Regie:
Jack Bender
Drehbuch:
Drew Goddard, Damon Lindelof
Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie)
Daniel Dae Kim (Jin)
Jorge Garcia (Hurley)
Yunjin Kim (Sun)
Emilie de Ravin (Claire)
A. Akinnuoye-Agbajea (Mr.Eko)
Henry Ian Cusick (Desmond)
Michael Emerson (Ben)
Elizabeth Mitchell (Juliet)
Rodrigo Santoro (Paulo)
Kiele Sanchez (Nikki)
Gaststars:
Shishir Kurup (Donovan)
Katie Doyle (Receptionist)
Jeremy Colvin (Delivery Man)
Michael Titterton (Bartender)
David Cordell (Jimmy Lennon)
Sonya Walger (Penny Widmore)
Alan Dale (Charles Widmore)
Fionnula Flanagan (Ms. Hawking)
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Desmond bittet Hurley und Charlie mit ihm zu kommen. Er führt sie in den Dschungel, wo sie auf Locke und Sayid treffen. Die beiden erklären, Eko sei tot. Plötzlich wird Desmond unruhig, rennt zum Strand zurück und rettet Claire vor dem Ertrinken.
Auch in den folgenden Stunden verhält Desmond sich seltsam. Als Charlie schließlich wissen will, wie Desmond das mit Claire und auch die Sache mit dem Blitz seinerzeit wissen konnte, reagiert Desmond ungewöhnlich heftig - dann passiert etwas mit ihm...
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Gisa von Delft
Wow! Eine Desmond-Folge - und was für eine! Ich bin immer noch ganz atemlos. Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnte, dass Desmond mein heimlicher Favorit ist, ich fand die Folgen, in denen er einen größeren Part hat, bisher spitzenmäßig. Diese Episode war nun auch in sofern noch interessant, weil sie ganz anders konzipiert war. Der größte Teil spielte außerhalb der Insel und wirklich anders (und dadurch auch nicht langweilig. wie ich sie sonst gelegentlich empfinde) waren diese Szenen durch die Flashbacks im Flashback. Das gab dem ganzen den wirklichen Reiz.
Jetzt kommt wieder eine gehörige Portion Mystery in die Sache und das bringt neue Spannung auf die Hauptinsel. Was ist also geschehen mit Desmond? Hat die Auslösung des Failsafe ihn tatsächlich auf eine Zeitreise geschickt? Wird Charlie sterben, egal was Desmond versucht? Oder ist in dem Moment, in dem Desmond ausgeknocked wurde, einfach sein Leben noch mal an ihm vorbeigerauscht?
Dagegen spricht wohl ganz klar, dass es sich nicht um ein "einfaches" Flashback handelte, sondern dass diese Wiedererkennungsszenen dabei waren. Spätestens bei der Szene mit Charlie vor dem Widmore-Gebäude gab es da keinen Zweifel mehr, dazu war Desmonds Insel-Erinnerung zu detailliert. Was also war das jetzt? Hat nun die Insel doch ganz besondere Fähigkeiten? Auch Locke wusste nach der Implosion Sachen, die er nicht hätte wissen können, er hatte diese Vision in der Schwitzhütte, er fand Eko in der Bärenhöhle. Wir wollen ja wohl hoffen, dass diese Dinge noch geklärt werden.
So sehr mich (was sicher auch durch Henry Ian Cusick begründet war) diese Episode nun auch begeistert hat, im Überlegen, was ich in der Review schreiben soll hat sie mir auch etwas Angst gemacht. Wissen die Schreiber wohl selber noch, wo sie mit dieser Geschichte, die inzwischen so komplex geworden ist, hinwollen? So sehr mir dieses Mystery-Element jetzt wieder gefallen hat, so sehr frage ich mich auch, ob man das alles überhaupt noch einigermaßen befriedigend auflösen kann. Aber sei's drum - da können wir nur abwarten, das Beste hoffen und auf das Schlimmste gefasst sein.
Rein Inhaltlich hat mir in dieser Folge auch der philosophische Aspekt gefallen. Das Gespräch mit Ms. Hawking und das Fazit, dass das Universum (was immer das auch umschreiben mag, die Begriffe Schicksal oder Gott mögen hier je nach Denkweise auch passen) seinen Plan hat, der auch in jedem Fall umgesetzt wird. Hier wurde das auf sehr anschauliche Weise ins Bild gesetzt, indem Desmond die gleiche Lebenssituation erneut durchläuft. Das kennt man z. B. aus dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier. Aber tatsächlich scheint sowas auch im realen Leben stattzufinden, nur auf viel subtilere Art. Menschen neigen dazu, die gleichen Fehler immer wieder zu machen und nur sehr schwer zu lernen aus dem, was ihnen passiert. Sie schauen ungern bei sich selber genauer hin, sondern schieben es auf die Umstände, die Partner oder sonstwas außerhalb ihrer selbst.
Hier wird es nun also so dargestellt, dass jeder Versuch, etwas anders zu machen, nichts nützt. Wir können uns winden, wie wir wollen, wir werden nichts ändern, weil alles vorbestimmt ist. Diese fatalistische Denkweise gefällt mir gar nicht. Das hieße schließlich, dass unser freier Wille nur so eine Art Fake und damit immer nur eine Last ist.
Wie auch immer, diese Episode lässt mich am Ende doch recht zwiespältig zurück. So sehr sie mich begeistert hat, so sehr hat sie mir auch gezeigt, wie versprengt die Fäden dieser Serie mittlerweile sind. Da fällt es mit fast schwer, zu hoffen, dass da noch jemand den Überblick behalten hat und all diese Fäden am Ende noch zu einem schönen Zopf geflochten werden können.
Aber Desmond ist trotzdem klasse ;). |