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Cold Case


von Gisa von Delft


Diskutiert über Cold Case : Besucherkommentare (90)

Cold Case  
Originaltitel:
Cold Case

Deutscher Titel:
Cold Case - Kein Opfer ist je vergessen

Produktionsland:
USA

Genre:
Krimi

Erstausstrahlung:
September 2003

Status:
4. Staffel USA

Darsteller:
Kathryn Morris
  als Det. Lilly Rush
Danny Pino
  als Scotty Valens
John Finn
  als Lt. John Stillman
Jeremy Ratchford
  als Det. Nick Vera
Thom Barry
  als Det. Will Jeffries

Crew:
Jerry Bruckheimer
  Executive Producer
Shaun Cassidy
  Executive Producer (2003)
Meredith Stiehm
  Executive Producer
  Creator
Jonathan Littman
  Executive Producer

Mord hat offenbar immer Konjunktur, denn Fahndungsserien gibt es reichlich. Auch die Bruckheimer-Serie "Cold Case" ist eine solche, aber sie ist eine ganz Besondere unter ihnen.

Was sie dazu macht ist als erstes die Tatsache, dass hier nicht irgendwelche aktuellen Verbrechen akut aufgeklärt werden sollen, sondern es handelt sich um alte, mitunter uralte Fälle. Es geht halt um den "Cold Case", der schon so kalt ist, dass von heißen Spuren keinesfalls die Rede sein kann. So ist denn bei der Aufklärung auch keine Eile mehr geboten. Gefragt sind vielmehr Fingerspitzengefühl und ausgefeilte Technik um diese Fälle doch noch zu lösen.

Außerdem ist diese Serie ausgesprochen solide gemacht. Alles ist stimmig, gefällig, irgendwie rund. Die Charaktere passen, das Ambiente stimmt, die Schauspieler sind ausgezeichnet gewählt. Lilly Rush, die Detektivin, ist eine Sympathieträgerin, freundlich zugewandt und dennoch beharrlich - Eigenschaften, die einem Fahnder zweifellos gut zu Gesicht stehen und die glaubwürdig machen, dass so jemand in seinem Job erfolgreich ist und das trifft auf Detektiv Rush absolut zu. Ihr Assistent Scotty Valens hat zunächst Probleme mit einer Frau als Chefin und den wenig prestigeträchtigen Fällen. Das gibt sich jedoch recht schnell und die beiden werden ein gutes Team. In ihren jeweiligen Privatleben laufen die Dinge allerdings nicht immer so geschmeidig. Außerdem sind da noch, Tom Stillman, Rushs mit recht trockenem Humor gesegneter direkter Vorgesetzter, sowie die beiden Detectives Nick Vera und Will Jeffries.

Gut in Szene gesetzt ist die Vorgehensweise der Detectives. Da wird wirklich hingesehen, zugehört, Dinge zusammengebracht und auch akribische Kleinarbeit geleistet. Da fällt einem der Täter nicht einfach vor die Füße weil er plötzlich einen unsagbar dämlichen Fehler begeht und sich damit verrät, oder weil der Detective in geradezu hellseherischer Weise genau zum richtigen Zeitpunkt irgendetwas findet was den Täter entlarvt. Nein, beim Anschauen dieser Serie mag man tatsächlich glauben, dass die Ermittler genau so arbeiten, dass da wirklich deren Alltag dargestellt wird. Man kann dieser Serie ohne weiteres das Prädikat 'handwerklich wertvoll' verleihen.

Diese Leistung zeigt sich auch in den doppelt gecasteten Rollen. Es wird ja immer eine Zweifach-Besetzung benötigt, einmal für die Zeit der Tat und einmal für die Zeit der Ermittlung. Dieses Casting ist in allen bisher ausgestrahlten Folgen großartig gelungen. Man kann sich in der Tat vorstellen, dass es die gleiche Person in unterschiedlichem Lebensalter ist.

Ebenso erfreulich ist für den Zuschauer die wunderbare Gestaltung des Ambientes. Es ist schon eine wahre Freude für jemanden, der die Endsechziger bewusst erlebt hat, zu sehen, dass in einer Folge, deren Verbrechen zu der Zeit angesiedelt ist, in den Rückblenden einfach alles so ist, wie er es in Erinnerung hat. Das sind präzise die Klamotten, die man damals trug, als man selber die Musik von Jefferson Airplain in einem genauso eingerichteten Zimmer hörte. Mit Liebe gemacht, möchte man ausrufen, da stimmt jedes Detail. Und das gilt nicht allein für die Folge aus den Sechzigern. Die jeweiligen Zeitsprünge in den Folgen sind absolut gelungen. Da dürfte man, auch wenn man sich selber mal als Fahnder betätigt, kein Musikstück finden - ganz nebenbei gesagt ist auch die Auswahl der Stücke sehr gut - dass es zu der entsprechenden Zeit noch gar nicht gab (soll in Fernsehserien auch schon vorgekommen sein).

Noch eine Besonderheit ist, dass es in den Cold Case Folgen, obgleich sie nur 45 Minuten lang sind, gelingt, Entscheidendes aus der Vita von Täter und Opfer und deren Umfeld auszubreiten. Damit erhält der Zuschauer einen ausreichenden Einblick in die Konflikte der Beteiligten, ihre Lebenslügen oder geplatzten Träume. So werden ihm die daraus erwachsenen tragischen Ereignisse irgendwie plausibel und man denkt, auch wenn der Abspann - ach nein, das gibt es ja nicht mehr - also wenn die nachfolgende Vorankündigung gelaufen ist, noch darüber nach, selbst wenn sie letztlich mit dem eigentlichen Mord gar nichts zu tun hatten. Ja, man wird ein der Tat als Zuschauer ziemlich intensiv in die menschlichen Unebenheiten und manchmal auch die Abgründe der Seelen involviert.

Dieses ungewöhnliche emotionale Angesprochensein verfestigt sich auch am Ende einer jeden Folge mit der Musik unterlegten abschließenden Szenenrevue.

"Cold Case" ist einfach eine qualitativ hervorragende Serie und unter den Bruckheimer-Serien, die das wohl alle für sich beanspruchen dürfen, doch eine außergewöhnliche, die nicht nur ausgesprochene Krimifans ansprechen dürfte.