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Lost


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Episodenguide


3x09 "Stranger in a Strange Land"

[Fremd in fremdem Land]


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Regie:
Paris Barclay
Drehbuch:
Elizabeth Sarnoff, Christina M. Kim

Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie)
Daniel Dae Kim (Jin)
Jorge Garcia (Hurley)
Yunjin Kim (Sun)
Emilie de Ravin (Claire)
Henry Ian Cusick (Desmond)
Michael Emerson (Ben)
Elizabeth Mitchell (Juliet)
Rodrigo Santoro (Paulo)
Kiele Sanchez (Nikki)

Gaststars:
M.C. Gainey (Tom/Mr. Friendly)
Tania Raymonde (Alex)
Blake Bashoff (Karl)
Kimberly Joseph (Cindy)
Bai Ling (Achara)
Diana Scarwid (Isabel)
Shannon Chanhthanam (Thai Boy)
Siwathep Sunapo (Thai Man)
James Huang (Chet)

 Kurzinhalt
Kate, Sawyer und Karl gelangen zur Hauptinsel, doch Kate kann sich nicht damit abfinden, dass sie Jack zurückgelassen haben. Durch die Auseinandersetzungen darüber ist das Verhältnis zwischen ihr und Sawyer deutlich getrübt. Karl leidet unter der Trennung von Alex, doch er weiß, er kann nicht zurück, sie würden ihn töten.

Auf der Hydra-Insel wurde Juliet gefangengenommen. Jack, der jetzt in dem Eisbärenkäfig untergebracht wird, muss sich zunächst mit der Erklärung, sie sei in Schwierigkeiten weil sie einen der Ihren getötet habe, zufriedengeben. Dann aber wird er zu Ben gebracht, denn es gibt Komplikationen an der Operationswunde.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Nach der letzten Episode kehren wir jetzt gewissermaßen wieder zurück zum Normalzustand des Ausnahmezustands. Eine anständige Folge, die sicher nicht so spektakulär war, aber auch nicht gnadenlos hinter der vorigen zurückfiel.

Interessant war wieder das Charakterspiel zwischen Kate und Sawyer. Nun, da sie wieder in das "normale Ausnahmeleben" (man muss es ja jetzt wohl so bezeichnen) zurückkehren, ist alles wieder ganz anders und Kates Gefühle scheinen wieder deutlich in Frage zu stehen. Vielleicht ist sie ja einfach ein Mensch, der nicht imstande ist, klare, umfassende Entscheidungen für sich zu treffen, sondern immer nur aus der Situation heraus handelt. Wobei man bei Sawyer so ein bisschen ein fieses 'geschieht ihm recht' im Hinterkopf hat - von ihm wurden vermutlich mehr Frauen als die eine, von der wir wissen, enttäuscht. Nett war allerdings sein doch sehr mitfühlendes Gespräch mit Karl.

Jack und Juliet dürfen jetzt natürlich nicht nach Hause fahren - das wäre ja auch zu einfach gewesen. Juliet wird erstmal der Anstiftung zum Hochverrat, wenn man so will, angeklagt. Dabei taucht nun noch eine geheimnivolle Frau auf, damit wir noch jemanden haben bei dem wir uns fragen können, wer das nun wieder ist.

Jedenfalls stärkt Jack Juliet den Rücken. Da darf man sich auch fragen, wieso er das tut. Genau wie Alex fragt, warum er Ben überhaupt geholfen hat - und das jetzt schon wieder macht. Lässt ihm sein Gewissen tatsächlich keine Chance, anders zu handeln? Oder mutmaßt er, dass das die beste Möglichkeit ist, da raus zu kommen - was ja durchaus denkbar ist. Und Juliet mutiert wieder zur undurchschaubaren Sphinx.

Jacks Flashbacks waren mir mal wieder deutlich zu ausgedehnt (außerdem: schon wieder Jack...) und zu wenig aussagekräftig. Toll, jetzt wissen wir, woher er die Tattoos hat und was sie bedeuten sollen. Der einsame Anführer war ja nun wirklich kein Geheimnis mehr und ob das nun wirklich von einer Frau mit "einer Gabe" (kam mir ja fast wie ein Crossover mit Heroes vor) festgestellt werden musste oder ob's auch ein bisschen Menschenkenntnis getan hätte... Bislang ist mir das Gleichnis ein bisschen zu profan. Jack als Außenseiter, als jemand, der irgendwo nicht hingehört und trotz Warnung eine "Insiderinformation", ja gar eine Markierung erzwingt. Die ihm aber letztenendes genau das einbringt, was er gar nicht wollte, den totalen Ausschluss. Immerhin interessant, dass auch Achara zu irgendeiner geschlossenen Gemeinschaft (wie es die "Anderen" sind) gehört.

Gut, die Frage bleibt natürlich, wie passt Isabel da rein, die ja die Symbolik erkennt und bekommt es noch eine Bedeutung, dass Jack gewissermaßen stigmatisiert ist. Darüber hinaus wird auch Juliet von ihrer Gruppe markiert... Warten wir also ab, wie das da weitergeht - genau genommen ja jetzt wieder für alle auf der Hauptinsel. Obwohl sich durchas ahnen lässt, dass Locke und Co. erstmal versuchen werden, zur Hydra zu kommen.

Andererseits, wenn sie nicht vorschnell aufbrechen wären ja Kate und Sawyer wieder bei ihnen und die haben natürlich einen Joker mit auf die Insel gebracht: Karl. Jemanden der weiß, wo sich die Siedlung befindet und vielleicht schauen sie ja dann doch erstmal dort nach...

Dann haben wir endlich gesehen, was aus den Entführten wurde. Offenbar geht es denen ja nicht schlecht. Natürlich durfte Cindy in dieser Folge noch nichts verraten - größere Brocken sind wir ja mittlerweile bei Lost gar nicht mehr imstande, zu verdauen *g*. Jedenfalls sollte auch da nach und nach mehr zusammenkommen - was wird z. B. damit bezweckt, dass sie dastehen und "beobachten"? Sind sie jetzt Versuchskaninchen für (Ex-)DHARMA? Sind sie gebrainwasched (doch zumindest nicht soweit, dass sie sich an das Geschehene nicht mehr erinnern, siehe Ana Lucia) oder überzeugt, es gut getroffen zu haben?

Schließlich scheint es ja kein so schlechtes Leben zu sein in der wohlorganisierten Gemeinde der "Anderen". Es herrschen ganz "handelsübliche" hierarchische Strukturen, man lebt in einer Gemeinschaft, ist gut versorgt und hat anscheinend irgendeine Aufgabe. Ist das ein schlechteres Leben, als die meisten es unter normalen Umständen außerhalb dieser netten Inseln hätten? Da fand ich im Grunde Jacks Reaktion auf die verständliche Frage eines Kindes - immerhin hat Ana sich sehr um die beiden Kinder bemüht - viel unmenschlicher. Das ist genau genommen wieder ein netter kleiner Seitenhieb zum Thema, wer sind "die Guten" und "die Bösen" (soll ich dir in deinem Glashaus noch ein paar Steine reichen?) - oder sind sie einfach alle nur Menschen, die in ihren Bedingungen "gefangen" sind...