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Eine Gruppe von Außerirdischen kommt an Bord, um ein Weltraumphänomen zu beobachten. Einer der Reisenden ist jedoch nicht, was er vorgibt zu sein...
Der geheimnisvolle Auftraggeber der Suliban gibt aus der Zukunft seine Befehle an seine genetisch optimierten Alliierten. Der Suliban Silik (ja, der aus "Broken Bow") kommt an Bord der Enterprise und manipuliert den Warpkern des Schiffes, was sich erstaunlicherweise aber bei einer anschließenden Fehlfunktion als Segen erweist, der zudem noch beabsichtigt schien. Da offenbart ein Crewmann Captain Archer, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt...
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Christina Rodriguez
Das Thema des Pilotfilms wird in dieser Episode eindrucksvoll wieder aufgegriffen. Schon jetzt lässt sich sagen, dass "Cold Front" mit Sicherheit zu den Höhepunkten der ersten Season gehört. Eine Story, die durch geschickte Wendungen tatsächlich zu überraschen weiß, durchgehend spannend ist und beeindruckende Effekte auf Kino-Niveau bietet.
Durch das wiederkehrende Storyelement des Temporalen Kalten Krieges kommt frischer Wind in die Serienhandlung. Hier wird ersichtlich, dass ein kontinuierlicher Handlungsbogen tatsächlich das ist, was das Potential besitzt, die Serie auch langfristig interessant zu machen. Ein Episoden übergreifender Storybogen war schließlich auch das, was schon DS9 seinen einzigartigen, mitreißenden Charakter verlieh.
Sehr amüsant wirken zwei Szenen am Anfang der Episode - einmal, als Mayweather der Versuchung nicht widerstehen kann, sich auf dem Sessel des Captains niederzulassen und prompt von Reed "ertappt" wird. Ebenso die Szene, als Tucker mit einfachsten Worten den Besuchern die Funktionsweise des Warpantriebs erklärt, nur um dann zu erfahren, dass einer von ihnen ein Warpfeldtheoretiker ist.
Besonders die Szene, als Archer mit Silik konfrontiert wird, überzeugt durch den gut ausgearbeiteten Dialog. An den Silik-Darsteller John Fleck muss ein großes Lob ausgesprochen werden, da es ihm gelingt, durch seine Darstellung den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.
Was jedoch weiterhin die Frage bleibt: Inwiefern beeinflussen die Manipulationen der Suliban und ihres geheimnisvollen Auftraggebers aus der Zukunft die Geschichte der Föderation - und somit die Geschehnisse, die dem Zuschauer aus den vier Serien bekannt sind? Wenn die Enterprise NX-01 ursprünglich zerstört werden sollte und nun allein durch das Eingreifen Siliks gerettet wurde, muss dann damit gerechnet werden, dass die bisher bekannte Zukunft anders abläuft als bisher feststeht?
Zudem wird mit der komplizierten Thematik der Zeitreisen doch etwas zu locker umgegangen. Daniels erklärt, alle zeitreisenden Völker hätten sich darauf geeinigt, diese Technologie nur zu Zwecken der Forschung zu verwenden - also zur Beobachtung von historischen Ereignissen. Stellt aber nicht schon allein die Anwesenheit eines Zeitreisenden bereits einen Eingriff in die Geschehnisse der Zeitlinie dar? Fragen über Fragen. Wie die Autoren sich aus dieser selbstauferlegten Zwickmühle wieder hinausmanövrieren, bleibt abzuwarten. |