Lost


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs


:: 6x01 LA X Part 1
:: 6x02 LA X Part 2
:: 6x03 What Kate does
:: 6x04 The Substitute
:: 6x05 Lighthouse
:: 6x06 Sundown
:: 6x07 Dr. Linus
:: 6x08 Recon
:: 6x09 Ab Aeterno
:: 6x10 The Package
:: 6x11 Happily ever after
:: 6x12 Everybody Loves Hugo
:: 6x13 The last Recruit
:: 6x14 The Candidate
:: 6x15 Across the Sea
:: 6x16 What they Died for
:: 6x17 The End, Part 1
:: 6x18 The End, Part 2


Episodenguide


6x15 "Across the Sea"

[dt. Titel noch nicht festgelegt]


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 Synopsis
Eine junge Frau, hochschwanger, in einem Kleid der Römerzeit, wird vollkommen erschöpft an den Strand der Insel gespĂŒlt. Sie rafft sich auf, kĂ€mpft sich ins Inselinnere vor und findet schließlich einen Bach mit trinkbarem Wasser. Als sie dort ihren Durst stillt, erschreckt sie ĂŒber das Spiegelbild einer anderen Frau. Jene bedeutet ihr, dass sie ihr helfen will.

Sie fĂŒhrt die Schwangere, deren Name Claudia ist, zu ihrer Behausung, wo sie ihr zu Essen gibt und ihre Wunden versorgt. Die Frau lĂ€sst Claudia wissen, dass sie ganz allein sei und genau wie Claudia durch einen UnglĂŒcksfall auf die Insel kam. Weitere Fragen wehrt sie ab und um andere Überlebende ihres Schiffbruchs solle sich Claudia keine Gedanken machen, die wĂŒrde die Frau schon finden, wenn es welche gĂ€be.

Jetzt setzten bei Claudia die Wehen ein und die Frau entbindet sie von einem Jungen, der den Namen Jacob tragen soll. Doch das war noch nicht alles: Zur Überraschung kommt noch ein weiteres Baby, ein zweiter Junge, fĂŒr den die Mutter keinen Namen ĂŒberlegt hat. Die Frau wickelt die Babys in TĂŒcher - Jacob in ein helles, das andere Kind in ein dunkles, legt sie beiseite und wendet sich wieder Claudia zu. Als sie das zweite Baby sehen will sagt die Frau nur: " Es tut mir so Leid", greift nach einem dicken Stein und erschlĂ€gt die junge Mutter damit.

Der inzwischen halbwĂŒchsige, dunkelhaarige Zweitgeborene findet am Strand ein Senet-Spiel (altĂ€gypt. VorlĂ€ufer des Backgammon). Er fragt seinen Bruder Jacob, ob er es mit ihm spielen möchte. Jacob interessiert es, woher sein Bruder weiß, wie man es spielt. Er wisse es einfach, lautet die Antwort. Allerdings muss Jacob verprechen, der Mutter nichts von dem Spiel zu erzĂ€hlen, weil sie es sonst wegnĂ€hme. Jacob, der einen der weißen Spielsteine in der Hand hĂ€lt willigt mit Freuden in das Spiel ein.

Als Jacob allein zur Mutter, die mit dem Weben eines Stoffes beschĂ€ftigt ist, zurĂŒckkommt, will sie wissen, wo der Bruder ist. Er sei noch am Strand und starre auf's Wasser teilt Jacob ihr mit. Was sie gemacht hĂ€tten, fragt sie weiter und Jacob sagt, sie seien nur ein wenig gelaufen. Doch das nimmt ihm die Mutter nicht ab. Sie fordert ihn, bei seiner Liebe zu ihr, auf, zu sagen, was passiert sei.

Die Frau setzt sich am Strand zu Blacky (wie der Zweitgeborene hier fortan genannt wird), der ganz richtig vermutet, dass Jacob erzĂ€hlt hat, was er gefunden hat. Sein Bruder könne halt nicht lĂŒgen, er sei so ganz anders als als er, verrĂ€t sie Blacky lĂ€chelnd und nicht ohne Bewunderung fĂŒr ihn. Er sei besonders, fĂŒgt sie hinzu und erlaubt ihm, das Spiel, das sie genaugenommen fĂŒr ihn dort hinterlassen habe, zu behalten. Es kĂ€me also von ihr, konstatiert der Junge. Woher es sonst kommen solle, die Insel sei alles, was existiere, stellt sie klar. Auf die Frage, woher sie denn kĂ€men erwidert die Frau, er und sein Bruder kĂ€men von ihr und sie von ihrer Mutter, die tot sei. Was 'tot' wĂ€re, will Blacky wissen und die Frau entgegnet, etwas, worum er sich niemals Sorgen machen mĂŒsse. Sie drĂŒckt ihm einen Kuss auf die Stirn, wĂ€hrend der Junge auf die Brandung starrt.

Jacob und Blacky jagen ein Wildschwein, das plötzlich von einem fremden Speer getroffen zu Boden geht. Erschrocken verstecken sich die Jungs und beobachten drei MĂ€nner, die das Tier wegtragen. Sie rennen aufgeregt zu ihrer Ziehmutter und berichten, was sie beobachtet haben. Diese MĂ€nner seien nicht wie sie, korrigiert sie die Behauptung Jacobs, sie gehörten hier nicht hin. Sie selber seien aus einem bestimmten Grund hier. Es sei zu frĂŒh, behauptet sie, als die Jungs den Grund erfahren wollen. Doch als Blacky erneut insistiert ĂŒberlegt sie es sich anders.

Sie fĂŒhrt die Jungs mit verbundenen Augen einen Weg entlang, wĂ€hrend sie einrĂ€umt, von den Leuten gewusst zu haben. Doch sie seien gefĂ€hrlich. "Sie kommen, kĂ€mpfen, sie zerstören, sie verderben. Und es endet immer gleich", erlĂ€utert sie. Von wo sie kĂ€men, will Blacky wissen. Von einem anderen Teil der Insel, nach dem sie niemals schauen dĂŒften, warnt die Mutter. Sie wĂŒrden sie verletzen, fĂŒgt sie hinzu mit der ErklĂ€rung, es seien Menschen und das wĂ€re es, was Menschen tĂ€ten. Doch sie seien auch Menschen, ob sie einander nicht verletzen könnten, wirft Blacky ein. Die Frau streift den Jungs die Schals von den Augen und erklĂ€rt eindringlich, sie habe es so eingerichtet, dass sie einander niemals verletzen könnten.

Jetzt sind sie an einem Ort angekommen, an dem der Bach in eine Höhle fließt, aus der ein goldenleuchtendes Licht scheint. Dort unten, erklĂ€rt die Frau, nachdem sie die Kinder ermahnt hat, nicht hineinzugehen, sei das wĂ€rmste, hellste Licht, das sie je gesehen oder gefĂŒhlt hĂ€tten. "Und wir mĂŒssen darauf aufpassen, dass niemand es jemals findet", benennt sie jetzt ihre spezielle Aufgabe. Es sei wunderschön, findet Blacky. Die Frau kann das nur bestĂ€tigen und fĂŒgt hinzu: "Und genau darum wollen sie es, weil ein wenig von diesem Licht in jedem Menschen ist. Aber sie wollen immer mehr." Wenn sie es zu nehmen versuchten, könnten sie es zum Verlöschen bringen, ergĂ€nzt sie, und wenn das Licht hier ausginge, geschehe das ĂŒberall. "Und darum habe ich diesen Ort beschĂŒtzt. Doch ich kann ihn nicht fĂŒr immer beschĂŒtzen", lĂ€sst sie die Jungs wissen. Wer es dann tun werde, fragt Blacky. Die Frau schaut die Jungs einen nach dem anderen an und antwortet dann: "Es wird einer von euch sein mĂŒssen."

Wieder einmal spielen die beiden BrĂŒder das Senet-Spiel. Blacky untersagt Jacob einen Zug, weil er gegen die Regeln sei. Da er es gefunden habe, verteidigt sich Blacky gegen Jacobs Protest, wĂŒrden auch seine Regeln gelten. "Eines Tages kannst du dir dein eigenes Spiel ausdenken, und dann werden alle deinen Regeln folgen mĂŒssen", vertröstet er seinen Bruder. Plötzlich sieht er zwischen den BĂ€umen eine junge Frau. Claudia steht dort, doch als auch Jacob in die Richtung schaut, sieht er ganz offenbar nichts. Blacky steht auf und sagt, er wolle etwas an den Strand gehen. Ein StĂŒck entfernt sieht er Claudia erneut. Als er sie fragt, warum Jacob sie nicht sĂ€he, erwidert sie, weil sie tot sei. Sie fordert ihn auf, mit ihr zu kommen, weil sie ihm zeigen wolle, wo er herkĂ€me, einen Ort am anderen Ende der Insel.

Blacky wird von Claudias Geist zu einem Dorf gebracht, indem sich reges Leben abspielt. Sie erlÀutert, wie die Leute vor 13 Jahren herkamen und dass es, im Gegensatz zu den Worten der Frau, vieles jenseits des Meeres gÀbe. Auch erfÀhrt er, dass die andere Frau nicht seine Mutter ist, sondern Claudia.

In der Nacht schleicht sich Blacky mit einer gepackten Tasche zu Jacob. Er weckt ihn und fordert ihn auf, mitzukommen. Ein StĂŒck vom Lager entfernt erklĂ€rt er seinem Bruder, dass er zu den Menschen gehen werde, die die Frau, die gar nicht ihre Mutter sei und sie in allem belogen habe, verleumdet hĂ€tte. Es seien ihre Leute, versucht er Jacob klarzumachen und er wolle ihn mit dorthin nehmen. Doch Jacob wird wĂŒtend ĂŒber das, was er hört und er will nicht, dass Blacky weiter so spricht. Er wirft ihn zu Boden und prĂŒgelt auf ihn ein, bis die Frau auftaucht und ihn zurĂŒckhĂ€lt. Blacky eröffnet ihr, dass er wisse, dass er ĂŒber das Meer hierhergekommen sei und dass er nach Hause gehen werde. Er wirft ihr vor, seine Mutter, die ihm die Leute gezeigt habe, getötet zu haben. Die Frau schaut fassungslos. Sie sei auch seine Mutter gewesen, wendet Blacky sich jetzt an seinen Bruder, sie gehörten nicht hierher und er möge mit ihm kommen. Doch Jacob will nicht mit ihm gehen. Jetzt wendet sich die Frau Blacky zu und sagt eindringlich: "Mein Liebling, du musst wissen, was auch immer dir gesagt wurde, dir wird es nie möglich sein, die Insel zu verlassen". Das sei nicht wahr, wehrt Blacky ab, und eines Tages werde er es beweisen. Damit zieht er von dannen.

Die Frau sitzt mit Jacob am Strand. Jacob will wissen, ob sie glaube, sein Bruder werde wiederkommen. Doch die Frau ist sicher, dass das nicht geschieht. Jacobs Frage nach der Tötung seiner Mutter beantwortet sie wahrheitsgemĂ€ĂŸ und begrĂŒndet: "HĂ€tte ich sie leben lassen, hĂ€tte sie euch zurĂŒck zu ihren Leuten gebracht und diese Leute sind böse, Jacob, sehr böse. Ich konnte nicht zulassen, dass ihr welche von ihnen werdet. Ihr musstet unbedingt gut bleiben. Ob er gut sei, fragt Jacob und die Frau bestĂ€tigt das. Warum sie dann seinen Bruder mehr liebe als ihn, fĂ€hrt er fort. Sie liebe sie beide auf unterschiedliche Weise, versichert die Frau. Dann fragt sie ihren Ziehsohn: "Wirst du bei mir bleiben, Jacob? Bitte?" "Ja", antwortet der Junge und fĂŒgt nach einer kleinen Pause hinzu: "FĂŒr eine Weile".

30 Jahre spĂ€ter: Der erwachsene Jacob steht vor einer Webarbeit und fragt seine Ziehmutter nach ihrer Meinung. Sie bestĂ€tigt ihm, es sei sehr schön und entschuldigt ihren gedĂ€mpften Enthusiasmus damit, dass sie mĂŒde sei.

Jacob beobachtet das Treiben im Dorf. Dann entdeckt sein Bruder ihn und sie treffen sich außerhalb des Dorfes zu einem Senet-Spiel. Jacob muss ihm auf die Erkundigung, ob die Ziehmutter nach ihm frage, eine negative Antwort geben. Blacky will wissen, warum Jacob sie beobachte. Er wolle herausfinden, erwidert Jacob, ob die Mutter Recht gehabt hĂ€tte. "Oh, du meinst meine Leute", erkennt Blacky, "du willst wissen, ob sie böse sind. Diese Frau mag zwar verrĂŒckt sein, aber damit hat sie definitiv recht." Sie kĂ€men ihm gar nicht so vor, gesteht Jacob ein. Jacob sĂ€he das ja auch nur aus der Ferne, erlĂ€utert Blacky, doch er habe jetzt 30 Jahre unter ihnen gelebt. Sie seien habgierig, unzuverlĂ€ssig, manipulativ, selbstsĂŒchtig. Das er dennoch unter ihnen lebt begrĂŒndet er damit, dass sie nur Mittel zu dem Zweck seien, die Insel zu verlassen. Besonders Kluge unter ihnen hĂ€tten etwas entdeckt. Blacky wirft seinen Dolch gegen eine Brunnen-Steinwand, wo er heften bleibt. Es gĂ€be mehrere solcher Stellen, wo sich Metall seltsam verhalte, erklĂ€rt er, und dort wĂŒrden sie graben. Diesesmal hĂ€tten sie etwas gefunden. Er bittet Jacob, mitzukommen, doch der will die Insel, die sein Zuhause sei, nicht verlassen, selbst wenn die Mutter, die er fĂŒr unsterblich hĂ€lt, doch sterben wĂŒrde. Sein Zuhause sei es nicht, stellt Blacky, enttĂ€uscht von der Absage Jacobs, fest.

Jacob kehrt zu seiner Ziehmutter zurĂŒck. Er eröffnet ihr, dass Blacky gesagt habe, er hĂ€tte endlich einen Weg gefunden, die Insel zu verlassen. Die Frau begibt sich zu Blackys Grabungsort. Sie klettert hinein und unterhĂ€lt sich nach all den Jahren endlich mit ihm. Er habe 30 Jahre damit verbracht, den Ort mit dem wunderschönen Licht zu suchen, an den sie ihn als Kind gefĂŒhrt habe, lĂ€sst er sie wissen. Doch alles Suchen auf der ganzen Insel sei vergeblich gewesen. "Doch dann fing ich an, nachzudenken", fĂ€hrt er fort. "Was, wenn das Licht unter der Insel, was, wenn ich von anderer Stelle aus da herankommen könnte? Herauszufinden wie, hat sehr lange gedauert". Ob die andern Leute es auch gesehen hĂ€tten, will die Frau besorgt wissen. Das hĂ€tten sie, bestĂ€tigt Blacky, und sie hĂ€tten sehr interessante Ideen darĂŒber, was damit getan werden könnte. Der Frau gefĂ€llt das gar nicht und sie setzt an: "Du hast keine Ahnung, was...", doch Jacob schneidet ihr Ă€rgerlich das Wort ab: "Ich hatte keine Ahnung, weil du mir nichts sagen wolltest, Mutter."

Er greift nach einem Werkzeug und löst damit einen kleineren Stein aus der Mauer. Durch die Öffnung scheint strahlend helles Licht auf etwas, an dessen Konstruktion Blacky gerade arbeitete. Das sei ein Rad, erklĂ€rt er. "Wir werden eine Öffnung errichten, erlĂ€utert er, "eine sehr viel grĂ¶ĂŸere als diese hier. Und dann werde ich das Rad darin an einem System befestigen, das wir bauen. Einem System, das Wasser und Licht leitet. Und dann werde ich es drehen. Und wenn ich das tue, werde ich diesen Ort endlich verlassen können." Woher er das alles wisse, fragt die Frau erstaunt, woher er wisse, dass es funktionieren werde. Er sei etwas Besonderes, erinnert er seine Ziehmutter. Jetzt bittet ihn die Frau mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck, nicht zu gehen. Doch Blacky entgegnet, er mĂŒsse gehen, weil er nicht hierher gehöre. Dann sei dies wohl ihr Abschied, vermutet die Frau und tritt zögerlich auf ihren Sohn zu und nimmt ihn, den dieser Moment ebenso schmerzt, weinend in den Arm. Mit den wahrhaftig gesprochenen Worten: "Es tut mir so Leid", greift sie dann seinen Kopf und schmettert ihn gegen die Wand.

Noch in der Nacht weckt die Frau Jacob und erklĂ€rt, es sei Zeit. Sie nimmt ihn mit und beantwortet seine Frage, ob etwas passiert sei damit, sie habe seinen Bruder verabschiedet. Es sei sein unabĂ€nderlicher Wunsch gewesen, zu gehen. Die Frau fĂŒhrt Jacob zu der Lichthöhle und erklĂ€rt, er werde es jetzt beschĂŒtzen. Was dort unten sei, will Jacob wissen. "Leben, Tod, Wiedergeburt", lautet die Antwort, "das ist die Quelle, das Herz der Insel. Versprich mir, was auch immer du tust, du wirst niemals da hinunter gehen", verlangt die Frau und erörtert, dass das, was dann passiere, viel schlimmer sei, als zu sterben. Jetzt holt die Frau eine Weinkaraffe hervor, gießt etwas von dem Inhalt in einen Becher und reicht ihn Jacob mit der Aufforderung, zu trinken. Damit werde er seine Verantwortung akzeptieren, diesen Ort zu beschĂŒtzen solange er könne, um dann seinen Nachfolger zu finden.

Jacob will diesen Ort nicht beschĂŒtzen, doch das ist der Frau gleichgĂŒltig. Jemand mĂŒsse es tun, ihre Zeit sei um, also mĂŒsse er es tun. "Nein, muss ich nicht!" begehrt Jacob auf, "du wolltest, dass er es tut, aber jetzt bin ich alles, was du hast". "Es solltest immer du sein, Jacob", entgegnet seine Ziehmutter. "Ich sehe das jetzt, und eines Tages wirst du es auch sehen. Doch bis dahin hast du nicht wirklich eine Wahl. Bitte", fordert sie nun eindringlich, "nimm den Becher und trink." Schließlich nimmt Jacob den Becher und folgt der Aufforderung. "Now you and I are the same", erklĂ€rt die Frau, als sie Jacob den Becher wieder abnimmt. (Anmerkung: Ich lasse diesen Satz im Original, weil er zu wenig eindeutig zum Übersetzen ist.)

Blacky erwacht neben dem Brunnen. Er steht auf und muss mit Entsetzen feststellen, dass das Loch zugeschĂŒttet wurde. Doch damit nicht genung, das gesmte Dorf wurde abgefackelt, die Bewohner getötet. Lediglich sein Senet-Spiel kann er aus der Asche retten. Die anfĂ€ngliche Verzweiflung des Mannes wandelt sich in Wut.

Auf dem Heimweg stellt Jacob fest, dass ein Sturm aufziehen werde. Er möge Feuerholz sammeln, bevor es zu regnen begĂ€nne, pflicht die Frau ihm bei und fĂŒgt hinzu, er möge vorsichtig sein. Dann wendet sie sich seufzend um und geht zu ihrer Behausung. Dort findet sie einen Ort der Zerstörung vor, TongefĂ€ĂŸe sind zerbrochen, Webarbeiten zerfetzt. Zwischen den TrĂŒmmern liegt das Senet-KĂ€stchen. Sie öffnet es und nimmt je einen schwarzen und einen weißen Stein heraus. Als sie den schwarzen Stein betrachtet, reißt sie plötzlich erschrocken die Augen auf und schaut an sich hinunter: eine Klinge hat sie durchbohrt. Blacky zieht seinen Dolch wieder heraus, die Frau kippt auf den RĂŒcken. Weinend kniet sich ihr Ziehsohn neben sie und fragt: "Wieso hast du mich nicht gehen lassen, Mutter?" "Weil ich - ich liebe dich", flĂŒstert die Frau und fĂŒgt aus tiefstem Herzen hinzu: "Danke!" Dann fĂ€llt ihr Kopf zur Seite.

Jacob findet den weinend ĂŒber die tote Ziehmutter gebeugten Bruder. Blacky springt auf, bittet seinen Bruder, ihm zuzuhören, doch der stĂŒrmt in unbĂ€ndiger Wut auf ihn los, wirft ihn zu Boden und drischt auf ihn ein. Dann nimmt er ihn und schleppt ihn durch den Dschungel. Jacob versucht, ihm sein Motiv zu erklĂ€ren, die Frau hĂ€tte sie alle verbrannt. Er könne ihn nicht töten, erinnert er seinen Bruder, sie hĂ€tte es so eingerichtet. Doch Jacob erklĂ€rt, das habe er auch nicht vor. Er wirft Blacky in den Bach, den sie inzwischen erreicht haben und als Blacky aufschaut, blickt er zu der Lichthöhle. Sie habe Jacob dorthin zurĂŒckgebracht, stellt Blacky konsterniert fest, warum sie das getan hĂ€tte. Weil er es jetzt zu beschĂŒtzen habe, lĂ€sst Jacob ihn wissen. Er zerrt ihn am Hals hoch und sagt voll Bitterkeit: "Du willst das Licht finden? Du willst diesen Ort verlassen, Bruder? Dann geh!" Damit schmettert er ihn in den Bach zurĂŒck mit dem Kopf auf einen Stein. Der bewusstlose Körper treibt in den Höhleneingang und wird mit dem dortigen Wasserfall in die Tiefe gespĂŒlt. Doch dann verdunkelt sich der Höhleneingang und zu Jacobs entsetzen schießt ein Rauchmonster aus der Höhle und verschwindet im Dschungel.

Jacob stolpert durch den Dschungel, bis er schließlich an einer anderen Stelle an den Bach kommt, er hockt sich hin und schöpft etwas Wasser, um sich das Gesicht zu benetzen. Als er zur Seite schaut, sieht er den toten Körper seines Bruders dort am Ufer liegen. Er geht hinĂŒber, beugt sich voller Trauer ĂŒber ihn und streichelt ihm den Kopf.

Er trĂ€gt den Leichnam zur Behausung zurĂŒck. Dort nimmt er die beiden Spielsteine, die der toten Mutter aus der Hand gefallen sind, und steckt sie in ein kleines SĂ€ckchen - Jack nimmt das SĂ€ckchen aus der Wandnische und holt die beiden Steine heraus. Jacob nimmt die Leiche seiner Ziehmutter auf und bettet sie neben der seines Bruders in die Wandnische - "Wer sind sie? Wo kommen die her?" will Kate von Jack wissen. Jack gibt sie Frage zurĂŒck, wo denn der EisbĂ€r, der letzte Woche geschossen wurde, herkam. Jacob legt das SĂ€ckchen mit den Steinen zu den Leichen - Locke kommt in die Höhle und fragt Jack und Kate, wer diese MĂ€nner seien. Einer wĂ€re genaugenommen weiblich, klĂ€rt Jack ihn auf. "Unsere ganz eigenen Adam und Eva, sinniert Locke. "Good bye, brother, good bye", flĂŒstert Jacob.