House M.D.
von Kristin Lenk Diskutiert über House M.D. : Besucherkommentare (12)
| House M.D. |
Originaltitel: House M.D.
Produktionsland: USA
Genre: Drama/Krankenhausserie
Erstausstrahlung: 1. November 2004 auf FOX
Status: 3. Staffel (USA)
Darsteller: Hugh Laurie als Dr. Gregory House Lisa Edelstein als Dr. Lisa Cuddy Robert Sean Leonard als Dr. James Wilson Jennifer Morrison als Dr. Allison Cameron Omar Eppes als Dr. Eric Foreman Jesse Spencer als Dr. Robert Chase
Crew: Bryan Singer & David Shore Executive Producers
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Der Doktor ist im Haus
Auf den ersten Blick sah es gar nicht gut aus für den spröden Dr. House und seine Kollegen. Die meisten intelligenten, gut gemachten Serien halten sich bei FOX meist nur wenige Episoden lang, bevor der Fernsehsender die Geduld verliert und das Ganze absetzt. Selten bekommt das Produkt genug Zeit, sich zu entwickeln und steigende Quoten aufzubauen.
Ist die Serie nach nur wenigen Folgen kein Hit, wird sie meist sang- und klanglos abgesetzt. (Siehe Tim Minears The Inside oder Joss Whedons Geniestreich Firefly). Obwohl die Kritik dem guten Doktor und seinem Team sofort zu Füßen lag, bangten Fans, ob eine so qualitative hochwertige Serie sich auf einem Sender behaupten könnte, der seine größten Erfolge mit seichten Reality-Shows und eher flauen Sitcoms macht. Doch die Fernsehgötter blickten mit Güte auf Bryan Singers Projekt herunter und durch das starke Lead-In American Idol und Mundpropaganda, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete, wurde House M.D. ein verdienter Hit.
In der ungewöhnlichen Krankenhausserie dreht sich alles um den genialen Diagnostiker Dr. Gregory House und sein Team aus drei jungen Medizinern, die sich ausschließlich mit den ungewöhnlichsten und seltensten Krankheiten befassen. Der stachelige Dr. House, der seit einem schlecht behandelten Blutgerinsel in seinem Bein auf einen Spazierstock angewiesen ist, behandelt sowohl seine Mitarbeiter, als auch seine Patienten sehr ruppig. Wenn möglich, würde er sich am liebsten nie mit seinen Patienten auseinandersetzten, denn seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass fast alle Patienten lügen. Nach seiner Verletzung, leidet der brillante Mediziner selbst unter ständigen Schmerzen, schluckt Schmerzmittel wie andere Leute Fruchtdrops und ist mit seinen zynischen Sprüchen ein wahrer Menschenfeind. Doch wie zu erwarten steckt unter der harten Schale ein zynischer, aber doch auch weicher Kern. Seine ungewöhnlichen Methoden und Aktionen machen der Krankenhausleitung nicht selten Probleme, allerdings liegt Dr. House damit fast immer richtig.
Dafür dass Dr. House auf dem Boden bleibt und sich nicht völlig von der Welt zurück zieht, sorgen sein bester Freund, der Onkologe Dr. Wilson, und seine sensible Mitarbeiterin Dr. Cameron. Warum die hübsche Ärztin allerdings für House trotz seiner allgemeinen Biestigkeit mehr als nur beruflichen Respekt empfindet, ist vor allem ihm selbst zunächst ein unlösbares Rätsel. Wen überrascht es da, dass er mit menschlichen Gefühlen nicht viel anfangen kann und versucht Camerons Sympathie durch rüde Kommentare zu ersticken?
FAZIT:
House lässt sich mit einem wohlverdienten Wort beschreiben: BRILLANT. Man kann nur hoffen, dass RTL sich mit der Ausstrahlung nicht mehr zuviel Zeit lässt.
Sowohl die Besetzung als auch die Geschichten bewegen sich auf höchstem Niveu. Die Stories sind spannend, emotional und abwechslungsreich und verbinden auf verschiedenen Ebenen das Leben der Mediziner mit der Suche nach einer Heilmethode und der richtigen Diagnose. Die Sprüche des guten Doktors sind wundervoll politisch unkorrekt und witzig.
Es ist kein Wunder, dass Hugh Laurie für seine Rolle als Dr. Gegory House für einen Emmy nominiert wurde, denn seine Darstellung des grummeligen Arztes ist so menschlich, dass man manchmal fast meint, den Schmerz hinter seiner kalten Fassade selbst zu spüren. Da wundert es nicht, dass das Publikum nachvollziehen kann, warum die Leiterin der Klinik wie eine Löwin für ihn kämpft und die süße Dr. Cameron sich zu ihm hingezogen fühlt.
Darüber hinaus stimmt die Chemie bei der gesamten Besetzung. Laurie und Robert Sean Leonard beweisen in jeder Folge was wahre Schauspielkunst ist, wenn sie mit einem Blick mehr ausdrücken, als andere Darsteller in einem 20 Minuten Monolog.
Einziger Wermutstropfen ist, dass Fox es nötig fand, die unsägliche Sela Ward in der 2ten Staffel als House Ex-Verlobte Stacy für 7 Folgen oder mehr zu verpflichten. Die Serie hat auch so schon genug Dramatik. Also Finger weg, FOX! Wann auch immer RTL den guten Dr. House ins Programm hebt, zu diesem Arzt sollte das Publikum immer einschalten.
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