TrekHistory


:: 1: Gene Roddenberry
:: 2: Der Pilotfilm
:: 3: Die Anfänge
:: 4: Und es geht doch weiter
:: 5: Die Serie ist tot...
:: 6: ...es lebe die Serie
:: 7: Ein Universum entsteht
:: 8: Der Laden läuft
:: 9: Verdienter Ruhestand


TrekHistory


Kapitel 5: Die Serie ist tot...


von Stefan Emgenbroich

 « » 

Zum Saison-Start der dritte Staffel sendete NBC die Episode "Spock's Gehirn" um 22 Uhr, obwohl man ursprünglich um 19.30 Uhr senden wollte.
Egal, was man nun an der Sendepolitik änderte, die schlechten Einschaltquoten hielten sich.
Im Laufe der Staffel wurde die Serie viermal auf eine andere Sendezeit verlegt.
Aufgrund des erneut gekürztem Budgets musste man in der Produktion der Folgen erfinderisch sein, sowohl bei der Inszenierung, als auch bei den Geschichten selbst.

So wurde in der Episode "Wild-West im Weltraum" eine berühmte Western-Geschichte umgesetzt: Die Geschichte des Gesetzeshüters Wyatt Earp und deren Duell in Tombstone mit den Clantens. In dieser Folge landen Kirk und seine Crew auf dem Planeten der Melkoten. Die Melkoten warnten Kirk vor, den Planeten nicht zu besuchen, aber nachdem er diese Warnung missachtete, finden sich die Crewmitglieder auf einer nachgebildeten Erde wieder, im Jahr 1881. Sie nehmen dort den Platz der Clantons ein, welche in der wahren Geschichte von Wyatt Earp und seinen Brüdern erschossen wurden.
Somit verarbeitet diese Episode ein Klischee, welches Star Trek seit dem Start nachgerufen wurde, und zwar, eine abgewandelte Western-Serie zu sein.

Eine weitere auffällige Episode der letzten Staffel ist die Folge "Der Plan der Vivianer"
Die Inszenierung unterscheidet sich vollkommen von den anderen. Aus einer Not heraus, bezüglich des Budgets, setzte man die Geschichte in einer beeindruckenden Atmosphäre um.
Kirk, Spock und McKoy werden von den beiden letzten Überlebenden eines Planeten entführt.
Dort treffen die drei auf eine stumme Emphatin, welche die Fähigkeit hat, die Gefühle anderer zu spüren und Leiden von anderen zu nehmen.
In der Folge ist die ganze Kulissen in einem ständigem Schwarz gehüllt. Das Spiel mit spärlichem Licht lässt den Eindruck eines größeren Versuchslabors entstehen. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit auf die Schauspieler gelenkt. Besonders die Darstellung von Kathrin Hays als Emphatin überzeugt.

Trotz dieser teils beeindruckenden Episoden gelang es nicht, die nötigen Zuschauer zu begeistern.
Auch zahlreiche Briefkampagnen und der persönliche Einsatz von Roddenberry konnten schließlich nicht verhindern, das die Serie am 3. Juni 1969 entgültig abgesetzt wurde.

 « »