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Six Feet Under


von Gisa von Delft


Diskutiert über Six Feet Under : Besucherkommentare (17)

Six Feet Under  
In TVision:
#015 vom 12.12.2005

Originaltitel:
Six Feet Under

Deutscher Titel:
Six Feet Under - Gestorben wird immer

Produktionsland:
USA

Genre:
Drama

Erstausstrahlung:
Juni 2001

Status:
Abgeschlossen mit Staffel 5 USA

Darsteller:
Peter Krause
  als Nate Fisher
Michael C. Hall
  als David Fisher
Frances Conroy
  als Ruth Fisher
Lauren Ambrose
  als Claire Fisher
Rachel Griffith
  als Brenda Chenowith
Freddy Rodriguez
  als Frederico Diaz
Richard Jenkins
  als Nate Fisher Sr.
Mathew St. Patrick
  als Officer Keith Charles
Eric Balfour
  als Gabe Dimas
Jeremy Sisto
  als Billy
Ed Begley Jr.
  als Hiram
Ed O'Ross
  als Nikolai
Lilli Taylor
  als Lisa

Crew:
Alan Ball
  Creator
   Executive Producer
Alan Poul
   Executive Producer
Robert Greenblatt
   Executive Producer
David Janollari
   Executive Producer (2003)

Was wird aus einer Familie, die ständig irgendwelche Leichen im Keller hat - und das buchstäblich? Allan Ball lässt uns mit seiner Serie Six Feet Under daran teilhaben. Der Autor von American Beauty hat auch hier wieder seinen Blick für skurril-menschliches bewiesen. Sieben Emmys und drei Golden Globes hat sich diese, mit sehr überzeugenden Schauspielern besetzte, Kult-Serie bereits verdient.

Gestorben wird immer - der deutsche, und hier einmal sehr gelungene, Untertitel ist Programm. Von dieser unverrückbaren Binsenweisheit lebt die in Kalifornien beheimatete Familie Fisher. Sie führen ein Bestattungsunternehmen und just an Weihnachten wird Familienoberhaupt Nathaniel Fisher gewissermaßen sein eigener Kunde. Er verunglückt auf dem Weg zum Flugplatz, wo er seinen ältesten Sohn Nate, der für die Feiertage aus Seattle zu Besuch kommt, abholen wollte. Er verunglückt in seinem nagelneuen Leichenwagen als er sich eine Zigarette anzünden will und dabei für einen Moment unaufmerksam ist. Rauchen ist also doch tödlich...

Zurück bleiben seine Frau Ruth, der bereits erwähnte 35 jährige Nate, David, 31 Jahre alt, der seinen Traum von einem Jurastudium der Mitarbeit im Familienunternehmen opferte und die 17-jährige Noch-Schülerin Claire. Nate kehrt nach Vater Fishers Ableben nun nicht nach Seattle zurück, sondern kümmert sich gemeinsam mit David um das marode Familienunternehmen "Fisher und Söhne".

Zurück bleiben auch alte Wunden, die Fremdheit der Familienmitglieder untereinander und die Macken jedes einzelnen. Ruth Fisher heiratete als sie 19 war. Für die äußerlich so kontrollierte Frau bricht eine fragile Welt zusammen, sie beichtet als erstes eine Lebenslüge und versucht mit den ihr nur spärlich zu Gebote stehenden Mitteln, ihre Familie zusammenzuhalten. Für Nate offenbart sich, dass das jahrelange Davonlaufen vor Vater und Familie zu ebenso wenig geführt hat, wie das Vermeiden fester Beziehungen. David, ähnlich kontrolliert wie seine Mutter, kämpft mit dem Gefühl, es trotz all seiner Bemühungen seinem Vater nie Recht gemacht zu haben und er kämpft mit der Frage, wie er mit seinem Schwulsein und seiner Beziehung zu Keith umgehen soll. Claire, noch in der Endpubertät, hat eine Künstlerseele. Sie ist auf der Suche nach sich selbst übersprühend vor Sarkasmus, doch innerlich äußerst gefühlvoll und zerbrechlich. Auch sie hat ihre liebe Not mit ihren Beziehungsversuchen.

Das hört sich nach einem desolaten Haufen an, aber vielleicht ist es doch nur eine etwas grell gefärbte Zeitzeichnung und eben das macht es gut für diese gnadenlose Mischung aus Drama, Soap, Comedy. Eigentlich geht es um ganz normale Dinge – Familienkonflikte, Krankheit, Beziehungsfragen, Selbstwert- und Selbstfindungsschwierigkeiten – das übliche eben, jeder kennt das. Aber durch die Ballung der Typen und Ereignisse, und natürlich sind die jeweiligen Partner und Freunde ganz sicher nicht minder beladen, bekommt die Serie etwas Abgedrehtes, herrlich Schräges.

Wunderbar unterstützt wird diese Skurrilität natürlich durch den Rahmen, in den die Familie Fisher gesetzt wurde. Außer der jeweiligen personellen Konflikte gibt es in jeder Episode einen Todesfall, dessen sich die Fisher-Brüder gemeinsam mit ihrem begnadeten Thanatologen Rico annehmen müssen. Hier wird der Humor dann auch schon mal rabenschwarz. Da verschwindet der Fuß eines von einem Industriemixer zerstückelten Hausmeisters, oder Rico bringt die Brüste einer Pornodarstellerin, die durch einen Stromschlag ums Leben kam, wobei ihre Siliconimplantate verrutschten, unter Zuhilfenahme einer Konservendose wieder in die richtige Position. So sieht bei der Aufbahrung alles wieder gleichmäßig prall aus.

Übrigens ist auch Vater Fisher keineswegs aus der Welt. Immer wenn einer der Seinen in ernsthafte Konflikte gerät ist er in überaus humorvoller Manier zur Stelle um Rat zu erteilen - zumeist fällt der allerdings, weil gnadenlos ehrlich, etwas anders aus als erwartet. Auch andere Verstorbene tauchen schon mal als Alter Ego eines der Fishers in einer Zimmerecke wieder auf und weisen auf Versäumnisse und Lebenslügen hin.

Gelegentlich ist es auch so, dass der Todesfall den dramatischen Teil übernimmt. Dann beispielsweise, wenn ein Golfkriegsveteran stirbt und der menschlich zugewandte Nate - und so gesehen ist er in diesem Geschäft nicht fehl am Platze - dessen Angehörigem die Augen über das wahre Wesen des Verstorbenen öffnet. Oder auch, wenn das Ableben einer Endvierzigerin, die offenbar weder Freunde noch Verwandte hatte, Ruth bis ins Mark erschüttert und ihre tiefsten Ängste an die Oberfläche bringt.

Auch stilistisch hat diese Serie ihre ganz eigenen Mittel. Dazu gehören interessant gemachte Szenen-Übergänge und raffiniert eingebundene Tagtraumszenen, die als solche erst im Nachhinein auszumachen sind.

Ach, eigentlich reichen schon Intro und Titelmusik um ahnen zu lassen, dass man hier etwas ganz Besonderes zu sehen bekommt. Und auch die deutschen Quoten bestätigen, dass der geneigte Zuschauer das zu schätzen weiß.