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Serienwelt


Starship Troopers: Der Kampf geht weiter


von Markus Rohde, Dirk Wilkens-Hagenkötter


Diskutiert über Starship Troopers: Der Kampf geht weiter : Besucherkommentare (5)

Starship Troopers  
Originaltitel:
Roughnecks: Starship Troopers Chronicles

Deutscher Titel:
Starship Troopers: Der Kampf geht weiter

Produktionsland:
USA

Genre:
Scifi-Animation

Erstausstrahlung:
August 1999

Ausstrahlung bis:
April 2000

Status:
Abgesetzt nach Staffel 1

Darsteller:
Irene Bedard
  als Gen. Redwing
Elizabeth Daily
  als Pvt. Isabelle "Dizzy" Flores
David DeLuise
  als Sgt. Francis Brutto
Bill Fagerbakke
  als Corporal Jeff Gossard
Nicholas Guest
  als Maj. Zander Barcalow
Jamie Hanes
  als Lt. Jean Razak
Neil Patrick Harris
  als Pvt. Robert Higgins
Tish Hicks
  als Lt. Carmen Ibanez
James Horan
  als Corporal Richard 'Doc' LaCroix
Rino Romano
  als Pvt. Johnny Rico
Steve Staley
  als T'Phai
Rider Strong
  als Pvt. Carl Jenkins

Crew:
Paul Verhoeven
  Executive Producer
Richard Raynis
  Executive Producer
  Developer
Robert Heinlein
  Creator
Duane Capizzi
  Developer
Jeff Kline
  Developer

Amazon Links:
DVD: Der Kampf geht weiter
DVD: Kampf um Tesca
DVD: Kampf um Hydora
DVD: Kampf um Tophet
DVD: Kampf um Klendathu
DVD: Kampf um den Heimatplaneten Erde
DVD: Kampf um Zephyr

Jeder halbwegs erfolgreiche Film erhält wohl unweigerlich seine Fortsetzung. Ob nun als Film oder als Serie. Was aber nun macht man, wenn ein Film einmal nicht den finanziellen Erwartungen des Studios entspricht? Da die Kreativität der amerikanischen Filmschaffenden scheinbar nicht gerade unermesslich ist, wird trotz allem ein Sequel produziert. So entstand "Roughnecks: Starship Troopers Chronicles", die serielle Umsetzung des 1996er Hollywoodfilms "Starship Troopers". Dieser wiederum basierte auf dem gleichnamigen Roman von Robert Anson Heinlein, dessen Werk "Fremder in einer fremden Welt" (Stranger In A Strange Land) derzeit auch ständig im Gespräch ist, von Hollywood verfilmt zu werden. Robert A. Heinlein verfasste "Starship Troopers" in autobiografischer Anlehnung an seine Erlebnisse im Weltkrieg.

Die Serie selbst sollte nun aber keine Fortsetzung des Filmes sein, sondern die Geschichte noch einmal neu erzählen. 40 miteinander verknüpfte halbstündige Folgen sollten einen Handlungsbogen bilden. Und: Die Serie sollte vollständig am Computer erzeugt werden. So konnte man zudem die Produktionskosten in Bezug auf eine Realserie erheblich herunterschrauben und die Wahrscheinlichkeit eines finanziellen Desasters minimieren. Das klang, zumindest von der Konzeption her, natürlich schon einmal nicht schlecht; zumindest sehr ehrgeizig. Vor allem, nachdem noch bekannt wurde, dass die Serie in der sogenannten "Strip Syndication" laufen würde: Also alle 40 Episoden an 8 aufeinanderfolgenden Wochen! Von Anfang an war jedoch klar, dass die Serie sich vor allem an Kinder wenden, sich also einem anderen Publikum als der Film widmen würde. Die Serie konnte also nicht die extreme Gewalt und satirischen und kritischen Untertönen des Kinofilms enthalten, die auch dort schon mancher Zuschauer nicht wirklich bemerkte, obwohl sie definitiv vorhanden waren. Die Produktion der Serie übernahm das renommierte Studio "Sony Family Entertainment".

Das Vorhaben, des wirklich gigantischen Mammutprojektes klang zwar interessant; doch leider wurde nichts daraus. Am 30. August 1999 startete die Serie ohne jegliche Werbung bei vielen Sendern. Es gab nur ein Problem: Bis zu diesem Zeitpunkt waren erst 6 Episoden fertig gestellt. Ein Missgriff der ersten Güte war geschehen. Irgend ein verwirrter Verantwortlicher hatte die Serie zu früh für die Ausstrahlung freigegeben. Die Sendestationen waren ziemlich aufgeschmissen, denn von 40 aufeinanderfolgenden Episoden konnte nicht im Entferntesten die Rede sein. Als dann noch eine der beteiligten Produktionsfirmen, "Flat Earth Production", ausstieg, war die Katastrophe perfekt. Die durch die Computertricks bei "Babylon 5" und "Star Trek: Voyager" bekannt gewordene Firma "Foundation Imaging", unter der Leitung von Ron Thornton, hatte jetzt noch mehr zu tun. Aber langsam ging es weiter. Die Sender wiederholten jetzt in einer Tour die fertigen Folgen, und sobald eine neue fertig gestellt wurde, hing man sie hinten an. Dies allein waren wohl schon keine glücklichen Startbedingungen. Als sich dann auch noch ein Vertrag mit dem Sci-Fi-Channel als ungültig herausstellte, platze die Bombe endgültig und Sony zog darauf die Serie zunächst zurück, um sie in Ruhe fertig zu produzieren. Währenddessen hatten sich übrigens bereits unzählige Zuschauer über die miserable Qualität der Episoden ausgelassen.

Erzählt wurden die Abenteuer von "Razak's Roughnecks", einer Kompanie der Mobilien Infanterie. Folge für Folge kämpften sie gegen sogenannte Bugs und feindliche Umwelten. Die Bugs sind insektenartige Aliens, welche die Menschheit bedrohen. Es stellt sich heraus, dass es keine Tiere sind, sondern tatsächlich hochintelligente Spezies, die in unterschiedlichsten Varianten auftreten. Bekämpft werden sie zuerst auf Pluto, dann auf einem Wasserplaneten, einem Wüstenplaneten, einer Dschungelwelt, einem Eis-Asteroiden, schließlich auf der Heimatwelt der Bugs, Klendathu und dann auf der Erde. Fünf Folgen bilden immer einen kleinen Zyklus, einen "Feldzug".

Nach dem chaotischen Anfang und dem dann doch letztlich recht stabilen Produktionsprozess kam es am Ende wieder zu Problemen. Irgendwie klappte es mit den Drehbüchern und dem Budget nicht mehr. Und die letzten vier Episoden konnten nicht mehr fertiggestellt werden. Ausgerechnet die Folgen, die die Geschichte beendeten. Stattdessen wurden vier "Clipshows" produziert. Das sind Folgen, in denen in Form von Rückblenden Material aus alten Folgen wieder verwendet wurde. Ein halbwegs angemessener Abschluss war der Serie also auch nicht vergönnt.

Wie schon beschrieben, ist die Serie vollständig am Computer entstanden. Und es ist eine Kinderserie. Aber was für eine! Folge für Folge wird geschossen, was das Zeug hält. Zwar sieht man grundsätzlich keine toten Menschen, dafür um so mehr zerfetzte Bugs. Völlig kritiklos wird den Kids eine Kriegsmaschinerie vorgestellt, wie sie in genau dieser Form wohl auch in der fiktiven Welt von Starship Troopers im Fed Net gezeigt worden wäre. Kameradschaft und Ehre sind die Tugenden, die die Helden antreiben. Blinde Zerstörungswut ist die Motivation der Bugs. Dass die Serie sich dabei enger an die Romanvorlage hält, als der Film, ist nur ein schwacher Trost. So eine Serie, da kann man wohl sicher sein, wird im deutschen Free TV nicht im Kinderprogramm zu sehen sein. Und das ist auch gut so. Fraglich ist nämlich, ob die Kinder gerade so eine Serie wirklich vorgesetzt bekommen sollten. Bei Premiere lief sie jetzt unter dem Titel "Starship Troopers - Der Kampf geht weiter" im Nachtprogramm von K-Toon. Und man mag hoffen, dass sie im Free-TV nicht aus eben diesem Nachtprogramm hervorkommen wird.