass Henry schläft, leise das Zimmer und zieht sich im Mühlraum an. Er ist erleichtert als er die Ruine erreicht und packt dort sorgfältig alles zusammen, was er im Laufe der Tage beiseite geschafft hatte.
Als er die Ruine verlassen will, wird er angesprochen - Henry ist ihm heimlich gefolgt. Will wird wütend und sie geraten in ein Gerangel. Schließlich sagt Henry, es sei klar, das Will abhauen wolle und er möchte mit ihm gehen. Er habe nichts mehr, was ihn hier halten würde. Will überlegt, dass es nicht schlau wäre, das abzulehnen, denn Henry würde seine Eltern alarmieren. Andererseits könne er sich von ihm absetzen, bevor sie den Hafen erreichten. Natürlich wird er ihm nichts von Ozymandias und all dem erzählen. So machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg.
Sie kommen gut voran in der Nacht. Auch bei Tag laufen sie weiter, bis sie am Mittag erhitzt und schwitzend auf eine Hügelkuppe kommen, von der aus sie ein im Tal liegendes Dorf sehen, dem sich vier Reiter nähern - möglicherweise ein Suchtrupp. Will beschließt, in einem nahen Wald unterzukriechen und zu schlafen. Obgleich Henry bezweifelt, dass die Nacht, in der sie auch selber kaum etwas sehen, die günstigste Reisezeit ist, schließt er sich an.
Als es dunkel wird, erwacht Will und überlegt einen Moment, den schlafenden Henry betrachtend, ob er sich einfach aus dem Staub machen soll. Das erscheint ihm aber doch zu unfair, so weckt er Henry. Der hatte ohnehin vorgesorgt, indem er eine Schnur an dem Rucksack und seinem Handgelenk befestigt hatte.
Nun gab es allerdings ein Problem: der Himmel hatte sich bewölkt und nun half auch der Halbmond nicht mehr. Noch in der Dämmerung lassen sie das Tal mit dem Dorf hinter sich, dann aber ist es schnell stockdunkel. Sie laufen über Grasland, es beginnt zu regnen. Als sie an einer verlassenen Hütte vorbeikommen, schlägt Henry vor, dort zu bleiben, bis sie besser sehen könnten, Will aber lehnt ab. Dann hört er plötzlich Schritte von hinten und fordert Henry auf, zu rennen. Nach einem kurzen Spurt tritt er auf einen Stein, fühlt einen stechenden Schmerz im Fußgelenk und geht zu Boden.
Henry hat es gehört und ist auch schon bei ihm. Er fürchte, sagt Will, sein Knöchel sei gebrochen. Dann fühlt er einen warmen Atem im Nacken. Will streckt seine Hand aus und fühlt - etwas Wolliges. Ihre Verfolger sind Schafe. Das Henry ihm klarmacht, dass er es wusste, macht Will nicht freundlicher. Henry aber schlägt jetzt vor, zu der Hütte zurückzukehren. Der Knöchel sei wohl nicht gebrochen, dennoch würde er ein paar Tage Schonung brauchen. Er nimmt Will huckepack. Es regnet wieder, der Knöchel schmerzt und Will fürchtet schon, sie hätten die Hütte verpasst, als sie endlich vor ihnen auftaucht. Sie finden Stroh, aus dem sie sich ein Nachtlager machen.
Als Will am Morgen erwacht, ist Henry aus der spärlich eingerichteten Hütte verschwunden - aber nicht nur Henry, mit ihm auch der Rucksack. Will setzt sich vor der Hütte in die Sonne und überdenkt seine Situation. Wie er es auch betachtete, er würde wieder in Wherton landen. Da hört er, von der anderen Seite der Hütte Henry nach ihm rufen. Er erklärt Will, dass er den Rucksack gebraucht habe, um Sachen zu holen, ihre Dinge habe er auf ein Regal gelegt. Henry hat Lebensmittel aus einem Farmhaus, dessen Küchenfenster offenstand, mitgehen klassen. Sie würden einige Tage bleiben müssen, sie brauchten schließlich etwas zu essen.
In den nächsten drei Tagen geht Henry noch zwei mal los um etwas zu besorgen. Will kann inzwischen gründlich nachdenken und entschließt sich, Henry reinen Wein einzuschenken. Er zeigt ihm auch die Karte und nun offenbart ihm Henry, dass er auch im Sinn hatte, sich dem Capping zu entziehen. Da es Wills Fuß besser geht, machen sich die beiden auf nach Rumney, um Captain Curtis zu finden.
4. Kapitel "Beanpole"
In Rumney angekommen stellen sie schnell fest, dass in der größeren Hafenstadt, wo ein Kommen und Gehen herrscht, niemand von ihnen Notiz nimmt. Fasziniert gehen sie durch die geschäftigen Straßen zum Hafen und suchen nach der 'Orion', die sie jedoch nicht ausfindig machen können. Ihre Vorräte sind verbraucht, und da sie Hunger haben geht Will, der noch ein wenig Geld eingesteckt hatte, in eine Hafenkneipe, um Pies zu kaufen. Henry wartet vor der Tür.
In der Kneipe herrscht reger Betrieb und als Will mit den Pies zum Ausgang geht, wird er von einem untersetzten Mann festgehalten, der ihn mit harscher Stimme fragt, ob er Seemann werden wolle. Will verneint, doch sein Hinweis, er wohne zwei Straßen weiter und man würde ihn sehr schnell vermissen, tut der Mann mit einem Lachen ab. Er stellt fest, dass Wills Akzent verrate, dass er vom Lande käme. Er solle seine Kräfte für den 'Schwarzen Schwan' sparen, reagiert er auf Wills Befreiungsversuch und drängt ihn aus zur Tür.
Will weiß, dass es keinen Sinn hätte, sich zu wehren und damit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch an der Tür sieht er einen Mann, den er vom Bild her kennt. "Captain Curtis," ruft er aus. Curtis befiehlt nun dem Mann, den er mit 'Rowley' anspricht, Will loszulassen, denn er gehöre zu ihm, er sei nachmittags angekündigt worden.
Fazit
Hier gestaltet sich ein Vergleich sehr schwierig, da der Angang in Buch und Episode völlig unterschiedlich ist. Die Flucht wird im Buch gründlich geplant, die Situation mit Henry ist zunächst eine ganz andere. Alles in allem geht es im Buch wesentlich ruhiger zu - die einzige "wüste" Verfolgungsjagd ist ein Irrtum und nach wenigen Sätzen beendet. Da würde in einer filmischen Umsetzung bei vielen Zuschauern eher Langeweile aufkommen, wenngleich es zu lesen durchaus fesselnd ist, da man ja vieles von den Gedanken Wills erfährt. Auch die Sache mit Curtis gestaltet sich im Buch wesentlich weniger späktakulär.
So mag doch die Drehbuchversion, mit der Verfolgung durch die Reiter und die Dramatik mit Ozymandias und der Hafenkneipe durchaus ihre Berechtigung haben. Das merkt man schon bei den wenigen Szenen, in denen Will und Henry einfach nur unterwegs sind - schon das zieht sich. So gesehen erfasst die Verfilmung doch wieder das Wesentliche und setzt es einfach spannender, dabei aber weniger verfälschend, als es in der ersten Folge geschieht, um.
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Will uberlegt: (als Henry ihn überrascht hat, sie sich raufen und Henry sagt, er wolle mit ihm gehen) There was something else, too, of more practical importence. If I had beaten him in the fight - what then? Leave him here with the risk of his raising the alarm? There was nothing else I could have done. Whereas if he were to come with me...I could give him a slip before we reached the port, and Captain Curtis. I had no intention of taking him there with me. I still disliked him, and even if I had not, I would have been reluctant to share the secrets, I had had from Ozymandias.
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