Heroes
von Gisa von Delft Diskutiert über Heroes : Besucherkommentare (25)
| Heroes |
Originaltitel: Heroes
Produktionsland: USA
Genre: Drama, Action/Adventure, Science-Fiction
Erstausstrahlung: September 2006
Darsteller:
Hayden Panettiere als Claire Bennet Adrian Pasdar als Nathan Petrelli Ali Larter als Niki Sanders Greg Grunberg als Matt Parkman Masi Oka als Hiro Nakamura Milo Ventimiglia als Peter Petrelli Sendhil Ramamurthy als Mohinder Suresh Jack Coleman als Mr. Bennet James Kyson Lee als Ando Masahashi Nora Zehetner als Eden McCain
Crew: Tim Kring Creator, Executive Producer David Semel Executive Producer Dennis Hammer Executive Producer
| | | |
Wie würde man sich wohl fühlen, wenn man feststellte, man besitzt plötzlich eine außergewöhnliche Fähigkeit? Man hört die Gedanken anderer, Verletzungen heilen in Sekundenschnelle, Türen öffnen sich, nur weil man daran denkt. Wie würde man sich fühlen? Richtig, es wäre einem unheimlich. Man bekäme Angst - die meisten zumindest. Man würde sich fragen, ob man mit jemandem darüber reden könnte oder einen alle für verrückt hielten. Oder ob man tatsächlich verrückt würde.
Das ist es, was den Charakteren in der Serie Heroes passiert. Claire, die 16-jährige Cheerleaderin, Daddys Augapfel, stellt fest, dass sie unverwundbar ist. Egal was sie für wildes Zeug veranstaltet, die Wunden heilen im Nu, der um 180°verdrehte Kopf lässt sich problemlos in Ausgangsstellung zurückdrehen. Das ist unheimlich und, schlimm für ein Highschool-Girl, sie ist anders. Apropos Daddy: übernatürliche Fähigkeiten hat er wohl nicht, doch auf eine ganz andere Weise scheint er in dieses seltsame Geschehen auch involviert zu sein. Genau wie Mohinder Suresh, ein junger indischer Professor, der den Spuren seines verstorbenen Vaters nachgeht und feststellt, dass jener sich intensivst mit dem Thema Genmutationen und der Möglichkeit, dadurch solche Fähigkeiten zu induzieren, befasst hat. Er ist sich nur nicht sicher, ob er dessen seltsames Erbe antreten soll. Darüber hinaus ist er offenbar nicht der einzige, der sich für die Arbeiten seines Vaters interessiert.
Dann hätten wir Peter Petrelli, den 30-jährigen Krankenpfleger und seinen Bruder Nathan, der für den Kongress kandidiert und natürlich mit seiner Fahigkeit, fliegen zu können, derzeit gleich gar nichts anfangen kann. Obgleich, vielleicht kann sie ja doch noch nützlich sein, wenn man einmal im Verlegenheit gerät. Dafür stellt Peter aber fest, dass es mit seiner Fähigkeit etwas komplizierter ist. Das bemerkt er, als er mit dem drogenabhängigen Künstler Isaak zu tun hat, der die Zukunft malen kann. Bilder, die den "zum Kreis Gehörenden" einigen Aufschluss geben und wie ein Comic anmuten. Peter registriert zumindest, dass er seine Kraft auf ein höheres Ziel zu richten hat, denn den Bildern nach werden schreckliche Dinge passieren, die möglicherweise verhindert werden können.
Matt Parkman ist Polizist und kann plötzlich die Gedanken anderer hören. Das führt ihn jedoch in durchaus problematische Situationen. Als er bei der Investigation nach einem Serienmörder durch seine Fähigkeit etwas entdecken kann, gerät er erstmal selbst in Verdacht. Außerdem kann er die Fähigkeit nicht kontrollieren und sehr intensive Gedanken anderer führen zu Befindlichkeitsstörungen.
Die größten Probleme mit ihrem "Nicht-normal-sein" hat wohl Nikki, die alleinerziehende Mutter. In Stresssituationen übernimmt ihr Alter Ego Jessica die Regie über ihre Handlungen. Jessica ist eiskalt und verfügt über Superkräfte. Nikki weiß nicht, was mit ihr geschieht, muss aber mit den Resultaten von Jessicas Aktionen fertigwerden.
Und schließlich ist da Hiro Nakamura, ein 24-jähriger Büroarbeiter aus Tokio. Hiro, der
absolute Star Trek- und X-Men-Fan, langweilt sich in seinem Job und hätte gerne ein aufregenderes
Leben. Hiro ist durchaus gewillt, seinen Helden nachzueifern und als es ihm gelingt, durch bloße
Willenskraft die Zeit anzuhalten, ist er hellauf begeistert. Auch wenn sein Freund Ando zunächst
ziemlich skeptisch ist und Hiro für etwas spinnert hält. Doch Hiro ist - wie der phonetische Gleichklang schon suggeriert - in der Tat der wahre Held der Serie. Er kann Ando schnell beweisen, dass er die Wahrheit sagt und er kann noch viel mehr: er ist imstande, das Raum-Zeit-Kontinuum zu überwinden. Und vor allem, ist er zutieft überzeugt, dass ein wahrer Held keine Angst vor seinen Fähigkeiten haben sollte, sondern die Gnade, die ihm zuteil wurde, zum Nutzen aller anwenden muss.
Fazit:
Heroes ist zweifellos eine der besten Serien, die in dem Wust an Angeboten seit langem
entstanden ist. Die Idee, Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten zu beauftragen, die Welt zu retten, ist beileibe nicht neu, doch in diesem Fall großartig umgesetzt. Sehr deutlich wird zum Ausdruck gebracht, wie schwierig und verwirrend es sein muss, mit solchen Fähigkeiten umzugehen und wie unterschiedlich Menschen auf so etwas reagieren könnten. Die Charaktere sind ordentlich ausgewählt und auch der Cast kann da mithalten. Die junge Claire - nur als ein Beispiel - wird von Hayden Panettiere überzeugend dargestellt und auch die Nebenrollen sind solide besetzt. Die Handlung ist spannend, bislang recht flüssig erzählt und einleuchtend.
Der herausragendste Charakter aber ist Hiro Nakamura, der von Masi Oka wirklich brillant
verkörpert wird und das Highlight jeder Folge ist. Da dies nach der 9. Folge der 1. Staffel
geschrieben wurde bleibt die Hoffnung, dass sich die Serie entsprechend positiv weiterentwickeln
wird. Da jedoch angekündigt ist, dass George 'Sulu' Takai für die Rolle von Hiros Vater gewonnen wurde und auch Christopher 'Doctor Who' Eccleston dem Cast beitreten wird, darf man sich wohl noch auf einiges freuen.
|