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5x15 "Follow the Leader"
[Der Anführer]
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1977: Kate und Jack beobachten die Szene im Camp der 'Anderen'. Kate fühlt sich nicht wohl bei der Sache, Daniel sei verrückt, stellt sie fest. Doch Jack fragt, was, wenn das ihre einzige Chance sei, die Dinge wieder zurecht zu rücken, wenn sie genau deshalb hier seien. Dann ertönt der Schuss und Daniel bricht zusammen. Kate beschwört Jack, sie müssten verschwinden. Doch sie kommen nicht weit, denn Charles Widmore kommt angeritten und schlägt Jack zu Boden. Gemeinsam mit einem Begleiter bringt er Kate und Jack ins Camp.
Dort blättert Eloise in Daniels Notizbuch und findet die Widmung. Ihr Mund steht in Erstaunen offen. Widmore kommt dazu und will wissen, was geschehen ist. Richard erläutert, der Mann sei ins Camp gekommen und habe eine Waffe auf ihn gerichtet. Eloise hätte nur reagiert. Jetzt entdeckt er Kate und Jack und erfährt von Charles, dass er sie im Gebüsch gefunden habe. Eloise fragt sie, ob sie mit 'dem Mann' gekommen seien. Als sie das bestätigen lässt sie Kate und Jack in ihr Zelt bringen. Charles fragt Eloise aufgebracht, ob sie ihm erklären könne, warum die DHARMA-Initiative ihnen den Krieg erklärt zu haben schiene. "Diese Leute sind nicht von der DHARMA-Initiative, Charles", erwidert Eloise. "Wo zum Teufel kommen sie dann her?" fragt Charles irritiert.
Jetztzeit: In einem Strandcamp der 'Anderen' ist Richard gerade damit beschäftigt, ein Buddel-Segelschiff fertigzustellen, als eine Frau ihn informiert: "Er kommt!". Locke spaziert mit einem toten Wildschwein auf den Schultern in das Camp. Er lässt das Tier fallen, und begrüßt Richard mit den Worten: "Ich habe das Abendessen mitgebracht." Richard ist erstaunt. Es seien drei Jahre vergangen, wo er gewesen sei, fragt er Locke. Das würde er ihm auf dem Weg erklären, vertröstet Locke ihn, sie beide hätten nämlich etwas zu erledigen, wofür nicht viel Zeit bleibe. Als Richard ihn immer noch staunend anschaut fragt Locke, ob etwas nicht stimme. Irgendetwas an ihm sei anders, sagt Richard. "Ich habe jetzt eine Bestimmung", ist Lockes Erklärung.
Jetzt entdeckt Richard Ben und Sun, die ebenfalls das Camp erreicht haben. "Was macht er denn hier?" Richard scheint verwirrt. Er habe ihm geholfen, zurückzukommen, klärt Locke ihn auf. Sun ist nicht minder erstaunt, weil Locke gesagt hatte, er wolle zu seinen Leuten, aber das wären doch Bens. Ben eröffnet ihr, Locke sei für ihn eingesprungen, als er die Insel verlassen habe. Richard Alpert, erklärt er weiter, sei sowas wie ein Berater und habe diesen Job schon seit sehr, sehr langer Zeit. Jetzt zieht Sun das Bild der DHARMA-Rekruten aus ihrem Rucksack, stürmt damit auf Richard zu und fragt ihn, ob er 1977 hier gewesen sei. Richard bestätigt und Sun fragt ihn, ob diese Leute - sie weist auf ihre Mitgestrandeten - und ihr Mann auch da gewesen seien, ob er sich an irgendjemanden erinnern könne. Richard erwidert, das tue er. "Ich erinnere mich sehr genau daran, ihnen begegnet zu sein, denn... ich hab sie alle sterben sehen."
Sun sitzt am Strand und dreht Jins Ehering in den Händen. Locke kommt zu ihr und sie fragt ihn, ob er glaube, dass sie alle tot seien. "Ich denke nicht, dass wir all das umsonst durchgemacht haben, Sun", gibt er ihr Hoffnung. Richard lässt Locke wissen, dass er soweit sei. Locke fragt, ob er den Kompass noch habe, den er ihm gab. Richard holt ihn aus der Hosentasche mit dem Kommentar: "Etwas rostig, aber sie kann immer noch Norden finden." Locke lädt Ben ein, mit ihnen zu gehen. Ben fragt, ob er fürchte, er könne, allein mit seinen ehemaligen Leuten, einen Putsch planen. Doch Locke sagt nur: "Ich hab vor gar nichts mehr Angst, das du tun könntest, Ben." Ben möchte in der Tat mitkommen. Locke bittet Sun, zu warten, sie seien in einigen Stunden zurück. Er verspricht ihr, falls es einen Weg gäbe, dass sie und Jin wieder zusammenkämen und ihre Leute gerettet werden könnten, werde er ihn finden.
1977: Jack und Kate werden gefesselt und ziemlich ruppig von einem 'Anderen' in Eloises Zelt abgesetzt. Kate will von Jack wissen, was er damit gemeint habe, sie müssten alles wieder so zurechtrücken, wie es ein sollte. Wenn sie tun könnten, was Faraday gesagt habe, erklärt Jack, würde ihr Flugzeug in LA landen und alle, die sie veloren hätten, wären noch am Leben. Was dann mit ihnen sei, insistiert sie weiter, sie lebten dann einfach so weiter, weil sie sich nie begegnet wären. Sie würden das ganze Leid, das sie erlebten, ungeschehen machen, findet Jack wichtig. Es sei nicht alles leidvoll gewesen, stellt Kate, betroffen über seine Sichtweise, fest. Aber genug davon sei es gewesen, findet Jack.
Eloise betritt das Zelt und fragt, wofür der Mann, den sie erschossen habe, die Bombe haben wollte. Sie müssten es ihr sagen, fügt sie eindringlich hinzu. Sie würde es doch nicht glauben, wehrt Jack ab. Jetzt erzählt Eloise von ihrer Begegnung mit Daniel im Jahre 1954. Genau diesen Mann, der damals sagte, er sei aus der Zukunft und der vor ihren Augen verschwunden sei, habe sie vor 10 Minuten erschossen. Bevor er starb habe er gesagt, er sei ihr Sohn, schließt sie die Geschichte stockend ab. "Erkläre mir", fordert sie Jack auf, "und du hast mein Wort, dass ich dir glauben werde, wie das meine Handschrift sein kann, wenn ich mich nicht erinnern kann, es je geschrieben zu haben." Sie reicht ihm das Büchlein mit der Widmung. "Weil du es jetzt noch nicht geschrieben hast", antwortet Jack ernst. Was gerade passiert sei, fährt er fort, sei ein Unfall gewesen. Er denke, es gäbe einen Weg, wie sie es ungeschehen machen könne. Ihr Sohn sei hierher zurück gekommen, weil er einen Weg entdeckt habe, Dinge zu ändern. Sie müssten dazu tun, was in dem Buch stünde, dann würde das alles nicht geschehen. Eloise ist bereit sie zur Bombe zu bringen, die allerdings unterhalb des später erbauten DHARMA-Dorfes lagert. Da sie sich aber zu denen gesellt hätten, sollte das Rein- und Rauskommen kaum ein Problem darstellen. Doch da muss Jack widersprechen.
Im Überwachungsraum des Sicherheitsdienstes wurden James und Juliet auf Stühle gefesselt. Radzinsky, Phil und Horace sind anwesend, Radzinsky 'verhört' James zum Verbleib von Kate und Ben. Auch nach einigen Schlägen ins Gesicht, von denen sich Radzinsky durch Horaces Einspruch nicht abbringen lässt, schweigt sich James aus. Radzinsky scheint inzwischen Horace das Kommando abgenommen zu haben, weil er sich eher berufen und fähig fühlt, Leute und Arbeit zu beschützen. Als Radzinskys Brutalitäten heftiger werden, meldet sich Juliet zu Wort, und bittet ihn, aufzuhören. Sie würden sich nun seit drei Jahren kennen und sie seien nicht die Bösen. Doch James macht ihr klar, dass diese Reden keinen Sinn haben und sie es nicht glauben würden. Schließlich glaubt Phil, zu wissen, wie man James zum Reden bewegen kann. Er dreht sich um und verpasst Juliet einen Schlag ins Gesicht. James schwört ihm, ihn zu töten. Jetzt kommt ein Mitarbeiter in den Raum, der Radzinsky die Passagierliste für das U-Boot zeigt, aus dem hervorgeht, dass Jack, Kate und Hurley erst in letzter Minute an Bord kamen. Der 'fette Typ' müsse also mit den beiden unter einer Decke stecken.
Der ist unterdessen dabei, einige Essensvorräte in seinen Rucksack zu packen. Dann schlägt er sich, mitsamt dem Gitarrenkoffer, unauffällig durch das Dorf, das immer noch in Alarmbereitschaft ist, in die Büsche, wo Miles und Jin auf ihn warten. Lediglich Dr. Chang schaut ihm ein wenig skeptisch nach. Hurley will wissen, wie der Rettungsplan für James und Juliet aussieht, doch Miles macht ihm klar, dass sie ihn nach Lebensmitteln geschickt hätten, um zum Strand zu gehen. Hier gäbe es nur eine Überzahl Bewaffneter, gegen die sie nichts ausrichten könnten. Als Hurley Einspruch erhebt mit dem Hinweis, James würde sie nicht im Stich lassen, steht plötzlich Dr. Chang hinter ihm. Miles fragt erstaunt, was er hier tue, das gleiche, was Chang sie auch fragen wollte. Chang erklärt, er müsse wissen, ob Faraday die Wahrheit gesagt habe damit, dass er aus der Zukunft käme. Hurley erklärt das für lächerlich. Doch durch ein paar geschickte Fragen nach Geburtsdatum und historischen Dingen kann Chang Hurley, genau wie der bei seiner Ankunft befürchtete, entlarven. Auch ist Miles jetzt bereit, zu bestätigen, dass er sein Sohn ist. Auf die Frage, ob Faradays Aufforderung zur Evakuierung Folge zu leisten sei rät Miles ihm, es zu tun. Dann, erklärt Chang, sollten sie hoffen, der Physiker wisse, was er tue.
Zur gleichen Zeit hockt Widmore neben dessen Leichnam und fragt, wohl mehr sich selbst, wieso ihm der Mann so vertraut vorkäme. Eloise beordert Richard und Eric, mit ihr zu kommen und Kate und Jack die Fesseln abzunehmen. Dann bittet sie um einen Moment, schießt Daniel die Augen, deckt ein Tuch über ihn und erklärt dem erstaunten Charles, sie werde sie zur Bombe bringen. Charles ist damit gar nicht einverstanden und verweist auf ihren Zustand. Indessen erhält Jack von Richard eine interessante Antwort: "Der Mann, nach dem du fragst, Jack, ist Charles Widmore. Er und Eloise sind... nun, sagen wir einfach, Liebe kann kompliziert sein." Kates und Jacks Blicke sprechen Bände. Jetzt ist Eloise bereit zum Aufbruch.
Jetztzeit: Die Nacht ist hereingebrochen und Richard möchte auf ihrem Marsch durch den Dschungel gern von Locke erfahren, wo er die letzten drei Jahre war. Locke fragt, ob Richard es wirklich nicht wisse. Richard kann nur die Szene nach dem Drehen des Rades durch Ben rekonstruieren. Dann, nimmt Locke den Faden auf, werde Richard gleich sehen, wohin er verschwunden sei. Und gleich danach solle er ihn zu Jacob bringen. Richard und Ben sind sprachlos. Ben fängt sich als erster und erklärt, so laufe das nicht. Locke will von Richard wissen, ob das ein Problem darstelle. Ausweichend findet Richard, Locke müsse nichts überstürzen, er sei ja gerade erst zurück. Nun erinnert Locke sie daran, das er ja jetzt der Anführer sei und es gerne so möchte. Richard bestätigt, dass er es tun kann.
Nun haben die drei den Ort erreicht, auf den Locke zusteuerte: das Wrack der Beechcraft. In kurzer Entfernung davon bleiben sie stehen und Locke bittet Richard, genau aufzupassen, es bliebe nur kurze Zeit, seine Anweisungen auszuführen. Dann sagt er ihm alles, was er zu tun und zu sagen hätte zu einem Mann, der mit einer Kugel im Bein aus dem Dschungel käme. Auch drückt er ihm ein Erste-Hilfe-Set in die Hand. Kaum hat er seine Ausführung beendet, hören sie ein Stöhnen und tatsächlich kommt jemand aus dem Dickicht. Wer das sei, fragt Ben mit großen Augen. "Ich", antwortet Locke mit äußerst zufriedenem Lächeln. Jetzt beobachten Locke und Ben, wie sich an der Beechcraft die Szene nach Lockes erstem Zeitsprung abspielt und Richard ihm erklärt, dass er sterben müsse.
Ben tippt auf die ultimative außerkörperliche Erfahrung, was Locke mit 'sowas Ähnliches' kommentiert. Ben ist verblüfft über das Timing und Locke verrät. die Insel habe es ihm gesagt. Er erfährt, dass die Insel mit Ben nicht gesprochen habe, doch Ben setzt dagegen, offensichtlich habe sie Locke ja nicht verraten, wo Jacob sei. "Du hast ihn nie gesehen", reagiert Locke. Als Ben sich wundert, was er meine, ergänzt er: "Jacob. Du hast ihn nie gesehen, oder?" Ben schaut nur sprachlos und da verschwindet der Locke an der Beechcraft auch gerade. Wohin er verschwunden sei, will Ben wissen und Locke sagt: "Richard den Kompass zurückgeben". Der ist jetzt wieder bei ihnen und stellt fest, dass Locke mit dem Sterben sehr überzeugt gewesen sei und er froh wäre, dass er dazu nicht kam. Doch Locke muss ihn korrigieren: "Genaugenommen, Richard, ist es das."
1977: Dr. Chang stürmt in den Überwachungsraum, Befehle zur Evakuierung aller entbehrlichen Personen rufend. Dann erkennt er die Situation und fragt, was dort los sei. Radzinsky fährt ihn an, dass er bei der Baustelle sein sollte, da sie in Kürze dort mit den Bodenarbeiten anfangen würden. Chang weist ihn darauf hin, das die Bohrung höchstwahrscheinlich zu einer verhängnisvollen Katastrophe führen würde. Doch Radzinsky will unbeirrbar am Zeitplan festhalten. Auch Changs Unterstützungsgesuch an Horace führt zu nichts, denn der sei nicht mehr verantwortlich und Radzinskys Entscheidung steht. Der geschundene James wirft kraftlos ein: "Setzt uns ins U-Boot. Er hat Recht, es ist nicht sicher. Bringt die Frauen und Kinder in das U-Boot und schafft sie hier raus". Wenn sie ihn und Juliet mit ins U-Boot ließen, würde er alles sagen, was sie wissen wollten, ergänzt er. Er fragt sein 'Sweetheart' um ihr Einverständnis, das Juliet sofort gibt. Er möge ihm einen Plan zeichnen, fordert Radzinsky, indem er James ein Notizheft in die Hand drückt. Er wolle genau wissen, wo die Feindseligen seien.
Eloise ist unterdessen mit ihrer Gruppe am Fluss angekommen, durch den sie hindurchtauchen müssten, um zu der Bombe zu gelangen. Kate will plötzlich nicht mehr mitkommen. Diesesmal werde sie Jack nicht folgen, sondern zu den übrigen Gefährten zurückgehen. Jack weist sie auf die Gefahr im Dorf hin, jetzt, wo man alles wüsste. Doch Kate findet Jacks Plan mindestens ebenso gefährlich. Allerdings richtet jetzt Eric die Waffe auf sie, weil sie, wie Eloise erläutert, eine Fremde, die um ihre Geheimnisse wisse, nicht einfach ziehen ließen. Jetzt mischt sich Jack ein und unterstützt Kates Wunsch - sie wolle nur weg, keine Geheimnisse verraten. Doch Eric hält seine Waffe auf sie. Plötzlich ertönt ein Schuss, der Kate wie angewurzelt stehen und an sich herunterschauen lässt. Ein zweiter Schuss wird abgefeuert und Eric geht mit beiden Einschüssen tot zu Boden. Aus dem Gebüsch erhebt sich ein Mann mit einer Pistole - Sayid. Eloise und Richard heben die Hände.
Während Sayid mit Kate und Jack spricht, hocken Richard und Eloise bei der Leiche ihres Gefährten. Was sie hier täten, fragt Richard, der Mann hätte gerade einen ihre Leute erschossen und Eloise tue, als sei es ihr völlig egal. Wenn die Leute Recht hätten mit dem, was sie vor hätten, verteidigt sich die Frau, dann sei es egal. "Und was haben sie vor?" will Richard wissen. "Du willst mir also erzählen, du hast vor, die letzten drei Jahre unseres Lebens auszulöschen?" erkundigt sich indessen Sayid einige Meter entfernt bei Jack. Sie könnten die Dinge ändern, bestätigt Jack überzeugt. Falls er es nicht mitbekommen hätte, das habe er bereits versucht, erinnert Sayid ihn an seinen Schuss auf Ben, doch nichts hätte sich verändert. Kate muss ihn korrigieren, Ben sei nicht tot, weil sie ihn zwecks Rettung zu den 'Anderen' gebracht hätten. Warum sie das getan hätte, will Sayid fassungslos von Kate wissen. Jetzt ist Kate empört. Ihre Antwort lautet: "Seit wann ist Kinder erschießen und Wasserstoffbomben in die Luft jagen okay?"
Sie drei, versucht es Jack nun, seien aus dem Flugzeug verschwunden und in dieser Zeit gelandet, weil das ihre Chance sei, die Dinge zu verändern. Wenn er aber falsch läge, weiß Kate, würden alle auf der Insel sterben. Er läge aber nicht falsch, ist Jack sicher. Das sei genau, wofür sie hier wären, das sei ihr Schicksal. "Weißt du, wie du klingst?" fragt Kate jetzt, "denn er war auch verrückt, Jack. Das hast du selbst gesagt." Dann hätte er sich vielleicht geirrt, räumt Jack ein. Das habe er nicht, beharrt Kate und fügt hinzu: "Ich gehe zurück und suche den Rest von uns, denn wenn ich dich nicht aufhalten kann, können sie es vielleicht." Damit verlässt sie die Männer.
Miles, Yin und Hurley beobachten aus einem Gebüsch heraus den U-Boot-Anleger, zu dem jetzt die Frauen und Kinder gebracht werden. Charlotte und ihre Mutter steigen aus einem Bully, dann Dr. Chang mit Frau und Kind. Hurley wundert sich, warum der Mann seine Frau so anbrüllt, sie müsse jetzt gehen. Miles weiß, es war die einzige Möglichkeit, sie in Sicherheit zu bringen. Jetzt kommt noch der Jeep angefahren und die drei registrieren erstaunt, dass er James und Juliet bringt. Hurley findet das nicht so bedrohlich, denn: "Sawyer hat doch immer einen Plan, richtig?" Den eröffnet er auch gerade Juliet: "Wir kaufen Microsoft. Dann wetten wir auf die Cowboys im 78er Superbowl. Wir werden reich." Es täte ihm Leid, fährt er fort, er hätte auf sie hören sollen, dann wären sie schon vor drei Jahren auf diesem U-Boot gewesen. Sie sei froh, entgegnet Juliet, dass er es ihr ausgeredet hätte. "Ein Glück, dass ich dich los bin", verabschiedet sich James beim Einsteigen mit einem letzten Blick von der Insel.
Richard springt als erster ins Wasser, während Eloise Jack instruiert, ihm zu folgen. Das tut er und taucht durch einen Felsentunnel auf der anderen Flussseite, bis er in einem unterirdischen Gemäuer, erinnernd an die Rauchmoster-Halle, wieder auftauchen kann. Richard reicht ihm eine Fackel. Sie seien in den Tunneln, beantwortet Richard Jacks Frage nicht wirklich präzise. Wie sie die Bombe dort rauskriegen sollten, fragt Jack weiter, etwa durchs Wasser? Richard erklärt, auf dieselbe Weise, wie sie die 3,65 m lange und 20.000 Kilo schwere Bombe hereingebracht hätten, also bestimmt nicht durchs Wasser. Jetzt taucht Eloise auf und kurz darauf zu Jacks Freude auch Sayid, mit dem er nicht gerechnet hatte. "Nun ja, wenn das funktioniert, wirst du uns vielleicht alle retten. Und wenn nicht, erlöst du uns zumindest von unserem Elend" lautet Sayids Begründung, helfen zu wollen. So zieht die kleine Truppe mit Fackeln bestückt los.
Jetztzeit: Locke, Richard und Ben treffen wieder im Strandcamp ein. Locke möchte direkt weiter zu Jacob, auch wenn Richard ihn gerne bis zum nächsten Morgen vertrösten würde und Ben recht betroffen dreinschaut. Er erkundigt sich, ob all 'seine' Leute hier seien, worauf Richard erklärt, es gäbe noch eine Gruppe beim Tempel. Dann möchte Locke gerne zu dieser Gruppe sprechen, wogegen Richard nichts einzuwenden hat. Nachdem er sie begrüßt und sich vorgestellt hat, beginnt Locke: "Mir wurde erzählt, dass ihr alle seit geraumer Zeit die Anordnungen eines Mannes namens Jacob befolgt. Jedoch, seltsam genug, scheint es so, als wenn keiner ihn tatsächlich gesehen hat. Ich bin sicher, es gibt sehr gute Gründe, dass seine Existenz und sein Aufenthaltsort geheim sind. Ich weiß nur nicht, was das für welche sind." Dabei schaut er zu Richard. "Und um ehrlich zu euch allen zu sein, wenn es da einen Mann gibt, der uns sagt, was wir tun sollen, möchte ich wissen, wer er ist."
Sun greift die Gelegenheit sofort auf. Ob dieser Jacob, fragt sie, ihnen sagen könne, wie sie Jin und den Rest ihrer Leute hierher zurückbringen könnten. "Garantiert", versichert ihr Locke. Richard habe sich bereit erklärt, wendet er sich wieder an alle, ihnen zu zeigen, wohin sie gehen müssen. Also werde er jetzt sofort losgehen, um ihn zu besuchen. Er macht eine kleine Pause und fährt fort: "Und ich möchte, dass ihr alle mitkommt." Die Gruppe ist zuerst sprachlos, dann absolut zustimmend, während Richard leise zu Ben sagt: "Ich fange an zu glauben, dass John Locke Probleme machen wird." "Warum, denkst du, habe ich versucht, ihn umzubringen?" entgegnet Ben.
1977: An Bord des U-Bootes werden James und Juliet mit ihren Handschellen festgemacht, dann sind sie allein. James versichert Juliet, dass sie sich keine Gedanken machen müsse, die Leute hier seien keine Polizisten, wenn das U-Boot erstmal in der 'richtigen Welt' irgendwo - wo immer das auch sei - angelegt habe, seien sie frei. Was auch passiere, erinnert James, sie stünden zueinander. Nachdem sie sich gerade ihrer Liebe zueinander versichert haben, wird noch ein Passagier an Bord gebracht: Kate. Man setzt sie zu den beiden, deren Blicke Bände sprechen, und kettet sie fest. Kate begrüßt James mit einem leisen 'hey', das er erwidert. Juliet würdigt sie dabei keines Blickes. Das Boot wird startklar gemacht, setzt sich in Bewegung und taucht ab.
Auf dem Weg durch die Tunnel weist Sayid Jack darauf hin, dass Elioses Motivation, ihnen mit der Bombe zu helfen, nur die Vernichtung der DHARMA-Initiative sei. Das ist Jack klar, dennoch vertraue er ihr und er eröffnet Sayid auch, wieso: "Weil sie in 30 Jahren diejenige ist, die uns sagen wird, wie wir zurück auf die Insel kommen." Unterdessen haben sie die Halle erreicht, in der die Bombe auf einem offensichtlich eigens dafür gefertigten Handwagen lagert. "So, was nun?" will Eloise wissen.
Jetztzeit: Der Morgen dämmert bereits, als die Gruppe lospilgert, um Jacob aufzusuchen. Ben geht neben Locke und teilt ihm mit, dass Richard ein wenig besorgt sei wegen dieser Wallfahrt. Er frage sich, ob Locke wohl wisse, was er da täte. Locke erwidert, er wisse es zu schätzen, dass Ben ihm das sage. Auch wenn sie in der Vergangenheit ihre Differenzen gehabt hätten, sei er doch nun da, ihm zu folgen, versichert Ben. Wenn Locke also Jacob brauche, um ihn mit seinen Leute wieder zusammenzubringen, täte er alles... Hier unterbricht ihn Locke und erklärt, er habe kein Interesse, mit seinen Leuten zusammenzukommen. Der Grund, aus dem er zu Jacob wolle sei, um ihn zu töten. Sprachlos bleibt Ben mitten in der Wandergruppe stehen und starrt Locke hinterher.
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