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3x06 "I Do"

[Ja, ich will]


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Regie:
Tucker Gates
Drehbuch:
Damon Lindelof, Carlton Cuse

Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie)
Daniel Dae Kim (Jin)
Jorge Garcia (Hurley)
Yunjin Kim (Sun)
Emilie de Ravin (Claire)
A. Akinnuoye-Agbajea (Mr.Eko)
Henry Ian Cusick (Desmond)
Michael Emerson (Ben)
Elizabeth Mitchell (Juliet)
Rodrigo Santoro (Paulo)
Kiele Sanchez (Nikki)

Gaststars:
Michael Bowen (Danny Pickett)
Nathan Fillion (Kevin)
Tania Raymonde (Alexandra Rousseau)
M.C. Gainey (Tom aka Mr. Friendly)
Mark Stitham (Pfarrer)
Fredric Lehne (Marshal Edward Mars)
Eden-Lee Murray (Suzanne)
Ariston Green (Jason)
Michael Vendrell (Big Guy)
Teddy Wells (Ivan)

 Kurzinhalt
Nachdem Jack Bens gesamte Krankenakte studiert hat, stellt er fest, dass es allerhöchste Zeit für den Eingriff ist. Er stimmt allerdings nicht zu, ihn vorzunehmen. Unterdessen werden Kate und Sawyer zur Arbeit gebracht, wo es einen kleinen Zwischenfall gibt.

Locke beschließt, Mr.Eko an Ort und Stelle zu begraben. Er sei wohl von einem der Bären so zugerichtet worden, erklärt er den anderen. Doch Sayid will das nicht glauben. Als er mit Locke, der noch etwas für die Bestattung besorgen will, zum Camp zurückgeht, erfährt er, was Eko wirklich getötet hat.

In der Hydra trifft Jack, nachdem man Kate zu ihm gebracht hat, schließlich eine Entscheidung bezüglich der Operation.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Ja, für mich gab es eine wirkliche Überraschung in dieser Folge. Ben ist tatsächlich krank. Ben lässt sich wirklich und wahrhaftig operieren. Ich hatte es bis zuletzt für einen Fake von Fake-Henry gehalten. Oder doch zumindest für einen möglichen.

Der Rest war weniger überraschend. Dass sich Kate für Sawyer entscheiden würde war mir schon lange klar. Und dass Jack - wenn er sauer genug ist - auch etwas riskieren würde, ist auch keine Offenbarung. Es ist immerhin nur ein kalkuliertes Risiko, das er eingeht. Er scheint die Situation im OP - oder besser: die Situation DER OP - ja durchaus zu beherrschen. Schwerer vorstellbar ist für mich, dass er Ben tatsächlich sterben lassen würde.

Nun ja, zu dem Punkt, an dem wir jetzt sind, hätten wir natürlich auch wesentlich schneller kommen können. Sicher, wir haben alle danach geschrieen, mehr über die "Anderen" zu erfahren, aber sehr weit sind wir in den sechs Folgen damit doch noch nicht gekommen. Im Grunde hatten wir bis hierher viel Kate, viel Jack und viel Sawyer. Ein bisschen zuviel vielleicht. Vor allem reicht es jetzt auch mit Kates Vergangenheit (und der einiger anderer auch).

Ben und Juliet sind durchaus äußerst interessante Charaktere und man kann nur hoffen, dass nach der Pause mal richtig Schwung in ihre Geschichten kommt. Dass Ben tatsächlich sterbenskrank ist, merkte man ihm erstaunlicher (und unrealistischer) Weise bisher überhaupt nicht an, besonders auch nicht in seiner Zeit der Gefangenschaft in der Schwan-Station, die ja nun schließlich wohl erst knapp 2 Wochen her sein dürfte. Außer dieser Tatsache haben wir noch nichts über ihn erfahren. Und noch weniger über Juliet. Das sollte sich doch langsam - nein, besser schnell - mal ändern.

Jedenfalls reicht es nun erstmal mit dieser Liebes- und Dreiecks-Geschichte. Ich würde gerne mal erfahren, was auf der Hauptinsel noch so vor sich geht, oder auch gegangen ist bei der Implosion (oder was immer das auch gewesen sein soll) der Station. Und fürchterlich gerne möchte ich jetzt endlich mehr von Desmond sehen. Jetzt! Und nicht erst in another life, brother J.J.. Und was ist mit Miss Widmore? Da wurde uns der Mund in dem Cliffhanger dermaßen wässrig gemacht und nach einem Viertel der nächsten Staffel wurde noch nicht das klitzekleinste Bisschen darüber verraten. Sehr schade.

Okay, diese Folge war sicher noch einmal eine ganz interessante Charakterstudie, aber so langsam sind Kate, Sawyer und Jack nun auch etwas ausgelaugt und ihre Charaktere ausreichend studiert. Mehr davon werden wir hoffentlich nicht "ertragen" müssen. Denn ab jetzt würde es diesen Touch selbst für mich, die ich mich ja noch zu den geduldigeren Zuschauern zähle, bekommen. Also, nach der Pause hätte ich nun wirklich gerne etwas mehr 'Butter bei die Fische'. Wenn schon FBs dann bitte von den neuen Charakteren.

Was allerdings immer wieder gelingt, sind die kleinen Aha-Effekte - dieses kleine Anpieksen von neuen Geheimnissen. War es in der letzten Folge der "Einäugige" am Monitor, so war es in dieser die Bemerkung Dannys, dass Shephard noch nichtmal auf Jacobs Liste gestanden hat. Wenn es da nach der Pause auch zügig weiterginge, man erfahren würde, wie die Strukturen bei den "Anderen" überhaupt aufgebaut sind, ob es nur eine Gruppe ist und wieviel Kontakt zur Außenwelt besteht, ob sie womöglich immer noch von ganz woanders gesteuert werden, könnte wieder richtige Begeisterung aufkommen. Außerdem sollte auf der Hauptinsel (falls es eine solche ist) auch wieder etwas schwungvoller "gearbeitet" werden. Ich hoffe, dass sich dahingehend nach der Pause etwas tun wird.


Da wohl nicht alle die ausführliche Inhaltsangabe lesen werden, wo es einen Link in die Pilotfolge gibt, hier noch einmal kurz die Geschichte, die Jack Kate erzählt als sie seine Wunde nähen soll:
"Furcht ist irgendwie eine seltsame Sache. Als ich meine Stelle antrat war meine erste selbstständige Aufgabe eine Wilbelsäulen-OP bei einem 16-jährigen Mädchen. Am Ende, nach 13 Stunden machte ich sie zu und verletzte dabei ihren Duralsack. Ich zerfetzte die Basis der Wirbelsäule, wo all ihre Neven zusammenliefen. Eine hauchdünne Membran und sie zerriss. Nerven quollen daraus hervor wie Engelshaar-Pasta, Liquor floss heraus. Dieser Schrecken - das war so verrückt. So real. Ich wusste, ich musste handeln. Also traf ich eine Entscheidung. Ich ließ die Angst zu. Ließ sie übernehmen, ihr Ding machen. Aber nur für 5 Sekunden. Das war alles, was ich ihr geben würde. Also begann ich zu zählen. Eins, zwei, drei, vier, fünf. Und sie war weg. Ich ging zurück an die Arbeit, nähte sie zu und es ging ihr gut."