Lost


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs


:: 6x01 LA X Part 1
:: 6x02 LA X Part 2
:: 6x03 What Kate does
:: 6x04 The Substitute
:: 6x05 Lighthouse
:: 6x06 Sundown
:: 6x07 Dr. Linus
:: 6x08 Recon
:: 6x09 Ab Aeterno
:: 6x10 The Package
:: 6x11 Happily ever after
:: 6x12 Everybody Loves Hugo
:: 6x13 The last Recruit
:: 6x14 The Candidate
:: 6x15 Across the Sea
:: 6x16 What they Died for
:: 6x17 The End, Part 1
:: 6x18 The End, Part 2


Episodenguide


6x05 "Lighthouse"

[Der Leuchtturm ]


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Regie:
Jack Bender
Drehbuch:
Damon Lindelof, Carlton Cuse

Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Yunjin Kim (Sun)
Jorge Garcia (Hurley)
Michael Emerson (Ben)
Daniel Dae Kim (Jin)
Emilie de Ravin (Claire)
Ken Leung (Miles Straume)
Nestor Carbonell (Richard Alpert)
Jeff Fahey (Frank Lapidus)
Zuleikha Robinson (Ilana)

Gaststars:
Veronica Hamel (Margo Shephard)
Dylan Minnette (David Shephard)
Mark Pellegrino (Jacob)
Hiroyuki Sanada (Dogen)
Dayo Ade (Justin)
Sean Kinerney (Japanese boy)

 Kurzinhalt
Insel: Jacob erscheint Hurley im Tempel und erteilt ihm einen präzisen Auftrag. Hurley soll Jack mit auf die Mission nehmen, was ihm tatsächlich auch gelingt. Die beiden kommen auf ihrem Weg an den alten Höhlen vorbei - ein nostalgischer Moment - und erreichen schließlich einen Leuchtturm.

Unterdessen wird Jin von Claire zu ihrer Behausung gebracht, wo er sie in ziemlich verrohtem Zustand erlebt. Ihm geschieht jedoch nichts, weil sie ihn immer noch als Freund betrachtet. Und sie stellt ihm einen andern Freund von sich vor.

In Parallel-2004 erleben wir Jack als Vater. Sein Sohn David hat mit ähnlichen Dingen zu kämpfen, wie Jack es bezüglich seines Vaters musste.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Da ich mit der Parallelrealität auch zu diesem Zeitpunkt so gar nichts anfangen kann - außer vielleicht, das die Handlungen des Charakters zum Schluss eine irgendwie versöhnliche Wendung nehmen (Kate hilft, Locke akzeptiert sein Schicksal, Jack erklärt sich seinem Sohn liebevoll und entschärft damit den generationenübergreifenden Vater-Sohn-Konflikt) lasse ich das hier jetzt einfach mal außenvor. Vielleicht (hoffentlich) erschließt sich der Sinn dieser Übung ja am Ende der Staffel, in dem Fall will ich ihr dann auch die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Derweil bleibe ich lieber auf der Insel. Und da ging es diesesmal so richtig nostalgisch zu. Im Grunde spricht Hurley es aus: '...wir ziehen durch den Dschungel auf dem Weg zu etwas, das wir gar nicht richtig verstehen. Gute Zeiten.' Auch wenn ich wieder bemäkeln muss, dass das groß angekündigte Versprechen, wir bekämen nun nur noch Antworten, wieder mal nicht gehalten wurde. Im Grunde gab es wieder keine einzige.

Wenn ich darüber jetzt mal wegsehe, hat mir der Inselpart sehr gut gefallen. Das lag nicht unwesentlich an Hurley. Eigentlich ist sein breitflächigeres (das meine ich jetzt spielzeit-mäßig ^^) Auftreten für mich inzwischen Garant für beste Unterhaltung. Es fing schon an mit Miles und dem Tic Tac Toe, setzte sich fort in dem Geheimgang ('Indiana Jones Stuff' - 'ich habe gerade einen Samurai belogen' ect.) und wurde richtig lustig im Hof des Tempels ('Bleib cool, Mann'). Dann der Weg zum Leuchtturm, das wahre Inselfeeling. Schön gelungen dabei auch die eindringlicheren Gesprächsteile, warum Jack auf der Insel sei und was mit Kate passiert wäre. Sowohl Jacks zerknirschte Ehrlichkeit, als auch Hurleys Betretenheit kamen sehr gut.

Ebenfalls gelungen, die Adam-und-Eva-Höhle einzubauen, deren 'Aktualisierung' für mich auch ein Versprechen ist, das aufzuklären. Auch wenn man sich natürlich manchmal fragt, ob die Insel im Rahmen ihrer Verschiebung auch geschrumpft ist, so schnell, wie sie jetzt die Punkte erreichen, die früher Tagesmärsche in Anspruch nahmen. Doch Hurleys Idee, ob es sich vielleicht um ihre Skelette handeln könnte und Jacks Geschichte zu dem Sarg haben mir gefallen. Selbst die Erklärung für den Turm, den sie nie gesehen haben, konnte ich so gut akzeptieren und sie hatte am Rande ja auch fast noch etwas Selbstironisches.

Ein neuer Ort auf der Insel war ja immer spannend und auch die Anordnung mit den Spiegeln und den Zahlen (auch wenn man sie vielleicht auch auf allgemeine Aufklärungs-Forderung der Zuschauer etwas hineingequält hat, denn was für wirklichen Sinn machen die entsprechenden Zahlen denn?) hatte in ihrer Konsequenz für Jack etwas. All die Zeit war er beobachtet worden - auch wenn wir noch keine Ahnung haben, wozu - und nicht nur er. Allerdings fürchte ich, dass uns (auch hier) die Funktionsweise der ganzen Sache nicht erklärt werden wird. Da fällt Jack denn auch nochmal in seine alte Wut zurück und zerschlägt die Spiegel und gebärdet sich so wild, dass selbst Hurley einen Moment lang zurückschreckt. Dann folgt als Kontrast wieder ein netter Moment Hurleys mit Jacob, wieder ein Gespräch zum Schmunzeln, aber auch mit Tiefsinn: "Manchmal kann man einfach in ein Taxi springen und dem, der darin sitzt, sagen, was er tun soll. Doch manchmal muss man jemanden auch für eine Weile auf's Meer schauen lassen."

Ob nun wirklich noch jemand zur Insel kommt und dem Unbekannten tatsächlich mit dem Turm der Weg zur Insel gewiesen werden sollte? Oder lag der Sinn der Übung ausschließlich darin, Jack nahezubringen, dass er einen wichtigen Part inne hat und darin, ihn und Hurley vom Tempel wegzubringen? Da dürfen wir jedenfalls gespannt sein, 1. was Jacks Aufgabe ist und 2. was sich da in Kürze im Tempel abspielen wird.

Kommen wir damit zu Claire. Ihre Verwandlung in Clairesseau war schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch ganz glaubwürdig gespielt. Auch wenn es inhaltlich schon sehr seltsam zuging. Sie will wissen, wo ihr Baby ist und füllt die 'Wiege' mit Tierschädel und irgendwelchem Zeugs, das einen Körper darstellen soll? Naja, zumindest war ihrer Rede zu entnehmen, dass es zum einen ihren Vater, zum anderen den Freund Schmock gibt. Also doch zwei unterschiedliche Wesen? Wieso erkennt sie das Rauchmonster in Lockes Gestalt, aber nicht John? Irgendwie schien nicht nur Claire etwas durcheinander, sondern auch ihre Geschichte. Wie auch immer, höchst interessant war dabei, dass sie Aaron ums Verrecken nicht mit Kate zusammen haben will. Und die läuft gerade allein in der Gegend herum. Da hat Jin ja gut reagiert und erstmal die ganze Geschichte wieder geändert. Nun ja, auch an der Claire-Front also keine eigentlichen Antworten, dafür aber ein paar saustarke Gesichter, als sie am Ende ihren Freund vorstellt.

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich jetzt langsam mal wirklich nicht nur mehr Sprüche vom Beantworten aller Fragen hören möchte, während sich tatsächlich immer mehr davon auf'türmen'. Nostalgisches Inselfeeling ist ja nett und punktuell erfreulich, aber das Staffel 1 Gefühl passt einfach nicht in die Schlussphase einer mit Fragen und Geheimnissen überhäuften Geschichte.