Medium
von Kristin Lenk Diskutiert über Medium : Besucherkommentare (2)
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Originaltitel: Medium
Deutscher Titel: Medium
Produktionsland: USA
Genre: Krimi/Mystery
Erstausstrahlung: 3 Januar 2005 auf NBC
Status: 3. Staffel (USA)
Darsteller: Patricia Arquette als Alison DuBois Jake Weber als Joe DuBois Miguel Sandoval als Staatsanwalt Manuel Devalos Maria Lark als Bridget Sofia Vassilieva als Ariel David Cubitt als Detectice Lee Scanlon
Crew: Glenn Gordon Caron Creator Writer Exutive Producer
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Medium - Schaurig schöne Unterhaltung
There really is an Alison...
Noch bevor die erste Szene von MEDIUM überhaupt beginnt, sorgt dieser kurze Satz schon für die erste Gänsehaut. Und tatsächlich basiert Patricia Arquettes Rolle auf einem tatsächlichen Medium mit demselben Name, die schon an der Lösung verschiedener Kriminalfälle beteiligt war.
Alison DuBois ist eine schlagfertige Mutter von drei süßen Töchtern, deren Familienleben sie schon genug auf Trab hält. Trotzdem versucht sie, ihr Jura-Studium zu beenden... wären da nur nicht diese seltsamen Träume, die ihr regelmäßig den Schlaf rauben. Mehr und mehr kommt Alison schließlich zu der Überzeugung, dass ihre Träume Botschaften aus dem Jenseits enthalten. Ausgerechnet Alisons wissenschaftlich versierter Ehemann Joe, ein Luftfahrtingenieur, ist es jedoch, der entdeckt, was genau hinter den Alpträumen seiner Frau steckt. Denn einige der Dinge, von denen Alison ihm aus ihren Träumen berichtet, schließen nahtlos an ein schreckliches Verbrechen an. Ein Verbrechen, dass Alison dank ihrer übersinnlichen Wahrnehmung zwar zunächst recht zögerlich, in Reaktion auf die Zweifel eines Texas Marshalls, dann aber doch mit wachsendem Selbstvertrauen lösen hilft.
Einen Verbündeten findet die erstaunte Alison ausgerechnet in ihrem Boss, Staatsanwalt Manuel Devalos, der sich Alisons Fähigkeiten auch auf anderen Ebenen der Ermittlungsarbeit zunutze machen will. Auch der zunächst misstrauische und ablehnende Detective Lee Scanlon wird für Alison bald zur Verbindung zum Polizeiapparat und ein Vertrauter, der Alison auch dann den Rücken freihält, wenn sie selbst beginnt am Sinn ihrer Träume und Empfindungen zu zweifeln. Als beratende Mitarbeiterin arbeitet Alison für die Staatsanwaltschaft und setzt ihre manchmal unberechenbaren Visionen und Träume ein, um Verbrechen zu lösen und den Toten ihren Frieden zu geben. Doch zu Joes anfänglichem Entsetzen, schein Alison nicht die einzige in ihrer Familie zu sein, die über übersinnliche Fähigkeiten verfügt...
FAZIT: Es ist kein Wunder, dass Medium für den Golden Globe nominiert wurde (Patricia Arquette) und auch schon mit einem EMMY ausgezeichnet wurde. Großartige schauspielerische Leistungen, gut entwickelte Charaktere und brillant geschriebene Plots machen Medium zu einer der besten Serien, die im Moment in den USA über den Bildschirm flimmern. Wer jetzt allerdings abgefahrene Fälle à la Akte X oder ähnliches erwartet wird schnell enttäuscht werden, denn Glenn Gordon Carons geniale Krimi-Serie enthält zwar Mystery-Elemente, steht aber dennoch mit beiden Beinen fest auf der Erde. Nicht ein einziges Mal wirken Alisons Träume übertrieben oder abgehoben. Auch die feste Verankerung der Hauptfigur in einem realistischen Ehe- und Familienleben tragen sehr viel zu jenem Realismus bei, der Medium so plausibel und authentisch erscheinen lässt.
Alison ist keine New-Age Wahrsagerin mit Batik-T-Shirt und Kristallkugel, sondern eine intelligente Ehefrau und Mutter, die nun einmal mehr sieht, spürt und empfindet als andere und sich nicht selten auch mit aufdringlichen Erscheinungen streitet. Die Fälle sind vielfältig, abwechslungsreich und meist weit ab von den typischen Genre-Klischees inszeniert. Viele der Schicksale und Rätsel sind so spannend in Szene gesetzt, dass man sich beim Nägelkauen erwischt und nicht selten lässt einem eine intensive, eindringliche Szene das Blut in den Adern gefrieren (wartet nur bis Alison in der ersten Folge mit dem jungen Gefangenen redet, dann wisst ihr genau was ich meine!). Patricia Arquette und Serien-Ehemann Jake Weber geben ein tolles Ehe-Gespann ab, bei dem der Humor und die gegenseitige Unterstützung auch dann nicht zu kurz kommt, wenn die Beziehung mal angespannt ist. Besonders der zunächst recht abweisend erscheinende, aber loyale Detective Scanlon wächst einem so schnell ans Herz, dass man sich regelrecht freut, wenn David Cubitts Name im Vorspann auftaucht.
Doch es ist nicht nur der wunderbare Kontrast zwischen Alisons turbulentem Familienleben und ihrer oft traurigen Ermittlungsarbeit, die dieses Serienkleinod von dem üblichen Krimibrei abhebt. Was das leise Grauen in Medium so treffsicher macht, ist, dass die Monster, die Alison jagt real und menschlich sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Serien kommt Medium ohne übertriebene Schockeffekte, unnötige Verfolgungsjagden oder Explosionen aus, weil die Serie schlicht und ergreifend durch ihre Qualität, tolle Darsteller und Spannung überzeugen kann.
Nicht grundlos wurde das Konzept für die sehr viel schlechtere Nachahmer-Serie Ghostwhisperer mit der unsäglichen Jennifer Love-Hewitt kopiert. Den Programmgöttern sei Dank gibt es auf Kabel 1 jedoch erst einmal das Original. Aber Achtung: Medium hat wahres Suchtpotential!
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