The Next Generation


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: 1x01 Encounter At Farpoint, Part 1
:: 1x02 Encounter At Farpoint, Part 2
:: 1x03 The Naked Now
:: 1x04 Code of Honor
:: 1x05 The Last Outpost
:: 1x06 Where No One Has Gone Before
:: 1x07 Lonely Among Us
:: 1x08 Justice
:: 1x09 The Battle
:: 1x10 Hide and Q
:: 1x11 Haven
:: 1x12 The Big Good-bye
:: 1x13 Datalore
:: 1x14 Angel One
:: 1x15 11001001
:: 1x16 Too Short a Season
:: 1x17 When the Bough Breaks
:: 1x18 Home Soil
:: 1x19 Coming of Age
:: 1x20 Hearts of Glory
:: 1x21 The Arsenal of Freedom
:: 1x22 Symbiosis
:: 1x23 Skin of Evil
:: 1x24 We'll Always have Paris
:: 1x25 conspiracy
:: 1x26 The Neutral Zone


Episodenlogbuch


1x01 "Encounter At Farpoint, Part 1"

[Der Mächtige]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Zitate :: Besucher-Log (10) :: Credits » 

Regie:
Corey Allen
Drehbuch:
Gene Roddenberry, D. C. Fontana
Story:
Gene Roddenberry, D. C. Fontana

Hauptdarsteller:
Patrick Stewart (Jean-Luc Picard)
Jonathan Frakes (William Thomas Riker)
LeVar Burton (Geordi LaForge)
Denise Crosby (Natasha Yar)
Michael Dorn (Worf)
Gates McFadden (Dr. Beverly Crusher)
Marina Sirtis (Deanna Troi)
Brent Spiner (Data)
Wil Wheaton (Wesley Crusher)

Gastdarsteller:
John de Lancie (Q)

Darsteller:
DeForest Kelley (Admiral McCoy)
Timothy Dang (Sicherheit)
Evelyn Guerrero (Fähnrich)
Cary-Hiroyuki Tagawa (Bailiff)
David Erskine (Händler)
Chuck Hicks (Offizier)
Jimmy Ortega (Torres)

 Kurzinhalt
Auf dem Weg nach Farpoint Station wird die Enterprise von dem Wesen "Q" aufgehalten, das die menschliche Rasse für aggressiv und unmündig hält. Picard fordert eine Bewährungschance, die Q prompt gewährt: Die Enterprise soll das Geheimnis von Farpoint Station lösen. Natürlich gelingt dies den Mannen von Starfleet, und Q zieht sich - vorerst - zurück.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Alexander Weigelt

Der Pilotfilm zu "Star Trek: The Next Generation" wirkt holperig inszeniert, und die gähnende Langeweile wird leider meist nur durch unfreiwillige Komik unterbrochen. Während die Folge noch kurzweilig beginnt, so wird sie nach Qs Verschwinden völlig uninteressant. Als Picard am Ende der Episode seine Überzeugung äußert, die meisten bevorstehenden Abenteuer würden sicher viel interessanter ausfallen, ist man geneigt, ihm zuzurufen. Der große Erfolg von "Der Mächtige" beweist daher, dass das "Star Trek"-Konzept wirklich unverwüstlich ist, und dass der Zuschauer damals nach Science Fiction mit guten Spezialeffekten ausgehungert war.
Nichtsdestotrotz gibt es in der Rückschau doch einiges, das diese Episode im Nachhinein aufwertet. So sieht man gleich in den ersten Minuten O'Brien an der Steuerkonsole der Kampfbrücke sitzen, ein Gastauftritt, dem man nun eine ganz andere Bedeutung beimisst. Witzigerweise heißt der Offizier, den Q bereits im Teaser vereist, Torres; ob er wohl mit B'Elanna verwandt ist? Daran sieht man: Heute macht bei "Farpoint Station" vor allem Spaß, die Elemente herauszufischen, die später eine damals ungeahnte Rolle spielen würden, und solche, die später nie wieder Erwähnung fanden. Denkt man sich diese Elemente weg, kann man sich vorstellen, wie endlos fade der "Next Generation"-Pilotfilm im Vergleich zu der Classic-Serie gewirkt haben muss, und wie massiv er damals den eingeschworenen Classic-Fans und Skeptikern Auftrieb verschaffte.

Die meisten der im Pilotfilm angesprochenen Unterhaltungs- und Freizeiträume wurden später nie wieder angesprochen. In den Spin-Offs "Star Trek: Voyager" und "Star Trek: Enterprise" wurden die Schiffe dann immer kleiner. Auch wirkt die Enterprise in "Der Mächtige noch deutlich exotischer, die Passagiere tragen hier noch ausgefallene Gewänder, und man sieht einen hohen Anteil an Aliens. In späteren Episoden wurden sogar die Uniformen vereinheitlicht, nacktes Beinkleid war kurz darauf gar nicht mehr zusehen.

Besonders bemängelt wurde am Pilotfilm die Darstellerleistung, ein Vorwurf, der nicht ganz gerechtfertigt erscheint. Das Problem scheint eher, dass die Darsteller ihre Rollen, sei es durch falsche Regieanweisung oder durch eine fehlgehende Interpretation des Drehbuchs, nicht ganz so spielen, wie sie wohl gemeint waren. Patrick Stewart wirkt sehr energisch, während seine Texte eher zurückhaltend und überlegt wirken. Das lässt Picard zu Beginn nicht sonderlich sympathisch erscheinen.

Data bewegt sich zum Teil ein wenig zu ruckartig. Marina Sirtis stand offenbar völlig im Regen bei der Darstellung von Emotionen, die sie offenbar nicht nur empfängt, sondern durchlebt. Die größten Probleme aber hatte wohl der Regisseur, der nicht so recht wusste, wie er Spannung in ein Geschehen bringen sollte, bei dem die Figuren meist nur sitzen oder auf der stets gleichen Position verharren. Also forderte er die Darsteller offenbar auf, besonders gebannt auf irgendwelche Bildschirmgeschehen zu starren, um die Situation dramatisch erscheinen zu lassen. Es wirkte aber eher lächerlich, wenn die Charaktere bei einer simplen Ankoppelung der Untertassensektion ein Gesicht aufsetzen, als habe das letzte Stündchen geschlagen. Hinzu kam, dass die geschnittenen Szenen in der Nachbearbeitung nicht hinreichend gekürzt wurden.

Bob Justman erklärte später in Interviews, es sei schwer gewesen, die angestrebten 90 Minuten zu erreichen, weshalb "Der Mächtige/Mission Farpoint" nicht so schnell geschnitten werden konnte, wie man es eigentlich gerne gehabt hätte. Genau diesen Eindruck hinterlässt dieser TV-Film: Er wirkt wie eine Rohfassung, die noch einmal hätte überarbeitet und beschleunigt werden müssen.

Etliche Szenen sind dann auch zu lächerlich, sie hätten von keinem Darsteller gerettet werden können. Als Picard zum Beispiel auf der Kampfbrücke befiehlt, Deanna solle Q in allen bekannten Sprachversionen die Kapitulation übermitteln, wiederholt Deanna die Anweisung: "Aye Sir, Kapitulation, in allen bekannten Sprachversionen!" Später kamen diese Befehlswiederholungen nicht mehr vor. (Das mit den Sprachversionen scheint besonders wichtig, es könnte ja sein, dass Q seine perfekten Englischkenntnisse, die er kurz zuvor auf der Brücke präsentierte, wieder vergessen hat.)

Überhaupt legen alle Figuren ein verblüffend unprofessionelles, beinahe lächerlich unreifes Verhalten an den Tag. Tasha gibt einmal sogar zu, ohne Nachdenken gesprochen zu haben, Deanna ist permanent verängstigt, Beverly schleicht mit ihrem Sohn auf die Brücke, Data verhält sich so, als habe er zuvor noch nie mit Menschen zu tun gehabt und Picard beichtet seinem ersten Offizier, dass er sich im Beisein von Kindern unbehaglich fühlt, eine verzeihliche, aber auch ein bisschen arg dämliche Schwäche. (Es wurde im Verlauf der Serie immer wieder behauptet, wirklich zu bemerken war davon jedoch nie etwas, im Gegenteil, Picard verhielt sich bei Kindern meist sehr geschickt und einfühlsam. Im ersten Kinofilm besuchte Picard den Nexus, wo er sich nach seinen Wünschen und Begierden eine perfekte Welt erschuf: Er wählte eine Kinderweihnachtsfeier, mit Karussell und Spielsachen!)

Angeblich wurde das Drehbuch umgeschrieben, als Paramount einen 90minütigen Auftakt für die Serie wollte. Das Geschehen um "Der Mächtige/Mission Farpoint" hätte eine eigene Folge bilden sollen, später wurden von Gene Roddenberry die Szenen mit Q hinzugefügt, in denen einiges über die Geschichte des 21ten Jahrhundert verraten wurde. Das Problem scheint nicht, dass hier zwei Handlungen vermischt wurden; das klappte sogar ganz gut. Dumm war nur, dass die "Der Mächtige/Mission Farpoint"-Geschichte so missraten war. Man kann also froh sein, dass der Auftritt von Q noch hinzugefügt wurde.

Verblüffend ist aber, dass jeder Figur bereits im Pilotfilm eine Hintergrundstory verpasst wurde, ein Element, dass für "Star Trek" neu war. Sowohl Picard und Dr. Crusher als auch Troi und Riker verband eine konfliktreiche Vergangenheit, ein Grundelement, das bei einer Serie, die auf Konflikte zwischen den Figuren verzichtet, verwunderlich ist. Entsprechend spielte es aber meist keine Rolle, und innerhalb der Serie verharrten die Figuren in dieser Situation, ohne sich einander näher zu kommen oder sich voneinander weiter zu entfernen.



Teile des Episodenguides wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von memoryalpha.de und StarTrek Infos.