TrekHistory


:: 1: Gene Roddenberry
:: 2: Der Pilotfilm
:: 3: Die Anfänge
:: 4: Und es geht doch weiter
:: 5: Die Serie ist tot...
:: 6: ...es lebe die Serie
:: 7: Ein Universum entsteht
:: 8: Der Laden läuft
:: 9: Verdienter Ruhestand


TrekHistory


Kapitel 7: Ein Universum entsteht


von Stefan Emgenbroich

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Der Begriff "Phase 2" steht für das Projekt welches, 1976 gestartet werden sollte. Man hatte eine Fortsetzung der Star Trek-Serie in Betracht gezogen und gab dem Projekt den Namen "Star Trek 2".

Etwa zehn Jahre nach dem Start der ersten Star Trek-Serie wurde der Wunsch, seitens der Fans und auch seitens der Produzenten, geäußert, eine Fortsetzung zu machen.
Als Erstes kamen die Chefs von Paramount auf den Gedanken einen Film zu produzieren, aber diese Idee wurde wieder verworfen, da Roddenberry und auch die Autoren nicht mit der Vorgehensweise der Produzenten einverstanden waren.
Dann kam man auf die Idee, eine Nachfolgeserie zu produzieren und gab die Entwicklung eines Konzeptes in Auftrag.
Die Autoren schrieben Drehbücher, so dass 13 fertige Geschichten entstanden. Roddenberry entwickelte das Drehbuch zum Pilotfilm und fast die gesamte Crew der Original-Serie wurde gecastet; außer Leonard Nimoy, der kein Interesse an einer weiteren Serie zeigte.

Alles war soweit vorausgeplant und fertig zu Start, als die Bosse schließlich wieder kniffen.
Diesmal wurde als Grund genannt, dass dieses Vorhaben zu risikoreich sei und die Prognosen schlecht seien. Man dachte, nicht die erhofften Zuschauerzahlen zu erreichen und somit wurde das Projekt der zweiten Serie auf Eis gelegt.
Auslöser dafür war, dass 1977 "Krieg der Sterne" in die Kinos kam und George Lucas mit seinem Science Fiction-Film weltweite Erfolge feierte.
Schließlich entschied man sich doch, einen Kinofilm zu machen. Mit einem angesetzten Budget von 15 Millionen Dollar, einem noch nicht fertiggestellten Drehbuch und unvollständiger Planung gelang es dem Team dann auch noch Leonard Nimoy für das Projekt zu gewinnen. Robert Wise sagte zu, die Regie zu übernehmen und man begann mit den Dreharbeiten.
Die Geschichte des Films basierte auf einem Script, welches Roddenberry schon zu Anfang der "Phase 2" verfasste. Zudem hatte es frappierende Ähnlichkeit mit der Folge "Ich heisse Nomad" aus der originalen Serie, in der es ebenfalls um eine Maschine ging, die ihren Schöpfer sucht.

Nachdem man dann auch noch Riesensummen für die aufwändigen Sets ausgab, wollte man für die Spezialeffekte nicht den Rahmen sprengen. Nachdem aber die erste Firma aus dem Vertrag entlassen wurde, übergab man die Aufgabe Douglas Trumbull, welche aber schließlich zehn Millionen Dollar verlangte.
Die Dreharbeiten erwiesen sich dann auch noch als komplizierter wie angenommen und man hing der Zeit- und Budgetplanung völlig hinterher.
Trotzdem gelang es, den Film zum vorhergesehen Termin fertig zu stellen, wobei die Produktionskosten auf rund 44 Millionen Dollar anstiegen!
Die Premiere fand am 6. Dezember 1979 in Washington D.C. statt.
Der Film bot rundherum gute SF-Unterhaltung, obwohl er inhaltlich starke Mängel aufwies.
Die teilweise endlos wirkenden Szenen mit der Enterprise und V'ger, ließen bei den Zuschauern Langeweile aufkommen.
Im nachhinein gesehen, war der Film ein Erfolg; sogar weitaus besser als von den Produzenten erwartet und somit setzte sich auch die Idee einer Fortsetzung in einigen Köpfen fest.
Es dauerte auch nicht lange, dass Paramount offiziell bekannt gab, einen zweiten Star Trek-Film zu produzieren. Man war sich nur noch nicht sicher, ob als TV- oder Kinoproduktion

Wiederum wurden Drehbuchideen in Auftrag gegeben; wobei diesmal Roddenberry außen vor gelassen wurde.
Er hielt sich im Hintergrund, da er zum einen nicht mit den Scripten einverstanden war, und zum anderen keine Verantwortung bei eventuellen Fehltritten übernehmen wollte.
Harve Bennett sollte den Posten des Produzenten übernehmen und Nicholas Meyer wurde als Regisseur engagiert.
Das Projekt wuchs, die Handlung stand weitgehend fest und nachdem auch noch Ricardo Montalban zusagte, Khan zu spielen, wurde das Vorhaben Star Trek II eindeutig zu groß fürs Fernsehen.
Man hatte es dieses Mal vermieden, die gleichen Fehler zu machen wie bei der ersten Filmproduktion. Doch eines konnte Roddenberry nicht mehr verhindern, und zwar, dass Spock im zweiten Film sterben würde...

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