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4x07 "Ji Yeon"
[dt. Titel noch nicht festgelegt]
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Am Abend läuft Frank mit einer Papiertüte unter dem Arm über das Deck des Frachters. Keamy kommt ihm entgegen und fragt, ob er bereit sei. Mit besorgtem Gesichtsausdruck bestätigt Frank das. Er möge sich nicht verpäten, ermahnt Keamy ihn. Frank geht zum Sanitätsraum, vor dem Regina Wache hält. Sie sieht ziemlich mitgenommen aus. Frank erklärt, er solle den Jungs etwas zum Essen bringen und weist sie darauf hin, dass sie das Buch ('The Survivors of the Chancellor' von Jules Verne) falsch herum hält. Hektisch dreht sie es um und Frank geht in die Kabine.
Dort warten Sayid und Desmond. Er bringe etwas zu essen, sagt Frank und Sayid fragt, warum sie gefangen gehalten würden, sie hätten nichts mit Minkowskis Tod zu tun. Darum ginge es auch nicht, klärt Frank sie auf. Dem Kapitän hätte es nicht gefallen, dass sie aus dem Krankenzimmer ausgebrochen seien, um in den Funkraum zu gelangen. Sie wären nicht ausgebrochen, korrigiert Sayid, die Tür habe offen gestanden. Sie hätten vermutet, dass er das war. Warum er das wohl hätte tun sollen, will Frank wissen.
Ob er irgendwelchen Kontakt mit ihren Leuten am Strand habe, erkundigt sich Sayid. Frank muss ihn enttäuschen, irgendetwas sei wohl mit ihrem Telefon passiert. Er leert die Tüte auf eine Koje, herausfallen ein paar Dosen mit Lima-Bohnen. Sayid ist erstaunt, doch Frank erklärt, es habe ein kleines Problem in der Küche gegeben. Er reicht Sayid einen Dosenöffner. Jener bemerkt, dass sie nach wie vor mit dem Kapitän sprechen wollten, doch Frank macht ihm keine Hoffnung. Er klopft, lässt sich von Regina die Tür öffnen und verschwindet.
Am Strand sitzen Sun und Jin am Lagerfeuer. Sun wirkt nachdenklich und antwortet auf Jins Nachfrage, sie sorge sich weil Sayid und Desmond schon drei Tage fort seien. Doch Jin findet, sie hätten anderes, womit sie sich beschäftigen sollten, zum Beispiel Babynamen. Sun lächelt, doch sie denkt, es bringe Unglück, zu früh darüber nachzudenken. Jin nennt das Aberglaube. Da er sicher ist, dass es ein Mädchen wird, möchte er es Ji Yeon nennen. Als Sun weiterhin abwehrt fragt er, ob sie den Namen nicht schön fände. Das schon, erwidert Sun, doch sie sollten erst sehen, dass sie von der Insel wegkämen und sich dann weiter darüber unterhalten. Jin reicht ihr die Hand und sagt: "Deal", worauf sie lächelnd einschlägt.
Die hochschwangere Sun packt ein paar Utensilien in ihre Kulturtasche, die sie in eine Reisetasche legt. Als sie sich noch ein bisschen zurechtmachen will, zuckt sie plötzlich vor Schmerzen zusammen. Sie greift nach dem Telefon und ruft eine Ambulanz. Sie sei schwanger, erklärt sie und irgendetwas stimme nicht. Als sie aufgelegt hat hält sie sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Bauch.
Jin eilt in ein Spielwarengeschäft. Der Verkäufer fragt, ob er ihm helfen könne und Jin verlangt einen Panda. Er bekommt ein Riesenexemplar und lehnt eine Verpackung ab, weil erschnell in die Klinik müsse. Ob er auf die Wöchnerinnenstation wolle, fragt der Verkäufer, was Jin bestätigt. Dann müsse er ja sehr glücklich sein, stellt der Mann fest und setzt nach, ob Junge oder Mädchen. Das wisse er noch nicht, muss Jin zugeben. Das sei ja auch egal, stellt der Mann fest, während er das Geld entgegennimmt, alle liebten Pandas. Jin erhält einen Anruf auf seinem Handy. Er sei schon unterwegs, entgegnet er, ergreift das Stofftier, wird von dem Verkäufer noch mit einem 'Viel Glück' bedacht und eilt hinaus.
Sun weckt Jin, weil sie gesehen hat, dass Jack und Kate zurück sind. Sie fragen Kate, was geschehen ist. Kate erzählt, dass sie von Charlotte zusammengeschlagen wurde, wohl weil sie nicht erklären wollte, warum sie zu einer Giftgas-Fabrik gegangen seien. Juliet habe Jack allerdings gesagt, es sei ein Elektrizitätswerk. Warum sie darüber lügen sollte, wundert sich Sun. Vielleicht aus Gewohnheit, mutmaßt Kate. Warum sie dorthingegangen seien, will Sun wissen. Sie hätten sie deaktivieren wollen, erwidert Kate, um möglicherweise ein paar Pluspunkte zu machen. Ob sie glaube, fragt Sun, dass sie wirklich hier seien, um sie zu retten. Sie hätten über vieles gesprochen seitdem sie hier wären, stellt Kate fest, doch sie zu retten habe nicht dazu gehört.
Desmond erwacht in seiner Koje. Sayid, der sich wenig begeistert über eine der Bohnenkonserven hergemacht hat wünscht ihm einen guten Morgen. Da wird ein Zettel durch die Lüftungsschlitze der Tür geschoben. Sayid hebt ihn auf und informiert Desmond, dass Ben vor drei Tagen in Locks Camp habe verlauten lassen, er hätte einen Spion auf diesem Schiff. Sie lesen die Botschaft: 'Vertraut dem Kapitän nicht'.
Am Strand geht Sun zu Daniel, der sich gerade das 'Innenleben' des Telefons anschaut. Sie stellt sich vor, erklärt, dass sie im 2. Monat schwanger sei und will eine Antwort auf die einfache Frage, ob sie hier seien, um sie zu retten. Er druckst ein wenig herum und sagt dann, dass sei eigentlich nicht sein Zuständigkeitsbereich. Auf die Frage, wessen dann, erhält sie keine Antwort.
Jin steht mit Jack in der 'Strandküche' um Frühstück zu machen. Sie unterhalten sich über Jins immer besser werdendes Englisch und Jin erzählt, er habe es von Sun und Sawyer gelernt, wobei Sun die bessere Lehrerin sei. Sun kommt zu ihnen und lässt Jack auf seine Frage hin wissen, dass es ihr gut gege, die morgendliche Übelkeit habe aufgehört. Wenn es irgendetwas gäbe, das er tun könne, möge Sun es ihn wissen lassen sagt Jack und lässt die beiden allein.
Er solle jetzt keine Fragen stellen und zusehen, dass er Essen für zwei Tage zusammenkriege, trägt Sun ihrem Mann auf koreanisch auf. Jin ist verwundert, doch Sun fährt fort, sie würden sich in 20 Minuten an ihrem Zelt treffen und dann zu Lockes Camp gehen.
Sie selber packt unterdessen ein paar Sachen zusammen. Da sie nur noch wenige Vitamintabletten hat, kramt sie im medizinischen Vorrat, wo Juliet sie erwischt. Sun Erklärung, sie brauche neue von den Pillen, lässt Juliet nicht gelten, denn sie weiß genau, dass Sun noch einige haben muss. Sun bittet sie, ihr einfach noch welche zu geben, doch Juliet fragt, wohin sie gehen wolle. Sun gesteht, sie wollten zu Locke, weil sie 'diesen Leuten' nicht traue. Juliet hält das für eine ganz schlechte Idee, denn sie habe ihr ja gesagt, dass Schwangere auf dieser Insel nicht überleben könnten. Sie versteht, dass Sun sich schwer tut, ihr zu vertrauen, versichert aber eindringlich, in dieser Sache nicht zu lügen. Doch Sun erklärt, dass sie ihr nach allem tatsächlich nicht vertraue, bezieht sich auf Claire und darauf, dass es auch ihr gut ginge, nimmt Juliet die Pillendose aus der Hand und geht.
Auf einer Trage wird Sun in die Klinik gebracht. Die Schwester bestätigt ihrer Kollegin in der Aufnahme im Vorbeigehen, es handele sich um die 'Oceanic Six'. Sun kämpft mit einer Schwester um ihren Ehering, den sie ihr wegen der Ödemgefahr abnehmen will. Ein Arzt kommt herein und bricht diese Aktion ab. Er stellt sich vor und befiehlt der Schwester, Sun etwas gegen die Schmerzen zu verabreichen, was sie sofort erledigt. Der Arzt tasten den Bauch ab und erklärt Sun, ihr Baby sei in Gefahr. Die Ursache kann er noch nicht benennen. Er fragt, ob man jemanden verständigen solle, ihren Ehemann oder ihre Eltern. Sun will, dass Jin verständigt wird und der Arzt schickt mit einem Blick die Schwester los. Jins Namen murmelnd wird Sun jetzt zusehens ruhiger.
Jin rennt mit dem Panda unterm Arm aus dem Laden und hält ein Taxi an. Er packt den Panda hinein, da klingelt sein Handy. Er sei unterwegs, sagt er, dann ein paar mal 'Hallo', als ihn jemand anrempelt und ihm das Handy herunterfällt. In der Hektik, es in dem regen Verkehrsaufkommen wiederzukriegen, fährt das Taxi mitsamt dem Panda und einem neuen Fahrgast davon. Jin rennt ein Stück hinterher, wüste Beschimpfungen ausstoßend, schmettert dann das ohnehin kaputte Handy auf den Boden und geht erneut in den Laden.
Hier muss er allerdings erfahren, dass es, bis auf einen reservierten, keine Pandas mehr gibt. Der Verkäufer versucht, ihn zu einem Plüschdrachen zu bewegen, der im 'Jahr des Drachen' (Anmerkung: zuletzt vom 5. Februar 2000 bis 23. Januar 2001) überaus großes Glück verheiße. Doch Jin lässt den Mann völlig entnervt wissen, er brauche einen Panda und bietet ihm eine horrende Summe, für die er das reservierte Exemplar bekommt.
Kate zeichnet Sun und Jin den Weg zur Siedlung auf und erklärt, wie sie gehen müssen. Sie werde es Jack sagen müssen, räumt sie ein, doch sie will ihnen einen guten Vorsprung lassen. Als sie sich verabschieden kommt Juliet heran und sagt, sie würden nirgendwo hingehen. Es sei eine schlechte Idee, wendet sie sich an Sun, die entgegnet, was das Juliet anginge. Jene fragt Jin, ob er über die medizinischen Bedingungen seiner Frau Bescheid wisse. Da er offensichtlich nicht versteht fordert sie Sun auf, es zu übersetzen, was die jedoch verweigert.
Juliet redet weiter auf Jin ein, das einzige was er wirklich zu verstehen scheint ist 'Gefahr'. Doch seine Reaktion lautet, wo immer Sun hinginge ginge er mit. Juliet versucht noch einmal vergeblich, sich an Sun zu wenden, dann greift sie zu einem drastischen Mittel: Sie verrät Jin, dass Sun eine Affaire hatte und dachte, das Kind sei daraus entstanden. Sun ist entsetzt und gibt Juliet eine schallende Ohrfeige. Doch Jin weiß, dass Juliet Recht hat und er geht wortlos Richtung Strand davon.
Sun läuft hinter ihm her und während er sein Angelzeug zusammenkramt versucht sie verzweifelt, sich zu entschuldigen, sich ihm zu erklären. Bernard kommt des Wegs und als er Jin mit dem Angelzeug sieht fragt er, ob er mitkommen kann zum Fischen. Dann bemerkt er, dass er einen schlechten Moment erwischt hat, doch Jin versichert ihm, er solle mitkommen.
Als sie im Boot ihre Angeln ausgelegt haben spricht Bernard mit Jin, dem einzigen verheirateten Mann auf der Insel außer ihm, über die Vor- und Nachteile dieser Tatsache. Er stellt fest, dass es gleichermaßen schwierig wie erfreulich sei, die Frau an seiner Seite zu haben. Er spricht von Roses Erkrankung und dass sie sage, die Insel habe sie geheilt. Dennoch sei sie nicht mit Locke gegangen. Denn er sei ein Mörder. Es habe etwas mit Karma zu tun. Wenn man schlechte Entscheidungen treffe würden schlechte Dinge passieren. Wenn man gute Entscheidungen fälle... In diesem Moment beißt ein Fisch bei Jins Angel an und Bernard freut sich - das sei Karma, sie müssten wohl die Guten sein.
Auf dem Frachter, wo Des und Sayid immer noch eingesperrt sind, sind laute Klopfgeräusche zu hören. Offenbar geht das schon eine zeitlang so, denn Des ist ziemlich entnervt davon. Sayid stellt fest, es sei kein mechanischer Defekt oder soetwas, sondern jemand würde irgendwo gegen klopfen. Jetzt kommt der Arzt herein, dankt ihnen für ihre Geduld und erklärt, der Kapitän wolle sie jetzt sehen.
An Deck stellt Sayid fest, dass der Helikopter nicht da ist und er befragt den Arzt danach. Lapidus habe eine Besorgung zu erledigen, lautet die Antwort. Auf die Frage, ob er zur Insel sei erwidert der Doc ob er irgendetwas anderes wisse, wo er landen könne. Desmonds Blick fällt auf Regina, die mit dicken Ketten um den Körper auf dem Oberdeck Richtung Reling läuft. Sie steigt schnurstracks darauf und springt in die Tiefe. Desmond rennt mit Sayid los und brüllt, man möge zu Hilfe kommen. Doch niemand bewegt sich. Was mit ihnen los sei, brüllt Desmond, warum sie nichts tun würden. Lediglich ein Bootsmann, der eine Kaputze tief über den Kopf gezogen hat, ruft, was sie für Probleme hätten sie sollten das Seil holen. "Warum tut ihr nichts", brüllt Desmond erneut als der Kapitän herankommt und ihn stoppt. Es sei vorbei, stellt er fest und kommandiert jeden wieder auf seinen Posten. "Ich bin Kapitän Gault", stellt er sich vor, "ich schätze, ihr beiden habt ein paar Fragen."
Die erste Frage zielt direkt auf das eben Erlebte ab. Gault erklärt, er habe seinen Leuten nicht befohlen, hinterherzuspringen, weil er niemanden von der Crew mehr verlieren wolle. Was auf dem Schiff mit einigen Leuten passiert ist bezeichnet er mangels besserer Worte als eine Art hochgradigen Lagerkollers. Es habe wohl etwas mit der unmittelbaren Nähe zur Insel zu tun. Warum er nicht abgedreht sei, will Sayid wissen. Er habe es versucht, entgegnet Gault, doch sie hätten einen Saboteur an Bord, der einen teuflisch guten Job an seinen Maschinen erledigt habe. Seine Crew arbeite rund um die Uhr, es zu reparieren. Dann würden sie also heimwärts fahren, stellt Sayid fest, doch Gault korrigiert, nur in sichereres Gewässer, so laute seine Order. Desmond staunt nicht schlecht, als Gault tatsächlich die Frage, von wem er die bekäme, beantwortet: Charles Widmore. Desmond kenne ihn, fügt er hinzu.
Der Kapitän nimmt sie mit in seine Kajüte, wo er ihnen etwas zu zeigen hat: die Black Box der Oceanic 815. Das Seltsame daran sei, dass ein Bergungsschiff sie vom Grund des Ozeans geholt habe. Es hätte Widmore ziemlich großen Aufwand gekostet, das zu bewerkstelligen. Man habe sie im Wrack des Flugzeugs gefunden zusammen mit den 324 toten Passagieren. Doch damit sei die Geschichte nicht zuende, wie er wohl wisse, wendet er sich an Sayid, denn er stünde schließlich hier, atmend. Die ganze Sache sei also offensichtlich inszeniert worden. Ob sie eine Vorstellung hätten, was ins Werk gesetzt werden müsste für eine Sache dieser Größenordnung. Nicht nur einen Flugzeugabsturz zu fälschen sondern auch 324 Familien in Trauer zu stürzen für eine Lüge. Doch was das Verstörendste sei, wie käme jemand an 324 Leichen. "Und das, Mr. Jarrah, Mr. Hume" beendet er seinen Exkurs, "ist nur einer der vielen Gründe, warum wir Benjamin Linus wollen".
Juliet setzt sich am Strand zu Sun und entschuldigt sich. Sie hätte das tun müssen, rechtfertigt sie ihr krasses Vorgehen, sie müsse die Insel verlassen, genau wie sie alle. Sun ist erstaunt, dass auch Juliet weggehen will - mehr als alles auf der Welt, bestätigt jene. Sie wisse nicht, ob das Schiff die Lösung sei, aber es wäre jedenfalls etwas. Sie müsse nach Hause genau wie Sun. Nun erklärt sie ihr genau, was passieren wird: In drei Wochen werde sie ein ständiges Gefühl der Übelkeit verspüren, dann werde sie kurzatmig und eine Woche darauf in ein Koma fallen, aus dem sie nicht mehr erwachen werde. Indem ihr Herz aufhöre zu schlagen täte es auch das ihres Babys. Und genau das mache es zu ihrer Angelegenheit, fügt sie sehr emotional hinzu, Sun sei ihre Patientin. Wenn sie zu Locke ginge, werde sie sterben und ihr Baby würde niemals geboren werden.
Bei Sun haben die Presswehen eingesetzt. Der Arzt erklärt aufgeregt, sie würden einen Kaiserschnitt vornehmen müssen, die Medikation mache eine natürliche Geburt äußerst schwierig. Doch Sun will das nicht, zumindest solange Jin nicht da wäre. Doch das sei er nicht, stellt der Arzt fest, und sie könnten nicht warten. Ein Mann geht an der Tür vorbei und Sun denkt schon, es sei Jin, doch dann sieht sie sein Gesicht und muss feststellen, dass sie sich getäuscht hat. Die Hebamme weist nun den Arzt darauf hin, dass die Austreibungsphase bereits eingesetzt hat und er fordert sie auf, zu pressen. Das tut sie und nach wenigen Momenten hört man das Baby schreien und der Arzt legt es der vor Glück und Erschöpfung weinenden Mutter mit den Worten: "Gratulation, Sie haben eine kleine Tochter", in die Arme.
Es ist Abend geworden und der Arzt bringt Des und Sayid zu ihrem neuen Quartier. Was sie über den Kapitän dächten, will er wissen und Sayid sagt, er sei erstaunlich entgegenkommend gewesen. Ja, er nähme kein Blatt vor den Mund, bestätigt der Arzt, sie sollten ihn nicht in den Wind schießen - ob er wisse, was er meine? Er denke, sie werden ihren Raum mögen. Er sei auf einem ruhigen Teil des Schiffes. Das Schiff bewege sich doch gar nicht, stellt Des, verwundet über die Aussage, fest. "Na, wenn du es sagst," entgegnet der Doc.
Er öffnet eine Tür und sie schauen in einen Raum voller Ungeziefer mit einem dicken Blutfleck an der Wand. "Das sollte nicht mehr da sein, verdammt!" ärgert sich der Doc. Er wendet sich an Johnson, einen Bootsmann, der am Ende des Ganges den Boden wischt und fordert ihn auf, das hier in Ordnung zu bringen. Johnson versucht, ein Gegenargument zu bringen, doch das fruchtet nicht. Also kommt er auf sie zu und als er aus dem Schatten des Korridors tritt kann man ihn als Michael Dawson erkennen. Der Arzt will ihm die beiden Gäste vorstellen: "Kevin, das ist..." "Sayid", übernimmt dieser erstaunlich ungerührt das Wort und Desmond tut es ihm gleich. "Kevin Johnson", erwidert Michael und schüttelt Des die Hand. "Schön dich zu sehen, Kevin", sagt Sayid und reicht ihm ebenfalls die Hand.
Jin kommt mit zwei Tellern zu Sun ins Zelt und verkündet auf englisch, er habe Abendessen gemacht. Sie habe gedacht, sie hätte ihn verloren, gesteht Sun erleichtert und sie will ihm alles erklären. Jin setzt sich zu ihr, doch er braucht keine Erklärungen. Er habe immer von ihrer Affaire gewusst, und wisse auch, was dazu geführt habe. Er vergebe ihr, fügt er hinzu. Er werde mit ihr zu Locke gehen, erklärt er, doch das will Sun nicht mehr. Juliet habe sie überzeugt, lässt sie ihn wissen, sie müssten weg von der Insel. Die Leute hätten eine Helikopter, sie müssten es versuchen. Er werde alles tun, um sie und das Baby zu beschützen, verspricht Jin, doch eines müsse er noch wissen - ob das Baby seins sei. Das kann Sun ihm mit gutem Gewissen bestätigen. Sie umarmen sich, versichern
einander ihre Liebe und Jin ergänzt, Sun werde ihn nie verlieren.
Jin hastet mit dem Panda unter dem Arm in die Klinik. Vor dem Zimmer der Wöchnerin steht ein Wachposten dem Jin sich vorstellt mit dem Zusatz, er repräsentiere Paik Automotive. Er habe gehört, der Botschafter sei Großvater geworden und er bringe ein Geschenk. Der Guard gebietet ihm, zu warten. Bevor er im Zimmer verschwindet kann Jin noch fragen, ob es ein Junge oder ein Mädchen sei. Da ersteres der Fall ist, stibitzt Jin ein hellblaues Schleifenband von einem Blumenstrauß in der Wartezone und bindet es dem Panda um den Hals.
Der Botschafter kommt aus dem Zimmer und Jin gratuliert ihm im Namen seines Auftraggebers, der begierig darauf sei, Geschäfte mit dem großen Land China zu tätigen. Der Botschafter bedankt sich und Jin geht, erleichtert es doch noch geschafft zu haben, zum Ausgang zurück. Die Schwester in der Anmeldung wundert sich, das er schon zurückkommt und er klärt sie auf, es sei nicht sein Baby gewesen. Das könne ja eines Tages noch werden, ermutigt sie ihn und er erwidert lächelnd, sie möge ihn nicht drängen, er sei schließlich erst zwei Monate verheitatet.
In ihrem Appartement setzt sich Sun, in einem schicken, schwarzen Kleid, einen Brilliantring wieder auf, der ihr in der Klinik abgenommen wurde. Sie hat gerade den Lippenstift angesetzt, als es klingelt. Sie öffnet die Tür, an der Hurley steht, in einem nicht minder schicken Anzug. Sie nimmt ihn erfreut in den Arm und lässt ihn eintreten. Sie könne gar nicht glauben, dass er den ganzen Weg hergekommen sie. Du machst wohl Witze, reagiert er und fragt, ob sonst noch jemand gekommen sie. Sie verneint und er sagt "Gut!". Dann will er wissen, wo sie ist und Sun führt ihn zum Kinderbettchen.
Sie sei großartig, stellt Hurley fest. Sun nimmt das Baby hoch und fragt Hurley, ob er es halten wolle. Der zögert, er habe zwei linke Hände, doch Sun räumt seine Zweifel aus, sie vertraue ihm. Sie legt ihm das Baby in den Arm und Hurley stellt fest, es sähe genauso aus wie Jin. Das kann Sun nur bestätigen. Hurley gibt ihr das Kind zurück und sagt, dann sollten sie ihn doch - sozusagen - besuchen. Natürlich", erwidert Sun.
Sun und Hurley gehen mit dem Baby über einen weiträumigen, hügeligen, mit großen Bäumen bestandenen Friedhof auf einen, mit koreanischen Schriftzeichen und dem Todesdatum 22. 09. 2004 versehenen, Grabstein zu. Sun kniet davor nieder und sagt auf koreanisch, wechselnd zwischen lächeln, wenn sie das Kind anschaut und Tränen: "Jin, du hattest Recht. Es ist ein Mädchen." Die Geburt sei hart gewesen, fährt sie fort, der Doktor hätte gesagt, sie habe nach ihm gerufen. Sie wünschte, er hätte dabeisein können. Sie sei so wundervoll, Ji Yeon, sie habe sie so genannt, wie er es wollte. "Ich vermisse dich so sehr," fügt sie weinend hinzu, "ich vermisse dich so sehr".
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