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Lost


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Episodenguide


3x19 "The Brig"

[Im Loch]


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 Synopsis
Locke sitzt an einem Feuer und liest in einem Schreibheft. Er weist jemanden, der gedämpfte Laute von sich gibt an, seinen Atem zu sparen, es könne ihn ohnehin niemand hören. Dann verbrennt er das Heft.

Acht Tage zuvor:
Während Locke erstaunt vor seinem gefesselten Vater steht und wissen will, wie das sein kann, erwidert Ben, Locke möge es ihm erklären. Er habe ihn schließlich hergebracht. Locke versteht nicht, was vor sich geht. Er will Cooper befragen und Ben rät ihm, vorsichtig zu sein. Als Locke Cooper den Knebel entfernt, beißt jener ihm in die Hand, worauf er von Tom sofort mit einem Elektroschock versehen wird. Cooper wendet sich an Locke und fragt erstaunt: "Weißt du nicht, John, weißt du nicht wo wir sind?" Die Tür zur Zelle wird wieder geschlossen und Ben erklärt Locke, dass sie keine Zeit hätten. Sie würden noch in dieser Nacht umziehen, ob er mit ihnen kommen wolle. Locke antwortet, dass er das will und Ben gibt ihm die Möglichkeit, sich noch von Kate zu verabschieden.


Kate befindet sich in Sawyers Zelt. Da sie keinen Schlaf findet, will sie zurück in ihr eigenes Zelt und Sawyer bietet an, sie "nach Hause" zu bringen. Er steckt seine Pistole ein und sie gehen hinaus in die Nacht. Sawyer sieht Hurley und Jin an einem Zelt fritzeln und fragt, was sie tun. Nachdem er eine nichtssagende Antwort bekommt geht er ein Stück weiter und hört ein Racheln aus dem Dschungel. Locke kommt heraus und erklärt auf Sawyers Frage, er habe sich nicht mit den Feinden verbündet, er hätte sie infiltriert. Er habe Ben gekiddnapped und wolle, dass Sawyer den Mann, der ihn geschlagen und gequält habe, töte. Sawyer sagt, er sei kein Killer, worauf Locke ihm den Mann in Sydney vorhält und ausführt, sie hätten Akten von jedem von ihnen. Zunächst zögerlich, folgt Sawyer Locke schließlich in den Dschungel.

Drei Tage zuvor:
Die "Anderen" haben in einem Tal ein Zelt-Camp aufgebaut. Locke wechselt ein paar Worte mit Cindy, die ihn wissen lässt, alle seien aufgeregt, dass er da sei, sie hätten auf ihn gewartet. Da wird Locke von Tom gebeten, sich bei Ben zu melden. Als Locke zu dessen Zelt kommt, hört Ben gerade das Diktat von Juliet ab. Er erklärt Locke wahrheitsgemäß, warum Juliet im Camp sei und dass sie schwangere Frauen mitnehmen werden. Sie täten das nicht zum ersten Mal und es würde niemand dabei Schaden erleiden.

Er steht aus seinem Rollstuhl auf und verkündet begeistert, das sei das Werk Lockes. Als er ihn sah hätte er ein Ameisenlaufen verspürt. Und das sei noch lange nicht alles, was diese Insel vermöge. Doch leider sei Locke noch nicht bereit, alles zu erfahren. Dazu müsse er sich erst vollständig von dem Einfluss seines Vaters befreien, der ihn innerlich immer noch einen Krüppel sein ließe. Schleißlich habe er ihn dafür ja auch hergebracht. Die 'magische Kiste' sei natürlich metaphorisch zu verstehen. Jeder der auf diese Insel käme, um sich ihnen anzuschließen, habe eine Geste aus freiem Willen, ein Bekenntnis abzulegen. Aus diesem Grunde müsse Locke seine Vater töten. Locke schaut hinaus auf Cooper, der, an eine alte Steinsäule (die offensichtlich aus der Vorzeit stammt) gefesselt, wie an einem Marterpfahl dasteht.


Beim Zusammensuchen von Frühstückssachen trifft Charlie am Morgen auf Jack. Jener will etwas über ihren Ausflug erfahren und Charlie erzählt von einer netten Expedition. Das nächste Mal, reagiert Jack, würde er gerne mitkommen. Charlie trägt die Sachen zu einem Zelt, vor dem seine Mitwisser stehen. Er habe Jack nichts verraten, lässt er sie wissen. Auch die anderen sind der Meinung, Jack könne nicht mehr vertraut werden. Schließlich sei Naomi ihr Ausweg von der Insel. Dann möge er jemanden bringen, fordert Desmond Charlie auf, dem man vertrauen kann.

Auf dem Weg durch den Dschungel erwähnt Locke, auf Sawyers Frage danach, einiges aus Sawyers Vita. Es sei allerdings nicht erwähnt, warum sein Vater dessen Frau und sich selbst tötete. Seine Betrügereien seien aufgelistet. Als Locke schließlich fragt, warum er das Alias 'Sawyer' benutze, stößt er Locke wütend zu Boden. Er will wissen, was das Ganze soll und warum er ihn geholt habe. Locke widerholt, um Ben zu töten. Warum er das nicht einfach selbst erledige, will Sawyer aufgebracht wissen. Locke gesteht, ebenso wütend, dass er dazu nicht in der Lage sei. Deshalb habe er Sawyer geholt. Der fordert Locke jetzt auf, ihn dorthin zu bringen, wo er Ben gefangenhielte. Dann würden sie mit ihm ins Camp gehen. Er werde niemanden töten. Locke ist einverstanden, bemerkt jedoch, dass Sawyer seine Meinung ändern werde, wenn er höre, was Ben zu sagen hätte.

Unterdessen geht Hurley zu Sayid und fragt ihn, ob er ein Geheimnis wahren könne. Er bringt Sayid, der sich zunächst rückversichert, dass man Jack nichts erzählt hat, in das Zelt zu Naomi. Sayid stellt sich vor und befragt sie. Er erfährt, dass sie von einem Frachter aus gestartet war und man das Wrack des Fluges 815 vier Meilen unter Wasser vor der Küste Balis gefunden habe. Man hätte Roboter mit Kameras hinuntergeschickt, die Leichen aller Passagiere seien an Bord gewesen. Aber, stellt Sayid fest, offensichtlich seien sie nicht tot, was Naomi nur bestätigen kann. Doch wenn sie nicht nach ihnen gesucht hätten, nach wem dann, will Sayid wissen. Naomi weist auf Desmond, was Sayid ziemlich erstaunt.

Sie erklärt nun, dass ihre Truppe von einer Frau namens Penelope Widmore angeheuert wurde, die sie allerdings niemals getroffen habe. Sie hätten Koordinaten erhalten, die wider Erwarten nicht zu einer Insel gehörten sondern mitten im Ozean lagen. Sie dachte, sie sei in die Irre geführt worden. Sie wollte zurückfliegen, als sie unter den Wolken Land sah. Der Helikopter habe angefangen zu trudeln und sei gesunken. Also habe sie ihren Fallschirm genommen und sei ausgestiegen. Sayid ist nicht ohne weiteres gewillt, ihr diese Geschichte abzunehmen, zumal die Ausflügler den Helikopter nicht gesehen haben. Doch Naomi reicht ihm gelassen das Radio-Telefon mit der Bitte, sie zu erinnern, dass sie ihn nicht retten werde.

Locke und Sawyer legen unterdessen am Bach eine Rast ein. Sawyer versucht, einen Hinweis zu erhalten, warum er Ben töten würde, doch Locke gibt keine Auskunft. Der Mann in Sydney, verrät Sawyer jetzt, sei ein Irrtum gewesen, er habe ihn nicht töten wollen. Auf die Frage, wen er dann töten wollte, erhält nun Locke wiederum keine Auskunft.

Drei Tage zuvor:
Ben weckt Locke und bringt ihn zum Marterpfahl, um Cooper zu töten. Die "Anderen" sind aus ihren Zelten gekommen, um dem Schauspiel beizuwohnen. Ben reicht Locke einen Dolch und nimmt Cooper den Knebel ab. Cooper stellt umgehend fest, dass es wohl ein Witz sein soll, dass Ben von Locke erwartet, ihn zu töten. Ben dagegen versucht, Locke zu ermuntern, sich endlich von dem Mann zu befreien, der keinen guten Grund aufweisen könnte, ihm die Niere gestohlen zu haben. Cooper entgegnet, dass Locke zögern würde, weil er ein rückgratloser...Ben unterbricht mit einem rüden "Halt den Mund!"

Locke will etwas sagen, doch Ben ermahnt ihn, nicht nachzudenken. Cooper stellt fest, dass Ben seine Zeit verschwände. Sie hätten das alles durchgespielt, alles was John wolle sei, seinen Daddy zurückzubekommen. Locke fragt Ben, warum er ihm das antue, doch Ben stellt fest, Locke tue sich das selbst an. Solange Cooper atme, bliebe Locke derselbe traurige, pathetische kleine Mann, der seine Walkabout-Tour abbrechen musste, weil er nicht laufen konnte. (Anmerkung: Im Englischen kommt die Wortgleichheit natürlich noch treffender, 'kicked off your walkabout tour cause you couldn't walk'.)

Da Locke immer noch zögert und mit sich ringt, nimmt Ben ihm den Dolch wieder ab. Er wendet sich an die Zuschauer, es täte ihm Leid, doch er sei nicht der, für den sie ihn gehalten hätten. Locke flaniert nun, vorbei an den enttäuschten Leuten (unter ihnen auch Cindy und die Kinder aus dem Flugzeug), aus dem Kreis heraus.


Locke und Sawyer erreichen ihr Ziel: das Wrack der Brigg, die Rousseau ihnen als 'Schwarzen Felsen' vorgestellt hatte ("Exodus (1)"). Locke erklärt Sawyer während sie hineingehen, um was es sich dabei handelt. Schließlich hören sie gedämpte Laute aus einem verschlossenen Laderaum. Sawyer stellt fasziniert fest, dass Locke den Bastard tatsächlich gekidnapped hat. Locke öffnet die Tür und schießt sie, als Sawyer hineingegangen ist, gleich wieder von außen. Sawyer gefällt das nicht, doch dann geht er zu der angeketteten Person, reißt ihr die Verhüllung vom Kopf und - starrt irritiert in Coopers Gesicht.

Im Strandcamp probieren Hurley und Sayid das Radio-Telefon aus. Sayid ist begeistert, so fortgeschrittene Technik hat er noch nie gesehen. Doch auch wenn das Gerät nach seinen Bemühungen eigentlich funktioniert, es werden alle Transmissionen auf dieser Insel blockiert. Kate kommt von hinten auf die beiden zu und kann noch einen Blick auf das Gerät erhaschen. Sie will wissen, was es ist und woher es stammt. Als Hurley versucht ihr anzudrehen, sie hätten es im Gepäck gefunden, schenkt Sayid ihr unter dem Siegel der Verschwiegenheit reinen Wein ein.

Unterdessen hämmert Sawyer in der Brigg gegen die Tür und fordert Locke vergeblich auf, ihn rauszulassen. Locke hört Schritte und entdeckt Rousseau, die gekommen ist um sich Dynamit zu holen. Sie hinterfragen beide nicht weiter, was vorgeht und Rousseau zieht mit dem Sprengstoff wieder von dannen.

Zwei Tage zuvor:
Locke sitzt an einem Abhang über dem Zeltdorf und löst den Verband von der Bisswunde an seiner Hand, die tatsächlich komplett verheilt ist. Richard Alpert gesellt sich zu ihm und plaudert ein wenig über die Schönheit der Insel. Dann offenbart er ihm, dass Ben ihn bewusst der 'Blamage' ausgesetzt hätte. Er habe gewusst, dass Locke seinen Vater nicht töten würde. Dann erklärt er den Grund für Bens Verhalten: Als die Leute gehört hätten, dass ein Mann mit gebrochenem Rückgrat in dem Flugzeug war, der jetzt wieder gehen könnte, hätten sie gewusst, dass es sich um jemand extrem Besonderen handeln müsse. Und das wolle Ben nicht dulden.

Warum er ihm das erzähle, will Locke wissen. Alpert sagt, Ben habe viel von ihrer Zeit vergeudet mit Unwichtigkeiten. Sie hätten auf jemanden gewartet, der sie daran erinnere, dass sie aus wichtigeren Gründen hier seien. Was er von ihm wolle, fragt Locke und Alpert erwidert, er wolle, dass er seine Bestimmung finde. Damit das geschehen könne, müsse sein Vater gehen. Wenn Locke ihn nicht töten wolle, müsse er dafür sorgen, dass es ein anderer täte. Alpert zieht ein Heft aus seiner Tasche hervor und reicht es Locke. Es handelt sich um die Akte von Sawyer. Warum Sawyer wohl seinen Vater töten solle, wundert sich Locke, er kenne ihn ja nicht einmal. "Lies es!" fordert Alpert ihn im Gehen auf.


Nachdem Sawyer feststellen muss, dass Locke ihn nicht herauslassen wird, richtet er seine Pistole auf die Tür und droht an, zu schießen. Doch Locke weiß, dass keine Munition vorhanden ist, sonst hätte Sawyer ihn zuvor nicht mit dem Messer bedroht. Jetzt meldet sich Cooper, nicht unstolz wegen der Cleverness seines Sohnes, zu Wort und lässt Sawyer wissen, mit wem er es zu tun hat. Dann führt er aus, wie er auf die Insel kam. Nach einem Verkehrsunfall habe jemand ihm in der Ambulanz eine intravenöse Injektion verpasst und als er wieder zu sich kam, sei er in einer dunklen Zelle gewesen und habe dem Mann in die Augen gesehen, den er aus einem Fenster gestoßen habe: John Locke, seinem toten Sohn. Dann korrigiert er, er sei nicht gestorben wegen des Sturzes, danach sei er querschnittsgelähmt gewesen. Er sei tot, weil seine Maschine in den Pazifik gestürzt sei.

Sawyer klärt ihn auf, dass er ebenfalls in der Maschine war und sie hier auf der Insel abgestürzt sei. Ob er sicher sei, dass es eine Insel ist, fragt Cooper. Was sonst, entgegnet Sawyer. Etwas heiß für den Himmel, scherzt Cooper. Das Flugzeug sei mitten im Pazifik untergegangen. Er selber habe einen Unfall gehabt und sei hier wieder aufgewacht. Wenn das hier nicht die Hölle sei, wo sie dann wären? Jetzt erfährt Sawyer, warum Locke so böse auf diesen Mann ist. Er hätte ihn um eine Niere betrogen. Das Wort 'betrogen' lässt Sawyer aufhorchen und er fragt den Mann nach seinem Namen. Ein Betrüger habe viele, erwidert Cooper und nennt einige, darunter auch Tom Sawyer. Sawyer, stellt Sawyer fassungslos fest, sei auch sein Name.

Gestern:
Das Zeltdorf wird abgebaut und Ben stellt Locke vor die Tatsache, dass er nicht mitkommen werde. Er werde, ebenso wie Cooper, zurückbleiben. Sie würden eine Fährte hinterlassen, doch Locke solle sich unterstehen, ihnen zu folgen, wenn er nicht die Leiche seiner Vaters auf dem Rücken trüge.


Im Laufe der weitern Erklärungen Coopers findet Sawyer heraus, dass er es mit dem Mann zu tun hat, wegen dem seine Eltern nicht mehr leben. Er ist der Sawyer, den er gesucht hatte. Schließlich gibt James Cooper den Brief, den er seit seiner Kindheit mit sich trägt und fordert ihn auf, zu lesen. Zwischendrin führt Cooper aus, James' Mutter hätte ihn praktisch angefleht das Geld zu nehmen und sie aus ihrem traurigen kleinen Leben zu retten. Er habe dann allerdings nur das Geld genommen. Für die Tat seines Vaters sei er nicht verantwortlich, dass müsse James mit jenem abmachen, er sei ja vermutlich auch irgendwo hier unten. Als James Cooper auffordert, zuende zu lesen, zerreißt jener den Brief demonstrativ. Sawyer greift in rasender Wut die Kette, mit der Cooper an der Wand festgemacht ist, schlingt sie um dessen Hals und erwürgt ihn. Locke öffnet die Tür mit einem schlichten "Danke!"

Jack und Juliet sitzen am Strand und essen als Kate zu ihnen kommt. Sie will mit Jack sprechen und zwar unter vier Augen. Jack aber betont, dass Juliet alles hören könne, was er hört, er ist nicht bereit, sie auszuschließen. Angenervt sagt Kate, dass Juliet genau der Grund sei, warum niemand mit ihm reden wolle. Dann berichtet sie von Naomi. Jack will wissen, wie Naomi die Außenwelt kontaktieren wolle. Kate insistiert noch einmal, dass alle seine Freunde ihm nicht mehr vertrauten, doch Jack wiederholt ungerührt: "Wie?" Kate erzählt von dem Radio-Telefon. Juliet sagt zu Jack: "Wir sollten es ihr sagen", doch Jack erwidert: "Nicht jetzt!" Dann verschwindet er in Richtung Camp.

Als sie aus der Brigg herauskommen, muss Sawyer sich erst einmal erbrechen. Locke sagt ihm, dass er jetzt zurückgehen könne. Er selbst wird nicht mitkommen, lässt sich aber auch nicht zu den "Anderen" zählen. Er mache jetzt sein eigenes Ding. Doch er erklärt Sawyer, dass Juliet ein Maulwurf ist, der herausfinden soll, welche Frauen schwanger sind und die "Anderen" in drei Tagen das Strandcamp uberfallen werden um sie zu holen. Sawyer solle die Leute warnen. Da Sawyer ihm nicht recht glauben will, reicht er ihm das Diktaphon. Bevor Locke geht fragt Sawyer ihn, ob es wahr sei, dass sein Vater ihn aus dem Fenster gestoßen hat und er ein Krüppel sei. "Jetzt nicht mehr", lautet Lockes Antwort.

Sawyer geht zum Camp zurück und Locke schultert die verpackte Leiche seines Vaters und schleppt sie von dannen.