|
Episodenguide |
4x11 " Cabin Fever"
[dt. Titel noch nicht festgelegt]
| « |
|
» |
 |
|
 |
|
Ein junges Mädchen - Teenager im klassischen 50er-Jahre Look - legt eine Buddy Holly Platte auf, tanzt ein bisschen vor dem Spiegel und legt Lippenstifft auf. Die Mutter kommt herein, schaut skeptisch als die junge Dame sagt, sie könne sie nicht davon abbringen, mit ihm auszugehen. Er sei doppelt so alt, versucht es die Mutter, doch Emily will davon nichts hören. Sie läuft hinaus in den Regen, die Mutte ruft hinterher, Emily registriert das herankommende Auto nicht...
Emily erwacht auf einer Trage, auf der sie durch den Krankenhauskorridor gefahren wird. Sie sei schwanger, teilt sie einer Krankenschwester mit, im sechsten Monat. Die Geburt ist nicht mehr aufzuhalten, Emily entbindet einen Jungen. Das Frühchen wird sofort in einen Inkubator verbracht und aus dem Raum geschoben. Er solle John heißen, ruft Emily der Schwester hinterher.
Als sie im Dunklen daherwandern wundert Hurley sich, wie jemand auf die Idee kommt, mitten im Dschungel eine Hütte zu bauen. Was sie dort überhaupt wollten, will er von Locke wissen. Er hoffe, dort einen Mann zu finden, klärt Locke ihn auf, der ihnen sagen könne, was sie mit den Leuten tun sollten, die auf die Insel gekommen seien. Es wird allerdings klar, dass keiner weiß, wo die Hütte ist und sich einer auf den andern verlassen hat. So beschließt Locke, erstmal ein Nachtlager zu errichten. Hurley ist nicht begeistert davon, bei all den Gefahren, doch er hat kaum eine Wahl.
Sayid weckt Desmond, weil er den Hubschrauber zurückkommen hört. Die beiden gehen an Deck, wo Doc Ray gerade den verletzten Söldner auf eine Trage packen lässt. Keamy geht auf Sayid zu und fordert, dass er ihm sagt, wieviele Leute genau auf der Insel sind. Sayid sieht keinen Grund, das zu tun. Da wird Keamy auch schon von Captain Gauld angesprochen. Der Söldner setzt ihm sofort eine Waffe an den Hals und behauptet, er hätte ihn verraten. Linus habe genau gewusst, wer er sei. Nicht er hätte ihn verraten, widerspricht Gauld und bringt Keamy zu Michael, der in seiner Kabine an ein Rohr gekettet ist.
Keamy verpasst ihm einen Tritt und will wissen, ob er ihn verraten habe, was Michael bestätigt. Keamy ziehlt mit seiner Waffe auf Michael, obgleich Gauld versucht, ihn zurückzuhalten. Er drückt ab, doch nichts passiert. Er versucht es erneut, wieder ohne Erfolg. Gauld erklärt, sie brauchten ihn, weil er die Maschinen reparieren müsse. Denn er sei derjenige gewesen, der sie kaputt germacht habe. Keamy schaut Michael erstaunt an und verpasst ihm einen Schlag ins Gesicht.
Locke wird von einem gleichmäßig schlagenden Geräusch geweckt. In der Nähe des Nachtlagers findet er einen Mann in einem DHARMA-Overall, der einen Baum fällt. Er stellt sich Locke als Horace vor und erklärt, er würde sich gerade ein Ausweichplätzchen schaffen, manchmal müsse man von der DHARMA-Initiative ausruhen. Das würde wohl keinen Sinn machen, fährt er fort, was vielleicht daran läge, dass er bereits seit 12 Jahren tot sei.
Wie in einer Wiederholung fällt er noch einmal denselben Baum und begrüßt Locke erneut, diesmal spricht er ihn mit Namen an. Dann lässt er Locke wissen, dass er erst ihn finden müsse, um Jacob zu finden. Jacob warte schon eine lange Zeit auf ihn. Dann fällt er den Baum ein drittes Mal und nennt wieder seinen Namen.
Locke erwacht, diesmal aus seinem Traum. Ben ist schon wach, also weckt er Hurley und drängt zum Aufbruch. Er wisse jetzt auch, wohin es gehen soll. Er habe früher auch Träume gehabt, stellt Ben mit wissendem Blick fest.
Emily und ihre Mutter stehen vor dem Inkubator und betrachten Baby-John. Er sei faszinierend, bemerkt die Krankenschwester, das jüngste Frühchen, dass bei ihnen überlebt habe. Er hätte Infektionen gehabt und sie überstanden. Er sei ein Kämpfer. Heute würden sie ihn aus dem Inkubator nehmen und Emily könne ihn zum ersten mal halten. Doch sie schaut nur ängstlich-erschrocken, stellt fest, das könne sie nicht, dreht sich um und verlässt fluchtartig den Raum. Emilys Mutter fragt, mit wem sie wegen einer Adoption sprechen könne als sie einen Mann am Sichtfenster bemerkt. Ob das der Vater sei, fragt die Schwester, doch Mrs. Locke betrachtet Richard Alpert einen Moment und erklärt, sie wisse nicht, wer das sei.
Hurley möchte von Locke wissen, warum er dabei sei. Er könne die Hütte sehen, klärt Locke ihn auf, dass mache ihn besonders. Hurley hat allerdings eine andere Theorie: Sie könnten sie sehen, weil sie die Verrücktesten seien. Wie er denn nun herausgefunden habe, wo die Hütte sei, will Hurley wissen. Das hätte er nicht, berichtigt John, sie würden erst einen Pit Stop machen. Ob Hugo sich nie gefragt hätte, was mit der DHARMA-Initiative passiert sei, fragt er. Es müsse zumindest hundert von ihnen auf dieser Insel gegeben haben und plötzlich seien sie alle verschwunden. Er wolle wissen, wo sie seien? Locke tritt mit Hurley an den Rand der Totengrube, sie würden sie jetzt sehen. Hurley staunt nicht schlecht angesichts der ganzen mit DHARMA-Overalls versehenen Skelette. Was mit ihnen geschehen sei, will er wissen. Er habe das getan, erwidert Locke mit Blick auf Ben.
Klein-John, unterdessen etwa 7 Jahre alt, sitzt vor einem Backgammonbrett und verteilt die Steine, als seine Adovtivschwester die Steine mit dem Kommentar, das Spiel sei langweilig, vom Brett fegt. Die Adoptivmutter kommt herein, schickt das Mädchem mit einem kleineren Bruder hinaus und kündigt John einen Besucher an, der ihn zu sehen wünscht. Richard Alpert stellt sich ihm vor und erklärt, er führe eine Schule für besondere Kinder und er habe Grund zur Annahme, dass das etwas für John sei.
Er fragt, ob er ihm ein paar Dinge zeigen dürfe. Klein-John bedeutet durch eine Kopfbewegung, dass er einverstanden ist. Als er sich an einen andern Tisch setzen will fällt Aperts Blick auf eine Kinderzeichnung, die eindeutig das Rauchmonster darstellt. John bestätigt, wieder nur durch ein Nicken, dass er es gemalt hat. Alpert breitet nun einige Gegenstände auf dem Tisch aus: einen Baseball-Handschuh, ein altes Buch mit dem Titel 'Book of Laws', ein Fläschchen mit einem Granulat (Sand vielleicht), einen Kompass, einen Comic 'Mystery Tales' und ein Messer. John soll das heraussuchen, was seins ist. Alpert verdeutlicht nochmal, nicht, was er haben wolle, sondern was bereits seins sei. Er möge gut überlegen, ermahnt er.
John betrachtet die Gegenstände, was Alpert mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Dann nimmt er das Fläschche, den Kompass und nach einigem Zögern das Messer. Richard fragt, ob er mit dem Messer sicher sei. Als John das bestätigt ist Richard offensichtlich enttäuscht. Das gehöre nicht dazu, bemerkt er, packt die Sachen wieder in seine Tasche und steht auf. Die Mutter fragt, wie John sich gemacht habe und Richard sagt knapp, er fürchte, John sei nicht bereit für seine Schule, es täte ihm Leid, ihre Zeit verschwändet zu haben. Was er getan habe, fragt die Mutter John, der nur mit gefurchter Stirn den Kopf senkt.
Locke kramt in der Grube herum, während Hurley und Ben oben warten. Hurley wundert sich, was er da tut. Dann fragt er Ben, ob das der Ort war, an dem er auf Locke geschossen und ihn seinem Schicksal überlassen hätte. Ben bestätigt das. Zu dem Zeitpunkt hätte er allerdings schon wissen müssen, dass es sinnlos war, doch er habe wohl nicht klar denken können. Dann spricht Hurley ihn auf all die Toten an, doch Ben korrigiert, das sei nicht seine Entscheidung gewesen. Schon die der 'Anderen', räumt er ein, doch von deren Führern. Er habe gedacht, das sei er, wundert sich Hurley. Er sei es nicht immer gewesen, informiert Ben ihn. Unterdessen hat Locke gefunden, wonach er suchte: das Skelett mit dem Overall auf dem 'Horace' steht. Er kramt in dessen Brusttasche und fördert einen Lageplan zutage. "Die Hütte,", murmelt er, "er hat sie gebaut." Nun kann er Hurley versichern, dass er gefunden habe, was er wollte.
Auf dem Frachter fragt Keamy nach Gaults Schlüssel, als Frank dazukommt und berichtet, der Söldner sei gestorben. Die Crew hätte eine Menge Fragen, ergänzt er. Er könne ihnen sagen, ist Keamys einzige Erklärung, das sei seine Angelegenheit. Frank solle den Helikopter auftanken, sie würden zurückfliegen. Auch hier übergeht er Franks entsetzte Frage, wozu. Gault berichtet Keamy nun von dem seltsamen Verhalten der Crew und Reginas Tat. Er fürchte, ergänzt er, dass das auch Keamy passieren könne. Keamy weiß seine Besorgnis zu schätzen, fragt aber erneut nach dem Schlüssel. Das sei im Protokoll so nicht vorgesehen, will Gault ihn bremsen. Keamy nimmt ihn schlicht am Kragen, drückt ihn gegen die Wand und reißt ihm das Band mit dem Schlüssel vom Hals.
Er geht damit in die Kapitänskajüte und öffnet einen Schrank, auch wenn Gauld immer noch insistiert, dafür gäbe es zwei Schlüssel, damit das öffnen des Safes gemeinsam beschlossen würde. Keamy kramt eine rote Akte aus einem hinteren Fach. Gauld erfährt, dass es sich dabei um das Zweitprotokoll handelt aus dem hervorgeht, wo Linus hingeht, wenn sie die Insel abfackeln. Das wird Gauld jetzt etwas zuviel, das sei nicht die Abmachung gewesen, wofür er sie hergebracht habe. Doch Keamy befiehlt ihm nur, seine Waffe zu reparieren.
An Deck beobachten Desmond und Sayid die Bemühungen um den Söldner und als die Bahre vorbeigetragen wird bemerkt Desmond, das seien keine Schussverletzungen. Was immer es auch war, Sayid will sichergehen, dass das nicht nochmal passiere, wenn sie zurückgingen. Gauld kommt an Deck und informiert Omar, dass Keamy ihn in der Waffenkammer sehen wolle. Zwar hatte er eigentlich den Befehl, Sayid und Desmond nicht aus den Augen zu lassen, doch das will Gauld übernehmen. Währenddessen lässt sich aus Omars Telefon ein rhythmisches Piepen vernehmen. Gauld will Sayid und Desmond einen sicheren Raum zuweisen, bevor Keamy zurückkommt. Doch davon hält Sayid nichts. Er bittet um das Beiboot, um die Leute von der Insel hinüberbringen zu können. Gauld will es für sie zu Wasser lassen.
Locke studiert den Plan und weiß nun, wie sie zu gehen haben. Er erklärt Hurley, dass es einfach sei, zum Strandcamp zu finden. Er habe irrtümlich gedacht, er brauche ihn, um die Hütte zu finden. Doch jetzt wolle er ihn nicht den Gefahren aussetzen, weiter mit ihnen zu gehen. Hurley ist sicher, dass allein durch den Dschungel zu laufen ebenso gefährlich wäre und will bei John und Ben bleiben. Er marschiert los und Ben sagt anerkennend zu John, das sei nicht schlecht gewesen, jetzt habe Hurley das Gefühl, selber entschieden zu haben. "Ich bin nicht du", erwidert John. "Das bist du sicher nicht", bestätigt Ben.
Der Teenager John wurde von seinen Mitschülern in einen Spind eingesperrt, wo ein Lehrer ihn unter dem Gelächter der anderen befreit. Er nimmt ihn mit ins Lehrerzimmer, John möchte aber nicht über das sprechen, was vorgefallen ist. Der Lehrer eröffnet ihm jetzt eine aufregende Neuigkeit. Er habe einen Anruf aus Portland erhalten von einer Firma namens Mittelos Laboratories, die einige sehr interessante Projekte in Chemie und Technologie laufen hätten. Er habe mit einem Doctor Alpert gesprochen, der sehr interessiert sei an jungen Menschen mit intelligentem Geist, die in diese neuen Gebiete der Wissenschaft eintreten wollten. Sie wollten John für ihr Sommercamp gewinnen.
John ist alles andere als begeistert. Ob er nicht wisse, fragt er den Lehrer, das solche Dinge der Grund seien, warum er in Spinde eingeschlossen würde. Er sei kein Wissenschaftler, erklärt er heftig. Wie die überhaupt von ihm wüssten. Der Lehrer vermutet, von einer Wissenschafts-Messe, wo John etwas ausgestellt hatte. Er möge Boxen und Fischen und Autos, er möge Sport, erläutert John nachdrücklich. Nun will der Lehrer ihm etwas vermitteln, von dem er wünscht, jemand hätte ihm das in Johns Alter gesagt. Es möge sein, dass John nicht der Typ im Laborkittel, umringt von Versuchsanordnungen, sein wolle, doch er sei es. Er könne kein Sportass sein, kein Superheld. "Sagen Sie mir nicht, was ich nicht sein kann!" entgegnet John erbost und knallt dem Lehrer das Mittelos-Prospekt auf den Tisch.
Frank geht in Michaels Kabine und fragt ihn, während er ihm auf die Beine hilft, warum er ihm nicht gesagt habe, dass er ein Überlebender des Flugs 815 sei. Er hätte ihm das nicht geglaubt, entgegnet Michael. Er sei einer der Wenigen, erwidert Frank, der gesagt habe, das Wrack auf dem Meeresboden sei ein Scherz, und er solle ihm nicht geglaubt haben? Er hätte nicht gewusst, räumt Michael ein, ob er ihm hätte vertrauen können, sein Boss habe es schließlich versenkt. Frank findet die Geheimnisstuereien und das Misstrauen fast schon witzig.
Er dürfe Keamy auf keinen Fall auf die Insel zurückfliegen, beschwört ihn Michael jetzt. Er solle ihn sich um Keamy sorgen lassen, schlägt Frank vor. Keamy würde jeden Einzelnen auf der Insel töten, teilt Michael ihm mit, und dass wolle Frank mit Sicherheit nicht auf sein Gewissen laden. Frank schaut nachdenklich und nimmt Michael mit aus der Kabine. Gegenüber sehen sie in einer anderen Kabine, wie Keamy gerade von Omar einen Gurt mit einem Gerät an den Oberarm geschnallt bekommt. Er werde ihn jetzt in den Maschinenraum bringen, ruft Frank und weist auf Michael. Omar wirft lediglich die Kabinentür zu.
Gault drückt Sayid einen Kompass in die Hand und gibt ihm die Zahlen von Faradays sicherem Kurs. Falls jemand etwas bemerke werde er sagen, das Beiboot sei gestohlen worden. Desmond will nicht mitkommen. Über drei Jahre sei er auf der Insel gewesen, er werde nie wieder einen Fuss darauf setzen, jetzt, da Penny auf ihn warte. Er werde so schnell wie möglich mit der ersten Gruppe zurückkehren, lässt Sayid ihn wissen. Desmond ermahnt Sayid, sich an den Kurs zu halten. Sayid klettert in das Boot und schwimmt davon.
Auf dem Weg durch den dunklen Dschungel will Ben von Locke wissen, ob er sicher sei, dass die Hütte sich nicht wieder bewegt hätte. Locke ist sicher, denn ihm sei gesagt worden, dass sie dort wäre. Ihm sei auch vieles gesagt worden, stellt Ben fest, dass er auserwählt sei und besonders. Das Ganze hätte mit einem Tumor in seiner Wirbelsäule und dem Blut seiner Tochter an seinen Händen geendet. Es täte ihm Leid, dass ihm diese Dinge zugestoßen wären, sagt Locke ernst. Diese Dinge hätten ihm zustoßen müssen, sieht Ben ein, das sei sein Schicksal gewesen. Doch John werde schon bald merken, dass es Konsequenzen hätte, auserwählt zu sein. "Denn das Schicksal, John," ergänzt er, "ist eine launische Hure." "Leute, Hütte," hören sie jetzt Hurley, der wie angewurzelt stehengeblieben ist und auf das Häuschen starrt.
Locke ist beschäftigt mit seiner Physiotherapie. Er stemmt sich mit den Armen am Barren entlang, die Füße schleifen über den Boden, bis ihn schließlich die Kraft verlässt und er niedersinkt. Er sieht verzweifelt aus, doch der Physiotherapeut lobt ihn für seine Anstrengung. Ein dunkelhäutiger Mann schiebt den Rollstuhl heran, hilft ihm hinein und schiebt ihn Richtung Lift. "Geben Sie nicht auf, Mr. Locke", ermuntert er ihn, "alles ist möglich." Er solle seine Akte lesen, schlägt Locke frustriert vor, seine Wirbelsäule sei zertrümmert worden. Er habe eine 98%ige Chance, nie wieder irgendwelches Gefühl in seinen Beinen zu haben. Er wisse gar nicht, wieso er überhaupt...
Der Mann unterbricht, er habe in der Tat seine Akte gelesen. Es sei ein Wunder, dass er den Sturz überlebt habe. Ob er an Wunder glaube, will er von Locke wissen. Locke verneint und der Mann - es handelt sich um Matthew Abaddon - sagt, das solle er besser tun. Er selber habe eines erlebt. Er gibt Locke den Rat, sich auf einen Walkabout zu begeben. Als er erklärt hat, was das ist, bemerkt Locke sarkastisch, dass er sowas nicht könne, weil er ein Krüppel sei. Ob er das wirklich von sich denke, will Abaddon wissen. Er selber sei mit einem ganz anderen Wissen über sich von seinem Walkabout zurückgekehrt, verrät er. Und hier sei er nun also, stellt Locke den Sarkasmus nicht ab, ein Krankenpfleger. Abaddon lächelt, er sei eine Menge mehr als das. Wenn Locke soweit wäre, stellt Abaddon fest und drückt den Fahrstuhlknopf, werde er auf das hören, was er sage. Und wenn sie einander dann wieder begegnen würden, schulde Locke ihm etwas.
Auf dem Frachter wird ein ganzes Arsenal an Waffen zusammengepackt und in den Helokopter geladen. Desmond beobachtet die Szenerie aus einiger Entfernung. Omar erzählt Doc Ray die verrückte Geschichte, dass man von der Insel aus durchgefunkt hätte, den Doktor mit durchschnittener Kehle im Meer gefunden zu haben. Als Frank sieht, was da passiert, verweigert er, die Leute zu fliegen. "Ich töte dich, Frank", reagiert Keamy. Wenn er das täte, entgegnet Frank, käme Keamy nie zurück auf die Insel, weil er der einzige Pilot sei. Um ein Exempel zu statuieren, schneidet Keamy kurzerhand dem hinter ihm stehenden Doc die Kehle durch und wirft ihn über Bord.
Er droht an, so weiterzumachen wenn Frank jetzt nicht spure, doch da meldet sich von hinten Gault. Er habe seine Pistole repariert, sagt er und Keamy solle jetzt aufhören, sonst würde er schießen. Keamy hebt die Arme, zeigt auf das Teil, das Omar ihm an den Oberarm geschnallt hat und ergänzt, er glaube nicht, das er das tun wolle. Was das an seinem Arm sei, will Gault wissen, doch statt einer Antwort wird der Kapitän kurzerhand erschossen. Was jetzt sei, will Keamy nun von Frank wissen und der erwidert überzeugt: "Wir fliegen." Er steigt in den Helikopter, stellt schnell etwas an seinem Telefon ein und packt es tief in einen Rucksack, den er neben seine Füße stellt. Keamy hetzt seine Leute, einzusteigen und der Hubschrauber hebt ab.
Im Strandcamp schimpft Juliet mit Jack, weil er aufgestanden ist und sie ihn in der Strandküche erwischt hat. Er habe aber Hunger, verteidigt er sich. Juliet stellt fest, dass Ärzte wirklich die ungeduldigsten Patienten seien. Jetzt ist das Geräusch des anfliegenden Hubschraubers zu hören und alle schauen gespannt in Richtung Meer. Als der Chopper über sie hinwegfliegt, wird daraus etwas abgeworfen. Jack nimmt Franks Tasche auf und kramt das Telefon hervor, das offensichtlich den Helikopters ortet. Er denke, vermittelt Jack den Übrigen, sie wollten, dass sie ihnen folgen.
Ben erklärt Locke, das er nicht mit in die Hütte kommen werde, seine Zeit sei vorüber. Auch Hurley möchte lieber draußen bleiben. Also geht Locke allein vor, zündet die Petroleumlampe vor der Tür an und geht hinein. Er geht auf den Mann zu, der im Dunklen sitzt und fragt ihn, ob er Jacob sei. Das nicht, erhält er zur Antwort, doch er könne in seinem Auftrag sprechen. Nun beugt der Mann sich vor, so dass sein Gesicht im Licht ist und stellt sich vor, er sei Christian. Ob er wisse, warum er hier sei. Ja sicher, antwortet Christian Shephard, aber ob er das selber auch wisse. Er sei hier, weil er dafür auserwählt worden sei, erwidert Locke. Das sei absolut richtig, bestätigt Christian.
Ein Knarren lässt sich aus der anderen Ecke des Raumes vernehmen. Locke schaut dort nach und findet Claire, die dort zufrieden sitzt und ihn begrüßt. Was sie hier täte, will Locke wissen, doch Claire beruhigt ihn, ihr ginge es gut, sie sei mit Christian hier. Wo das Baby wäre fragt Locke und Christian erklärt, es sei, wo es sein solle und das wäre nicht hier. Es sei wohl das Beste, fährt er fort, wenn Locke niemandem erzählen würde, dass er Claire hier gesehen habe. Bevor Locke weiter fragen kann erklärt Christian, sie hätten jetzt keine Zeit dafür, denn die Leute vom Schiff seien bereits wieder auf dem Weg hierher. Warum er nicht die eine, entscheidende Frage stellen würde. "Wie rette ich die Insel?" formuliert Locke sie.
Während sie auf Locke warten, teilt Hurley einen Schokoriegel, den er sich eingesteckt hatte, mit Ben. Schließlich kommt Locke aus der Hütte heraus. "Hat er dir gesagt, was wir tun sollen?" fragt Ben. Das hätte er, bestätigt Locke. "Er will, dass wir die Insel bewegen."
|
|
|