Voyager


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: 6x01 Equinox - Part II
:: 6x02 Survival Instinct
:: 6x03 Barge of the Dead
:: 6x04 Tinker, Tenor, Doctor, Spy
:: 6x05 Alice
:: 6x06 Riddles
:: 6x07 Dragon's Teeth
:: 6x08 One Small Step
:: 6x09 The Voyager Conspiracy
:: 6x10 Pathfinder
:: 6x11 Fair Haven
:: 6x12 Blink of an Eye
:: 6x13 Virtuoso
:: 6x14 Memorial
:: 6x15 Tsunkatse
:: 6x16 Collective
:: 6x17 Spirit Folk
:: 6x18 Ashes to Ashes
:: 6x19 Child's Play
:: 6x20 Good Shepherd
:: 6x21 Live Fast and Prosper
:: 6x22 Muse
:: 6x23 Fury
:: 6x24 Life Line
:: 6x25 The Haunting of Deck Twelve
:: 6x26 Unimatrix Zero - Part I


Episodenlogbuch


6x12 "Blink of an Eye"

[Es geschah in einem Augenblick]


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 Synopsis
Die U.S.S. Voyager entdeckt einen seltsam aussehenden Planeten, der sehr schnell rotiert, an den Polen nach innen gewölbt zu sein scheint und ziemlich gestaucht aussieht. Die OberflĂ€che ist gar nicht zu erkennen. Paris kann sich nicht erinnern, dass solch ein Planet im Multiple-Choice-Test auf der Academie vorkam. Tuvok registriert, dass seine gravimetrischen Werte mit denen eines kollabierten Zwergsterns vergleichbar ist. Er Ă€hnelt einem Quazar insofern, als er eine hohe Rotation hat, ungefĂ€hr 58 Umdrehungen, pro Minute! Janeway will ihn sich aus der NĂ€he ansehen, ein hoher Orbit sollte genĂŒgen. Doch bei der AnnĂ€herung fĂ€llt aus unbekannten GrĂŒnden der Warpantrieb aus. Der Captain befiehlt, umzukehren, doch der Impulsantrieb reagiert auch nicht. Selbst die Hilfstriebwerke zeigen keine Wirkung. Man steckt in einer Art gravimetrischen Gradienten fest, der das Schiff zum Planeten zieht. Als die Voyager sich dem Planeten weiternĂ€hert, fangen die Schilde an, zu flimmern und aufzuleuchten.
Die Entwicklung der Einheimischen auf dem Planeten steckt noch in den Kinderschuhen. Man lebt noch in HolzhĂŒtten, hat Feuerstellen und sammelt FrĂŒchte. Einer der Bewohner bringt Obst und GemĂŒse zu einem auf einem Berg gelegenen Opferstein. Als er eine kleine, rote, ovale Frucht aus seinem Korb nimmt und sie auf den Stein legt, wird die Erde erschĂŒttert. Der Mann stĂŒrzt, doch als er zum Himmel blickt, leuchtet dort ein neuer Stern auf, heller und strahlender, als jeder andere Stern.
Ein weiterer Bewohner ist zu dem Schamanen gekommen und findet, dass der neue Stern heller als Tahal oder jeder anderer seiner BrĂŒder ist. Der Opferbringer fragt sich, was er von ihnen will. Um das zu beantworten, mĂŒssen sie lernen, das Wesen dieses Gottes zu verstehen. Sie mĂŒssen den Grund fĂŒr sein Erscheinen begreifen. Der Mann soll Tahal ein Opfer bringen. Dieser erklĂ€rt, dass er die Feuerfrucht auf den Altar legte. Dann hat der Boden gebebt. Er sah empor und der Neue war da. Der zweite lĂ€sst sich die Feuerfrucht geben und erklĂ€rt, dass der Neue nicht will, dass Tahal die Feuerfrucht erhĂ€lt. Der Entdecker des neuen soll einen Altar fĂŒr den Neuen bauen, genauso groß wie Tahals. Die Feuerfrucht ist nur fĂŒr den Neuen, nicht mehr fĂŒr das Volk. Sie gehört ihm allein. Er betet zu dem BodenschĂŒttler und Lichtbringer, dass er von nun an diese Frucht jeden Tag nimmt. Er soll ihr Opfer annehmen und ihnen keinen Schaden zufĂŒgen.
Die Voyager sinkt noch immer in ihrem Orbit bis sie unsanft in einen Synchronorbit 57000 Kilometer ĂŒber dem Äquator landet. Chakotay gratuliert Paris, doch der meint, dass ihm der Ruhm nicht gilt. Die Triebwerke fielen auf der HĂ€lfte ihres Sinkfluges aus und dann wurden sie gestoppt, als wĂ€ren sie gefangen worden. Tuvok entdeckt ein starkes Tachyonfeld entlang der HĂŒlle. Seven of Nine meldet sich und bittet die FĂŒhrungsoffiziere in die Astrometrie.
Dort erklĂ€rt sie, dass der Planet einen Tachyonkern hat. Er hat ein Subraumpartikelfeld produziert, das zwischen den Polen verlĂ€uft. Die Ankunft der Voyager hat dieses Feld gestört. Es hat den Anschein, als wĂ€re das Schiff in einem Wirbel gefangen, doch es ist noch viel schlimmer. Die Voyager wurde offenbar zum dritten Pol des Planeten. Das Ungleichgewicht beeintrĂ€chtigt die Ă€ußere Kruste. Seven hat Hinweise auf hochfrequente seismische AktivitĂ€ten gefunden, wahrscheinlich durch die Voyager verursacht. Janeway möchte wissen, ob dort unten jemand lebt. Seven erklĂ€rt, dass die AtmosphĂ€re einen zerstreuenden Effekt auf die Sensoren hatte. Auf dem Schirm erkennt man, wie sich die Landschaft von grĂŒn rasend schnell in herbstliche Farben und dann ein winterliches weiß verwandelt. Der Tachyonkern des Planeten hat ein Raum-Zeit-Differential zwischen dem Planeten und dem umgebenen Raum erzeugt. Man kann beobachten, wie sich die Jahreszeiten in Sekundenrhythmus Ă€ndern. In jeder Sekunde, die auf der Voyager vergeht, verstreicht auf dem Planeten fast ein Tag. Janeway lĂ€sst nach Bewohnern scannen. Seven kann keine individuellen Lebensform lokalisieren. Sie braucht Zeit, um das Differential auszugleichen. Chakotay befĂŒrchtet, dass die Voyager noch in einen tieferen Orbit fĂ€llt. Dann wird man die Auswirkungen des Differentials auch hier auf der Voyager spĂŒren und man wird einige hundert mal schneller altern, als im normalen Raum. Wenn ihr Leben nicht nur noch ein Wimpernschlag dauern soll, mĂŒssen sie schnell einen Weg hier heraus finden.

Im Maschinenraum arbeitet B'Elanna an der Reperatur des Warpkerns, als Chakotay zu ihr kommt. Die Materie-Antimateriereaktion ist noch aktiv, aber das Feld, in dem die Voyager sitzt, macht den Gondeln starke Probleme. Solange sie im Orbit sind, funktioniert der Warpkern nicht. Und ohne Warpkern können sie den Orbit nicht verlassen. Chakotay wĂŒsste gern mehr ĂŒber den Planeten, vielleicht haben sie etwas ĂŒbersehen. Torres meint, dass die Sensoren auch keine leichte Aufgabe haben. Der Commander will deshalb eine Klasse 5 Sonde fĂŒr einen niedrigen Orbit modifizieren, vielleicht fĂ€ngt die etwas auf. B'Elanna soll das Programm so konfigurieren, dass es auf allen SubraumbĂ€ndern scannt und alle 10 Mikrosekunden visuelle Bilder sendet. Torres sieht es eher als SchnappschĂŒsse und hat das GefĂŒhl, dass er sich nicht nur fĂŒr Tachyonfelder interresiert. FĂŒr den Commander bedeutet dies der grĂ¶ĂŸte anthropologische Fund seiner Karriere. Wenn eine intelligente Spezies dort lebt, können sie deren Entwicklung verfolgen, nicht nur ĂŒber Tage oder Wochen, sondern ĂŒber Jahrhunderte. B'Elanna fragt, ob er beobachten will, wie sie neue Methoden entwickeln, sich die Köpfe einzuschlagen, doch Chakotay weiß, dass sie nicht zwangslĂ€ufig dem klingonischen Modell folgen, im Gegensatz zum menschlichen Modell, wie B'Elanna anmerkt. Sie wird fĂŒr die Modifikationen ein paar Stunden brauchen. In dieser Zeit könnten sie den Aufstieg und Fall einer Zivilisation verpassen. Torres beruhigt ihn, schließlich können sie dann die nĂ€chste beobachten.
Auf dem Planeten ist die Entwicklung schon gut vorangekommen. Mönche gibt es und einige Personen arbeiten an einen kleinen Heißluftballon. Man wohnt auch nicht mehr in Holz- und StrohhĂŒtten, sondern in SteinhĂ€usern und Burgen. Einer der Mönche kommt zum steineren Altar, wo der sogenannte Protektor schon auf ihn wartet. Der Protektor muss eine ernste Staatsangelegenheit regeln, die keinen Aufschub duldet. Deshalb sollen die Leute dem kleinen Ballon mehr Hitze zufĂŒhren. Er möchte IHM einen Brief schicken, dem BodenschĂŒttler, dem Lichtbringer, der sogar am Tag hell am Himmel leuchtet. Der Mönch, ein Kleriker, ist etwas enttĂ€uscht, hĂ€tte der Protektor seinen Lektionen aufmerksamer gehorcht, als er noch ein Junge war, wĂ€re er nun nicht so leichtglĂ€ubig. Doch der Protektor findet, dass seine Lehren gut waren. Ihre unwissenden Vorfahren glaubten, dass jeder Stern eine Gottheit wĂ€re. Er lehrte ihm, wie törricht das sei, Aberglaube nannte er es damals. Der Protektor nimmt eine Feuerfrucht und fragt, ob der Mönch hungrig ist. Der warnt ihn, dass es UnglĂŒck bringt, eine dieser FrĂŒchte zu verspeisen. Doch der Protektor möchte wissen, wer dies sagt, ihre Vorfahren? Er glaubt doch nicht an diesen alten Aberglauben. Vielleicht sollten sie aber die alten Anschauungen nicht gĂ€nzlich ignorieren, gleichgĂŒltig, wie merkwĂŒrdig sie heute wirken. Zum Beispiel BodenschĂŒttler - Boden-SchĂŒttler. Vielleicht wurde dieser Name nicht willkĂŒrlich gewĂ€hlt, vielleicht ist dieser Stern wirklich dafĂŒr verantwortlich, dass ihre Mauern umfallen und sie beim Gehen manchmal stolpern. Davon hat der Mönch gehört, dass der Protektor vor einigen wichtigen Personen gestolpert ist, wĂ€hrend des letzten Bebens. Der Protektor meint, dass ihm dies nie wiederfahren ist und der Mönch entschuldigt sich fĂŒr sein schlechtes Gehör und GedĂ€chtnis. Der Protektor glaubt nicht, dass ihre Sterne Götter sind, aber was sind sie wirklich? Ein großes Mysterium, auf das niemand eine Antwort weiß, ist die Antwort des Klerikers. Der Protektor glaubt, dass der Himmel voller Wesen ist, die alle wie sie selbst sind, was der Geistliche fĂŒr Unsinn hĂ€lt. Der Protektor glaubt, dass es auf allen Sternen eine Stadt gibt, und der BodenschĂŒttler herrscht ĂŒber eine dieser StĂ€dte, er ist also auch ein Protektor. Wenn er Recht hat, wird ER ihn anhören, von Protektor zu Protektor. Der Mönch öffnet deshalb seinen Koffer, in dem sich Zettel und Tintenfeder befinden. Der Protektor diktiert ihm folgendes: Ich Kelamain, Sohn des Kelamain, Herrscher ĂŒber das gute Volk in dem Land unter ihnen, hoffe, dass sie erwĂ€gen könnten, das sofort zu beenden, was immer sie tun, wodurch unser Boden zum Beben gebracht wird. Sollte dies Unannehmlichkeiten verursachen, bin ich bereit, eine EntschĂ€digung anzubieten. Ich erwarte ihre Anwort. Der Protektor rollt das SchriftstĂŒck zusammen und steckt es in eine Tasche an dem kleinen Ballon. Man lĂ€sst den Ballon aufsteigen, in der Hoffnung, dass er den BodenschĂŒttler erreicht, wer immer er ist.

Inzwischen wurde die modifizierte Sonde der Klasse 5 zum Planeten gestartet. B'Elanna und Chakotay empfangen die nĂ€chste Serie von Scans. Torres lĂ€dt sie in den Bildschirmpuffer. Sie entdecken eine Stadt auf dem Planeten, erhöhte Kohlenmonoxidwerte, Ammonium, das ist wirklich ein Fortschritt. Sie haben eine interne Verbrennungstechnologie seit ihren letzten Scans entwickelt. Auf dem Bild sind auch radiale Linien zu erkennen, die wie Straßen aussehen. Die geologischen Störungen, die die Voyager offenbar verursacht, gibt es jedoch noch immer. Die Sonde hat etwa zwölf Beben pro Monat aufgezeichnet. Man kann immer noch nicht erkennen, wie schwer sie sind. In der Stadt wird eine Menge Eisen verbraucht, zehnmal so viel, als man bei einer Kultur in diesem Entwicklungsstadium erwartet. Sie verwenden es wahrscheinlich, um die HĂ€user gegen die Beben abzusichern. Wenn die industrielle Entwicklung so weit forgeschritten ist, dann mĂŒssen sie die Voyager bereits beobachten. Da versagen die Impulstriebwerke der Sonde. In der gegenwĂ€rtigen Höhe hat sie inzwischen 200 Jahre gearbeitet, ihre Umlaufbahn wird stĂ€ndig niedriger. Chakotay bittet Torres, die Selbstzerstörung zu initiieren. Die Sonde löst sich in der oberen ThermosphĂ€re auf. Wenn was zu sehen war, sah es wie eine Sternschnuppe aus.
Auf dem Planeten hat man sich tatsĂ€chlich stark weiterentwickelt. Vor dem Berg mit dem Altarstein liegt nun eine riesige Millionenstadt mit einigen HochhĂ€usern. Da, wo einst eine Burg stand, steht nun ein riesiges Teleskop, das auf den Himmel gerichtet ist. Der Astronom darin beobachtet die Voyager, die man klar durch das Teleskop sehen kann. Ein gelbes Leuchten scheint um sie herum. Sein Assistent sendet stĂ€ndig Transmissionen hinauf, erhĂ€lt jedoch keine Antwort. Es gibt auch keine visuelle VerĂ€nderungen. Das ĂŒberrascht den Techniker nicht und der Astronom bittet ihn, die Transmission noch einmal zu senden. Der ist jedoch stark demotiviert. Statt der gesamten Sequenz möchte er es zunĂ€chst nur noch einmal mit den Primzahlen probieren. Die beiden einigen sich auf die Primzahlen und die elementaren Konstanten, da sie beide ziemlich mĂŒde sind. Der Techniker findet dies akzeptabel, schließlich werden SIE auch sobald nicht verschwinden, falls SIE ĂŒberhaupt existieren. Er zweifelt an allem. Der Astronom fragt sich, ob er nicht zu den Kindern gehörte, die die gesamte Serie von "Himmelsschiff-Freunden" hatten. Der Assistent gesteht, sie alle gehabt zu haben, sogar doppelt. Man konnte nicht mehr in sein Zimmer gehen, ohne ĂŒber ein oder zwei Freunde zu stolpern. Der Astronom hatte es da nicht so gut. Sein Großvater erlaubte es ihm nicht. Er erzĂ€hlte ihnen, das Himmelsschiff wĂ€re ein Palast, in dem ein böser BeschĂŒtzer wohnt, und dass ungezogene Kinder dorthin geschickt wĂŒrden. Im Moment wĂ€re der Astronom froh, wenn er wenigstens etwas sehen wĂŒrde, ob nun gut oder böse. Er bittet den Techniker das Signal zu verstĂ€rken, doch sie sind schon auf Maximum. Gerade als er vorschlagen möchte, eine andere TrĂ€gerwelle zu benutzen, gibt es ein weiteres Beben, so dass sich die beiden schnell irgendwo festhalten mĂŒssen. Der Assistent glaubt, dass die dort oben sie nicht mögen, falls jemand dort ist. Der Astronom weiß aber, dass jedes Wesen, das imstande ist, ein solches Himmelsschiff zu bauen, ihre Welt schon vor langer Zeit hĂ€tte zerstören können. DIE verursachen die Beben nicht absichtlich. Der Techniker fragt, was ist, wenn DIE alle tot sind. Der Astronom entgegnet ihm, warum er dann an diesem Projekt arbeitet, wenn er dies glaubt. Der Assistent zweifelt aber schließlich an allem, sogar an seinen Zweifeln. Er hofft, dass dort oben jemand ist, genau wie der Astronom auch. Der Techniker möchte es mit einer persönlichen AnnĂ€herung probieren, wenn SIE schon nicht auf Mathematik reagieren. Er schlatet sein FunkgerĂ€t ein und bittet den Astronom, Hallo zu sagen. Obwohl die Chance gering ist, dass man ihre Sprache verstehen wird, bittet der Assistent IHNEN zu sagen, "Freut mich sie kennenzulernen. Wo kommen sie her? Bitte hören sie auf, unseren Planeten zu erschĂŒttern."
TatsĂ€chlich empfĂ€ngt Seven of Nine ein ultrahochfrequentes Signal im Astrometrischen Labor von der OberflĂ€che. Man hört jedoch nur ein sehr hohes, kaum wahrnehmbares Pfeifen. Die Modulation ist unbekannt. Chakotay weiß, dass jedes Signal, dass von der OberflĂ€che kommt, beschleunigt wird. Wenn es ihren Zeitrahmen erreicht, mĂŒsste die Frequenz tausendmal ĂŒber normal liegen. Seven versucht, die Frequenz zu verlangsamen. Das Pfeifen ist jetzt tiefer. Seven verlangsamt es noch einmal. Chakotay stellt fest, dass es eine Funktransmission ist. Sie erkennen eine numerische Sequenz, die Primzahlen, gefolgt von ein Sequenz aus mathematischen Konstanten und offenbar einer vokalen Modulation. Seven muss die Transmission noch einmal verlangsamen. Man hört folgende Übertragung: "Liebe Freunde im Himmelsschiff. Ich nenne sie so in der Hoffnung, dass sie keine Feinde sind. In unserer Welt gibt es nichts, das mit ihrer Technologie vergleichbar wĂ€re. Deshalb nehmen wir an, dass sie von einem nahegelegenen Planeten oder einem fernen Stern kommen. Unsere alte Mythologie beschreibt ihre Ankunft vor Jahrhunderten. Sie fiel mit dem Beben zusammen, die unseren Planeten kontinuierlich erschĂŒttern und so viele unsere Errungenschaften zerstören. Ich hoffe, dies war niemals ihre Absicht. Am Ergebnis Ă€ndert es jedoch nichts. Antworten sie, wenn sie können oder wenn sie möchten, kommen sie von ihrem Himmelsschiff herunter und besuchen sie uns."
Seven und Chakotay spielen diese Transmission der FĂŒhrungscrew im Briefingraum vor. Paris will den Bewohnern mitteilen, dass es niemals ihre Absicht war, doch Tuvok erinnert ihn an die oberste Direktive. Diese Transmission erfolgte mit primitiver Funktechnologie. Es ist keine warpfĂ€hige Zivilisation. Paris findet jedoch, dass der Mann dort unten eine Antwort verdient. B'Elanna erinnert ihn jedoch an das temporale Differential. Dieser Mann ist inzwischen tot, zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt bereits fast ein Jahrhundert. Paris möchte dann seinen Urenkeln eine Nachricht schicken. Er ĂŒbernimmt dies gern. Chakotay unterstĂŒtzt dies, da man sich schon voll in ihre Kultur hineingedrĂ€ngt hat. Wieso nicht den nĂ€chsten Schritt machen? Janeway ist nicht sicher, ob sie einen Erstkontakt mit einer PrĂ€warpgesellschaft wagen soll. Tom ist der Meinung, dass man den ersten Kontakt bereits hergestellt hat. Die Bewohner wissen, dass sie hier oben sind. Doch Janeway ist bewusst, dass sie dies schon seit hunderten von Jahren wissen. Damit wurde ihre PrĂ€senz bereits abgeschwĂ€cht. Sie sind nach und nach Teil ihres Mythos geworden. Ihnen zu begegnen, könnte ihr Glaubenssystem in ein Chaos stĂŒrzen. Paris findet jedoch, dass man ihren Planeten bereits zerstört. Auch Chakotay glaubt, dass ein erster Kontakt Informationen liefern könnte, wie sie den Orbit verlassen können. Die SchĂ€digungen wĂŒrden gestoppt. Das wĂ€re das Risiko wert. Janeway entgegnet aber, dass sie nicht einmal wissen, ob ein Außenteam den Übergang in den anderen Zeitrahmen ĂŒberlebt. Der physiologische Stress könnte fatal sein. Der Doktor meint, dass dies fĂŒr die Menschen an Bord gilt, jedoch nicht fĂŒr ihn. Seine Holomatrix wĂŒrde nicht beeintrĂ€chtigt. Dies lĂ€sst Janeway und Tuvok aufhorchen. Sie befiehlt dem Doktor, nur als Beobachter hinunterzugehen. Er darf keinerlei Kontakt herstellen.
Im Transporterraum hat Harry Kim herausgefunden, dass die Quelle der Transmission auf einem Subkontinent auf der sĂŒdlichen HĂ€misphĂ€re liegt. Chakotay weiß, dass dort das Zentrale Protektorat ist. Er hat sich die Daten aus der Astrometrie angesehen. Seven fing ein paar vokale Transmissionen auf. Er kennt die Namen der 26 Staaten auf dem Planeten. Kim fragt, ob das Zentrale Protektorat geeignet ist, um den Doktor dort abzusetzen. Chakotay weiß, dass es den Transmissionen zufolge eine tolerante Gesellschaft ist, daher scheint der Ort geeignet zu sein. Kim will zur Sicherheit einen isolierten Ort suchen.
B'Elanna modifiziert derweil den holographischen Emmitter des Doktors so, dass er Zugriff auf seine Gesichts- und Hautparameter hat. Damit ist er imstande, in Sekunden das Aussehen der Fremden anzunehmen. Der Doktor fragt sich, was passiert, wenn sie fette, violette Protoplasmatropfen sind. Janeway ist sicher, dass er dann der attraktivste aller Tropfen ist. Sie will ihn knapp drei Sekunden dort unten lassen, was ungefĂ€hr zwei Tage in deren Zeitrahmen entspricht. Das ist genug Zeit, um alle möglichen Daten zu sammeln: seismische Daten, meteorologische Karten, alles was helfen könnte, den Orbit zu verlassen. B'Elanna erhöht zusĂ€tzlich die Scanrate seines Programms und ermöglicht ihm damit zusĂ€tzlich den Übergang. Der Captain beamt den Doktor daraufhin hinunter. Eins....Zwei....Drei. Janeway initiiert den RĂŒcktransport, doch es gibt Schwierigkeiten. Der EindĂ€mmungsstrahl destabilisiert sich. Es ist das temporale Feld, Torres will rekalibrieren und erfasst ihn erneut. Doch der Doktor landet nicht auf der Transporterplattform, man hat ihn verloren.

Harry Kim scannt auf der BrĂŒcke einen Radius von 100 Kilometern um den letzten Standort des Doktors, doch nichts. Inzwischen könnte er den Kontinent durchquert haben oder sonstwo auf dem Planeten sein. Harry erhöht den Radius auf 1000 Kilometer, nichts. Chakotay ruft deshalb Seven of Nine und fragt, ob sie Informationen ĂŒber OpernhĂ€user oder Konzerthallen gesammelt hat. Seven weiß, dass sich das kulturelle Zentrum des Staates sich entlang der KĂŒste des östlichen Sees erstreckt. Kim entdeckt ihn dort und ĂŒbermittelt B'Elanna die Koordinaten. Ihr gelingt es, den EindĂ€mmungsstrahl zu reinitialisieren. Er hĂ€lt. Janeway startet den Beamvorgang. Der Doktor erscheint sicher auf der Transporterplattform. Er hat nicht nur das Aussehen der Bewohner des Planeten angenommen sondern auch deren Kleidung. ÜberglĂŒcklich vor Freude umarmt er den Captain. Er hat gedacht, er sieht die Voyager nie wieder. Er ist in Ordnung, obwohl es im Laufe der drei Jahre ein paar schwierige Situationen gab. Doch er wusste, man wird ihn nicht im Stich lassen. Er musste nur nach oben sehen und da war sie, der hellste Stern am Himmel. Janeway möchte wissen, was die Bewohner ĂŒber sie wissen. Der Doktor erzĂ€hlt, dass sie nur wissen, dass sie vor Jahrhunderten hier ankamen. Sie geben ihnen die Schuld an den Beben, aber alles andere ist reine Spekulation. Und eines steht fest. Sie tun nichts lieber, als ĂŒber die Voyager zu spekulieren. Bei Darek hieß es immer wieder, Himmelsschiff hier, Himmelsschiff da. Darek gehörte das Haus, in dem er wohnte, bis der Krieg begann. Der Nachbarstaat entschloss sich plötzlich, ein paar Granaten auf sie zu feuern. Doch ihr taktisches Luftkommando reagierte und es wurde ein neues Abkommen unterzeichnet, aber erst, als seine Wohnung schon in TrĂŒmmern lag. Sie besitzen Luftfahrttechnologie, sind also keine Wilden mehr. Sie machen wirklich große Fortschritte und das teilweise dank der Voyager. Seit dem Moment, als die Voyager am Himmel erschien, versuchen sie Kontakt aufzunehmen. Ihre PrĂ€senz hat Erfindungen, Religion, Wissenschaft, Kunst und sogar Kinderspielzeug gefördert. Es sind alles Variationen zu einem Thema: Voyager. Marisa hat sogar eine Arie komponiert, die auf dem Himmelsschiff basiert, er hat sie gesungen. Sie war seine Mitbewohnerin. Janeway blickt ihn misstrauich an. Deshalb gesteht der Doktor, dass drei Jahre sehr lange sind. Man braucht etwas Gesellschaft. Von Janeway braucht er jedoch nichts zu befĂŒrchten. Sie möchte nur wissen, ob er etwas erfahren hat, was ihnen hilft, den Orbit zu verlassen. Diese Informationen befinden sich alle im Programm des Doktors: meteorologische Aufzeichnungen der letzten 300 Jahre. Er hat sĂ€mtliche Daten gespeichert. Einige sind ungenaue JahrbĂŒcher, aber die neueren enthalten detailierte seismische Analysen. B'Elanna soll diese Daten zur Astrometrie transferieren und nach Mustern bei diesen Beben suchen. Vielleicht finden sie so einen Weg hinaus. Torres will seine Daten in der Krankenstation herunterladen und dann etwas plastische Chirugie betreiben, oder will er etwa immer so aussehen, wie jetzt. Da der Doktor zögert, deutet Janeway auf seine Stirn, auf der eine Wulst ist, was der Doktor beinahe vergessen hĂ€tte. Er gesteht dem Captain, dass wenn gewisse Leute dort unten an die Macht kommen, die Waffen auf die Voyager gerichtet werden. Zum GlĂŒck ist das Schiff noch außer Reichweite. Es ist ein Wettlauf zwischen den verschiedenen Staaten im Gange. Wer erreicht als erstes das Raumschiff mit einer Rakete. Janeway fragt, ob er ĂŒber eine Kapsel mit einem Astronauten oder ĂŒber Raketen mit Sprengköpfen redet. Der Doktor kann dies leider nicht sagen, aber bei diesem Entwicklungstempo mĂŒssen sie nicht lange Warten, bis sie es erfahren.
Seven analysiert im Astrometrischen Labor gerade die Daten, als Naomi Wildman zu ihr kommt. Sie fragt, wie sich "Der verrĂŒckte Planet, auf dem die Zeit schnell vergeht und auch das Volk, das dort lebt, von Naomi Wildman" anhört. So wird sie ihren Bericht fĂŒr den Astronomie-Kurs nennen. Neelix sagte, sie soll ĂŒber einen Planeten schreiben, also hat sie gleich diesen gewĂ€hlt. Seven findet den Titel langatmig. Sie schlĂ€gt vor, ihn zu verkĂŒrzen. Naomi bietet daraufhin "Der verrĂŒckte Planet" an, was besser ist. Aber es fehlt die PrĂ€zision. Seven schlĂ€gt deshalb "Der verrĂŒckte Planet in der falschen Zeit" vor, was Naomi perfekt findet. Seven ruft die BrĂŒcke. Sie sendet ihre Berechnungen direkt an die Steuerkonsole. Sie erklĂ€rt Naomi, dass der Doktor Daten ĂŒber das Gravitonfeld des Planeten mitgebracht hat. Sie richten nun dementsprechen ihre Triebwerke neu aus, was Naomi passend fĂŒr ihren Bericht findet. Janeway meldet sich ĂŒber COMM. Man soll die Stationen sichern, da man den Orbit verlassen wird. Seven bittet Naomi, sich festzuhalten. Die Voyager gewinnt an Höhe, 50 Meter, 60 Meter. Doch der Versuch, den Orbit zu verlassen, verstĂ€rkt die seismische AktivitĂ€t auf dem Planeten. Sie mĂŒssen abbrechen. Es gibt minimale SchĂ€den an der Ă€quatorialen KĂŒstenlinie, nichts ernstes. Naomi fragt, ob sie hier jemals wegkommen. Seven meint, dass sie eventuell davonkommen. Naomi hofft es, schließlich will sie ihren Bericht beenden.

Ein Raumflugkörper ist von der OberflĂ€che des Planeten gestartet und auf den Weg in den Orbit. Der Pilot der Kapsel, Gotana-Retz, meldet von Orbital 1 der Startkontrolle, dass sie bereit zur ZĂŒndung der zweiten Stufe sind. Schon kurz darauf ist diese gezĂŒndet und ausgebrannt. Die Copilotin meldet, dass auch die letzte Stufe bereit ist, was Gotana-Retz der Bodenkontrolle meldet. Doch er kann die Startkontrolle nicht mehr verstehen. Stattdessen ist nur ein GerĂ€usch, als wĂŒrde man eine Kassette schnell vorspulen, zu hören. Mit dem Transponder ist alles in Ordnung, alles funktioniert perfekt. Die Copilotin schlĂ€gt vor, die letzte Stufe zu zĂŒnden, sie mĂŒssen diese Mission beenden. Noch einmal werden sie dabei in den Sitz gedrĂŒckt bis auch diese Antriebsstufe ausgebrannt ist. Da man sich der Voyager nĂ€hert, initiieren sie die Verzögerungstriebwerke. Der Pilot muss den Steigungswinkel korrigieren. Die Copilotin startet die Rendezvoussequenz und der Pilot fliegt die Kapsel in die finale Position. Da man in Scannerreichweite ist, möchten sie das Innere erforschen. Doch die Scans durchdringen die HĂŒlle nicht. Die Copilotin möchte hineingehen, doch der Pilot meint, dass sie dazu nicht authorisiert sind. Deshalb erinnert sie ihn daran, dass sie soviel wie möglich ĂŒber das Himmelsschiff in Erfahrung bringen mĂŒssen. Sie hat etwas entdeckt, was wie eine Transferöffnung aussieht. Möglicherweise können sie dort andocken. Gotana-Retz steuert genau dorthin.
Kurze Zeit spĂ€ter befinden sich die beiden an Bord der Voyager und steigen einen Wartungsschacht hinab. Die Copilotin ist vollkommen am Ende. Ihr ist schwindlig, aber sie möchte weitergehen, vorsichtig jedoch. Sie erreichen einen Ausgang und gelangen in den Maschinenraum. Alle Leute, einschließich B'Elanna, stehen dort wegen des anderen Zeitrahmens wie eingefroren. Auch der Warpkern und alle Anzeigen stehen still. Die Astronautin fĂŒhlt B'Elannas Hand und stellt verwundert fest, dass sich ihre Haut warm anfĂŒhlt.
Als die beiden kurz darauf durch die Korridore gehen, vermutet die Pilotin dass es vielleicht eine metabolische Stase ist. Doch wieso sieht es so aus, als wĂŒrde jeder seiner BeschĂ€ftigung nachgehen. Gotana-Retz hat Kopfschmerzen. Er findet es falsch, sie hĂ€tten niemals hier herkommen dĂŒrfen. Sie haben genug gesehen und sollten zurĂŒckgehen. Doch die Pilotin meint, dass er der beste Pilot ist, den sie haben. Deshalb ist er auf dieser Mission. Dies ist nichts anderes, als flöge er sein LieblinsfluggerĂ€t. Er findet es aber völlig anders. Dennoch möchte sie aber noch ein paar Minuten bleiben, bevor sie zurĂŒckkehren. An einer Konsole im Korridor, wo ein Schema der Voyager aufgezeichnet ist, entdeckt sie das Kommandozentrum des Schiffes.
Kurze Zeit spĂ€ter öffnen sie die TĂŒr zur BrĂŒcke. Janeway lĂ€sst sich von Neelix gerade einen Kaffee einschenken. Paris studiert die Anzeigen seiner Steuerkonsole, Chakotay beobachtet auch die Anzeigen und Tuvok erhĂ€lt einen Bericht. Gotana-Retz ist nun sicher, dass dies keine metabolische Stasis ist. Womöglich sind die Gesetze der Physik hier vollkommen anders, vielleicht sind sie auch nur langsamer. Da bekommt die Copilotin heftige KrĂ€mpfe im Bauch und sinkt zu Boden. Auch ihr Partner bekommt heftige Kopfschmerzen und fĂ€llt bewusstlos neben ihr um. Die Zeit beginnt wieder mit normaler Geschwindigkeit zu laufen. Janeway und ihre Crew entdecken die Fremden natĂŒrlich sofort auf der BrĂŒcke und Tuvok löst den Eindringlingsalarm aus und lĂ€sst ein Sicherheitsteam auf die BrĂŒcke kommen. Kim entdeckt ein Schiff bei Andockrampe 1, es ist gerade aufgetaucht. Janeway ruft die Krankenstation wegen des medizinischen Notfalls.

Der Doktor hat die beiden GĂ€ste auf der Krankenstation behandelt. Er berichtet dem Captain, dass der Übergang in ihren Zeitrahmen fĂŒr die Fremden ziemlich hart war. Die Pilotin hat es leider nicht geschafft. Zum GlĂŒck fĂŒr Gotana-Retz ist der Doktor praktisch sein Hausarzt. Nachdem er drei Jahre ĂŒber ihren medizinischen Zeitschriften gebrĂŒtet hat, weiß er genauso viel ĂŒber deren Physiologie wie ĂŒber die der Voyager-Crew. Er weckt den Astronauten. Der sieht sich erstaunt um und fragt, wo Tarina ist. Janeway gesteht ihm, dass sie den Übergang nicht ĂŒberlebt hat. Gotana-Retz versteht, dass sie den Übergang in ihren Zeitrahmen meint. Er fĂ€ngt langsam an zu verstehen, was hier passiert ist. Janeway erklĂ€rt ihm, dass die Voyager im selben Zeitrahmen wie der Rest des Universums existiert. Sein Planet ist anders. Sie haben ihren Planeten nicht wirklich ĂŒber die Jahrhunderte beobachtet. Eigentlich sind sie gerade erst eingetroffen und Janeway hofft, dass er ihnen hilft, von hier wegzukommen.
Janeway erzĂ€hlt dem Gast alles was er wissen muss bei einer Tasse Kaffee. Er versteht, wenn es stimmt, was sie sagt, ist jeder, den er kannte, schon tot. Er ist ein guter Pilot, deshalb schickte man ihn auf diese Mission. Er hat aber nicht den Mut der anderen. Es war ein Fehler, ihn auszuwĂ€hlen. Janeway muss dem widersprechen. Sein Leben wurde auf den Kopf gestellt und er verhĂ€lt sich hervorragend. Gotana-Retz erzĂ€hlt, als er noch ein kleines Kind war, stellten die Spielzeuge ĂŒber seinem Bett das Himmelsschiff dar. In seiner Erinnerung hat er dies zuerst gesehen, sogar noch vor dem Gesicht seiner Mutter. Jetzt ist er der einzige, der seinen Namen kennt, Voyager. Das wird wohl auch das letzte sein, was er sehen wird. Janeway meint jedoch, dass dies wohl an ihm liegen wird. Sie wird ihn keinesfalls gegen seinen Willen hier behalten. Der Doktor war eine zeitlang auf seinem Planeten, um Daten zu sammeln, die ihnen weiterhelfen sollten, den Planeten zu verlassen. Man braucht nun Hilfe bei der Interpretation dieser Informationen. Aber je lĂ€nger er sich an Bord befindet, desto schwieriger wird seine RĂŒckkehr in seine Zivilisation werden. Seine Kultur Ă€ndert sich in jeder Sekunde, die er hier ist. Womöglich empfindet er sie nach seiner RĂŒckkehr noch fremder als die der Voyager. Der Pilot singt daraufhin ein altes Kindergebet an die Voyager. "Stern der Nacht, Stern des Tages, komm und trockne meine TrĂ€nen. Mach mein Leben fĂŒr immer schön." Janeway hofft, er ist nicht allzu enttĂ€uscht. Doch Gotana-Retz weiß, dass sich die allersten TrĂ€ume selten erfĂŒllen. NatĂŒrlich will er der Voyager helfen.
Der Doktor erklĂ€rt ihm deshalb kurz darauf, dass die Informationen, die er mitgebracht hat, in der Datenbank der Voyager sind. Seven of Nine hat versucht, sie zu entschlĂŒssen und wird seine Hilfe begrĂŒĂŸen. Der Pilot hat nur eine Frage, Mountain oder Lakeside? Der Doktor antwortet natĂŒrlich mit Mountain, der Pilot soll nicht sagen, er wĂ€re Lakeside-Fan. Der Doktor möchte wissen, wie es in dieser Saison lĂ€uft. Nicht gut, wie der Gast berichtet. Mountain hat fĂŒnfmal gewonnen aber zwölfmal verloren. Der Doktor kann dies nicht glauben und fragt, wer in der Abwehr steht. Torelius, ist die Antwort des Astronauten, der Enkel von DEM Torelius. Der Doktor sah das Original, als Mountainverteidiger in den Play-Offs gegen Red River, was noch vor Gotana-Retz' Geburt war. Der Doktor weiß, dass der berĂŒhmte Spieler nach einer fĂŒnf zu zwölf Saison freiwillig ins Exil gegangen wĂ€re.
Seven of Nine zeigt ihm im Astrometrischen Labor die Daten. Doch diese Informationen sind schon weit veraltet. Sie waren schon viel weiter, als er gestartet ist. Er kann ihr helfen, dies zu korrigieren und beginnt mit den biologischen Daten. Die seismischen Detektoren wichen ab um eine Varianz 0.038. Eine einfache Umwandlung, wird dies kompensieren. Der Fremde fragt sich, ob alle Planeten so aussehen, wie seiner. Seven erklĂ€rt, dass keiner, den sie bisher sah, so ausschaute. Sein Planet scheint einzigartig zu sein. Daher befĂŒrchtet er, dass sie niemals den Weltraum erforschen werden, so wie die Voyager es tut. Doch Seven findet seine Spezies Ă€ußerst anpassungsfĂ€hig. Seine Wissenschaftler werden einen Weg finden, das temporale Differential zu ĂŒberwinden. Er hofft, dass dies passiert, bevor die Voyager aufbricht. Wenn das Himmelsschiff nicht mehr da oben schwebt, könnte sein Volk das Interesse am Fortschritt verlieren. Es gĂ€be nichts mehr, wonach es sich zu streben lohnt. Doch Seven meint, dass sein Volk die Voyager auch so sehr vermissen könnte, so dass sie alles tun, um ihr zu folgen. Da entdeckt Seven eine Antimaterieimplosion. Seine Welt experimentiert mit Warptechnologie. Die Sensoren haben einen frĂŒhen Test entdeckt. Sechs Monate (einen Augenblick) spĂ€ter gibt es einen weiteren Test und ein dritter, jedesmal kontrollierter. Man lernt offenbar schnell. Da startet etwas von der OberflĂ€che und die Voyager wird erschĂŒttert.
Tuvok stellt auf der BrĂŒcke fest, dass die Schilde auf 82% gefallen sind. Beim nĂ€chsten Aufprall fallen sie bereits auf 64%. Kim weiß nicht, wodurch dies verursacht wird, auf den Sensoren ist nichts. Janeway kontaktet Seven of Nine, die meldet, dass die Bewohner anscheinend Antimaterietorpedotechnologie entwickelt haben. Sie glaubt, die Voyager wird angegriffen. TatsĂ€chlich trifft nahezu jede Sekunde ein Torpedo die Schilde der Voyager. Sie steht unter Dauerbeschuss.

Nach weiteren direkten Treffern sind die Schilde nur noch bei 49%. Gotana-Retz kommt mit Seven auf die BrĂŒcke und entschuldigt sich fĂŒr sein Volk, das kein Recht dazu hat. Janeway befĂŒrchtet, dass sie jedes Recht dazu haben. Der Fremde möchte die Bewohner deshalb rufen, doch das hat man schon versucht. Sie können ihre Transmission nicht empfangen. Offenbar scheinen sie das Zeitdifferential noch nicht zu kennen. Die Schilde fallen beim nĂ€chsten Treffer auf 34%. Kim stellt fest, dass die Torpedos in Drei-Tagesintervallen abgefeuert werden. Sie entwickeln sie jedesmal weiter und verstĂ€rken die Detonationskraft. Tom fragt, ob sie nicht langsam das Feuer erwiedern sollten. Chakotay meint jedoch, dass sie in den letzten 1000 Jahren diesem Volk genug Schaden zugefĂŒgt haben. Janeway kennt den einzig möglichen Ausweg: Gotana-Retz muss in seine Welt zurĂŒckkehren. Er soll seinem Volk klar machen, wer sie sind. Er hat die Spezifikationen dieses Schiffs. Seine Wissenschaftler können sie verwenden, um ihnen zu helfen, um die Voyager zu befreien. Zumindest kann er sie dazu bringen, nicht mehr zu feuern. Die Transporter sind jedoch ausgefallen. Da aber die Andockrampe noch nicht getroffen wurde, ist sein Schiff noch intakt. Der Pilot macht sich sofort auf den Weg.
Auf dem Weg zu seinem Schiff verabreicht der Doktor dem Piloten ein Mittel, dass seine metabolischen Funktionen beschleunigt, ihm bei dem Übergang hilft. Gotana-Retz bedankt sich fĂŒr alles. Dem Doktor war es jedoch eine Ehre, einem MitbĂŒrger zu helfen. Er hat noch eine Bitte. Der Pilot soll herausfinden, was aus einem Jungen namens Jason Tabrice wurde. Er lebte im Zentralen Protektorat und war der Sohn des Doktors. Das wundert den Astronauten, weil der Doktor doch ein Hologramm ist. Der meint, dass es eine lange Geschichte ist. Er mĂŒsste inzwischen tot sein. Aber vielleicht erfĂ€hrt er, was aus ihm geworden ist. Womöglich hatte er Kinder oder Enkel. Dann soll er ihnen vom Doktor erzĂ€hlen. Der Pilot verspricht dies.

Schon kurze Zeit spĂ€ter fliegt Orbital 1 wieder gen Heimat. Gotana-Retz ruft die Startkontrolle, doch niemand meldet sich. Plötzlich meldet sich eine Frauenstimme, die fragt, wer da ist. Der Astronaut meldet sich als Pilot ersten Ranges, Gotana-Retz. Die Frau befiehlt, diesen Kanal zu verlassen, sonst muss sie ihn dem Kommandozentrum melden. Die Frau ist die Wetterkoordinatorin fĂŒr Station 004. Er verletzt die Transmissionbestimmungen. Sie fragt ironisch, ob er sich endlich entschlossen hat, nach Hause zu kommen. Aus der Startkontrolle wurde vor 50 Jahren das Taktische Kommandozentrum, Gotana-Retz ist tot. Der Pilot macht ihr klar, dass er im Inneren des Himmelsschiffes war. Die Wetterkoordinatorin findet es gut, dass er sich entschlossen hat, es endlich zu verlassen, denn man wird es in KĂŒrze abschießen. Deshalb will er sofort mit dem Kommandozentrum sprechen, aber die taktischen Kommandofrequenzen sind geheim, er soll endlich diesen Kanal verlassen. Gotana-Retz erklĂ€rt der Wetterkoordinatorin, dass jetzt die Gelegenheit dazu ist, in der sie einmal mehr als nur das Wetter melden kann. Sie soll dem Kommandozentrum sagen, dass der Verkehr auf dem zentralen See gestoppt werden muss. Orbital 1 setzt nun zur Landung an.
Die Schilde der Voyager fallen wegen der weiteren Angriffe aus. Paris möchte wissen, was das letzte gewesen ist, weil die ErschĂŒtterung heftiger war. Es handelte sich um ein Tricobaltgeschoss. Die Schadensberichte treffen auf der BrĂŒcke ein: eminente HĂŒllenbrĂŒche auf Deck 8, 9, 10, die Lebenserhaltung fĂ€llt aus. Janeway weiß, dass ihr Astronaut es inzwischen geschafft haben mĂŒsste. Von seiner Sinkgeschwindigkeit ausgehend, ist er vor 10 Minuten gelandet, was eineinhalb Jahren entspricht. Chakotay glaubt, er sei gescheitert. Tuvok registriert einen weiteren Start, zwei massive Energiesignaturen. Die Art der Geschosse ist unbekannt. Janeway lĂ€sst alles auf den Einschlag vorbereiten.
Neben der Voyager erscheinen zwei riesige kegelförmige Objekte. Doch es handelt sich nicht um Waffen. Die beiden Schiffe nehmen die Voyager mit ihren Traktorstrahlen in die Mitte und beginnen, es aus dem Orbit zu ziehen. Paris möchte sich schon mit abwechselnden Schub aus dem Manövriertriebwerken befreien, aber Janeway will ihren Freunden im Zweifelsfall trauen. Die Voyager wird von dem Planeten fortgezogen und man verlĂ€sst den Orbit. Janeway will die Schiffe rufen. Doch genau in diesem Moment beamt sich Gotana-Retz an Bord. Er findet es schön, alle wiederzusehen. Chakotay vermutet, dass dort unten jemand auf ihn gehört hat. Dem Astronaut tut es leid, dass es solange gedauert hat. Janeway möchte nun den offiziellen ersten Kontakt herstellen. Doch Gotana-Retz befĂŒrchtet, dass dies nicht möglich sein wird. Ein GerĂ€t an seinem linken Handgelenk, ein temporaler Kompensator, sorgt dafĂŒr, dass er in ihrem Zeitrahmen existieren kann, ohne seinen eigenen zu verlassen, aber nur wenige Minuten. Er fĂŒrchtet, bis sich sein Volk dem Rest der Galaxie anschließen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Tuvok meldet, dass der Warpantrieb in zwei Stunden wieder funktionsbereit sein wird. Janeway dankt dem Fremden, der sie alle gerettet hat. Er hat das GefĂŒhl, sich von einem alten Freund zu verabschieden. Danach verschwindet er wieder zu seinem Schiff.
Knapp zwei Stunden spĂ€ter, die auf dem Planeten Jahre bedeuten, sitzt Gotana-Retz stark gealtert mitten in der Nacht in der NĂ€he des alten Altar-Steines, unter sich eine fortschrittliche, futuristische Stadt, und blickt hinauf zum Himmel. Dort scheint es noch immer, das Himmelsschiff, heller, als jedweder andere Stern. Doch kurze Zeit spĂ€ter verschwindet es, was den berĂŒhmten Astronauten freudig stimmt.




Teile des Episodenguides wurden freundlicherweise zur VerfĂŒgung gestellt von memoryalpha.de und StarTrek Infos