|
Episodenguide |
3x02 "Michael, the Guys and the great Snapple Caper"
[Die Rache des Michael G.]
| « |
|
» |
 |
|
Michael braucht einen neuen Job. Deswegen bewirbt er sich bei einer Chemiefirma namens "MetaChem Pharmaceuticals". Zusammen mit dem Sicherheitschef Karl sitzt er in dessen Büro beim Vorstellungsgespräch. Karl blättert Michaels Lebenslauf durch. Er bemerkt, dass Michael vor zwei Jahren als Minderjähriger für mündig erklärt wurde. Für ihn eine sehr große Verantwortung. Doch Michael versichert ihm, dass er mit Verantwortung umgehen kann (und erinnert sich dabei lebhaft daran, dass ihm nach der vierten Mahnung der Strom abgestellt wurde). Außerdem betont er, dass er großen Wert auf Selbstdisziplin legt (wobei ihm plötzlich durch den Kopf schießt, wie selbstdiszipliniert er war, als er sich einen riesigen Breitbandfernseher gekauft hat). Karl macht Michael darauf aufmerksam, dass ihm ein zweiter Job Probleme in der Schule bereiten könnte. Doch Michael ist sich sicher, dass er beide Jobs neben der Schule ohne Problem schafft (er nutzt die Zeit in der Schule sowieso nur dazu, sein Schlafdefizit auszugleichen, während alle anderen irgendwelche Arbeiten schreiben.). Am meisten interessiert es Karl, warum Michael eigentlich noch einen zweiten Job neben dem im "Crashdown" annehmen will. Da muss Michael an Maria denken, die seit Menschengedenken die Restaurantrechnungen bezahlt und langsam aber sicher ziemlich genervt ist. Deswegen sagt er es, wie es ist: Aus finanziellen Gründen. Aber er fügt noch hastig hinzu, dass er einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen möchte. Das scheint Karl zu überzeugen. Er geht auf Michael zu, schüttelt ihm die Hand und gratuliert ihm zu seinem neuen Job als Mitarbeiter des MetaChem-Sicherheitsdienstes. Beginn seiner ersten Schicht ist morgen nacht um 2 Uhr. Erst denkt Michael, er hätte sich verhört, doch dann erklärt Karl ihm, dass er die Nachtschicht hat, jede Nacht von 2 bis 7. Michael ist davon nicht sehr begeistert.
Seitdem Max von zu Hause ausgezogen ist, lebt er in seinem Wagen. Abends fährt er an den Steg am Fluss, wo er mit Liz schwimmen gehen wollte. Er sitzt in seinem Auto und liest einen Brief, in dem Liz ihm schreibt, wie ungerecht sie das Verhalten ihrer Eltern findet, und dass nichts sie auseinander bringen kann. Sie erzählt ihm, dass sie nachts von ihm träumt und immer denselben Traum hat: Hand in Hand fliegen sie in den klaren Nachthimmel.
Am nächsten Tag kommt Max am "Crashdown" vorbei. Er weiß, dass Liz gerade arbeitet und geht an die Glastür, um ins Café zu schauen. Liz sieht ihn an der Tür stehen, sie schauen sich an. Doch in dem Moment sieht Liz' Vater Max und geht zu seiner Tochter. Max dreht sich um und geht. Liz versucht, ihrem Vater klarzumachen, dass Max nicht reinkommen wollte und dass er nicht verhindern kann, dass sie sich sehen. Doch ihr Mr. Parker will nichts davon hören, sondern erst nach ihrer Schicht mit ihr reden. Er schickt sie an einen Tisch um eine Bestellung aufzunehmen. Liz geht zu den Gästen, ihr Vater schaut ihr hinterher. Er scheint sich Sorgen darüber zu machen, dass Liz und Max die von ihm und seiner Frau eingeführten Regeln nicht einhalten.
Als Kyle nach der Arbeit nach Hause kommt, findet er seinen Vater Jim schlafend auf dem Sofa vor. Er hört gar nicht, dass sein Sohn nach Hause kommt. Kyle geht noch einmal zur Tür und knallt sie lauter ins Schloss. Jim schreckt auf, sieht aber, dass es nur sein Sohn ist. Er erkundigt sich, wie die Arbeit war, doch Kyle will nicht wirklich darüber reden. Er hasst seinen Job und auch heute hat er wieder Bremsklötze aufarbeiten müssen. Er sieht die Post durch und öffnet einen Brief von der Bank, in dem seinem Vater mitgeteilt wird, dass seine Kreditwürdigkeit wegen des Rechtstreits eingeschränkt ist. Wütend knallt er den Brief auf den Tisch, geht in die Küche und holt sich was zu trinken. Er fragt seinen Vater, wie die Jobsuche für ihn läuft und ob er schon einen gut bezahlten Vollzeitjob gefunden hat. Jim setzt sich auf dem Sofa auf und deutet an, dass er vielleicht eine Möglichkeit gefunden hat, Geld zu verdienen. Da wird Kyle hellhörig: Sein Vater hat Aussicht auf einen Job? Doch Jim versucht, zu erklären, dass es sich nicht direkt um einen Job handelt, vielmehr um ein kleines Unternehmen. Doch Kyle findet das gut, er denkt, dass sein Vater ein Unternehmen aufbauen möchte und will Einzelheiten hören, will, dass sein Vater ihn stolz macht. Doch Jim beschließt, die Sache erst einmal noch ein wenig durchzudenken und seinem Sohn davon zu erzählen, wenn die Sache ein wenig ausgereifter ist.
Abends wartet Maria darauf, dass Michael in seiner Sicherheitsdienst-Uniform aus der Küche kommt. Doch Michael will sich nicht in den Klamotten zeigen, solange Maria noch da ist. Als Max zur Tür reinkommt, bleibt ihm keine andere Wahl. Er präsentiert sich den beiden in voller Montur. Maria und Max können sich ein Lachen nicht verkneifen und Max kann sich nur eine Erklärung für diesen merkwürdigen Aufzug vorstellen: Irgendein merkwürdiges Sex-Spielchen. Als Michael ihm von seinem neuen Job erzählt, traut er zunächst seinen Ohren nicht. Doch Michael ihn fragt, was er eigentlich bei ihm will, rückt er nur zögernd mit dem Grund seines Besuchs raus: Er fragt Michael, ob er einige Tage lang bei ihm übernachten könne. Michael hat nichts dagegen, solange er den ab und zu den Wagen seines Freundes benutzen kann.
Isabel ist unterdessen in einem Supermarkt unterwegs. Sie schlendert durch die Gänge, als ob sie sich nicht so ganz entscheiden könne, was sie eigentlich kaufen will. Dann sieht sie auf einmal [charlookup series=roswell; name=Jesse Ramirez;]Jesse in einem der Gänge stehen und geht auf ihn zu. Jesse schaut sie an und tut so, als würde es ihn unheimlich überraschen, Isabel zu so später Stunde noch in einem Supermarkt zu sehen. Die beiden umarmen und küssen sich. Jesse kann es nicht fassen, dass sie sich heimlich in einem Supermarkt treffen. Er fragt Isabel, warum sie ihren Eltern nicht einfach erzählt, dass sie mit ihm zusammen ist. Sie ist doch 18 Jahre alt, also eine erwachsene Frau! Doch Isabel sieht das ganze nicht so locker. Sie ist der Meinung, dass man ihre Eltern erst mal auf einen solchen Schock vorbereiten muss. Schließlich können sie sich kaum mit dem Gedanken anfreunden, dass sich ihre Tochter mit Jungen in ihrem Alter trifft, geschweige denn mit einem 26-jährigen Anwalt, der in der Kanzlei ihres Vaters arbeitet. Doch Jesse glaubt, dass mehr dahinter steckt. Er denkt, dass auch die Tatsache, dass er ein Latino ist, sie davon abhält, ihren Eltern von ihrer Beziehung zu erzählen. Doch darin sieht Isabel überhaupt kein Problem. Sie will lieber warten, bis das Leben für ihre Eltern einfacher geworden ist. Seitdem Max von zu Hause ausgezogen ist, sind sie ziemlich mit den Nerven fertig, und Isabel hält es für falsch, sie jetzt mit einer so großen Neuigkeit zu konfrontieren. Sie will einfach noch ein wenig warten. Die beiden küssen sich wieder, werden aber plötzlich von Kyle überrascht, der in dem Gang auftaucht. Erst merkt er nicht, dass die beiden in der Ecke stehen und sich küssen, doch als er sie erkennt, ist es ihm auf einmal peinlich, einfach so in die Szene hereingeplatzt zu sein. Jesse und Isabel lösen sich voneinander, werfen sich aber ertappte Blicke zu. Kyle weiß eigentlich nicht so recht, was er sagen soll. Stammelnd versucht er den beiden zu erklären, dass er eigentlich nur Erdnüsse kaufen wollte, weil sein Vater sie vergessen hatte. Doch irgendwie merkt er, dass er fehl am Platze ist und verschwindet gleich wieder. Jesse und Isabel schauen ihm hinterher, als ob man sie bei etwas Verbotenem erwischt hätte.
Währenddessen hat Michael seine ersten Nacht in dem neuen Job. Zusammen mit seinen anderen Kollegen Steve, George, Monk und Fly sitzt er in dem Überwachungsraum und beobachtet, was in den Gängen der Firma so vor sich geht. Es ist ruhig in dem Raum, die Männer konzentrieren sich auf ihre Arbeit und schauen auf die Überwachungsbildschirme. Michael sitzt vor seinem Monitor und kaut gelangweilt Kaugummi. Ihm ist klar: Wenn nicht bald etwas passiert, übersteht er die Nacht nicht. Also schaltet er kurzentschlossen einen der Monitore aufs Fernsehprogramm um, um sich das Eishockey-Rückspiel anzuschauen. Erst sind seine Kollegen ganz schockiert, doch auch sie finden die Arbeit alles andere als spannend, und so lassen sie sich bald von Michael dazu überreden, ihre Krawatten abzunehmen und eine etwas lockere Arbeitshaltung einzunehmen. Der Einzige, der Bedenken hat, ist Steve. Er findet es gar nicht gut, dass Michael sich und die anderen von der Arbeit abhält. Doch weil er kein Spielverderber sein will, macht auch er mit. Und so kommt es, dass sich die Arbeitsmoral der Truppe der zweiten Nachtschicht bei MetaChemlangsam aber sicher radikal verändert. Die Männer starren nicht mehr stumpfsinnig auf die Bildschirme oder in ihre Unterlagen, sondern haben jede Menge Spaß: Sie spielen Karten, schauen sich Sportsendungen im Fernsehen an, essen Pizza, machen Musik und trinken den Snapple-Saft aus der firmeneigenen Kantine.
Als Michael und Steve eines Abends einen ihrer Kontrollgänge durch die Firma machen, erzählt Steve ihm, wie sehr sich das Verhalten seiner Kollegen positiv verändert hat, seit Michael mit ihnen zusammen arbeitet. Er selbst hat dennoch ein schlechtes Gewissen dabei und bittet Michael, dafür zu sorgen, dass die Situation nicht außer Kontrolle gerät. Doch Michael ist nach wie vor der Meinung, dass Steve seinen Job viel zu ernst nimmt.
Aber eines Nachts, als er sich gerade mit seinen Kollegen über Maria unterhält, sieht er auf einem der Bildschirme, wie Karl den Ganz zum Überwachungsraum betritt. Hastig räumen sie die Pizza-Kartons, Flaschen und Karten weg, setzen ihre Mützen auf, stecken sich ihre Krawatten an die Hemden und setzen sich vor ihre Monitore. Mit ernstem Gesicht betritt Karl den Überwachungsraum. Er berichtet seinen Sicherheitsmännern davon, dass es einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften der Firma gegeben hat: Jemand hat mehrere Kisten Snapple-Pfirsichsaft aus der Kantine entwendet und der Kantinenmanager ist sich sicher, dass es einer der Angestellten sein muss. Michael schlägt vor, der Sache sofort nachzugehen. Bei diesen Worten bückt sich Karl und hebt etwas vom Boden auf: Es ist der Deckel einer Pfirsichsaftflasche. Er erklärt den Männern, dass sie gefeuert sind und unverzüglich ihre Schränke zu räumen haben. Betroffen schauen sich die Männer an. Besonders Steve scheint sehr schockiert über den Rauswurf zu sein.
Als Michael später bei sich zu Hause ankommt, platzt er geradezu vor Wut. Er beschwert sich, dass sie wegen der paar Flaschen Saft rausgeflogen sind. Dass es immer die kleinen Angestellten sind, die auf ihren Job angewiesen sind, die Fehler der anderen ausbaden dürfen. Maria kann sich nicht ganz vorstellen, dass Michael tatsächlich einen Finger krumm gemacht haben könnte. Doch das macht Michael nur noch wütender. Klar, sie hatten auf der Arbeit rumgealbert und Spaß gehabt, aber sie haben trotzdem ihren Job erledigt und keiner konnte die Firme betreten oder verlassen, ohne dass sie es gemerkt hätten. Sie hatten alles im Griff. Er geht zum Kühlschrank und nimmt sich eine Flasche Saft heraus. Als Maria den Inhalt des Kühlschranks sieht, kann sie es gar nicht glauben: In dem Kühlschrank stehen lauter Flaschen Snapple-Pfirsichsaft. Sie nimmt sich eine Flasche Saft und setzt sich neben Michael. Er gibt zu, dass er den Saft gestohlen hat, ist aber immer noch davon überzeugt, dass Karl das nicht gewusst, sondern nur vermutet hat. Maria fragt ihn danach, wie seine Kollegen es aufgenommen hatten, dass er gefeuert wurde. Da erzählt er ihr, dass nicht nur er, sondern alle ihren Job verloren haben. Doch er ist davon überzeugt, dass es nicht seine Schuld ist, denn schließlich hatten auch sie von dem Saft getrunken. Doch Maria glaubt, ihren Ohren nicht zu trauen. Für sie ist ganz klar, dass Michael verantwortlich für das ganze Desaster ist und macht ihm Vorwürfe. Doch Michael will ihr nicht mehr zuhören und geht nach draußen.
Als er am nächsten Tag zu einem Supermarkt geht, um einen Bewerbungsbogen auszufüllen, sieht er Steve, der sich ebenfalls für eine Stelle als Verkäufer bewirbt. Es erstaunt ihn, dass Steve sich für einen Job bewirbt, in dem er wesentlich weniger Geld verdient, als bei MetaChem. Doch Steve kann nicht wählerisch sein, denn schließlich hat er eine Frau und Kinder. Zuerst kann Michael nicht glauben, was er da hört. Doch dann erinnert er sich an die Bilder, die Steve auf seinem Arbeitsplatz stehen hatte. Es dämmert ihm, dass er seinen Kollegen viel mehr Schaden zugefügt hatte, als er zunächst geglaubt hat. Er will sich bei Steve entschuldigen, doch der will nichts davon hören. Eine Entschuldigung hilft ihm auch nicht weiter.
Nachmittags arbeitet Liz wieder im "Crashdown". Gerade als sie eine Bestellung an einen Tisch bringt, sieht sie, wie sich der Arm eines an die Wand gemalten Aliens bewegt und ihr zuwinkt. Fast gleichzeitig erscheint neben dem Kopf des Aliens eine Sprechblase: I miss you! Diese heimliche Nachricht bringt Liz ganz außer Fassung und sie vergisst, wer von den Gästen eigentlich was bestellt hat. Als sie wieder auf die Zeichnung schaut, steht in der Sprechblase: I want you!. Sie drückt den Gästen das Essen in die Hand und schaut noch einmal zu der Zeichnung hoch: I'm in the kitchen! Da von den Gästen keine Beschwerde kommt, dreht sie sich um und stürmt in die Küche. Dort fällt sie Max in die Arme und küsst ihn leidenschaftlich. Obwohl Max weiß, dass Liz' Vater im Café ist, ist er das Risiko eingegangen und musste sie sehen. Er will sich am Freitag um Mitternacht mit ihr treffen. Es soll eine Überraschung für sie sein. Als Liz ihren Vater nach sich rufen hört, schiebt sie Max zur Hintertür, küsst ihn noch einmal und schließt die Tür hinter ihm. Gerade noch rechtzeitig, denn in dem Moment kommt ihr Vater in den Hinterraum und will wissen, was sie gemacht hat. Sie erzählt ihm, dass sie den Müll rausgebracht hat, und geht an ihm vorbei wieder ins Café.
Zur gleichen Zeit sitzt Kyle über einem Hamburger am Tresen und starrt trübsinnig vor sich hin. Plötzlich kommt Isabel ins Café und setzt sich neben ihm. Sie will ihm erklären, was es mit der merkwürdigen Szene im Supermarkt auf sich hatte, doch Kyle will eigentlich nichts davon wissen. Isabel erzählt ihm, dass der Mann, mit dem er sie gesehen hat, Jesse Ramirez heißt und ihr Freund ist. Doch Kyle hat Jesse schon mal aus der Kanzlei ihres Vaters kommen sehen. Er vermutet, dass Jesse ein paar Jahre älter als Isabel ist, doch als er hört, wie alt Jesse wirklich ist, erkennt selbst er, dass der Altersunterschied für die beiden ein Problem werden könnte. Er fragt Isabel, ob sie ihm von ihrem Geheimnis erzählt hat, doch Isabel weiß genau, dass Michael und Max nicht damit einverstanden wären, noch jemanden einzuweihen. Sie selbst findet es eigentlich gar nicht so schlecht, sieht ihre Beziehung zu Jesse doch wie eine ganz normale Beziehung aus. Dennoch bittet sie Kyle, niemandem etwas zu erzählen. Kyle freut sich sehr, dass Isabel endlich jemanden gefunden hat, mit dem sie ihre Gefühle und ihr Leben teilen kann.
Max und Michael sitzen bei Michael am Tisch. Vor ihnen steht eine Palette von dem Snapple- Pfirsichsaft, den Michael auf der Arbeit hat mitgehen lassen. Max fragt Michael, ob er den Saft zurückgeben will, weil er dann denkt, dass er dann seinen Job wiederkriegt. Er will wissen, wieso Michael nicht einfach noch mehr Stunden im "Crashdown" arbeitet. Doch es geht Michael nicht um den Job, es geht ihm ums Prinzip. Er kann nicht akzeptieren, dass das Leben eines Menschen wegen ein paar Flaschen Saft kaputt gemacht wird. Er erzählt Max von Steve und seiner Familie und dass er den Job in der Firma dringend braucht. Er versucht, sich einzureden, dass er nicht Schuld daran ist, dass Steve geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt hat, bevor er einen anständigen Job in der Tasche hatte. Aber trotzdem fühlt er sich irgendwie verantwortlich. Für ihn sind seine Kollegen Freunde, mit denen er lachen, rumhängen und reden kann wie mit sonst niemandem. Er steht auf und nimmt die Palette vom Tisch. Als Max ihn fragt, ob er wirklich den Saft um diese Uhrzeit zurückgeben will, erzählt er ihm von seinem Plan: Er will sich in die Firma schleichen, den Saft dorthin stellen, wo der andere gelegen hat, dann in der Firma anrufen (anonym) und hofft, dass er so seinen Job wiederkriegt, wenn heraus käme, dass alles nur ein Missverständnis war. Doch Max glaubt, dass sein Plan nicht wirklich durchdacht ist und hofft, dass Michael noch eine andere Idee hat. Doch Michael ist nichts Besseres eingefallen. Also nimmt er den Saft und macht sich auf den Weg.
Bei MetaChem angekommen ist es für Michael ein Leichtes, unbemerkt in die Firma einzubrechen. Die Sicherheitstür macht er mit seinen Kräften auf und dann schleicht er sich ungesehen in die Kantine und stellt den Saft in das Regal mit den anderen Saft-Paletten. Als er wieder gehen will, hört er, wie sich die Tür der Kantine öffnet. Gerade noch rechtzeitig kann er sich verstecken. Karl kommt in die Kantine, geht zum Kühlschrank und nimmt sich etwas zu Essen heraus, und geht wieder. Er merkt nicht, dass noch jemand in der Kantine ist. Michael folgt und beobachtet ihn. Karl geht zu einem Sicherheitsschrank mit Proben. Er schiebt seine Karte in den dafür vorhergesehenen Schlitz und drückt mit seinem Daumen auf einen Knopf. Das rote Licht wird grün, die Tür lässt sich öffnen. Karl nimmt eine Petrischale aus dem Schrank und nimmt mit einem kleinen Stäbchen eine Probe von ihrem Inhalt. Die Probe tut er in ein kleines Gläschen, die Petrischale stellt er wieder zurück in den Schrank. Er verschließt den Schrank wieder, nimmt seine Karte und geht zur Sicherheitsschleuse. Wieder steckt er seine Karte in den Schlitz und drückt auf einen Knopf: In der Schleuse öffnet sich ein kleines Fach. Er legt die Probe hinein, nimmt seine Karte und geht wieder. Michael sieht, wie sich jemand hinter dem Glas der Schleuse nähert, die Probe herausnimmt und wieder geht. Karl ist ein Dieb!
Während Michael diese unglaubliche Entdeckung in der Firma macht, sitzt Kyle im Wohnzimmer vor dem Fernseher und wartet auf seinen Vater. Der kommt schließlich nach Hause und geht schnurstracks in die Küche. Doch Kyle findet es gar nicht so lustig, dass sein Vater zu so später Stunde nach Hause kommt. Er fragt ihn, wo er gewesen ist und ob er getrunken hat. Jim dreht sich schuldbewusst zu ihm um und sagt ihm, dass er in der Tat weg war, dass er an diesem Abend aber seine Unternehmenspläne ausgearbeitet hat. Er zieht sich einen Stuhl heran und setzt sich zu Kyle. Er versucht, seinen Sohn schonend auf das vorzubereiten, was er ihm gleich erzählen will. Er möchte, dass Kyle der Sache unvoreingenommen gegenübersteht obwohl er weiß, dass es sicher nicht das ist, was er sich unter den großen Geschäftsplänen seines Vaters vorgestellt hat. Aber für ihn ist es eine Sache, an der er mit seinem ganzen Herzen hängt. Er zieht einen Zettel aus der Tasche und hält ihn seinem Sohn hin. Kyle schaut sich den Zettel unbeeindruckt an: Zusammen mit seiner Band "The Kit-Shickers" hat Valenti am nächsten Tag seinen ersten Auftritt. Jim weiß, dass dieser Job zunächst nicht wahnsinnig einbringen wird, ist aber zuversichtlich, dass er mit seiner Band nach einer gewissen Zeit jedoch erfolgreich sein könnte. Doch Kyle findet das überhaupt nicht lustig. Er springt von der Couch auf und redet auf seinen Vater ein, fragt ihn, ob er die Rechnungen gesehen hat, sagt ihm, dass sie mit den Hypotheken im Rückstand sind und erklärt ihm, dass er versucht, die Familie mit einem Job über Wasser zu halten, den er über alles hasst. Er weiß, dass es seinen Vater hart getroffen hat, als er seinen Job als Sheriff verloren hat und er hat auch Verständnis dafür. Aber ihm wird die Rolle als Verantwortlicher in der Familie zu groß und er hat keine Kraft mehr, die beiden durchzubringen. Er weiß nicht, wie er seinem Vater erklären soll, dass die Lage sehr ernst ist und geht schließlich in sein Zimmer. Jim bleibt im Wohnzimmer auf seinem Stuhl sitzen.
Am nächsten Tag trifft Michael sich mit seinen Freunden Monk, Fly und George. Er erzählt ihnen, was er in der Nacht herausgefunden hat und dass Karl, seitdem sie alle ihren Job verloren haben, freie Hand in der Firma hat, weil er den Hauptschlüssel für alle Kameras hat und sie nach Belieben einfach ein- oder ausschalten kann. Er weiß nicht genau, was für eine Probe Karl gestohlen hat, aber da auch Genforschung in den Labor betrieben wird, ist er sich sicher, dass es sich um etwas sehr Wichtiges handeln muss. Michael ist überzeugt: Wenn sie beweisen, dass Karl der eigentliche Dieb ist, dann bekommen sie ihre Jobs wieder. Er will Karl überwachen und dann überführen. Doch die anderen sind nicht ganz so überzeugt. Doch Michael versucht, sie zu überzeugen: Er erklärt ihnen, dass sie nicht wegen des Safts gefeuert wurden, sondern damit Karl das klauen konnte, was immer er klauen wollte. Für ihn waren sie leichte Beute, inkompetente Mitarbeiter, denen keiner eine Träne nachweint. Sicher haben sie den Saft geklaut, aber sie haben ihren Job gut gemacht. Das scheint die anderen schließlich zu überzeugen. Sie hätten alle gerne ihren alten Job wieder. Also, erzählt Michael ihnen von seinem Plan.
Seitdem Karl sie rausgeworfen hat, arbeitet er nachts allein. Je länger er die Einstellung einer neuen Mannschaft hinauszögert, desto länger hat er freie Hand. Nachts schleichen sich Michael, Monk, Fly und George ins Gebäude. Während Michael in den Lüftungsschacht klettert, gehen die anderen in den Überwachungsraum und besorgen dort eine Kamera, mit der Michael Karl beim Diebstahl filmen soll. Er begibt sich in den Schacht über dem Raum mit den Proben und lenkt die Kamera auf Karl. Er filmt, wie sein ehemaliger Chef die Probe aus dem Schrank stiehlt und in die Schleuse legt. Dann filmt er, wie jemand die Probe aus der Schleuse herausnimmt. Währenddessen nimmt ein Video im Überwachungsraum alles auf. Doch irgend etwas stimmt nicht mit der Kassette: Bandsalat. Als Karl wieder zurück an seinen Arbeitsplatz gehen will, hört er, wie die Decke über ihm knarrt. Er schaut sich um, kann jedoch nichts Verdächtiges entdecken. Er geht weiter, dann knarrt die Decke wieder. Die Decke bricht ein und Michael fällt in einer großen Staubwolke aus dem Lüftungsschacht. Karl ist erst sehr erstaunt, ihn zu sehen, greift dann aber zu seinem Handy, um die Polizei zu rufen. Doch das kann Michael nicht wirklich beeindrucken, hat er doch ein kleines Video, dass er den Cops unbedingt zeigen muss. Daraufhin zieht Karl eine Pistole hervor und richtet sie auf Michael. Für ihn sieht das ganz einfach aus: Er hat aus Notwehr einen Einbrecher erschossen. Er will wissen, wo das Videoband ist. Michael merkt, dass es Karl ernst ist und sucht fieberhaft nach einem Ausweg. Er hebt seine Hand ein wenig an und bringt die Decke über Karl zum Einsturz. Karl, der damit nicht gerechnet hat, fällt unter den herabfallenden Trümmern zu Boden. Doch Michael hat nicht gewußt, wie schwach die Konstruktion der Decke ist. Sie bricht auch über ihm ein und er fällt hin. Er versucht, an die Waffe zu kommen, ist aber nicht schnell genug. Karl kommt wieder auf die Füße und richtet die Waffe erneut auf Michael. Doch dann wird er von einer energischen Stimme hinter sich aufgefordert, die Waffe fallen zu lassen: Es ist Sheriff Hanson. Er hatte im Überwachungsraum angerufen, weil er im Revier ein Funksignal empfangen hatte, dass das Sicherheitssystem bei Meta-Chem gestört war. Monk hatte das Telefon abgenommen und dem Sheriff versichert, dass alles in Ordnung war. Doch als Hanson ihm nach dem Passwort gefragt hatte, war er aufgeschmissen: Welches Passwort? Daraufhin ist Hanson sofort in die Firma gefahren und konnte Karl zur rechten Zeit überwältigen. Zusammen gehen sie in den Überwachungsraum, doch als Hanson das zerstörte Videoband sieht, ist er nicht ganz so überzeugt von dem, was die Jungs ihm erzählt haben. Doch Michael gibt nicht so schnell klein bei: Er schnappt sich die Kassette und repariert sie mit seinen Kräften. Dann schiebt er sie in das Abspielgerät und alle können sehen, wie Karl die Probe aus dem Labor stiehlt. Hanson führt Karl ab und liest ihm seine Rechte vor, Karl und seine Kollegen sind bereit, die ihre Schicht in der Firma zu übernehmen und am nächsten Morgen ins Revier zu kommen: Sie haben ihre Jobs wieder.
Unterdessen treffen sich Liz und Max heimlich. Max fährt mit ihr zum Staudamm. Sie will wissen, was er vorhat, doch dann sieht sie es: Er hatte einen Drachen besorgt und will mit ihr durch die Nacht fliegen, genau wie in ihrem Traum. Sie schnallen sich am Drachen fest, Max stößt den Drachen vom Boden ab und dann fliegen sie: In den sternenklaren Himmel, in die vollmondhelle Nacht.
Kyle hatte sich inzwischen damit abgefunden, dass sein Vater allem Anschein nach ein Country-Sänger werden wollte. Am Abend des Auftritts sitzt er an der Bar und fühlt sich überhaupt nicht wohl in seiner Haut. Ihm ist es peinlich, seinen Vater auf der Bühne zu sehen und als die Band dann anfängt zu spielen, ist es ihm noch viel peinlicher. Er mag Country-Musik nicht und kann sich nicht vorstellen, dass andere begeistert davon sind. Er schaut sich in der Bar um, und zu seinem Erstaunen sieht er, wie die anderen Gäste im Takt der Musik mitklatschen und sich zu dem Rhythmus bewegen. Er kann nicht glauben, dass die Leute die Musik seines Vaters wirklich mögen, doch als er sieht, wie gut sein Vater mit seiner Band ankommt, spürt er so etwas wie Stolz in sich aufsteigen. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht und er erkennt, dass sein Vater endlich was gefunden hat, was ihm richtig Spaß macht.
Als Liz und Max von ihrem Ausflug nach Hause kommen, ist es schon sehr spät in der Nacht. Das "Crashdown" liegt im Dunkeln, und auch sonst gibt es keine Anzeichen dafür, dass Liz' Eltern wach sind und auf sie warten. Liz ist immer noch ganz begeistert von dem Drachenflug, sie kann nicht glauben, was Max für sie getan hat. Immer und immer wieder bedankt sie sich, küsst und umarmt ihn. Sie verabschieden sich voneinander und Liz geht nach oben. Max geht zur Tür des Cafés, als er plötzlich die Stimme von Mr. Parker hinter sich hört. Er hatte die beiden beobachtet und will wissen, wo sie die Nacht verbracht haben. Max dreht sich um und versichert ihm, dass sie nichts Unrechtes getan haben. Doch Mr. Parker glaubt ihm nicht. Für ihn ist es schon unrecht, dass sie beiden sich getroffen haben. Es interessiert ihn nicht, wie sehr Liz und Max sich lieben, für ihn ist klar, dass Max seine Tochter in tödliche Gefahr gebracht hat, als er sie zu dem Überfall in Utah überredet hat. Er will, dass Max ihm versichert, dass Liz nicht in Gefahr ist, wenn sie mit ihm zusammen ist. Er schaut Max fest in die Augen und fordert ihn auf, ihm zu versichern, dass Liz bei Max in absoluter Sicherheit ist. Doch das kann Max nicht. Er schaut Mr. Parker in die Augen und schweigt. Das war genau das, was Liz' Vater erwartet hat. Er sagt Max, dass er Liz niemals wiedersehen wird, und wenn doch, dann würde er Liz in das nächste Flugzeug nach Vermont schicken, in ein Mädcheninternat, weit genug von Max. Max kann nicht glauben, dass Liz' Vater zu so etwas fähig wäre, nur um ihn von ihr fernzuhalten. Wie betäubt steht er im Café, noch lange, nachdem Mr. Parker wieder nach oben gegangen ist.
Nachdem seine Schicht beendet ist, geht Michael zu dem Haus von Steve um ihm mitzuteilen, dass er seinen Job wiederhat. Steve kann zunächst nicht glauben, was seine Kollegen gemacht haben und fragt Michael, warum er sich so in Gefahr gebracht hat. Doch das weiß Michael selbst nicht so genau. Vielleicht, weil es sein erster richtiger Job in seinem Leben war und er seinen Start ins Leben nicht mit dem falschen Fuß anfangen wollte. Steve bedeutet es sehr viel, was Michael für ihn getan hat, auch wenn er ihn deswegen doch ein wenig für verrückt hält. Doch das ist für Michael nichts Neues: "Willkommen in meiner Welt!"
|
|
|