Medium


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: 1x01 Pilot
:: 1x02 Suspicions and Certainties
:: 1x03 A Couple of Choices
:: 1x04 Night of the Wolf
:: 1x05 In Sickness and Adultery
:: 1x06 Coming Soon
:: 1x07 Jump Start
:: 1x08 Lucky
:: 1x09 Coded
:: 1x10 The Other Side of the Tracks
:: 1x11 I Married a Mind Reader
:: 1x12 A Doctor, a Priest and a Medium Walk into an Execution Chamber
:: 1x13 Being Mrs. O'Leary's Cow
:: 1x14 In the Rough
:: 1x15 Penny for Your Thoughts
:: 1x16 When Push Comes to Shove - Part 1


Episodenguide


1x03 " A Couple of Choices"

[SchnappschĂŒsse im Jenseits]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Leserkommentare (1) » 

Regie:
Jeff Bleckner
Drehbuch:
M. Angeli, G. G. Caron

Hauptdarsteller:
Patricia Arquette (Allison Dubois)
Jake Weber (Joe Dubois)
Sofia Vassilieva (Ariel Dubois)
Maria Lark (Bridgette Dubois)
Miguel Sandoval (Staatsanwalt Devalos)

Gaststars:
David Cubitt (Det. Lee Scanlon)
Kendahl King (Devalos' Assistantin Sondra)
Silas Weir Mitchell (Mr. Conrad)
Donna Bullock (Marriage Counselor)
Jon Sklaroff (Mr. Rondell)
Paul Schackman (Aerospace Engineer)
Sam Vance (Officer)
Neal Matarazzo (Interrogating Detective)
Brandon Keener (Tim)
Phe Caplan (Donna)
Pia Artesona (Crying Woman)
Seth Walker (Detective #1)

 Kurzinhalt
Allison trÀumt von einem Ehepaar, das sich gegenseitig umbringt. Kurz danach wird sie einem Kriminalbeamten vorgestellt, dessen Schwester und ihr Mann sich auf diese Weise umgebracht haben. Allison ahnt, dass es eine Verbindung zwischen ihrem Traum und dem realen Fall gibt, doch der betroffene Beamte lehnt ihre Hilfe kategorisch ab.


 Inhalt
In einer Eheberatungsstunde zielt der Mann mit einer Pistole auf den Kopf seiner Frau, die ihn lĂ€chelnd anschaut. Der Mann drĂŒckt ab, die Eheberaterin lobt ihn begeistert fĂŒr die AusfĂŒhrung dieses Schrittes.

Allison erwacht und berichtet ihrem fragenden Mann, sie habe einen verrĂŒckten Traum gehabt, was jener mit den ironischen Worten: "Das kenne ich ja gar nicht von dir", kommentiert.

Am Morgen sitzt Joe Dubois mit den zwei Ă€lteren Töchtern auf dem Sofa und ein offensichtlich verschwörerisches GesprĂ€ch verstummt, als Allison hereinkommt. Sie stellt fest, dass es sinnlos wĂ€re, geheime Vorbereitungen fĂŒr ihren anstehenden Geburtstag zu treffen, da sie es ja doch "erfahren" wĂŒrde. Dann berĂ€t Allison mit Joe ĂŒber ihren Traum. Joe fĂŒhrt ihn auf eine Fernsehsendung des Vorabends zurĂŒck, in der es um Eheberatungen ging und lĂ€sst dazu in paar seiner humorigen Bemerkungen fallen.

Staatsanwalt Devalos fĂŒhrt ein etwas heftiges GesprĂ€ch mit seinem Bekannten, Detective Lee Scanlon. Sie befinden sich an einem Tatort, wo ein totes Ehepaar aufgefunden wurde: sie wurde ermordet, er beging Selbstmord. Det. Scanlon ist ĂŒberzeugt, an dieser Tat sei noch eine dritte Person beteiligt, sie gehöre zu einer Mordserie, von der er völlig besessen ist. Devalos gelingt es nicht, ihn von dieser Meinung abzubringen. Er bittet Allison, sich den Tatort einmal anzusehen.

Det. Scanlon berĂ€t dort mit Allison ĂŒber den Fall und berichtet von seinem sicheren Instinkt fĂŒr derartige ZusammenhĂ€nge. Auch erzĂ€hlt er von der Mordserie, dessen erste Opfer seine Schwester und ihr Ehemann gewesen seien. Allison bittet ihn nun, sie allein in dem Raum zu lassen, da sie sich nur so richtig konzentrieren könne.

Eine Frau steht in dem Raum, in dem sich Allison mit den Leichen befindet. Sie sei die Mittlerin, sagt sie, und: er habe gute Arbeit geleistet. Es sei passiert, weil die beiden einander mehr geliebt hĂ€tten, als ihr Leben - das mĂŒsse Allison unbedingt verstehen.

Allison bestĂ€tigt Det. Scanlon, dass er Recht habe, eine dritte Person habe den Paaren das angetan. Scanlon ist erfreut und möchte nun wissen, was fĂŒr eine kiminologische Spezialistin Allison sei. Als Develos ihm Allisons "Arbeitsweise" erklĂ€rt, wird der Detective sauer. Denn er fordert eine Sondereinheit und die werde er wohl kaum wegen eines Traums bekommen. Auch Allison ist jetzt verĂ€rgert ĂŒber die Abweisung - schließlich sei sie doch auf Scanlons Seite. Sie erklĂ€rt, dass sie im Traum Bilder von den Toten sĂ€he, und zwar zuerst den toten Mann, dann die Frau. Diese Theorie, beschwert sich Scanlon, wĂŒrde aber den Fakten total widersprechen. Nach weiteren Auseinandersetzungen stellt Develos fest, dass eine Zusammenarbeit wohl unmöglich sei. Allison bemerkt schließlich noch, dass sie in den drei Tatort-Bildern noch eine dritte, an einem sogar eine vierte Person gesehen habe.

Detective Scanlon wird zu einem neuen Fall aufs Revier gerufen. Ein ziemlich durchgedreht erscheinender Mann erzĂ€hlt aufgelöst, er sei gezwungen worden, die Waffe auf seine Frau zu richten, doch die Waffe sei nicht geladen gewesen. Dann habe der andere die Frau erschossen und ihm die Tatwaffe in die Hand gedrĂŒckt und sei verschwunden. Und er hĂ€tte ja offensichtlich erreicht, was er wollte, man solle ihn, den Ehemann, fĂŒr den TĂ€ter halten.

Als Scanlon mit Allison auf dem Weg zum Tatort ist, offenbart er ihr bezĂŒglich der vierten Person, die sie an einem der Tatorte sah, seine Schwester sei schwanger gewesen. Jetzt informiert er sich auch Ă€ußerst aufgeschlossen und freundlich ĂŒber ihre FĂ€higkeiten. Scanlon entdeckt ein Hochzeitsfoto des Paares, das er mitnimmt.

Am Tatort versucht Allison, ihre Augen vor einem Blitz-Gewitter zu schĂŒtzen. Auch im Traum habe sie diese Blitze gesehen. Sie mĂŒsse sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass sie Mörder suchten und keine Fotografen, stellt sie fest.

Im Hause Dubois spielt sich eine turbulente, aber dennoch fröhliche Familienszene ab, die von einem Anruf Scanlons unterbrochen wird, der Allison darĂŒber informiert, dass das Hochzeitsfoto von dem gleichen Fotografen gemacht worden sei, der diese auch bei seiner Schwester machte.

Am darauffolgenden Morgen - Allisons Geburtstag, zu dem ihre Familie zu Allisons Leidwesen eine große Überraschungsparty geplant hatte - stĂŒrmt die Polizei die Wohnung des abwesenden Fotografen. Die WĂ€nde sind mit Bildern der Leichen gepflastert. Man findet Akten, aus denen hervorgeht, dass die Paare zuvor genau beobachtet wurden. In einigen Akten befindet sich kein Hochzeitsfoto und Allison weiß, welches dieser Paare das nĂ€chste Opfer sein wird - und zwar in KĂŒrze.

Die Szenerie in dem Raum entspricht prĂ€zise der, die der durchgedrehte Ehemann auf dem Revier geschildert hatte. Ein maskierter Mann hat einer Frau die Pistole an den Kopf gesetzt. Er spricht den hereinkommenden Ehemann an - doch stattdessen steht Scanlon mit erhobener Waffe in der TĂŒr, begleitet von einem Aufgebot an Polizisten. Der Maskierte lĂ€sst die Waffe fallen und redet, wĂ€hrend er abgefĂŒhrt wird, einiges psychopathisches Zeugs.

Allison kommt nach Hause und findet die Wohnung anscheinend verlassen. Als sie sich erschöpft auf das Bett legt erscheint Joe und informiert die erstaunte Allison darĂŒber, dass er die Kinder gut untergebracht habe. Er habe als GeburtstagsĂŒberraschung fĂŒr sie beide Tickets nach Mexiko. Allison solle schnell das Nötigste packen, in einer Stunde ginge die Maschine. Allison verspricht, das zu tun und als Joe den Raum verlassen hat, zieht sie lĂ€chelnd eine fertig gepackte Reisetasche unter dem Bett hervor.


 Episodenreview
von Gisa von Delft

Da es der Crime-Serien genug gibt, soll der eigentliche Fall hier mal hinten an gestellt werden. Was diese Serie zu dem macht, was sie ist, sind schließlich Allison Dubois' paranormale FĂ€higkeiten. Dieser Charakter wird zweifellos von Patricia Arquette hervorragend dargestellt. Ohnehin ist an der Cast eigentlich nichts auszusetzen.

Es gibt ein flottes Zusammenspiel von Allison und Joe Dubios, dass fĂŒr meinen Geschmack bisher allerdings recht weit jenseits des normalen Umgangs eines Paares miteinander angesiedelt ist. Es wĂ€re wirklich traumhaft, wenn zwei Menschen sich in jeder Situation die ironischen BĂ€lle so zuwerfen - und auffangen - könnten, dass damit jede Eskalation vermieden wird. Auf diese Weise könnte so manche Beziehung hervorragend funktionieren. Dieses Miteinander taugt wunderbar als Stilmittel fĂŒr einen Spielfilm - in ganz ausgezeichneter Weise hĂ€ufig von Ernst Lubitsch benutzt. In einer Serie jedoch, die wohl eher den (wie auch immer) normalen Alltag spiegeln soll, wirkt das nur beim ersten Hinsehen erfreulich und nutzt sich dann rapide ab. Nur ganz gelegentlich eingestreut wĂŒrde es wohl einen besseren Effekt erzielen.

In der Familie entsteht dadurch doch letztlich eher eine "Friede-Freude-Eierbacken" AtmosphÀre, die im Gegensatz zu alten Serien aus weit vergangenen Zeiten vor allem von der Ironie lebt, die stÀndig alles zu retten imstande ist. Sorry, aber einen derartig duldsamen, geduldigen Ehemann kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Ähnlich geht es mit der Schlagfertigkeit Allisons. Auch hier ist es nicht glaubhaft, dass ein Mensch das stĂ€ndig so handhaben kann. Das ist einfach etwas zuviel des Guten.

Auch wird hier ja sehr geschickt ausgespart, was mit den Kindern und dem Haushalt passiert, wenn beide Eltern dermaßen beruflich involviert sind. Joe, der als Luftfahrtingenieur wohl auch kaum eine Halbtagsstelle bekleiden dĂŒrfte, wird diesbezĂŒglich sicher nicht die AktivitĂ€ten seiner Frau auffangen können.

Aber: das sind natĂŒrlich zunĂ€chst vorlĂ€ufige EindrĂŒcke, vielleicht und hoffentlich Ă€ndert sich das im Verlauf der Serie noch ein bisschen.

Der Fall an sich war ordentlich inszeniert und die nicht ĂŒbertrieben ausgiebig geschilderte Polizeiarbeit kommt mir - als bekennendem Nicht-CSIer - durchaus entgegen. Im Prinzip sind die verschiedenen Elemente der Serie ganz gut und unterhaltsam durchmischt. Versteckte politische Botschaften - die ja von einigen dieser Serie angelastet werden - konnte ich im Gegensatz zur vorherigen in dieser Episode nicht entdecken.

Wollen wir also abwarten, wie sich das weiter entwickelt...