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Serienwelt


Ein Käfig voller Helden


von Matthias Pohlmann


Diskutiert über Ein Käfig voller Helden : Besucherkommentare (21)

Ein Käfig voller Helden  
Originaltitel:
Hogan's Heroes

Deutscher Titel:
Ein Käfig voller Helden (Kabel1)
Stacheldraht und Fersengeld (Sat1)

Produktionsland:
USA

Genre:
Comedy

Erstausstrahlung:
17.09.1965 (CBS)

Status:
Eingestellt nach Staffel 6

Darsteller:
Bob Crane
  als Colonel Robert E. Hogan
Werner Klemperer
  als Oberst Wilhelm Klink
John Banner
  als Feldweben Hans Georg Schultz
Robert Clary
  als Corporal Louis LeBeau
Richard Dawson
  als Corporal Peter Newkirk
Ivan Dixon
  als Sergeant James Kinchloe
Larry Hovis
  als Sergeant Andrew Carter
Leon Askin
  als General Albert Burkhalter

Crew:
Edward H. Feldman
  Executive Producer
Bernard Fein
  Creator
Albert S. Ruddy
  Creator

Ein Käfig voller Helden - Synchro as good as it gets

Comedyserien sind im Fernsehen ja nichts Ungewöhnliches - Full House, Die Nanny und Hör mal, wer da hämmert sind auch Jahre nach dem Ende der Ausstrahlung noch erfolgreich, King Of Queens und Friends haben in Deutschland noch Erstausstrahlungen vor sich und sind ebenfalls sehr erfolgreich. Aus den Jahren vor "Full House" gibt es eigentlich nur zwei dieser Serien, die heute noch über ein großes Fandom verfügen: M*A*S*H 4077 (Ja, die Serie mit den sagenhaften 150 Millionen Zuschauern in den USA (77%) bei der letzten Folge) und Ein Käfig voller Helden (Hogan's Heroes), wobei Ein Käfig voller Helden die deutlich ältere der beiden Serien ist.

Diese Serie spielt im Jahre 1942 in einem Strafgefangenenlager in Deutschland, das sich zum Zentrum des Widerstandes entwickelt.

Die Helden im Einzelnen

Colonel Robert E. Hogan ist der ranghöchste Gefangene des Lagers. Als solcher spricht er mit dem Lagerkommandanten über die Belange der Gefangenen - im Geheimen ist aber seine Hauptaufgabe die Planung und Durchführung von Sabotageakten sowie Fluchthilfe für Flüchtlinge aus anderen Strafgefangenenlagern. Mit dem Lagerkommandanten Klink pflegt er ein entspanntes Verhältnis, da er diesem so die ein oder andere Information entlocken kann. Auch seine besondere Ausstrahlung auf Frauen nutzt er zur Gewinnung von Informationen.

Corporal Louis LeBeau ist der einzige französische Gefangene unter den Hauptcharakteren. Er ist für die Verpflegung der Mitgefangenen und bei besonderen Anlässen auch der deutschen Offiziere zuständig. Da der Lagerkommandant häufiger wichtige Offiziere einlädt, um sich bei diesen beliebt zu machen, nutzt Colonel Hogan die dann folgende Anforderung LeBeaus zum Kochen gerne zur Einsicht oder zum Diebstahl geheimer Papiere, die diese Offiziere bei sich tragen. Zur Tarnung oder Durchführung von Sabotageakten ist LeBeau aber schon auch mal Schneider, Hellseher, Tanzlehrer oder anderes.

Corporal Peter Newkirk ist Angehöriger der britischen Armee. Seine Spezialitäten als Mechaniker sind Reparaturen - aber eben auch das Öffnen von Schlössern. Letzteres macht er am liebsten mit dem Safe des Kommandanten, den er im Schlaf knacken kann. Daneben ist er ein begnadeter Stimmenimitator, der so ziemlich jeden deutschen Offizier imitieren kann.

Seargeant James Kinchloe ist der einzige Schwarze der Stammbesetzung und aus den USA. Er ist insbesondere für den Funkverkehr mit England und anderen Widerstandsgruppen sowie für das Abhören des Büros des Lagerkommandanten zuständig. In der sechsten Staffel wird Knichloes Charakter durch den Seargeant Richard Bakers ersetzt.

Seargeant Andrew Carter ist ebenfalls Amerikaner und ist der Mann für den Sprengstoff. Dank seiner Trotteligkeit geht so manche Sabotagemission beinahe daneben, andererseits sind es auch seine Sprengkünste, die manche Aktion erst möglich machen. Daneben ist er ein begnadeter Imitator und tritt in vielen Rollen vom einfachen General bis zu Hitler selbst auf.

Die Deutschen

Oberst Wilhelm Klink ist der Kommandant des Strafgefangenenlagers. Er hat große Angst, an die russische Front versetzt zu werden, doch wenn es hart auf hart kommt, hilft ihm Colonel Hogan immer wieder aus der Patsche. Denn Klink ist der ideale Lagerkommandant für Hogans Zwecke, da er dessen Widerstandsarbeit nicht zu durchschauen in der Lage ist. Er ist im Grunde ein herzensguter Mensch, aber eigentlich völlig unfähig, ein Lager zu leiten.

Feldwebel Hans Georg Schultz ist die oberste Wache im Lager. Er versieht seinen Dienst nach dem Motto "I seh nix-I hör nix-I weiß nix". Er ahnt ziemlich genau, was in Hogans Baracke so läuft, will aber nicht mehr Arbeit als nötig haben. Auch lässt er sich gerne mit LeBeaus Apfelstrudel bestechen. Im zivilen Leben ist Schultz Inhaber einer Miederwarenfabrik und wird von Hogans Leuten ebenfalls immer wieder vor einer drohenden Versetzung an die russische Front gerettet.

Der Vorgesetzte Oberst Klinks ist General Albert Burkhalter, ein Österreicher. Er hält nicht besonders viel von Klink und möchte eigentlich nichts lieber, als diesen an die russische Front zu setzen. Alleine, dagegen steht Klinks Rekord als Kommandant des einzigen Strafgefangenenlagers, aus dem noch kein Gefangener ausgebrochen ist (da man eben bei Klink den Widerstand so wunderbar organisieren kann). Auch er erliegt ab und an Hogans Tricks und ist sich in einem Punkt zumindest mit Klink einig: Beide sind alles andere als Freunde der GeStaPo.

Facts zur Serie

168 Folgen in sechs Staffeln von 1965-71 lang unterhielten Hogan's Heroes den amerikanischen Fernsehzuschauer auf CBS. Mit viel Witz und flotten Sprüchen feierte die Serie auf der ganzen Welt Erfolge - das Ende der Serie kam 1971 sehr plötzlich und überraschend und es gibt zwei Lesarten dazu. Die Eine ist, dass Bob Crane seine Wichtigkeit überschätzte und zu viel Gage wollte, die Andere sagt, dass der damals neu ins Amt gekommene CBS-Chef die Serie als "nicht passend" zu der von ihm geplanten Ausrichtung des Senders ansah - es dürfte ein wenig von beidem sein, das das Ende verursachte.

Synchro

Diese Serie ist ein Beispiel für eine außergewöhnlich gut gelungene Synchronisation, die sogar manchmal als dem Original überlegen angesehen wird. Schon alleine die Tatsache, dass man die Darsteller mit unterschiedlichen Akzenten belegt hat (nicht nur, dass LeBeau französisch akzentuiert spricht - darüber hinaus spricht Burkhalter österreichisch, Schultz bayrisch und Klink sächsisch) sorgt für eine sehr ungewöhnliche Atmosphäre für eine synchronisierte Serie. Darüber hinaus hat man in der Synchronisation das Stottern von Newkirk ebenso erst eingeführt wie Klinks Putzfrau Kalinke, mit der dieser gerne von Hogan aufgezogen wird. Der Dialogwitz dieser deutschen Fassung ist nach Meinung des Verfassers dieser Zeilen jedenfalls bisher noch von keiner Synchronisation übertroffen, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass Hogan's Heroes auch in der x-ten Wiederholung auf Kabel 1 bis zum vergangenen Sommer noch sehr gute Quoten einfuhren.

Fazit

Diese Serie ist ein echter Klassiker und ein Beispiel dafür, dass man mit ein wenig Phantasie und Anstrengung eine wirklich gelungene deutsche Version einer Serie herstellen kann. Der Autor dieser Zeilen jedenfalls wird die Serie auch in der nächsten Wiederholung wieder so oft wie irgend möglich ansehen - einfach, weil man wunderbar unterhalten wird. Natürlich arbeitet diese Serie nicht den zweiten Weltkrieg an sich auf, sondern nutzt ihn als Hintergrund für Comedy - aber das dafür vom Allerfeinsten - auf jeden Fall ein "Einschalt-Tipp".