Lost


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs


:: 6x01 LA X Part 1
:: 6x02 LA X Part 2
:: 6x03 What Kate does
:: 6x04 The Substitute
:: 6x05 Lighthouse
:: 6x06 Sundown
:: 6x07 Dr. Linus
:: 6x08 Recon
:: 6x09 Ab Aeterno
:: 6x10 The Package
:: 6x11 Happily ever after
:: 6x12 Everybody Loves Hugo
:: 6x13 The last Recruit
:: 6x14 The Candidate
:: 6x15 Across the Sea
:: 6x16 What they Died for
:: 6x17 The End, Part 1
:: 6x18 The End, Part 2


Episodenguide


6x09 "Ab Aeterno"

[Seit Anbeginn der Zeit]


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Regie:
Tucker Gates
Drehbuch:
Melinda Hsu Taylor & Gregg Nations

Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Yunjin Kim (Sun)
Jorge Garcia (Hurley)
Michael Emerson (Ben)
Daniel Dae Kim (Jin)
Emilie de Ravin (Claire)
Ken Leung (Miles Straume)
Nestor Carbonell (Richard Alpert)
Jeff Fahey (Frank Lapidus)
Zuleikha Robinson (Ilana)

Gaststars:
Mark Pellegrino (Jacob)
Titus Welliver (The Man in Black)
Mirelly Taylor (Isabella)
Steven Elder (Jonas Whitfield)
Juan Carlos Cantu (Father Suarez)
Davo Coria (Servant)
Izzy Diaz (Ignacio)
Jose Yenque (Doctor)

 Kurzinhalt
Insel: Am Strandcamp gesteht Ilana den Übrigen, dass sie nicht wisse, was jetzt zu tun sei. Jacob hatte ihr gesagt, Richard wĂŒsste es. Jener gesteht aber, er habe keine Ahnung. Alles was Jacob gesagt habe sei ohnehin gelogen gewesen, tatsĂ€chlich wĂ€ren sie alle tot und in der Hölle. Er werde jetzt auf jemand andern hören, verkĂŒndet er und verschwindet im Dschungel.

Teneriffa, 1867: Ricardo gelingt es nicht, das Leben seiner totkranken Frau zu retten. Nachdem er dafĂŒr einen Totschlag begangen hat, wird er von einem SklavenhĂ€ndler aus dem GefĂ€ngnis geholt und als Ruderer auf die 'Black Rock' mit Ziel Neue Welt verfrachtet. Doch das Schiff gerĂ€t in einen heftigen Sturm und erreicht niemals seinen Bestimmungshafen.


 Inhalt
Teneriffa, 1867: Ricardos Frau Isabelle ist totkrank. Ricardo reitet Kilometer um Kilometer durch strömenden Regen, um den Arzt zu holen. Dem selbstgefĂ€lligen Doktor ist die Bezahlung - Richardo gibt ihm alles, was er hat - jedoch nicht ausreichend. In seiner Wut ĂŒber diese Überheblichkeit verpasst Ricardo dem Arzt ein paar SchlĂ€ge, die den Mann letztlich unglĂŒcklich hinfallen lassen, wobei er zu Tode kommt. Als Ricardo heimkommt, sind ihm nicht nur die Schergen auf den Fersen, auch Isabella ist inzwischen gestorben.

Ricardo wird eingekerkert. Der Pfarrer mag ihm fĂŒr sein Verbrechen keine Absolution erteilen. Er erfĂ€hrt von Ricardo, dass er englisch gelernt hatte, weil er mit Isabelle in die 'Neue Welt' auswandern wollte. Ricardo soll gehĂ€ngt werden, doch als er zum Galgen gefĂŒhrt wird spricht ihn ein Mann namens Whitfield an, der starke, englischsprechende MĂ€nner sucht, die an den Rudern einer Fregatte des HĂ€ndlers Magnus Hanso gebraucht werden.

Auf der 'Black Rock' wird Ricardo, wie die ĂŒbrigen Gefangenen, die das Schiff rudern, unter Deck in Ketten gelegt. In einem schweren Sturm strandet die Fregatte, nachdem sie zunĂ€chst eine riesige Statue rammte, mitten im Dschungel auf einer Insel. Nur ein paar Gefangene und Offiziere, unter ihnen Whitfield, ĂŒberleben. Whitfield kommt zu den Gefangenen, um sie, wegen Mangels an Recourcen, zu töten. Doch plötzlich ist das Rauchmonster zu hören, wie es auf Deck wĂŒtet. Dann greift es sich Whitfield. Vor Ricardo verharrt es und lĂ€sst ihn in Ruhe. Ricardo gelingt es nicht, seine Ketten zu lösen. Schließlich liegt er, infolge des Wassermangels offenbar von seiner Frau halluzinierend, am Boden des Schiffes, als jemand sich ĂŒber ihn beugt und ihm zu trinken gibt. Der 'Mann in Schwarz', um den es sich handelt, erklĂ€rt, dass er auch der schwarze Rauch sei. Er hat einem Offizier ein paar SchlĂŒssel abgenommen, doch bevor er Ricardo befreit nimmt er ihm das Versprechen ab, dass er alles tun wird ihm zu helfen, die Insel, die in Wahrheit die Hölle sei, zu verlassen.

Nachdem Ricardo das versprochen hat bekommt er einen Dolch, mit dem er zur Ruine der Statue gehen soll, um den dort lebenden Teufel zu töten - und zwar, bevor der mit ihm reden kann, denn er sei sehr ĂŒberzeugend. Im Übrigen hĂ€tte er auch Ricardos Frau. Vor dem Fuß - dem Rest der Statue - trifft Ricardo auf Jacob. Jener lĂ€sst sich jedoch nicht einfach erstechen, sondern wehrt sich. Er fragt, ob Ricardo einem Mann in Schwarz begegnet sei und lĂ€sst ihn wissen, dass das, was er als seine Frau gesehen habe, nicht wirklich sie gewesen sei. Um Richard zu beweisen, dass er keineswegs tot ist, schleppt er ihn ins Wasser und taucht ihn immer wieder unter, bis Richard darum bittet, aufzuhören, weil er leben wolle. Nun erklĂ€rt Jacob, sie mĂŒssten reden.

Das erste was er klarstellt, ist, dass er nicht der Teufel sei, sondern Jacob heiße und das Schiff auf die Insel gebracht habe. Die Insel sei, bemĂŒht er eine Metapher, gleich dem Korken auf einer Weinflasche. Der Wein sei das Böse, dass sich ohne den Korken verteilen könne. Er, Jacob bemĂŒhe sich, die These des Mannes in Schwarz, dass jeder Mensch bestechlich sei, weil es in der Natur liege, zu sĂŒndigen, zu widerlegen. Dabei habe er bei all denen, die schon auf der Insel waren, niemals eingegriffen, weil sie selbst herausfinden sollten, was richtig und falsch sei. Sie seien allerdings alle gestorben. Nun bietet er Richard die Aufgabe des Vermittlers an, der statt seiner die Menschen auf den richtigen Weg bringen soll. Jacob muss einrĂ€umen, im Gegenzug Richards Wunsch, seine Frau wiederzukriegen oder von seinen SĂŒnden befreit zu werden, nicht erfĂŒllen zu können. Doch Richards nĂ€chster Wunsch, ewig zu leben, sei umsetzbar.

Jacob gibt Richard einen weißen Stein, den er dem Mann in Schwarz bringen soll. Jener wundert sich nicht allzu sehr, dass Richard von Jacob ĂŒberzeugt wurde, bietet ihm aber an, sein Angebot, ihn mit von der Insel zu nehmen, fĂŒr alle Zeit bestehen zu lassen.

Jacob setzt sich zu dem Mann in Schwarz. Er konstatiert, dass er ihn töten lassen wolle und fragt, aus welchem Grund. Er wolle die Insel verlassen, erklĂ€rt der Mann in Schwarz, Jacob möge ihn ziehen lassen. Doch Jacob lĂ€sst ihn wissen, dass das nicht geschehen werde, solange er lebe. Dann wisse er ja, warum er ihn töten wolle und dasselbe werde er mit allen machen, die Jacob folgen wĂŒrden. Jacob ĂŒberreicht seinem Widersacher die Weinflasche, damit er sich damit die Zeit vertreiben könne. Als Jacob gegangen ist, zerschmettert der Mann in Schwarz die Flasche auf einem Stein.

Insel, Jetztzeit: Am Strandcamp gesteht Ilana den Übrigen, dass sie nicht wisse, was jetzt zu tun sei. Jacob hatte ihr gesagt, Richard wĂŒsste es. Jener kann nur bitter lachen. Er habe keine Ahnung, gesteht er. Alles was Jacob gesagt habe sei ohnehin gelogen gewesen, tatsĂ€chlich wĂ€ren sie alle tot und in der Hölle. Er werde jetzt auf jemand andern hören, verkĂŒndet er und verschwindet im Dschungel. Unterdessen spricht Hurley mit einer unsichtbaren Person am Strand auf spanisch.

Richard hat einen Ort erreicht, an dem er seinerzeit ein SchmuckstĂŒck seiner Frau vergraben hatte. Er buddelt es aus und ruft nach Schmock, dessen Angebot er jetzt einlösen wolle. Hurley tritt aus dem Dschungel und bedeutet Richard, das Isabelle ihn schicke. Nach einem, Moment kann er Richard ĂŒberzeugen, dass Isabelle mit ihm spricht. Sie habe gesagt, Richard mĂŒsse den Mann in Schwarz stoppen. Wenn er die Insel verließe, ergĂ€nzt Hurley, kĂ€men sie alle in die Hölle. Aus angemessener Entfernung verfolgt Schmock das Treffen.


 Episodenreview
von Gisa von Delft

Um nicht gleich wieder den Zorn der Leser auf mich zu ziehen, fange ich mal mit dem Positiven an ^^: Nestor Carbonell hat sich in dieser 'seiner' Episode wahrlich die Seele aus dem Leib gespielt. Nach seinen bisherigen, emotional eher neutralen, Auftritten war das wirklich sehr beeindruckend. Endlich haben wir erfahren, woher er kam und was fĂŒr eine Aufgabe er tatsĂ€chlich hatte. In diesem Kontext war das Zuschauen durchaus kurzweilig. Gefallen haben mir auch die Szenen mit dem MIB und Jacob, wobei die Metapher mit der Flache wirklich was hatte.

Klar negativ fĂŒr mich: Die Black Rock hat die Statue zerschmettert und landet mitten auf der Insel? Ja, ne is klar. Ich schĂ€tze (sollte es anders sein, werde ich am Ende Abbitte bei den Schreibern leisten...) das war auch schon alles, was wir ĂŒber dieses Schiff, Magnus Hanso und womöglich auch die Statue erfahren haben. Die Geschichte Ricardos (Alpert?) war mir inhaltlich (was die darstellerische Leistung nicht berĂŒhrt!) etwas zu Rosamunde-Pilcher-lastig. Und da hĂ€tte man meinetwegen auch die zusĂ€tzlichen Minuten gerne rausstreichen können (ich hoffe, dafĂŒr werde ich nicht wieder gesteinigt^^).

Ansonsten wĂŒrde ich an dieser Stelle gerne ein Zitat unseres Forum-Users 'Youri' aufgreifen: "So gut und mitreißend die Serie auch immer noch ist - im Moment ĂŒberwiegt auch bei mir die BefĂŒrchtung, dass wir auf ein recht einfach gestricktes Ende hinsteuern welches viele RĂ€tsel unbeantwortet lassen wird. Es gibt so viele ungeklĂ€rte Themen und ebensoviele Theorien und Spekulationen darĂŒber - und ich denke leider auch dass man sich damit abfinden muss, dass vieles davon (ĂŒber das sich einige hier im Forum die Köpfe heiß theorisiert haben) ganz einfach ungeklĂ€rt bleibt. Dass viele Sachen einfach nur in die Serie eingebaut wurden um diese etwas aufzublĂ€hen - und genau das wĂ€re Ă€ußerst Ă€rgerlich. Von daher seh ich die ganze Staffel schon mit entsprechender Vorfreude und Spannung, mit großer Anerkennung an die meisten schaspierischen Leistungen (die Charaktere der sideflashes erfordern ja schon ein ganz anderes Rollenspiel) - aber auch regelmĂ€ĂŸig mit einem unguten GefĂŒhl was Umfang und BanalitĂ€t der AufklĂ€rung betrifft."

Dem habe ich im Augenblick eigentlich gar nichts hinzuzufĂŒgen. Damit hier aber weiterdebattiert werden kann, will ich zumindest ein bisschen was zu den Folgen schreiben und abwarten, wie es weiter geht. Ein wirkliches Fazit und Urteil kann ja doch erst am Ende gefĂ€llt werden - vielleicht gibt es ja noch ein paar gehörige Überraschungen. Desweiteren ĂŒberlasse euch die Kommentare und EinschĂ€tzungen.