Lost


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs


:: 5x01 Because you left
:: 5x02 The Lie
:: 5x03 Jughead
:: 5x04 The Little Prince
:: 5x05 This Place is Death
:: 5x06 316
:: 5x07 The Life and Death of Jeremy Bentham
:: 5x08 LaFleur
:: 5x09 Namaste
:: 5x10 He's Our You
:: 5x11 Whatever Happened, Happened
:: 5x12 Dead is Dead
:: 5x13 Some Like It Hoth
:: 5x14 The Variable
:: 5x15 Follow the Leader
:: 5x16 The Incident (Part 1)
:: 5x17 The Incident (Part 2)


Episodenguide


5x16 "The Incident (Part 1)"

[Der Vorfall (Teil 1)]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Flaschenpost (10) » 

 Synopsis
In einer antiken Halle, die von Säulen gestützt wird, mit einer großen runden Feuerstelle in der Mitte, sitzt ein blonder, mit einer hellen Tunika und Sandalen bekleideter Mann an einem Spinnrad. Den fertiggesponnenen Faden fügt er in ein entstehendes Webbild ein.

Am Strand holt der blonde Mann eine Reuse aus dem Wasser, der er einen Fisch entnimmt. Diesen Fisch filetiert er mit einem großen Messer an einer Feuerstelle und legt die Stücke auf einen Stein, der über das Feuer ragt. Das fertiggegarte Filet legt er auf ein großes grünes Blatt, setzt sich damit mit dem Rücken an einen aufragenden Stein in den Sand und beginnt, zu essen, während seinen Blick zum Horizont schweift, an dem eine Segelfregatte zu sehen ist.

Ein anderer Mann, dunkel-grauhaarig mit dunkeler Tunika, nähert sich und fragt den blonden Mann: "Was dagegen, wenn ich dir Gesellschaft leiste?" Der Blonde schüttelt den Kopf: "Bitte! Möchtest du etwas Fisch?" "Danke, ich habe gerade gegessen", entgegnet der Dunkle und setzt sich zu ihm. "Ich nehme an, du bist wegen dem Schiff hier", mutmaßt der Blonde. "Das bin ich. Wie haben sie die Insel gefunden?" entgegnet der Dunkle. "Du wirst sie fragen müssen, wenn sie hier ankommen", schlägt der Blonde vor. "Ich muss sie nicht fragen. Du hast sie hergebracht", weiß der Dunkle und ergänzt: "Du willst mir immer noch beweisen, dass ich falsch liege, nichtwahr?" "Du liegst falsch", ist sich der Blonde sicher. "Tu ich das?" entgegnet der Dunkle und fügt hinzu: " Sie kommen, kämpfen, sie zerstören, sie verderben. Es endet immer gleich." "Es endet nur einmal", stellt der Blonde richtig, "alles was davor geschieht ist nur Entwicklung." Jetzt schaut der Dunkle den Blonden an: "Hast du eine Ahnung, wie dringend ich dich töten möchte?" "Ja", bestätigt der Blonde gelassen. "Eines Tages, früher oder später, werde ich ein Schlupfloch finden, mein Freund", verkündet der Dunkle. "Nun, wenn du das geschafft hast, werde ich genau hier sein", verspricht der Blonde. "Es ist immer schön, mit dir zu reden, Jacob", verabschiedet sich der Dunkle. "Mit dir genauso", erwidert Jacob. Als der Dunkle sich entfernt ist zu sehen, dass sich die Begegnung in unmittelbarer Nähe der großen Statue abspielte.



Ca. 1986: In einem Tankstellenladen lässt Kate ihren Freund Tom Schmiere stehen, um eine Lunchbox zu klauen. Doch der Ladenbesitzer erwischt sie und da er weiß, wer sie ist, will er ihre Mutter und die Polizei anrufen. Da mischt sich Jacob ein und erklärt, er werde die Dose bezahlen. Damit ist die Sache für den Verkäufer in Ordnung, doch möge Kate nie wieder ohne ihre Eltern in den Laden kommen. Kate bedankt sich bei Jacob, der sich zu dem Mädchen herunter beugt und sagt: "Du wirst doch nicht noch mal was stehlen, oder?" Kate schüttelt den Kopf. Dann stupst er ihr mit dem Finger auf die Nase und ermahnt sie lächelnd: "Sei lieb, Katie."

1977: Im U-Boot werden die Becher mit dem Schlaftrunk ausgeteilt. Bevor man zu ihnen kommt erklärt Kate James, warum sie zurückgekommen ist und dass sie verhindern müssten, dass Jack die Bombe zündet. Doch James versucht ihr klar zu machen, dass ihn das alles wenig interessiert. Sie seien glücklich gewesen im DHARMA-Dorf, bis Kate und Co. aufgetaucht wären, begründet er seine Haltung. Nun sei das alles vorbei, also würden sie ihr Glück in der wirklichen Welt versuchen. Wenn Jack die Insel in die Luft jagen wolle, müsse er das halt tun.

In den Katakomben unter dem Dorf hat Sayid in Faradays Notizbuch eine Anleitung für den Umgang mit der Bombe gefunden. Er habe nie vorgehabt, die gesamte Bombe zu verwenden, stellt er fest, sondern nur den Plutonium-Kern. Es stünde auch dort, wie er zur Detonation zu bringen sei. Jack gibt zu Bedenken, Faraday habe damit eine Art Energietasche auslöschen wollen, ob das dafür ausreiche? Sayid weiß, dass es sich bei dem Teilstück um eine vollständige thermonukleare Bombe handelt, die absolut genügen werde. Als sie anfangen wollen, die 'Jughead' auseinanderzubauen, gebietet Richard Einhalt. Man habe seinerzeit ein Leck abgedichtet, aus dem radioaktive Strahlung ausgetreten sei. Ob Eloise, die schließlich schwanger sei, das für eine gute Idee halte, will er von ihr wissen. Genau wegen ihres Zustands, erklärt die Frau, wolle sie ihnen helfen. Sayid verdeutlicht, dass sie laut Faraday etwa zwei Stunden Zeit hätten, den Kern zur Baustelle zu schaffen. Dann sollten sie jetzt besser loslegen, findet Jack.

Unterdessen trifft Radzinsky an der Baustelle ein und regt sich auf, dass Dr. Chang wegen der Gefährlichkeit die Bohrung gestoppt hat. Er will weitermachen doch Chang fragt ihn, ob er das für den richtigen Zeitpunkt für seine Experimente halte. "Ich habe sechs Jahre lang an diesen Projekt gearbeitet. Daran, eine Station zu entwerfen, die es möglich macht, Elektromagnetismus auf Arten zu manipulieren, von denen wir nur immer haben träumen können", erklärt Radzinsky seine Ungeduld. Ob er über die Konsequenzen nachgedacht habe, die das Weiterbohren haben könne, will Chang wissen. "Hätte Edison sich immer nur Sorgen um Konsequenzen gemacht, säßen wir alle noch im Dunkeln", wehrt Radzinsky jeden Einwand ab und fügt unmissverständlich hinzu: "Ich bin auf diese Insel gekommen, um die Welt zu verändern, Pierre. Und das ist genau, was ich jetzt tun werde". - "Fangen wir endlich an!" brüllt er seinen Mitarbeitern zu und startet den Bohrer.

2007: Die 'Anderen' sind auf ihrem Pilgerzug zu Jacob schon ein gutes Stück vorangekommen, als Locke ein Pause einlegt. Sun will von Ben wissen, wer Jacob eigentlich ist und der macht ihr den Unterschied zwischen dem Anführer, jetzt Locke, und dem Aufseher der Insel, dem er sich zu verantworten hätte, klar. Er muss auf ihre Frage, wie Jacob sei allerdings eingestehen, ihn niemals gesehen zu haben. Locke, der Richards forschende Blicke bemerkt hat, fordert ihn auf, zu fragen was er zu fragen habe. Ben habe ihm erzählt, beginnt Richard, er hätte Locke erdrosselt und sei sicher gewesen, dass er tot wäre, er habe gesehen, wie der Sarg in das Flugzeug geladen wurde. Wie er also am Leben sein könne? Richard sei doch sehr viel länger auf dieser Insel, weiß Locke, wenn jemand eine Erklärung haben könne, müsse er das sein. Richard bestätigt die lange Zeit und er habe auf dieser Insel Dinge gesehen, die er kaum beschreiben könne, doch er habe niemals jemanden wiederauferstehen sehen. Er, kontert Locke, habe nie jemanden gesehen, der nicht älter werde, was nicht bedeute, dass es nicht geschehen könne. Er sei wegen Jacob so, klärt Richard Locke auf und fügt hinzu, er vermute, der sei auch der Grund, weshalb Locke nicht mehr im Sarg liege. Locke bestätigt das und erklärt, genau deshalb wolle er zu Jacob, er wolle ihm danken. Wenn das erledigt sei, beendet er das Gespräch, müssten sie sich um den Rest der Passagiere des Ajira-Fluges kümmern - Richard wisse schon, was er meine. Damit bläst er zum Aufbruch.

Unterdessen erreicht Ilana mit ihren vier Begleitern, der Metallkiste und dem bewusstlosen Frank im Auslagerkanu die Hauptinsel. Während die Kiste ausgeladen wird fragt Bram Ilana, was mit Frank sei, warum sie ihn mitgenommen habe obwohl er die Antwort nicht wusste. Er könnte trotzdem wichtig sein, gibt Ilana ihm zu verstehen. Auf die Frage, ob sie denke, er sei ein Kandidat, schweigt sie allerdings und lächelt. Denn sie hat bemerkt, dass Frank wach ist, lange genug um sich zu wundern, wofür er wohl ein Kandidat sein könnte. Wer sie überhaupt wären, will er wissen und kann die Erklärung, sie seien Freunde, nur schwer zusammenbringen mit dem Bewusstlosschlagen und Kidnappen. Das täten sie nur mit Leuten, die sie mögen, pariert Ilana. Jetzt will Frank wissen, was in der Kiste ist und nachdem Bram Ilana versichert, es sei ihre Entscheidung, lässt sie die Box öffnen. Was Frank darin sieht, scheint ihm nicht sehr zu behagen.

1976: Nach der Trauerfeier für seine Eltern sitzt der kleine James auf den Treppenstufen zum Eingang der Kirche und schreibt etwas in ein Heft, wobei der Kuli seinen Geist aufgibt. Jacob steht, gekleidet wie ein Trauergast, vor ihm und fragt: "Brauchst du einen Stift, mein Junge?" Er zieht einen Kuli aus seiner Tasche und reicht ihn dem Jungen, dessen Finger er dabei leicht berührt, mit den Worten: "Du kannst ihn behalten." James bedankt sich und Jacob fährt fort: "Es tut mir sehr Leid mit deiner Mutter und deinem Vater, James." Jacob geht und James fährt fort mit seinem Brief an Mr. Sawyer. Jetzt kommt sein Onkel, um ihn zur Beerdigung mitzunehmen und schaut, was er da schreibt. Als er die ersten Zeilen gelesen hat, bestätigt er dem Kind, dass er allen Grund habe, auf diesen Mann zornig zu sein. Doch jetzt müsse er darüber hinwegkommen. "Sie sind nicht mehr da und es gibt nichts, was du dagegen tun könntest. Was geschehen ist, ist geschehen", gibt er ihm zu verstehen. James muss ihm versprechen, den Brief nicht zuende zu schreiben. Dann gehen sie zusammen zum Friedhof.

1977: James rekapituliert noch einmal Jacks Vorhaben um sicher zu gehen, dass er richtig verstanden hat. Doch Kate weist ihn darauf hin, dass er dabei auch alle auf der Insel umbringen könne und fragt, ob ihn das nicht interessiere. James weist sie darauf hin, dass er sich doch wohl klar ausgedrückt habe, er habe sich enrschieden, wegzugehen. Jetzt kommt der Mitarbeiter mit den Sediergetränken. Als er sich zu ihr beugt schnappt Juliet kurzerhand seinen Kopf und haut ihn auf die Tíschplatte, worauf er bewusstlos zu Boden geht. James kann es nicht fassen, doch Juliet erklärt, sie hätte gemeinsam beschlossen zu gehen und jetzt würden sie zurückkehren, sie könnten sie Leute nicht einfach sterben lassen. Sie nimmt dem Mann die Schlüssel ab und schließt ihre und Kates und schließlich auch James' Handschellen auf. Mit der Pistole des Mitarbeiters zwingen sie den Kapitän, aufzutauchen und sie in ein Rettungsboot steigen zu lassen. Dann soll er wie geplant mit den übrigen Passagieren wegschwimmen.

Während Sayid dabei ist, den Plutoniumkern auszubauen, bittet Richard Jack um ein Wort. Er erzählt ihm, dass vor gut 20 Jahren ein Mann namens John Locke in ihr Camp spaziert sei und ihm sagte, dass er eines Tages ihr Anführer sein solle. Daraufhin sei er dreimal von der Insel fort gewesen und habe ihn besucht, doch niemals feststellen können, dass er etwas Besonderes sei. Jack würde ihn doch kennen, stellt er indirekt seine Frage. Das täte er, bestätigt Jack, und an Richards Stelle würde er ihn noch nicht aufgeben.

2007: Während des Weitermarsches fragt Locke Ben, wieso er Richard noch nichts von seinem Plan, Jacob zu töten, erzählt hätte. Ben erwidert, er habe gemeint, Locke wolle dass es ein Geheimnis bleibe. Doch die Erklärung reicht Locke nicht. Jetzt informiert Ben Locke über sein Erlebnis in der Rauchmonster-Halle, wo seine tote Tochter ihm befohlen habe, Locke uneingeschränkt zu folgen. Dann müsse er ihn ja offensichtlich gar nicht mehr überzeugen, folgert Locke. Sein Plan sei nämlich, Jacob nicht selber zu töten, sondern das Ben zu überlassen.

Oktober 2005: Sayid und Nadia sind in LA im Begriff, eine Straße zu überqueren, während sie sich darüber unterhalten, wo sie ihren Jahrestag feiern sollen. Sayid wird von Jacob angesprochen, der um Hilfe bittet, weil er sich verlaufen habe. Sayid bleibt stehen, um mit Jacob, der kurz seine Hand auf Sayids Schulter legt, den Stadtplan zu studieren, als Nadia, der eine gute Idee gekommen ist, sich mitten auf der Straße umdreht, um sie Sayid mitzuteilen. Da kommt plötzlich ein Auto mit hohem Tempo angefahren und kollidiert mit der Frau, die einige Meter weit geschleudert wird. Der Fahrer des Wagens macht sich aus dem Staub und Sayid läuft zu seiner sterbenden Frau, die ihn nur noch bittet, sie nach Hause zu bringen.

1977: Sayid packt den Plutonium-Kern vorsichtig in seinen Rucksack und will sich sofort auf den Weg machen. Richard und Eloise führen ihn und Jack zu einer Mauer, in die Richard an einer Stelle problemlos einen Durchgang hämmern kann. Dahinter befindet sich ein DHARMA-Haus. Eloise stellt, als Jack losgehen will klar, dass sie die Verantwortliche dieser Aktion ist und nicht zögern werde, wenn sich ihnen im Haus jemand in den Weg stellen würde - damit lädt sie ihre Pistole. Richard will ihr den Vortritt lassen, doch als sie an den Durchbruch geht, schlägt er ihr mit seiner Waffe auf den Kopf und fängt die bewusstlose Frau auf. Dem fassungslosen Jack erklärt er, dass er nur ihre Anführerin beschütze, die ärgerlich sein werde, doch das sei besser, als tot. Er habe ihren Befehl ausgeführt, ihnen zu helfen und nun seien sie auf sich allein gestellt. Er werde Eloise auf dem Weg zurückbringen, den sie gekommen seien.

Jack und Sayid steigen eine Treppe hoch und landen in einem verlassenen Wohnzimmer, wo sie deutlich den Alarm und den Trubel im aufgescheuchten Dorf vernehmen können. Als Sayid Horaces Overall an einem Haken hängen sieht hat er die Idee, wie sie hinauskommen können: sie müssten sich unauffällig unter die Leute mischen. Beide in Overalls laufen sie zielstrebig, aber nicht hastig durch das Dorf voller Menschen. Sie haben es fast schon geschafft, als Roger Linus in Sayid den Entführer seines Sohnes erkennt und sein Gewehr auf ihn anlegt. Auch Sayids Händeheben und der Hinweis, er trüge einen Nuklearsprengkörper bei sich, hält Roger nicht ab, ihm einen Bauchschuss beizubringen. Jack ballert wild in Rogers Richtung und zieht dann Sayid um eine Häuserecke. Dann läuft er, Sayid stützend und schießend weiter. Da fährt ein Bully auf sie zu, Jin öffnet die Schiebetür und die beiden gelangen in den Wagen, den Hurley sogleich aus dem Dorf hinausfährt.

Juliet, Kate und James gehen an Land und wissen sich zunächst nicht genau zu orientieren, als plötzlich Vincent aus dem Busch gelaufen kommt und sie freudig begrüßt. Dann kommt Rose hervor ruft nach Bernard und stellt wenig begeistert fest: "Sie haben uns gefunden." Auch Bernards Kommentar lautet nur: "Verfluchter Mist!" Es stellt sich heraus, dass Rose und Bernard sich versteckt hatten, weil sie mit dem ganzen Theater um ihre Mitgestrandeten nichts mehr zu tun haben wollten. Die wollten in Ruhe und Frieden den Rest ihres Lebens in dieser schönen Umgebung verbringen. Sie haben sich eine Hütte gebaut und Essen organisiert. Auch die Eröffnung, dass Jack eine Bombe habe, bringt sie nicht aus der Ruhe. Irgendwas sei ja immer mit ihnen, stellt Rose fest und fügt hinzu: "Wir sind 30 Jahre in der Zeit zurück gereist, und ihr sucht immer noch nach Wegen, euch gegenseitig zu erschießen?" Was immer auch passiere, fasst Bernard es zusammen, sie wollten einfach nur zusammen sein, notfalls auch zusammen sterben. Zumindest erfahren sie den Weg zum DHARMA-Dorf von den beiden.

Unterdessen weist Jack Hurley und Miles an, sie zur Schwan-Baustelle zu fahren, während er versucht, sich um Sayids Bauchschuss zu kümmern.

2007:Frank erfährt auf dem Weg durch den Dschungel von Bram, dass sie den Leichnam mitschleppen, um ihn jemanden zu zeigen, der wissen müsse, womit er es zu tun habe. Was das denn sei, will Frank wissen. "Mit etwas seht viel Beängstigenderem, als dem, was hier in dieser Kiste ist, Frank", erwidert Bram und beruhigt ihn: "Aber keine Sorge. So lange du bei uns bist, bist du okay." Sie seien die Guten, beantwortet er Franks Frage darauf, mit wem er es eigentlich zu tun habe. Das sagten sie alle, stellt Frank nicht wirklich beruhigt fest. Jetzt hat die Gruppe ihr Ziel erreicht: Jacobs Hütte. Die ist allerdings offensichtlich seit langer Zeit verlassen und der Aschekreis ist durchbrochen.

In einem spartanisch eingerichteten russischen Krankenhaus liegt Ilana mit bandagiertem, offenbar heftig zugerichteten Gesicht. Eine Schwester gibt ihr mit einem Strohhalm etwas zu trinken und informiert sie, dass sie Besuch habe. Jacob setzt sich an ihr Bett und entschuldigt sich auf russisch, dass er nicht früher kommen konnte. Doch Ilana ist nur froh, ihn zu sehen. Er sei da, weil er ihre Hilfe brauche, gesteht er, jetzt auf Englisch. Ob sie das tun, ob sie ihm helfen könne, fragt er. Ilana antwortet schlicht, aber aus tiefster Seele: "Ja!"

Ilana betritt vorsichtig die ruinöse Hütte. An einer Wand findet sie ein mit einem Dolch festgestecktes kleines Webbild, das sie mit hinaus nimmt. Bram erklärt sie, dass er nicht da, seit langer Zeit nicht dort gewesen sei. Jemand anderer habe sie benutzt. Dann befiehlt sie, die Hütte niederzubrennen, was auch sogleich angegangen wird und Frank zu der Bemerkung veranlasst: "Ich bin kein Baum-Umarmer oder sowas, aber ich glaube, das ist ein guter Weg, den gesamten Dschungel abzufackeln, oder?" Als er wissen will, was jetzt passieren soll, reicht Ilana Bram das Stoffbild, auf dem die Vier-Zehen-Statue dargestellt ist. Nun weiß Bram, wohin ihr Weg sie zu führen hat.

2000: Jacob sitzt vor einem Gebäude auf einer Bank und liest in dem Buch 'Everything That Rises Must Converge' von Flannery O'Connor. Plötzlich stürzt hinter ihm eine Person von hoch oben aus dem Gebäude auf das Pflaster: John Locke. Jacob legt ein Lesezeichen in sein Buch, klappt es zu und geht zu Locke, der leblos daliegt. Er hockt sich neben ihn und legt die Hand auf Lockes Schulter, worauf jener ruckartig zu sich kommt. "Mach dir keine Sorgen, alles wird gut werden", beruhigt er ihn und ergänzt: "Tut mir Leid, dass dir das passieren musste." Damit steht er auf und geht.

2007: Die 'Anderen' erreichen das ehemalige Strandcamp. Locke verkündet, hier würde eine Pause eingelegt, die sie nutzen sollten, um dem gewachsen zu sein was sie erwarte, wenn sie ihr Ziel bei Anbruch der Nacht erreichten. Ben sitzt allein und schaut auf das Meer, als Locke sich zu ihm gesellt und sich erkundigt, ob er ihm eine Frage stellen dürfe. Er (sein Sternzeichen) sei 'Fische' entgegnet Ben. Doch Locke will wissen, was beim ersten Mal in der Hütte passiert sei. Ben gibt zur Antwort, dass Locke doch schon wisse, dass er mit einem leeeren Stuhl gesprochen, nur so getan habe. Was nicht heiße, ergänzt er, dass er nicht genauso überrascht gewesen wäre wie Locke, als plötzlich Gegenstände durch die Luft geflogen seien. Die Frage, warum er auf sich genommen habe, sich das alles auszudenken beantwortet Ben mit, es sei ihm peinlich gewesen. "Ich wollte nicht, dass du weißt, dass ich Jacob nie gesehen habe", ergänzt er, "darum, ja, ich habe gelogen." Dann fügt er bedächtig hinzu: "Das ist es, was ich tue."

"Also gut", will Locke das Gespräch beenden und steht auf. Doch Ben hat auch eine Frage: "Wieso willst du, dass ich Jacob töte, John?" Lockes Erwiderung lautet: "Weil du trotz deiner Ergebenheit zu dieser Insel Krebs bekommen hast. Du musstest mit ansehen, wie deine eigene Tochter erschossen wurde, direkt vor deinen Augen. Und dein Lohn für all diese Opfer? Du wurdest verstoßen. Und du hast all das getan im Namen eines Mannes, dem du noch nichtmal begegnet bist. Also die Frage ist doch, Ben, wieso zum Teufel würdest du Jacob nicht umbringen wollen?"

Sun durchstreift ihr ehemaliges 'Zuhause' und entdeckt die umgekippte Wiege Aarons. Sie richtet sie auf und findet unter der Decke darin Charlies DriveShaft-Ring.

2000: Sun und Jin geben sich vor großartiger Kulisse im Freien das Ja-Wort. Zu ihren Gratulanten gehört auch Jacob, der ihnen in einwandfreiem Koreanisch verkündet, ihre Liebe sei etwas ganz Besonderes. Sie sollten sie niemals als selbstverständlich erachten. Dabei egreift jeweils einen Arm der beiden. Als Sun wissen will, ob Jin den Mann kenne, verneint er, doch stellt fest, das sein Koreanisch ausgezeichnet sei.