TrekHistory


:: 1: Gene Roddenberry
:: 2: Der Pilotfilm
:: 3: Die Anfänge
:: 4: Und es geht doch weiter
:: 5: Die Serie ist tot...
:: 6: ...es lebe die Serie
:: 7: Ein Universum entsteht
:: 8: Der Laden läuft
:: 9: Verdienter Ruhestand


TrekHistory


Kapitel 8: Der Laden läuft


von Stefan Emgenbroich

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Spock war tot! Zumindestens war er dies zum Ende des zweiten Films und somit stand man vor einem großen Problem!
Es stand schon vor der Premiere des dritten Films fest, dass Spock zurückkehren musste. So verlangten es die Fans und auch die Bosse bei Paramount. Und da Spock auf dem Genesis-Planeten beigesetzt worden war, stand es auch fest, wie er auferstehen würde.
Als dann auch noch Leonard Nimoy ankündigte, dass er die Regie für den dritten Film übernehmen würde, kam man zwangsläufig nicht an Spock vorbei.

In der Tat liefen die Vorbereitungen für die dritte Kinogeschichte schon vor dem Anlaufen des zweiten Films. Außer Kirsty Alley konnten wieder alle Schauspieler unter Vertrag genommen werden und da Leonard Nimoy als Perfektionist galt, erwartete man ein gutes Ergebnis. Aber da bestand ja noch das Problem mit der Story. Im zweiten Film kamen ein paar Szenen vor, welche die nachfolgende Geschichte einleiteten: Die Szene mit Spock und McCoy im Maschinenraum wurde genau aus diesem Grunde nachträglich in den zweiten Film eingefügt. Man wollte sinnvoll erklären wie Spocks Seele überlebt.

Die Kernfrage des Drehbuchs konnte also nicht mehr heißen, "Ob nun Spocks Freunde nach ihm suchen würden", sondern "Was würden die Freunde alles tun, um ihn zurück zuholen".
Man blieb trotzdem dem Arbeitstitel treu und das Projekt "Die Suche nach Mr. Spock" wurde gestartet. Die Dreharbeiten verliefen ohne Probleme, das angelegte Budget wurde eingehalten und der Premieretermin wurde sogar vorverlegt. Am 1. Juni 1984 lief dann "Star Trek - The Search for Spock" in den amerikanischen Kinos an.

Die Geschichte ist wohl den meisten bekannt und offensichtlich ist auch, dass man ein Riesentor für eine Fortsetzung offen hielt. Immerhin hat Nimoy die Enterprise zerstören, Kirks Sohn ermorden, Spock zurück nach Vulkan fliegen und ein klingonisches Raumschiff entern lassen. All diese Elemente wurden von vielen Fans kritisiert, weil sie nicht dem Stil der Fernsehserie entsprächen; aber genau das wurde von den Machern beabsichtigt. Obwohl die Story des dritten Films sehr eintönig ist und ohne großen Spannungsbogen verläuft, versuchten die Macher die Geschichten der Kinofilme von der Beengtheit der Serie zu lösen, was auch fast gelungen ist.

Hier war nun zum ersten Mal ein Phänomen zu beobachten und zwar das die Star Trek-Filme, welche auf eine ungerade Zahl treffen, zumeist die schlechteren Filme sind.

Nun blieb aber auch nichts Anderes übrig, als mit der gegebenen Story eine weitere Fortsetzung zu machen. Dieses Mal lies man sich etwas Zeit, was dem vierten Film durchaus gut getan hat. Abermals sollte Nimoy die Regie führen und nach einem Ausflug nach Europa kam er auch mit einer Idee für ein Drehbuch zurück. Es stand auch schon fest, dass eine Zeitreise stattfinden sollte. Man tüftelte nur noch die Einzelheiten aus. Harve Bennett, Nimoy und die Autoren Krikes und Meerson schrieben das Drehbuch rund um die neue Geschichte. Nicholas Meyer allerdings schrieb einen Großteil des 140 Seiten langen Skriptes. Es war der Teil, in welchem sich die Crew im 20. Jahrhundert aufhält.

Aufgrund des Talentes von Leonard Nimoy gelang es wiederum, innerhalb der geplanten Drehzeit und sogar unter dem Budget zu bleiben. Mit voller Absicht wurde der Film so gestaltet, dass sogar ein Nichtfan eine geschlossene Geschichte erhalten würde.
Rechtzeitig zum Erntedankfest 1986 ging dann "Star Trek - The Voyage Home" an den Start.
Entgegen einiger Erwartungen lief der Film mehr als erfolgreich. Neben klingelnden Kinokassen gab es für den Film auch vier Oscar Nominierungen; eine davon für die Filmmusik.
Beflügelt von diesem Erfolg gab Paramount bekannt, einen fünften Kinofilm zu produzieren.
Aber nicht nur das: Erstmals überlegte man, eine weitere Star Trek-Fernsehserie zu machen.

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