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Kampfstern Galactica


von Dirk Wilkens-Hagenkötter


Diskutiert über Kampfstern Galactica : Besucherkommentare (3)

Kampfstern Galactica  
Originaltitel:
Battlestar Galactica, Galactica 1980

Deutscher Titel:
Kampfstern Galactica

Produktionsland:
USA

Genre:
Science Fiction

Erstausstrahlung:
1978

Ausstrahlung bis:
1980

Darsteller:
Dirk Benedict
  als Lieutenant Starbuck
Terry Carter
  als Col. Tigh
John Colicos
  als Baltar
Lorne Greene
  als Commander Adama
Richard Hatch
  als Captain Apollo
Noah Hathaway
  als Boxey
Herbert Jefferson Jr.
  als Boomer
Maren Jensen
  als Athena
Alessandro Juliani
  als Lt. Gaeta
Anne Lockhart
  als Lt. Sheba
Laurette Spang
  als Cassiopeia
James Patrick Stuart
  als Dr. Zee
Tony Swartz
  als Jolly
Kent McCord
  als Captain Troy
Barry Van Dyke
  als Lieutenant Dillon
Robyn Douglass
  als Jamie Hamilton
Allan Miller
  als Colonel Sydell
Richard Lynch
  als Xavier

Crew:
Glen A. Larson
  Creator

Amazon Links:
DVD: Kampfstern Galactica - Der Kinofilm
DVD: Kampfstern Galactica

1977 veränderte Krieg der Sterne die Science Fiction Landschaft im Kino fast schlagartig. Das brachte auch so manches Studio in seinen Planungen etwas durcheinander. Bei Paramount war man z.B. am überlegen, ob man Star Trek in Form einer neuern TV Serie produzieren sollte, oder lieber als Film. So versuchte eine andere Serie, den SF Boom auf das Fernsehen zu übertragen: Battlestar Galactica

Glen A. Larson war 1978 schon einer der erfolgreichsten TV Produzenten Amerikas. Nach dem Erfolg von Star Wars schwebte ihn ein neues TV Projekt vor, das es so noch nie gegeben hat: Eine Miniserie, die eine epische Geschichte von Raumfahrern erzählt. In etwa Sechs 90 minütigen TV Filmen (so etwas wird in den USA Miniserie genannt), sollte die Geschichte des Kampfstern Galactica erzählt werden, wie es vor den Cylonen flieht, auf der Suche nach der Erde. Allerdings konnte sich Larson mit dem Miniserien-Konzept nicht durchsetzen. Das Studio wollte das Projekt nur übernehmen, wenn daraus eine ganz reguläre TV Serie würde, preisgünstig und schnell produziert. Larson ließ sich darauf ein, immerhin produzierte er den teuersten Pilotfilm, den es bisher gegeben hatte. "Saga of a Star World". Der Film war nicht nur 2 mal 45 Minuten lang, wie die meisten Pilotfilme, sondern sogar 3 mal. Das lag aber wohl auch mit daran, weil man den Film in Europa in die Kinos bringen wollte. Und so kam es, das wir hier zunächst von der TV Serie gar nichts mitbekamen. Für die meisten gilt selbst heute noch jener erste Film als "der Galactica Kino-Film". Und da es um die Zeit herum jede Menge echten Trash gab, fiel dieser Film sogar sehr positiv auf.

Irgendwo in einer anderen Galaxis haben Menschen lange gegen ein Roboter-Imperium gekämpft. Als die Cylonen einen Frieden anbieten ist dies nur ein Trick um die gesamte Flotte der Menschen auf einen Punkt zu konzentrieren und dann hinterrücks anzugreifen. Baltar, ein Mitglied des 12er Rates hatte den Verrat geplant. Nur der Kampfstern Galactica entkommt der Schlacht. Commander Adama fliegt die Heimatwelten an, aber auch diese sind von den Cylonen angegriffen. Es gibt nur wenige Überlebende. Dieser klägliche Rest sammelt sich auf 220 Raumschiffen um die Galactica. Adama spricht davon, das es neben den 12 bekannten Stämmen der Menschheit einen 13. Stamm gab. Alle 13 Stämme hatten die Ur-Heimat der Menschheit, den Planeten Kobol, verlassen. Die 12 Stämme gründeten die bekannten 12 Kolonien, der 13. Stamm besiedelte einen Planeten, den man Erde nannte. Offenbar gab es nur kurze Zeit Kontakte, mit dem 13. Stamm, denn heute kennt man die Erde nur noch in Sagen und Legenden.

Baltar bekam vom Führer der Cylonen ein Basisschiff und erhielt den Auftrag, der fliehenden Galactica hinterher zu fliegen und sie schließlich doch zu besiegen. Inzwischen hatte die Galactica den Planeten ihrer Vorfahren entdeckt: Kobol. Lange Zeit zum Untersuchen blieb nicht, denn Baltars Cylonen griffen an. Auf ihrer weiteren Flucht stieß die Galactica immer wieder auf Planeten mit versprengten Kolonisten, die schon längst den Kontakt mit ihren Brüdern verloren hatten. Schließlich traf man auf einen 2. Kampfstern, die Pegasus unter Commander Kain. Kains Pegasus half der Galactica gegen einen Cylonen-Angriff, aber dann verschwand das Schiff wieder im All. Nur Kains Tochter blieb auf der Galactica.

Auf der weiteren Reise kam es immer seltener zu Begegnungen mit den Cylonen. Als ein übermächtiges Wesen, das sich Fürst Iblis nannte seine unglaubliche Macht demonstrierte, und Baltar in die Gefangenschaft der Menschen führte, schienen die Cylonen endgültig keine Gefahr mehr zu sein. Wie sich aber herausstellte, war Iblis so etwas wie ein Teufel. Nach einigen Monaten stieß die Galactica auf erste Spuren des 13. Stammes. Man kam in Kontakt mit einer Zivilisation, deren Heimatwelt "Terra" hieß. Auf Terra gab es 2 Machtblöcke, die in einem kalten Krieg zueinander standen. Terra, so wusste Adama war ein altes geminesisches Wort für Erde. Obwohl diese Menschen vom 13. Stamm abstammten war Terra aber nicht die Erde. Auch war Terra nicht weit genug entwickelt, um sich eventuell gegen Cylonen verteidigen zu können. Und so flog die Galactica weiter in den Weltraum. Eine verschneite Bildübertragung, wurde übersehen, auf der man hörte, wie jemand sagte "Der Adler ist gelandet".

Die letzte Folge der Staffel wurde im Frühjahr 1979 gesendet. Eigentlich sollte es im Herbst mit der neuen Saison weiter gehen. Aber ABC setzte die Serie ab. Ein Fehler, wie der Sender schon bald selbst merkte. Nach nur einem halben Jahr, sollte die Galactica zurück kehren. Allerdings mit 2 Einschränkungen: auf einem Sendeplatz für Kinderserien und mit um die hälfte reduzierten Budget Im Januar 1980 ging "Galactica 1980" auf Sendung.

Galactica 1980 hatte die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine TV Serie. Durch die Halbierung des Budgets war klar, das die neue Serie nicht mehr im Weltraum spielen konnte. Also machte man Nägel mit Köpfen: Die Galactica hatte jetzt im Jahre 1980 endlich die Erde entdeckt. Von den Originalen Stars spielten nur noch Lorne Greene und Herbert Jefferson mit. Apollo und Starbuck wurden durch Troi und Dillon ersetzt, wobei Troi der nunmehr erwachsene Boxey sein sollte. Die Serie wurde auf den Sonntag, 19:00 platziert, hier durften entweder nur Nachrichtensendungen oder Kindersendungen laufen. Also wurde Galactica 1980 kurzerhand zur Kinderserie, mit allen entsprechenden Einschränkungen: Danach durfte es nur 10 Fälle von Gewalt pro Folge geben, der Schuss einer Laserpistole auf einen Baum zählte bereits als Gewaltakt. Außerdem mussten die Folgen pädagogische Leitlinien bieten, irgendwelche schlauen Sinnsprüche für Kinder. Nach 13 Folgen war der unsägliche Spuk zu ende. Heute wird in Fankreisen diese Serie als außerhalb des Galactica-Universums stehend betrachtet. Wäre es je zu einer Fortsetzung der Serie gekommen, wäre die Handlung von Galactica 1980 ignoriert worden.

In Europa war der Pilotfilm der Serie in die Kinos gekommen, und er machte sich dort nicht mal schlecht. Es folgte später noch Mission Galactica - Angriff der Cylonen, ein Zusammenschnitt aus 3 Folgen der Serie. Und schließlich kam mit Galactica 3 - Das Ende einer Odyssee ein Zusammenschnitt diverser Folgen von Galactica 1980 in die Kinos. Erst als RTL die TV Serie ausstrahlte merkten viele, das es sich nicht um einen Krieg der Sterne Abklatsch handelte, sondern das es eigentlich eine TV Serie war. Wobei selbst heute noch viele Leute glauben, die Serie sei wegen des Kinoerfolges gedreht worden.

Glen A Larson wollte mit Battlestar Galactica eine epische Serie schaffen, vielleicht die anspruchvollste, die er je produziert hatte. Ein immer wieder kehrendes Motiv sollte die Erschaffung von Leben sein. Wobei Leben nicht nur biologisches Leben meint. Die Cylonen sind Geschöpfe einer fremden Spezies, aber sie sind nur "geschaffen worden". Dr. Wilker "baut" den Hund Muffit. An anderer Stelle treffen wir auf ein Planeten auf dem Klone leben, Geschöpfe, die von einem Menschen geschaffen wurden, den sie auch noch "Vater Schöpfer" nennen. Hektor und Vektor, sind ebenfalls 2 künstliche Lebewesen, die von einem Terraner erschaffen wurden. Und schließlich stellt sich in der Serie die Frage, ob die Menschen nicht selbst künstliche Geschöpfe einer überlegenen Spezies sind. Die Überwesen, zu denen auch Fürst Iblis gehört, könnten diese Superspezies. Sein. Hier kommen dann ganz deutlich die Einflüsse von Erich von Däniken durch.

Glen Larson mag einen hohen Anspruch gehabt haben, leider ist das Ergebnis alles andere als anspruchsvoll geworden. Die Logik wird sehr oft außen vor gelassen. Die Trickeffekte mögen für den Pilotfilm sensationell gewesen sein, aber wenn sie in der Serie dann immer wieder gezeigt werden, wird es schnell langweilig. Schließlich fehlte den Figuren jeglicher charakterlicher Tiefgang. Warum die Figuren so handeln, wie sie handeln wird kaum deutlich, da sie keinen Charakter haben, der bestimmte Handlungen erwarten ließe. Ausgenommen hiervon vielleicht Lorne Green und die beiden Gaststars Lloyd Bridges und Patrick McNee.

Apropos: Patrick McNee, der den Fürst Iblis spielte: Er lieh im Original auch dem Cylonen Anführer seine Stimme. Das bemerkte sogar Baltar, der daraufhin vermutet, das Iblis schon vor über 1000 Jahren Einfluss auf die Cylonen hatte. Und außerdem sprach McNee den Einleitungstext, der den ersten Folgen vorangestellt war.

Kampfstern Galactica gelang es nicht, die Science Fiction Welle der 70er Jahre auf das Fernsehen zu übertragen. Vielleicht lag es an den schlechten Drehbüchern, vielleicht an den sich immer wiederholenden Tricksequenzen. Letztlich sollte es doch Star Trek sein, das erwachsene Science Fiction erfolgreich ins Fernsehen transportieren konnte.