|
Episodenguide |
5x17 "The Incident (Part 2)"
[Der Vorfall (Teil 2)]
| « |
|
» |
 |
|
 |
|
1977: Auf dem Weg zur Baustelle versucht Jack, Sayids Blutung zu stillen, was ihm jedoch nicht gelingt. Sayid drängt darauf, die Bombe so zu präparieren, das sie bei Aufprall detonieren werde. Sie müssten im entsprechenden Moment bereit sein, sonst sei alles umsonst gewesen, mahnt er. Miles will wissen, ob diese Bombe etwa einen Zeitsprung in die Vergangenheit auslösen solle, was Jack jedoch verneint. Das wäre ja auch lächerlich, stellt Miles fest. Plötzlich hält Hurley den Bully an und weist auf den Grund seiner Aktion: Mitten auf dem Weg stehen Juliet, Kate und James.
2007: Die Pilgergruppe ist wieder unterwegs, als Richard plötzlich stehenbleibt. Als Locke fragt, warum sie anhielten, verweist er auf die jetzt in Sicht kommende Vier-Zehen-Statue. "Nun, das ist ein wunderschöner Fuß, Richard, aber was hat er mit Jacob zu tun?" Richard erklärt, Jacob lebe dort.
1977: Jack steigt aus dem Bully und James erklärt ihm, sie hätten zu reden. Jack fordert ihn auf, in den Bully zu kommen, sie hätten keine Zeit zu verlieren. Doch das lehnt James ab. Er wolle sagen, was er zu sagen hätte, dann könne Jack tun, was er tun wolle. Doch er schulde es ihm, zuzuhören. Jack gewährt ihm fünf Minuten. Beide legen ihre Waffen ab und ziehen sich in den Busch zurück.
Ca. 2000: Während seiner ersten selbstständigen Operation verletzt Jack bei der Patientin den Duralsack. Er wird mächtig nervös, doch sein Vater, der im Hintergrund assistiert, fordert ihn auf, sich zu beruhigen und bis fünf zu zählen. Jack weiß nicht, was das in dieser kniffeligen Situation, wo es auf schnelles Eingreifen ankommt, soll. Der einzige Weg, wie er es schaffe, die Situation zu beherrschen, sei, keine Angst zu haben, klärt Christian ihn auf. Er möge also bis fünf zählen und das Ganze in Ordnung bringen, gemahnt Christian, oder er würde es für Jack tun müssen. Jack zählt also langsam bis fünf und vernäht die Verletzung. Nach der OP will Jack sich einen Apollo-Riegel aus dem Automaten ziehen, doch die Süßigkeit fällt nicht heraus. Jetzt kommt Christian, um ihm zu sagen, dass alles gut aussehe. Jack ist jedoch nicht zufrieden. Es sei nicht richtig gewesen, klagt er zornig, dass sein Vater ihn vor seinem Team zurechtgewiesen hätte. Er wisse, dass Christian nicht an ihn glaube, doch sein Team müsse das. "Bist du sicher, dass ich derjenige bin, der nicht an dich glaubt, Jack?" fragt Christian und geht. Jetzt will Jacob, der am Apparat steht mit zwei Apollos in der Hand, wissen, ob einer davon Jack gehöre. Der Apparat habe geklemmt, erklärt Jack. "Ich schätze, der brauchte nur mal einen kleinen Ruck", erwidert Jacob, während er ihm den Riegel reicht und dabei in Berührung mit Jacks Fingern kommt.
1977: Jack und James setzen sich auf eine Lichtung. James erzählt Jack die Geschichte von Tode seiner Eltern und ergänzt, das sei vor einem Jahr passiert, da ja jetzt 1977 sei. Er hätte also frühzeitig mit einem U-Boot zurückfahren können, um das Ganze zu verhindern, doch was geschehen sei, sei geschehen. Das müsse aber nicht so sein, räumt Jack ein. "Was hast du beim ersten Mal so dermaßen verbockt, dass du jetzt sogar bereit bist, eine ganze verdammt Atombombe in die Luft zu jagen für eine zweite Chance?" will James wissen. Darum ginge es nicht, wehrt Jack ab. Worum es dann ginge, fragt James. Vor drei Jahren habe Locke ihm gesagt, dass sie alle aus einem Grund hier wären, dass es ihr Schicksal sei. 'Schicksal' sei nicht sein Ding, stellt James klar. Er verstünde nur, dass ein Man täte, was er täte, weil er etwas für sich selbst erreichen wolle.
"Was willst du, Jack?" fragt James. "Ich hatte sie", erklärt Jack nach kurzem Zögern. Ich hatte sie, und ich habe sie verloren." " Kate?" geht James ein Licht auf. "Verdammt noch mal, Doc", reicht James das Getue jetzt, "sie steht gleich da hinter diesen Bäumen. Du willst sie zurück? Geh einfach und frag sie!" "Nein, dafür ist es zu spät", entgegnet Jack und ergänzt: "Deine fünf Minuten sind um." Wenn er alles verändere, erinnert ihn James, wären Kate und er Fremde und sie ende in Handschellen. Wenn es so bestimmt sei, sei es eben so, konstatiert Jack. Jetzt hat James die Nase voll, denn nichts was er sagen könnte, würde Jacks Meinung ändern. Also verpasst er ihm einen Kinnhaken und brüllt: "Für wen zum Teufel hältst du dich? Du denkst, du kannst hier herkommen und tun, was immer du willst? Ich hatte hier ein Leben!" Es entwickelt sich eine handfeste Schlägerei, bis schließlich Juliet dazwischengeht und James befiehlt, Jack gehen zu lassen, denn er hätte Recht, sie müssten das machen. Jetzt versteht James überhaupt nichts mehr. Sie sei doch gerade noch diejenige gewesen, die zurückwollte um Jack zu stoppen, wundert er sich. Sie habe ihre Meinung geändert, lässt Juliet ihn wissen.
Anfang der 1990er: Juliets Eltern erklären ihr und ihrer Schwester Rachel, dass sie sich würden scheiden lassen. Es hätte nichts damit zu tun, dass sie sich nicht mehr liebten, doch manche Leute seien nicht dazu bestimmt, zusammenzusein. Juliet kann diese Information überhaupt nicht umsetzen und auch als die Mutter sagt, sie werde es verstehen, wenn sie erwachsen sei, reagiert sie nur mit Trotz und Unverständnis.
1977: James läuft hinter Juliet her, die zum Bully zurück will, und fordert aufgebracht, sie müssten darüber reden. Diese Sinneswandel und Widersprüchlichkeiten in so kurzer Zeit kann er einfach nicht begreifen. Sie habe gesehen, wie er Kate angeschaut habe, ist das erste, was er erfährt. James findet es irrelevant, wen er wie angeschaut habe, er sei mit Juliet zusammen. Und würde es vielleicht auch für immer bleiben, weil sie sich ja liebten, räumt Juliet ein und schwenkt dann über zu der damaligen Erklärung ihrer Mutter, dass sie womöglich nicht dafür bestimmt seien. Doch am Ende kommen ihre wahren Ängste ans Tageslicht: Wenn Jack alles ungeschehen mache, lernten sie einander nie kennen und dann müsse sie ihn auch nie verlieren. Mit den Tränen kämpfend dreht sie sich um und geht zum Weg zurück.
Auf der Baustelle zeigt unterdessen das Magnetometer beängstigende Werte an. Wenn sie jezt weiterbohrten, warnt Chang Radzinsky, würde bald die Hölle losbrechen. Da erhält Radzinsky einen Anruf von Phil, der ihn über 'den Feindseligen' mit der Bombe informiert, der von den Neuen unterstützt werde, die über die Baustelle Bescheid wüssten. Radzinsky ordert Phil und seine Leute herbei, um die Verräter gebührend zu empfangen.
Währenddesssen beobachtet Jack mit blutigem Gesicht aus der Entfernung die Baustelle. Kate kommt hinzu und fragt, was passiert sei. Das Gespräch sei nicht so glatt verlaufen, verrät Jack nur. Kate streicht über eine Wunde und erinnert sich daran, wie sie ihn zum ersten mal zusammengenäht habe. Auch Jack kann sich eines Lächeln über die Szene nicht erwehren und stellt fest, das schiene 1 Million Jahre her zu sein. Oder in 30 Jahren, weiß Kate. In diesem Augenblick alter Vertrautheit spricht Jack sie auf das Versprechen, nicht nach Aaron zu fragen, an. Sie habe es verlangt, weil sie wütend auf ihn gewesen sie, weil er wollte, dass sie zurückgingen. Jetzt klärt sie auch, dass sie mitgekommen sei, damit Aaron da sein könne, wo er hingehöre. Wäre das alles nicht geschehen und Claire nie auf die Insel gekommen, könnten sie zusammen sein. Auch wenn sie ihn tatsächlich zur Adoption freigegeben hätte, sei das dann ihre Entscheidung gewesen, stimmt Jack ihr zu und erklärt, dass sich nichts in seinem Leben je so richtig angefühlt hätte und das müsse sie ihm unbedingt glauben. Jetzt bricht auf der Baustelle Hektik aus und Jack weiß, nun werde es geschehen. Ob Kate hinter ihm stünde in dieser Sache, will er sich versichern und sie antwortet mit einem klaren Ja. Dann sollten sie jetzt gehen, läutet Jack die Mission ein.
Los Angeles 2007: Hurley wird aus dem Gefängnis entlassen, auch wenn er das selbst nicht für richtig hält. Draußen warte ein Taxi, erklärt man ihm. Im Fond sitzt bereits Jacob, neben ihm liegt ein Gitarrenkoffer. Hurley will sich entschuldigen für den Irrtum, doch Jacob erklärt, er fahre nicht weit und Hurley könne ruhig mit einsteigen. Hurley bietet ihm ein Stück von einem Fruchtriegel an, doch Jacob lehnt dankend ab. Hurley fragt Jacob, weshalb er im Knast war doch Jacob klärt den Irrtum auf. Er habe, beantwortet er Hurleys Frage, auf ihn gewartet. Dann müsse er wohl tot sein, schließt Hurley, doch Jacob versichert, das sei er keineswegs.
Er will von Hurley wissen, warum er nicht mit zurück wolle auf die Insel. "Weil ich verflucht bin", begründet Hurley seine Weigerung, "darum ist das Flugzeug abgestürzt, darum sind meine Freunde tot, Libby, Charlie. Jetzt kommen sie mich besuchen, und ich kann nichts tun, dass es aufhört. Für ihn klänge es weniger wie ein Fluch, denn wie ein Segen, es sei doch wunderbar mit denen, die er verloren habe, noch reden zu können. Jetzt kommt Hurley auf sein Verrücktsein, doch auch da ist Jacob anderer Meinung, Hurley sei nicht verrückt, versichert er. Die Frage, wer er ist, beantwortet Jacob nicht. Statt dessen sagt er: "Ajira Airways Flug 316 von L.A.X. fliegt in 24 Stunden ab. Alles, was du tun musst ist, in dieses Flugzeug zu steigen. Es ist deine Entscheidung, Hugo, du musst nichts tun, was du nicht tun willst." Damit lässt Jacob den Wagen anhalten und steigt aus. Als Hurley ihn an seine Gitarre erinnert, behauptet Jacob, es sei nicht seine.
1977: Kate und Jack kommen zurück zum Bully, wo Hurley gerade Sayid mit Wasser versorgt. Es sei soweit, verkündet Jack, sie wären auf irgendetwas gestoßen. Sayid ermahnt Jack, vorsichtig zu sein, denn die Bombe sei jetzt so eingestellt, dass sie bei starker Erschütterung zünde und sie müss so nah wie möglich an die Energiequelle gebracht werden. Es werde funktionieren, versichert Jack, Sayid würde gerettet werden. Doch Sayid ist sich sicher, dass er nicht mehr zu retten ist. Jack setzt sich den Rucksack mit der Bombe auf den Rücken und geht, mit einem letzten Blick zu Kate, Richtung Baustelle davon. Unterwegs kommen ihm Juliet und James entgegen, dem er ein: "wir sehen uns in Los Angeles" zuwirft. James' verkniffener Blick drückt alles andere als Zuversicht aus.
2007: Es ist Abend geworden und die 'Anderen' haben sich am Strand bei dem Statuen-Fuß niedergelassen und Fackeln angezündet. Richard fragt Locke, ob er das wirklich tun müsse. Wenn er warte, würde Jacob schließlich zu ihm kommen. Doch Locke erklärt, dass er des Wartens müde sei. Er will jetzt wissen, wo Jacob ist. Unterdessen fragt Sun Ben, was mit dem Rest der Statue passiert sei. Ben erwidert, er wisse es nicht, sie sei schon so gewesen, als er herkam. Ob er erwarte, dass sie ihm das glaube, fragt Sun und Ben räumt ein: "Eigentlich nicht." Richard und Locke gehen auf den Sockel der Statue zu und Locke bedeutet Ben, mitzukommen. Das gefällt Richard nun gar nicht. Er könne Ben nicht mitbringen, lässt er Locke wissen, weil nur der Anführer eine Audienz bei Jacob erbitten dürfe und es könne nur einen Anführer zur Zeit geben. "Ich beginne zu glauben, dass du dir diese Regeln ganz nach Belieben ausdenkst, Richard", sagt Locke entschieden und fährt fort: "Ben kommt mit mir hinein und wenn das ein Problem sein sollte bin ich sicher, Jacob und ich können es lösen." Nach einem Moment geht Richard zum Sockel der Statue, tastet an der Wand aus dicken Felssteinen und drückt sie an einer Stelle ein. Ein Teil der Wand verschiebt sich nach innen und gibt einen Durchgang frei. Locke und Ben gehen in einen Gang, in den der Durchgang mündet und Locke fragt: "Wirst du fähig sein, das zu tun, Ben? Ich weiß, es wird nicht einfach, aber die Dinge werden sich ändern, wenn er erstmal nicht mehr da ist. Versprochen!" Damit reicht er Ben ein Messer, dass jener nach kurzem Zögern entschlossen an sich nimmt.
1977: Am Bully, wo jetzt auch James und Juliet angekommen sind und warten, stellt Miles die Frage, ob sie eigentlich darüber nachgedacht hätten, dass Jack vielleicht mit der Bombe genau das verursache, was sie zu verhindern suchten, dass tatsächlich die Bombe der 'Zwischenfall' sei. Als alle betreten zur Seite blicken ergänzt er: "Ich bin froh, dass ihr das alles so gut durchdacht habt." Jetzt sehen sie unten auf dem Zufahrtweg zur Baustelle den Jeep fahren. Das sei Phil, bemerkt Jin und wenn sie Jack sähen, brächten sie ihn um. James schaut Juliet an und fragt: "Was denkst du, Blondie?" Ihre Antwort lautet: "Zusammen leben, allein sterben."
Indessen verteilen Phil und Radzinsky die Sicherheitsleute über die Baustelle. Jack versucht, sich anzupirschen und hinter einem Wassertank in Deckung zu gehen, doch Phil hat ihn entdeckt. Eine Schießerei bricht vom Zaun, in die sich die mit dem Bully heranfahrenden übrigen Losties einreihen. Schließlich kann James Phil als Geisel nehmen und damit die Leute zur Ruhe zwingen. Er ruft Jack zu, herauszukommen und seine Angelegenheit durchzuziehen. Chang, der ohnehin alles andere als begeistert ist, dass immer mehr Leute an der Gefahrenquelle auftauchen, befiehlt er, den Bohrer abzustellen. Doch das funktioniert nicht. Irgendwas zöge den Bohrer herunter, lässt er James wissen.
Jack steht mit der Bombe in der Hand über dem Bohrschacht. Einen Augenblick zögert er und schaut zu Kate hinüber, die ihm mit Tränen in den Augen bestätigend zunickt. Auch James und Juliet blicken einander zwar resignierend, doch einverständlich an. Dann lässt Jack die Bombe los. Da das Loch sehr tief ist, dauert es einen Moment, bis sie unten ankommt. Mit zusammengekniffenen Augen erwarten die Losties die Detonation, doch nichts geschieht. Jack schaut in den Schacht und James stellt fest: "Das sieht nicht nach L.A.X. aus". Plötzlich ist ein seltsames Geräusch zu hören, dass stark an das aus der Schwan-Station erinnert, als der Knopf nicht gedrückt wurde.
Das Gaussmeter fällt plötzlich von Maximum auf Null ab und metallische Gegenstände, zunächst kleinere, dann auch etwas größere, fliegen in den Bohrschacht. Der Bohrturm knickt ein, wobei Changs linkes Handgelenk eingeklemmt wird. Miles rennt zu seinem Vater, um ihn zu befreien und zu ermahnen, sich so weit wie möglich zu entfernen. Jack wird von einem fliegenden Werkzeugkoffer am Hinterkopf getroffen und geht bewusstlos zu Boden. Kate läuft zu ihm. Eine Schubkarre kippt in den Schacht. Radzinsky will sich mit zwei Leuten mit dem Jeep davonmachen, doch der rührt sich nicht von der Stelle und kippt schließlich in Richtung auf den Schacht um. Phil hat ein Gewehr zu packen gekriegt und richtet es auf James. Doch da kippt ein Gerüst um die teile fliegen zum Schacht und eine Metallstange bohrt sich mitten in seine Brust.
Juliet schlingen sich schwere Bauketten um die Hüften und ziehen sie mit auf den Schacht zu. Kate sieht das und rennt zu der Frau, die sich am Rand des Schachts festzuklammern versucht. Kate greift das Ende einer Kette und versucht, sich gegen die Zugkraft zu stemmen. Sie ruft James, der gerade anlangt, als Juliets Hand abrutscht. Er ergreift sie und hält sie fest, während Kate sich bemüht, an die Ketten heranzukommen, um Juliet davon zu befreien. Doch sie kommt nicht heran. Das Bohrgerüst gibt weiter nach und James brüllt Juliet zu, ihn nicht allein zu lassen. Juliet versichert ihm ihre Liebe, dann ruscht ihre Hand endgültig aus seiner und sie fällt in die Tiefe, während James hinterherbrüllt: " Juliet! Nein!!!" und er verzweifelt zu weinen beginnt.
2007: Sun und Richard sind sich einig, dass sie statt eines Schlucks Wasser jetzt lieber etwas Alkoholisches hätten. Da sehen sie Ilana und ihre Gruppe mit der Kiste auf den Strand zukommen. Waffen werden gespannt und Ilana legt ihr Gewehr auf den Boden, hebt die Hände und beschwichtigt, alles sei okay. Sie fragt, wer Richardus sei. Richard tritt vor und korrigiert seinen Namen. "Was liegt im Schatten der Statue?" will Ilana von ihm wissen. "Ille qui nos omnes servabit" (Der, der uns alle schützen wird), antwortet Richard. Ilana nennt ihm ihren Namen und sagt, sie müsse ihm etwas zeigen. Sie lässt die Metallkiste öffnen und den Inhalt auf den Boden kippen. Es handelt sich um den Leichnam John Lockes. Wo sie ihn gefunden hätten, will Richard wissen und Ilana erwidert, im Frachtraum des Flugzeugs, mit dem sie kamen, in einem Sarg. Sun stellt die entscheidende Frage: "Wenn das hier Locke ist, wer ist dann da drin?"
'Locke' und Ben betreten unterdessen die große Halle mit der Feuerstelle in der Mitte, in der Jacob bereits vor Zeiten seine Spinn- und Webarbeit tätigte. Ben betrachtet fasziniert das fertige Webbild, während 'Locke' sich in der Halle umschaut. Schließlich ertönt aus einer Ecke Jacobs Stimme: "Gefällt es dir?" Jacob sitzt auf einem Stuhl hinter einer Säule, um die 'Locke' jetzt herumkommt. Jacob fährt fort: "Ich habe es selbst gemacht. Es dauert eine sehr lange Zeit, wenn man die Fäden alle selbst herstellt, aber ... ich nehme an, genau darum geht es wohl, oder?" "Hallo Jacob", begrüßt 'Locke' ihn selbstverständlich. "Hast du also dein Schlupfloch gefunden", Jacob begleitet die rethorische Frage mit einem Nicken. "Das habe ich in der Tat", bestätigt 'Locke', und du hast keine Vorstellung, was ich alles durchgemacht habe, um hier zu sein." Jacob ist unterdessen aufgestanden, Ben beobachtet die Konversation mit offenem Munde. Ob sie sich schon einmal begegnet seien, will er wissen. "Gewissermaßen", antwortet 'Locke' wage und fordert Ben auf, zu tun, worum er ihn gebeten habe.
"Benjamin", spricht Jacob seinen zweiten Besucher an, während er auf ihn zugeht, "was immer er dir gesagt hat, ich möchte, dass du eins begreifst, du hast eine Wahl. Du kannst tun, worum er gebeten hat, oder du kannst gehen, und uns unsere Angelegenheiten besprechen lassen." Ben schaut Jacob fassungslos an. Nach all dieser Zeit höre er also endlich auf, ihn zu ignorieren, stellt er verletzt fest. Er fährt fort, mit all seinem Schmerz und seiner Enttäuschung in der Stimme: "35 Jahre habe ich auf dieser Insel gelebt, und alles, was ich je gehört habe, war dein Name, immer und immer wieder. Richard brachte mir deine Anweisungen, all diese Zettel, all diese Listen und ich habe nie irgendwas davon in Frage gestellt. Ich habe getan, was mir zu tun aufgetragen wurde. Doch als ich es wagte, zu fragen, ob ich dich selbst sehen könnte, wurde mir gesagt: 'Du muß warten. Du mußt Geduld haben'. Und wenn er darum bittet, dich zu sehen, darf er hier einfach reinmarschieren, als wäre er Moses. Also, warum er, hmmm? Was war es, das so falsch war an mir?" Ben erhebt die Stimme: "Was ist mit mir?!" "Was ist mit dir?" gibt Jacob in sanftem Ton die Frage zurück. "Gut...", reagiert Ben nach einem Augenblick, erhebt das Messer und sticht es Ben zwei Mal in die Brust. Jacob geht auf die Knie, aus dem Mund blutend und stammelt "Sie kommen!" 'Locke' beugt sich zu ihm und fragt: "Was? Ich kann dich nicht hören." "Sie kommen", wiederholt Jacob. 'Locke' schaut einen Moment ernst, dann befördert er Jacob mit einem Tritt in die große Feuerstelle.
1977: Kate und Jack ziehen James mit Gewalt von dem Bohrloch weg, bevor der gesammte Bohrturm von ihm verschlungen wird. Auf dem Grund liegt Juliet in einer Nische, in die durch querstehende Metallteile darüber keine weiteren Gegenstände gelangt sind. Sie blutet, hustet krampfhaft, röchelt, zittert und wendet sich mühevoll auf den Bauch. Sie sieht neben sich die Bombe. Alle verbliebene Kraft aufbringend greift sie einen dicken Stein und hämmert weinend und "Komm schon! Komm schon! Komm schon, du Miststück!" brüllend auf die Bombe ein, bis sie schließlich mit einem grellweißen Licht detoniert.
|
|
|