Deep Space Nine


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: 6x01 A Time to Stand
:: 6x02 Rocks And Shoals
:: 6x03 Sons And Daughters
:: 6x04 Behind The Lines
:: 6x05 Favor The Bold
:: 6x06 The Sacrifice Of Angels
:: 6x07 You Are Cordially Invit...
:: 6x08 Resurrection
:: 6x09 Statistical Probabilities
:: 6x10 The Magnificent Ferengi
:: 6x11 Waltz
:: 6x12 Who mourns for Morn?
:: 6x13 Far beyond Stars
:: 6x14 One little Ship
:: 6x15 Honor Among Thieves
:: 6x16 Change Of Heart
:: 6x17 Wrongs Darker Than Deat...
:: 6x18 Inquisition
:: 6x19 In The Pale Moonlight
:: 6x20 His Way
:: 6x21 The Reckoning
:: 6x22 Valiant
:: 6x23 Profit And Lace
:: 6x24 Time´s Orphan
:: 6x25 The Sound Of Her Voice
:: 6x26 Tears Of The Prophets


Episodenlogbuch


6x09 "Statistical Probabilities"

[Statistische Wahrscheinlichkeiten]


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Regie:
Anson Williams
Drehbuch:
Rene Echevarria

Hauptdarsteller:
Avery Brooks (Benjamin Lafayette Sisko)
Nana Visitor (Kira Nerys)
Terry Farrell (Jadzia Dax)
Alexander Siddig (Dr. Julian Bashir)
Michael Dorn (Worf)
Colm Meany (Chief Miles Edward O'Brien)
Rene Auberjonois (Odo)
Armin Shimmerman (Quark)
Cirroc Loften (Jake Sisko)

Gastdarsteller:
Jeanetta Arnette (Dr. Loews)
Casey Biggs (Damar)
Jeffrey Combs (Weyoun)
Michael Keenan (Patrick)
Tim Ransom (Jack)
Faith Salie (Sarina Douglas)
Hilary Shepard (Lauren)

 Kurzinhalt
Dr. Bashir wird vom Sternenflottenkommando beauftragt sich um vier neurotische, genetisch aufgewertete Patienten zu kümmern, da man glaubt, dass Julian aufgrund seiner eigenen „Aufwertung“ am besten für diesen Job geeignet sei. Bei seinen Gesprächen mit Jack, Patrick, Sarina und Lauren stellt er fest, welch großes Potential in seinen manipulierten Freunden steckt, aber auch warum diese geschenkte Genialität sie zu Abtrünnigen innerhalb der Gesellschaft macht.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Robin Lenz

Hier werden alle Trek-Autoren die glauben, dass Aktion und coole Sprüche eine gute Story ausmachen, eines Besseren belehrt, denn was man hier eigentlich geboten bekommt ist eine reine Bottleshow. Der einzige Unterschied zu den bisherigen Sparepisoden besteht in den vielen Gaststars, die gleichzeitig auch zu der größten Stärke der Episode neben dem intelligenten Drehbuch gehören.

Besonders Tim Ransom spielt die Rolle des katatonischen Jack mit einer solchen Hingabe, dass er den anderen Darstellern, die aber auch eine gelungene Arbeit abliefern, die Schau stiehlt. Mal sieht man ihn als nervösen, interessierten jungen Mann, in einer anderen Szene blitzt eine leicht bösartige Seite durch, die gleichzeitig zeigt wie unfähig dieses Genie ist, mit seinen eigenen Emotionen umzugehen. Dadurch entwickelt die mit vielen humorvollen Szenen gespickte Folge auch eine sehr unterschwellige tragische Seite, die sich aber nie mit irgendwelchen schmalzigen oder klischeehaften Momenten in den Vordergrund stellt und dadurch das volle Potential entfaltet.

Die eigentliche Story, die sich um die statistischen Wahrscheinlichkeiten dreht, die dieser Episode auch ihren Namen geben, ergänzt sich perfekt mit diesen Charakterszenen und gehören zu den wohl stärksten Momenten der ganzen Serie. Zu sehen, wie das Quartett aus den Aufzeichnungen von Damar und Weyoun die gesamte Story der letzten Staffeln bzw. Jahre rekonstruiert, ist klasse gespielt und wirft tatsächlich die Frage auf, wie realistischen diese Statistiken sind und ob man sich nicht vielleicht auch nach ihnen richten sollte.

Faszinierend bei der ganzen Angelegenheit ist auch Bashirs Verhalten, da hier zum ersten Mal nicht nur seine Stärken als genetisch manipulierter Mensch aufgezeigt werden, sondern auch seine Schwäche, seine blinde Überzeugung, dass er aufgrund seiner Genialität tatsächlich den weiteren Verlauf des Krieges beeinflussen oder vorhersehen kann. Julian, der sonst allen überlegen zu sein scheint, findet hier seine eigenen Fehler und Schwächen in Form seiner Selbstsicherheit und der vier Patienten. Denn seine Blindheit in Bezug auf die erstellten Statistiken ist eigentlich auch nur ein Resultat des Mitleids für seine Leidensgenossen, denen er einfach nur die Gelegenheit geben will, sich in die Gesellschaft einzubringen. Diese vielen Elemente, die man erst bei einem zweiten Anschauen der Episode wirklich realisiert und auch versteht, machen aus Statistische Wahrscheinlichkeiten eine der schönsten Perlen der ganzen Trek-Geschichte die man so schnell nicht vergisst. Eine Folge der Kategorie „Must see!“