TrekHistory


:: 1: Gene Roddenberry
:: 2: Der Pilotfilm
:: 3: Die Anfänge
:: 4: Und es geht doch weiter
:: 5: Die Serie ist tot...
:: 6: ...es lebe die Serie
:: 7: Ein Universum entsteht
:: 8: Der Laden läuft
:: 9: Verdienter Ruhestand


TrekHistory


Kapitel 3: Die Anfänge


von Stefan Emgenbroich

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Gene Roddenberry's Visionen haben sich in Star Trek manifestiert. Zumindest glaubt das jeder, doch leider musste Roddenberry bei der Produktion der Serie auch deutlich zurückstecken.
Vieles, was er bei "The Cage" einbrachte, konnte er in der Serie nicht mehr benutzen.

Eine Frau als ersten Offizier, dass konnte NBC nicht akzeptieren und auch den spitzohrigen Spock wollte man zunächst nicht in die Serie übernehmen. Roddenberry wollte ursprünglich den Charakter eines Aliens vom Mars haben, er entschied sich dann aber, einen Planeten zu erfinden, um Spock nicht zu fremdlich wirken zu lassen.
Trotz des Einsatzes von Roddenberry wurden - zu Beginn der ersten Staffel - lediglich William Shatner, Leonard Nimoy und DeForest Kelley unter Vertrag genommen.

Ursprünglich sollte auch James Doohan nicht einsteigen, aber Roddenberry bestand auf den Charakter des Ingenieurs Scotty. Er legte auch Wert darauf, eine Brückencrew aus den unterschiedlichsten Figuren zusammenzusetzen, neben Spock den Draufgänger Captain Kirk, die schwarze Frau Uhura und den asiatischen Steuerman Sulu.
Schon zum Start der ersten Staffel legte NBC die Serie auf eine relativ ungünstige Sendezeit, und zwar Donnerstags um 20.30 Uhr. Somit musste Star Trek mit vielen sehr beliebten Serien konkurrieren.

Schließlich entschied man die Folge "Das Letzte Seiner Art" zum Start zu senden, da sich nach der eigentlichen Pilotfolge "Die Spitze des Eisbergs", im original "Where No Man Has Gone Before", einiges änderte, z.B. waren Uhura und McCoy noch nicht zu sehen, Sulu wurde als Physiker vorgestellt und die Uniformen sowie das Brückendesign wurden erst in den folgenden Produktionen gändert.

Star Trek hatte einen schweres Los gezogen. Die Serie musste sich gegen einige erfolgreiche Shows durchsetzen. Damals war "Lost in Space" die erfolgreichste Science Fiction Serie und Star Trek wurde als Plagiat beschimpft und teilweise schon boykottiert!

Trotz all dieser Widrigkeiten wurden 28 Folgen für die erste Staffel produziert, wobei Roddenberry einen großen Anteil an den Inszenierungen hatte. In vielen Folgen ist sein Stil, Geschichten zu erzählen, wieder zu erkennen. Häufig griff man zu alltäglichen Problemen und Anekdoten und verarbeitete sie in Drehbücher.

Damals gab es einige Ereignisse, die in irgendeiner Form in die Serie mit einflossen.
Die Rolle der Sowjetunion wurden in Star Trek durch die Romulaner und die Klingonen erfüllt.
In der Folge "Spock unter Verdacht" muss sich die Enterprise den mächtigen und getarnten Schiffen der Romulaner gegenüber stellen.
Die Romulaner zerstörten Außenposten entlang der Föderationsgrenze, nachdem man über 50 Jahre nichts mehr von ihnen gehört hatte.
Dieser Grenzkonflikt erinnert an die Cuba-Krise, da sich auch damals die USA an ihrer direkten Landesgrenze bedroht fühlten.

Weitere Machtspiele waren in der Folge "Kampf um Organia" zu sehen. In dieser Folge versucht die Föderation, den Planeten Organia von der Übernahme durch die Klingonen zu bewahren. Es entsteht ein Wettrüsten, da immer mehr Raumschiffe von beiden Seiten zu dem Planeten unterwegs sind. Diese Machtdemonstrationen erinnern doch sehr an den Kalten Krieg!

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