TrekHistory


:: 1: Gene Roddenberry
:: 2: Der Pilotfilm
:: 3: Die Anfänge
:: 4: Und es geht doch weiter
:: 5: Die Serie ist tot...
:: 6: ...es lebe die Serie
:: 7: Ein Universum entsteht
:: 8: Der Laden läuft
:: 9: Verdienter Ruhestand


TrekHistory


Kapitel 6: ...es lebe die Serie


von Stefan Emgenbroich

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Star Trek wurde abgesetzt und Desilu bzw. Paramount - und auch Roddenberry - engagierten sich in anderen Projekten. Doch Star Trek wäre nicht das Phänomen, das es heute ist, wenn es damals nicht schon einen großen Unterschied zu anderen Serien gegeben hätte - und zwar die Fans.

1969 war auch das Jahr in dem der erste Mensch den Mond betrat und das Jahr an dem sich die Faszination für den Weltraum somit am stärksten ausbreitete. Das damit verbundene Interesse an Science Fiction ließ die Nachfrage nach Star Trek Souvenirs und Zeitschriften steigen. Noch im selben Jahr verkaufte Paramount Star Trek an diverse lokale und nationale Sender. Die Anstalten verpflichteten sich, Star Trek nur zu guten Sendezeiten zu zeigen und verantwortungsvoll den Fans gegenüber zu handeln.

Im Sommer 1971 organisierten einige Science-Fiction Fans ein Treffen in einer Bibliothek in New Jersey. In New York gab es ebenfalls ein Treffen. Dort hatte man die Fans in ein College eingeladen, welches schließlich völlig überfüllt war. Anfang des Jahres 1972 wurde die erste offizielle Convention veranstaltet. Unter dem Namen "Das Komitee" wurden 1800 Leute nach New York eingeladen. Tatsächlich kamen 3000 Menschen.

Selbst Paramount war von diesem Ansturm beeindruckt und produzierte 1973 die heute eher unbekannte Zeichentrick-Serie "Star Trek - The Animated Series". Diese Serie bestätigte jedoch - zum Ärgernis vieler - nun endgültig das Klischee von Star Trek als Kinderserie! Trotz alledem hielt sich die Serie zwei Jahre lang mit insgesamt 22 Folgen und es wurden dafür sogar etliche Schauspieler der originalen Serie als Synchronsprecher engagiert. Walter Koenig alias Chekov zwar nicht, aber dieser schrieb dafür das Drehbuch für eine der Folgen. Weiterhin konnte die Serie auch einige ehemalige Star Trek-Autoren rekrutierten und hob sich somit sicherlich durchaus von üblichen Trickserien ab.

Roddenberry übernahm den Part des Beraters für die Serie und D.C. Fontana avancierte zum Produzenten und Autor! Inhaltlich hub sich die Zeichentrickserie vollkommen vom Original ab.
Eigentlich war die Serie für Kinder, aufgrund des Hintergrunds vieler Stories aber zu anspruchsvoll; trotzdem wurde die Animated Series mit einem Emmy (dem Fernseh-Oscar) ausgezeichnet und zwar in der Kategorie "beste Unterhaltungssendung für Kinder in der Saison von 1974-75".
Wirklich eingefleischte Fans konnte die Serie jedoch wohl schwerlich zufrieden stellen.

Dadurch das nun die original Star Trek-Serie immer wieder auf diversen Sendern wiederholt wurde, wuchs die Anzahl der Fans und somit auch das Interesse an einer Fortsetzung.

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