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Piraten einer fremden Spezies mit verdächtig großen Ohren entern die Enterprise während die Crew durch ein Gas betäubt ist - alle, bis auf Tucker...
Die Enterprise treibt durchs All, während ein Raumschiff andockt, aus dem kleine Männchen mit großen Ohren in das größere Schiff gelangen. Die Crew liegt am Boden, durch Gas betäubt. Doch während die Piraten das Schiff nach Profit durchsuchen, erwacht Chef-Ingenieur Tucker auf der Krankenstation in der Dekontaminationskammer und macht sich auf, sein Schiff wieder aus der Hand der unbekannten Aliens zu befreien.
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Christina Rodriguez
Die lang erwartete Ferengi-Folge zeigt die profitgierige Spezies mit den übergroßen Ohren in bekannter Manier: Als leicht trottelige, lispelnde Aliens, denen man nicht trauen sollte.
Die Anfangsszenen, als die Ferengi die Enterprise kapern und alles stehlen, was nicht niet- und nagelfest ist (unter anderem auch ein Stück Kuchen oder einen Sitz von der Brücke) lassen Spannung aufkommen und sind sehr humorvoll gestaltet. Danach verliert die Folge jedoch viel von ihrem Reiz, da es kommt, wie es kommen muss: Die Handlung entpuppt sich als „wir müssen die Enterprise zurückerobern“-Story, wie man sie schon oft genug gesehen hat. Die TNG-Episode 6x07 "Rascals" hatte eine ganz ähnlich angelegte Handlung, wurde doch auch dort schon die mit beschränkter Intelligenz gepaarte Habgier der Ferengi ausgenutzt, um diese in die Falle zu locken.
Leider handelt es sich auch wieder um eine reine Archer / Trip / T’Pol-Folge. Die restlichen Charaktere werden darauf beschränkt, bewusstlos in der Gegend herumzuliegen. Auch wenn es einige amüsante Momente gibt, so z.B. T’Pols beleidigte Reaktion, als Archer sie als humorlos und langweilig bezeichnet, wirkt die Handlung letztendlich belanglos. Wäre es nicht interessanter gewesen, wenn es beispielsweise in der Hand von eher unscheinbaren Charakteren wie Hoshi oder Mayweather gelegen hätte, die Enterprise von den Ferengi zu befreien, anstatt das inzwischen etablierte Trio wieder einmal alle Heldentaten vollbringen zu lassen? Die Autoren hätten dies als Chance nutzen können, diese Figuren, die bisher noch keinen erwähnenswerten Eindruck hinterlassen haben, auch einmal eine besondere Leistung erbringen zu lassen.
Die Ferengi sind auch in der Archer-Ära einfach keine würdigen Gegner, sondern taugen nur für ein paar nette Gags, weshalb diese Episode kaum zu denen gezählt werden kann, die lange im Gedächtnis des Zuschauers bleiben. Außerdem muss gesagt werden, dass das im Vorfeld getroffene Versprechen der Produzenten, die beiden Crews würden sich gegenseitig nicht zu Gesicht bekommen (da es bisher immer hieß, der Erstkontakt zwischen Ferengi und Menschheit hätte erst während der TNG-Ära stattgefunden), nicht eingehalten wird. Das einzige, was der Enterprise-Crew verborgen bleibt, ist der Name der fremden Spezies.
Bemerkenswert ist jedoch die Auswahl der Gaststars: So geben sich dieses Mal in den Rollen der Ferengi in Star Trek bereits bekannte Schauspieler wie Ethan Phillips (Dr. Farek in TNG 3x24 "Menage à Troi", Neelix in VOY), Clint Howard (Balok in TOS 1x11 "The Corbomite Maneuver", Grady in DS9 3x12 "Past Tense") und der allseits beliebte Jeffrey Combs (Brunt / Weyoun in DS9, Shran in ENT 1x07 "The Andorian Incident"und 1x15 "Shadows of P'Jem") die Ehre. |