Stargate SG-1


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben
:: Staffel Acht
:: Staffel Neun
:: Staffel Zehn


:: 7x01 Fallen
:: 7x02 Homecoming
:: 7x03 Fragile Balance
:: 7x04 Orpheus
:: 7x05 Revisions
:: 7x06 Lifeboat
:: 7x07 Enemy Mine
:: 7x08 Space Race
:: 7x09 Avenger2.0
:: 7x10 Birthright
:: 7x11 Evolution, Part 1
:: 7x12 Evolution, Part 2
:: 7x13 Grace
:: 7x14 Fall-out
:: 7x15 Chimera
:: 7x16 Death Knell
:: 7x17 Heroes, Part 1
:: 7x18 Heroes, Part 2
:: 7x19 Resurrection
:: 7x20 Inauguration
:: 7x21 The lost city, Part 1
:: 7x22 The lost city, Part 2


Episodenguide


7x21 "The lost city, Part 1"

[Die verlorene Stadt (1)]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Zitate :: Eure Meinung (2) :: Credits  

Regie:
Martin Wood
Drehbuch:
Brad Wright, Robert C. Cooper

Hauptdarsteller:
Richard Dean Anderson (Jack OÔÇÖNeill)
Amanda Tapping (Samantha Carter)
Christopher Judge (TealÔÇÖC)
Michael Shanks (Daniel Jackson)
Don S. Davis (George Hammond)

Gaststars:
Ronny Cox (Senator Robert Kinsey)
William Devane (President Hayes)
Tony Amendola (Bratac)
Jessica Steen (Dr. Elizabeth Weir)
David Palffy (Anubis)
Gary Jones (Sgt. Davis)
Colonel Reynolds (SG-3)
Major Harper (SG-5)
Jerr Weddell (Jaffa Commander)
Igor Morozov (Russian Man)
Mark Pawson (Secret Service Man)
Dee Jay Jackson (Cab Driver)
Ron Blecker (SG-3 Airman)
John Prowse (Colonel Pearson)
Holly Dignard (PresidentÔÇÖs Aide)
Dan Payne (Kull Warrior)
John MacDonald (SG-3 Soldiers)
Bill Edwards (SG-5 Soldiers)
Nigel Johnson (Jaffa)
Bonnie Arbuthnot (Bonnie)

 Kurzinhalt
General Hammond wird genau in dem Moment degradiert, in dem Anubis mit seinen Raumschiffen die Erde angreifen will. F├╝r SG-1 gibt es nur eine M├Âglichkeit: Die Verlorene Stadt. Mit den Waffen der Antiker, die dort vermutet werden, k├Ânnte man Anubis' Flotte ausl├Âschen.


 Episodenreview
von Christian Siegel

"Die verlorene Stadt" war urspr├╝nglich als die Serie abschlie├čender Kinofilm geplant, der zugleich eine Br├╝cke zur Nachfolgeserie "Stargate: Atlantis" geschlagen h├Ątte - und auch wenn sich diese Pl├Ąne mit der Genehmigung einer 8. Stargate-Staffel ge├Ąndert haben, und daher bestimmt auch am Drehbuch ├änderungen vorgenommen wurden, ist die urspr├╝ngliche Konzeption immer noch recht offensichtlich. "Die verlorene Stadt" wirkt in der Tat viel mehr wie ein richtiger SF-Film denn einfach nur eine weitere (Doppel-)Folge bzw. ein weiteres Staffelfinale einer TV-Serie. Drehbuch, Schauspieler, Effekte... all das befindet sich auf f├╝r TV-Verh├Ąltnisse au├čergew├Âhnlichem bis sensationellem Niveau.

Besonders augenscheinlich ist dies bei den Effekten. An Stargate stellt man mittlerweile was die Special Effects betrifft ohnehin recht hohe Anspr├╝che, doch was in "Die verlorene Stadt" auf den Bildschirm gezaubert wurde, ist wirklich beeindruckend - nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ, wobei insbesondere die Schlacht in der Antarktis hervorzuheben ist, in der sich hunderte von Raumj├Ągern und auch einige gr├Â├čere Kreuzer bek├Ąmpfen, w├Ąhrend O'Neill, Daniel, Teal'c und Samatha versuchen, die Waffe der Antiker rechtzeitig in Gang zu setzen. Auch die Action kann, nicht nur in den K├Ąmpfen zwischen den Raumschiffen, vollends ├╝berzeugen. Alles in allem befinden sich Action und Effekte auf Kino-Niveau und m├╝ssen sich selbst vor "aktuellen/modernen" SF-Filmen nicht verstecken. Doch gro├čartige Action und Effekte allein reichen nat├╝rlich noch lange nicht, um mich zu begeistern: Dazu bedarf es auch einer ansprechenden, spannenden und interessanten Handlung - und eben diese hat "Die verlorene Stadt" zu bieten. Wo die Action im Finale der 6. Staffel unverzeihlich sinnleer und oberfl├Ąchlich wirkte, fiebert man diesmal mit den Figuren richtig mit. Der Hauptgrund hierf├╝r d├╝rfte wohl sein, dass die Action nicht im Vordergrund steht. So fand ich es wirklich beachtlich, wie verh├Ąltnism├Ą├čig wenig wert man auf die Action gelegt hat - insbesondere im 1. Teil. Nat├╝rlich spielen Action und Spannung in "Die verlorene Stadt" eine wesentliche Rolle, trotzdem nimmt man sich auf immer wieder zeit f├╝r ruhigere Momente, um die Figuren n├Ąher zu beleuchten.

Besonders auff├Ąllig ist dies bei der Handlung rund um Jack O'Neill, der sich auf dem von SG-1 besuchten Planeten aufgrund des Zeitmangels f├╝r sein Team bzw. f├╝r die gesamte Menschheit opfert, in dem er das Wissen der Antiker erneut in sich aufnimmt - was seinen Tod bedeutet, falls es nicht rechtzeitig gelingt, Thor ausfindig zu machen, um ihn von diesem Wissen wieder zu befreien. Die nachfolgenden Szenen in Jack's Haus, als die verschiedenen Mitglieder des SG-Teams nacheinander eintreffen, quasi um sich von ihm zu verabschieden, waren wirklich gro├čartig und sehr bewegend. Hier herrschte wirklich eine melancholisch-bedr├╝ckende Stimmung vor, fast so, als w├Ąre dieses Treffen eine Art letztes Abendmahl, oder eine Art verfr├╝hte Totenwache. Und als w├Ąre das Wissen ob Jack's drohenden Tod nicht schon deprimierend genug, gibt es in dieser Szene dann mit Hammond's Hinweis, dass er als Leiter des Stargate-Teams enthoben wurde, einen weiteren Runterzieher. Sein Ersatz ist die Zivilistin Dr. Weir., und eigentlich ist einem diese von Anfang an sympathisch. Gerade in ihren gemeinsamen Szenen mit Kinsey wird klar, dass diese l├Ąngst nicht so leicht zu beeinflussen ist bzw. so sehr auf seiner Seite steht, wie er das gehofft hatte. Die entsprechende Schauspielerin macht ihre Sache wirklich sehr gut, und ich w├╝nschte mir, sie w├Ąre der Serie treu geblieben. Doch auch von Hammonds Abberufung und der neuen Leiterin des Stargate-Centers mal abgesehen gibt es, wie man es von einem Stargate-Serienfinale mittlerweile gewohnt ist, einige Ver├Ąnderungen am Status Quo. So erfahren wir nun endlich mehr ├╝ber den Standort von Atlantis - bzw., wenn diese Folge tats├Ąchlich ein Kinofilm und/oder das Ende der Serie geworden w├Ąre, h├Ątten wir wohl direkt erfahren, wo sich Atlantis befindet - denn dann w├Ąre wohl aus dem Au├čenposten der Antiker in Antarktis direkt diese sagenumwobene Stadt geworden. Eine Wendung, die mir wirklich gut gefallen h├Ątte. Man stelle sich vor - da sucht SG-1 die ganze Zeit nach der verlorenen Stadt, und dann befand sich diese quasi die ganze Zeit vor ihrer Nase. Da jedoch die Serie fortgef├╝hrt wurde und da man den Ableger Stargate: Atlantis deutlich vom Original abgrenzen wollte, wurde der Standort von Atlantis kurzerhand in eine andere Galaxie verlegt. Trotzdem gibt es was Atlantis und die Antiker betrifft durchaus einige neue und interessante Erkenntnisse - wenn ich auch die urspr├╝nglich geplante Wendung aufgrund der herrlichen Ironie des Schicksals besser gefunden h├Ątte, aber genug gejammert, zur├╝ck zur Episodenkritik.

Ungef├Ąhr zur H├Ąlfte der Folge wird dann die Spannung noch einmal ordentlich erh├Âht, als Bratac seine Freunde dar├╝ber informiert, dass Anubis in K├╝rze angreifen wird. Man sp├╝rt richtig den Zeitdruck und das N├Ąherr├╝cken seiner Flotte. Der nachfolgende Ausflug zu einem Au├čenposten der Antiker wirkt zwar ein wenig wie ein L├╝ckenf├╝ller, war aber trotzdem durchaus interessant. Nur die Wendung rund um den Verr├Ąter an Bord des Transportschiffes h├Ątte man sich sparen k├Ânnen - roch doch die entsprechende Figur schon von weiten nach Verr├Ąter. Positiv dann allerdings, dass es SG-1 diesmal eben nicht rechtzeitig gelingt, die Bedrohung zu eliminieren, sondern die Erdstreitkr├Ąfte doch recht lang auf sich allein gestellt sind. Hier besticht vor allem Pr├Ąsident Hayes, der in seinen Gespr├Ąchen mit Anubis eine herrliche, positive Arroganz zur Schau stellt und f├╝r einige auflockernd-witzige Momente sorgt. Trotzdem dominieren die d├╝steren T├Âne, und werden noch dazu mit zunehmender Laufzeit st├Ąrker, als O'Neill immer mehr die F├Ąhigkeit verliert, sich mit seinen Freunden zu verst├Ąndigen, und die restlichen Mitglieder von SG-1 zunehmend best├╝rzt auf seinen Verfall reagieren. Eben dieser Verfall sorgt dann schlie├člich nach dem spannenden und gro├čartigen Showdown f├╝r ein durchaus bewegendes Ende, welches aufgrund der gelungenen Inszenierung selbst mit dem Wissen, dass O'Neill in der 8. Staffel nat├╝rlich wieder zur├╝ckkehren wird, kaum an Wirkung verliert.

Fazit: "Die verlorene Stadt" ist das beste Stargate-Staffelfinale seit "Nemesis", und h├Ątte sich im Gegensatz zu "Der Kreis schlie├čt sich" auch als Serienfinale (bzw. abschlie├čender Kinofilm) gut gemacht. Die Effekte setzen f├╝r die SF-TV-Unterhaltung neue Ma├čst├Ąbe, die Handlung war durchaus actionreich und sehr spannend, jedoch auch immer wieder mit ruhigeren bis hin zu richtiggehend ber├╝hrenden Momenten und einer ausreichenden Portion Tiefe gew├╝rzt. Ein furioses Finale einer durchaus unterhaltsamen Staffel...



Das Review wurde mit freundlicher Genehmigung von Christian Siegel - Review Center ├╝bernommen.