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Lost


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 3x01 The Tale of Two Cities
:: 3x02 The Glass Ballerina
:: 3x03 Further Instructions
:: 3x04 Every Man For Himself
:: 3x05 The Cost of Living
:: 3x06 I Do
:: 3x07 Not In Portland
:: 3x08 Flashes Before Your Eyes
:: 3x09 Stranger in a Strange Land
:: 3x10 Tricia Tanaka is Dead
:: 3x11 Enter 77
:: 3x12 Par Avion
:: 3x13 The Man From Tallahassee
:: 3x14 Exposé
:: 3x15 Left Behind
:: 3x16 One of Us
:: 3x17 Catch-22
:: 3x18 D.O.C.
:: 3x19 The Brig
:: 3x20 The Man Behind the Curtain
:: 3x21 Greatest Hits
:: 3x22 Through the Looking Glass (1)
:: 3x23 Through the Looking Glass (2)


Episodenguide


3x04 "Every Man For Himself"

[Jeder für sich]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Flaschenpost (24) » 

 Synopsis
Am Strand bietet Desmond Claire an, das Dach ihrer Behausung zu reparieren, doch Charlie, der dazukommt, findet das Dach sei völlig in Ordnung. Ansonsten, stellt er abweisend fest, könne er es auch selbst reparieren. Demond entschuldigt sich, er habe nur helfen wollen.

In der Hydra schaut Jack sich im TV Cartoons an. Juliet bringt ihm das Essen. Jack versucht, etwas aus ihr herauszukriegen, doch auch der Versuch, sie gegen Ben auszuspielen, dem sie ja offenbar zu gehorchen habe, hilft ihm nicht weiter. Alles werde miteinander abgesprochen, versichert Juliet ihm, als Ben den Raum betritt und sie mit en Worten: "We have a situation" herausholt. Es geht um Colleen, die gerade auf einer Trage zurückgebracht wird. Auch Pickett und seine Leute werden gerufen, als sie gerade Sawyer aus dem Käfig holen wollen. Sawyer und Kate können beobachten, wie Colleen, begleitet von einigen Leuten, vorbeigetragen wird. Sawyer ist klar, dass Colleen nicht von ihren eigenen Leuten angeschossen wurde. Zufrieden verkündet er Kate, es sei ihr Team gewesen.

Sawyer probiert in seinem Käfig einen Trick. Er lässt das Wasser aus der Fütterungsanlage zu einer Pfütze vor der Käfigtür zusammenlaufen. Dann probiert er, den Stromschlag am Fütterungsknopf vermittels eines Stocks auszulösen. Dadurch will er dem Nächsten, der ihn abholt, einen Stromschlag verpassen, um ihn dann überwältigen zu können.

Sawyer ist im Knast wo ihm erzählt wird, dass einer der Neuen viel Geld gestohlen habe, das man niemals gefunden hätte. Sawyer macht sich an den Typen heran und malt ihm aus, was wohl draußen passieren würde, mit dem Geld und seiner Frau, während er im Knast säße. Er steckt ihm auch, dass er, Sawyer, bald entlassen würde. Doch er wird unterbrochen von dem Gefängnissdirektor, der die beiden separiert. Zuvor wirft Sawyer dem anderen noch einen vielsagenden Blick zu.

Ben persönlich kommt jetzt, um Sawyer zunächst nach seinem Gewicht und Alter zu fragen. Sawyer kann ihn zwar bis in die Pfütze locken, am Arm festhalten und auch den Knopf dreimal drücken, doch nichts passiert - die Stromversorgung wurde abgestellt. Ben kann ihn jetzt überwinden und schlägt ihn brutal zusammen. Sawyer findet sich in der Hydra an eine Liege gebunden wieder, wo man mit einer riesigen Spritze auf ihn zukommt. Man steckt ihm einen Knebel in den Mund und setzt an, ihm die Kanüle ins Brustbein zu jagen. Sawyer schreit und versucht, sich zu wehren und Jack kann in seinem Raum die Geräusche vernehmen, die er verursacht.

Am Strand übt Paolo ein paar Golfschläge, als Desmond zu ihm kommt. Er bittet ihn um einen Golfschläger. Paolo lässt ihn einen mitnehmen - was immer er auch damit vorhabe.

Noch an der Liege festgebunden erwacht Sawyer mit einem Pflaster auf der Brust. Ben kommt herein und setzt ihm einen Kaninchenkäfig auf den Bauch, den er dann wieder hochnimmt und heftigst durchschüttelt. Am Ende liegt das Tier reglos am Käfigboden. Damit ist Bens Demonstration gelungen. Sawyer erfährt, dass man ihm einen Herzschrittmacher eingesetzt habe, genau wie zuvor dem Kaninchen, und dass es ihm ebenso ergehen würde, wenn seine Herzfrequenz 140 Schläge pro Minute übersteige. Sein Herz würde explodieren. An Flucht solle er nun besser nicht mehr denken. Ebenso solle er Kate kein Wort von dem verraten, was hier passiert sei, sonst sehe man sich gezwungen, auch ihr einen Schrittmacher einzusetzen. Zur Selbstkontrolle hat er noch eine Pulsuhr bekommen, die frühzeitig Alarm schlägt.

Als Sawyer in den Käfig zurückgebracht wird, gibt man ihm und Kate Wassereimer mit Schwämmen zum Waschen. Kate bekommt obendrein andere Anziehsachen. Kate will natürlich wissen, was passiert ist. Doch Sawyer erklärt ihr - auch wenn sie es nicht glauben will - man habe ihm lediglich Fragen gestellt. Jetzt fordert sie ihn auf, sich umzudrehen und sie beginnt, sich umzuziehen. Sawyer kann es natürlich nicht lassen, einen Blick zu riskieren und seine Pulsuhr beginnt, Alarm zu schlagen. Als Kate wissen will, was das sei, faucht er sie an, ihn in Ruhe zu lassen. Dann nimmt er den Eimer mit dem kalten Wasser und schüttet es sich über den Kopf - worauf der Puls sich promt beruhigt.

Besuchszeit im Knast. Sawyer beobachtet Munson, der mit seiner Frau spricht. Dann bekommt er selbst Besuch. Seine Ex-Freundin Cassidy legt ihm das Foto eines Babys auf den Tisch. Es sei seine Tochter Clementine, informiert sie ihn. Doch Sawyer zeigt alles andere als Begeisterung. Was sie nun eigentlich von ihm wolle, fragt er. Sie will, dass er ihr dem Kind einen Brief schreibt. Sawyer lehnt das kategorisch ab. Er habe mit dem Baby nichts zu tun. Damit steht er auf und geht - mit besorgt gerunzelter Stirn - davon.

Kate untersucht ihren Käfig nach einer Möglichkeit, zu entkommen. Doch Sawyer versucht - zu ihrem Unverständnis - alles, um ihr das Auszureden. Jack verfolgt Bruchstücke des Gesprächs über die Com-Anlage. Juliet kommt in einem blutverschmierten weißen Hemd in Jacks Raum. Jack fährt sie an, was sie mit Sawyer gemacht hätte, er habe ihn jammern hören. Doch Juliet versichert, es sein nicht Sawyers Blut, sondern dass einer Frau, die sterben werde. Sie bittet Jack, sein ärztliches Können zur Verfügung zu stellen.

In ihren Käfigen vernehmen Kate und Sawyer einen lauten Signalton (der sehr an das Lockdown erinnert) und sehen, wie Jack, mit einem der bekannten Säcke über dem Kopf, von zwei Personen den Weg entlang geführt wird. Sie rufen beide laut nach ihm.

Jack wird in eine Station geführt, in der Ben Juliet ärgerlich in Empfang nimmt. Doch sie fährt ihn nur an, Jack sei Arzt und ob Ben wolle, dass sie stirbt. Jack erblickt nach dem entfernen der Kaputze eine komplett ausgestattete Krankenstation. Er wird in einen OP-Vorraum geführt, wäscht sich die Hände und zieht die sterilen Handschuhe an. Juliet informiert ihn, dass auf die Frau geschossen wurde. Jack betrachtet eine Röntgenaufnahme, die an einem Schaukasten hängt, aber laut Juliet nicht von der Frau sei, und geht an den OP-Tisch, auf dem die intubierte Colleen liegt. Juliet muss Pickett, der Angst hat um seine Frau, zurückhalten mit dem Verweis, Jack wolle helfen.

Juliet erklärt, sie habe die Kugel entfernt und Jack bittet sie, mit einem Blick in die Wunde, ihm zu assistieren und eine Klammer zu halten. Sie sei aber keine Chirurgin, wendet Juliet ein, aber Jack braucht dennoch ihre Assistenz. Er versucht, die Wunde zu tamponieren, doch es ist bereits zu spät. Das EKG zeigt die Flatline und Jack verlangt nach dem Defilibrator. Doch es existiert kein funktionstüchtiger mehr. Er versucht es mit Herzmassage, kann aber nichts mehr ausrichten. Von einer Galerie haben Pickett, Tom und Ben zugesehen, ihre Gesichter zeigen Betroffenheit und Entsetzen. Juliet starrt fassungslos auf die leblose Frau, Pickett verlässt den Raum

Er knallt die Tür der Station zu, er ist wütend. Er geht zu den Käfigen, zerrt Sawyer heraus und schleudert ihn an die Stäbe von Kates. Dort schlägt er auf ihn ein, wieder und wieder, begleitet von der Frage an Kate: "Liebst du ihn?" Er tut das solange, bis Kate einen Arm um Sawyer scnlingt, mit der andern versucht, die Schläge abzuwehren und schluchzt: "Ja, ich liebe ihn, ich liebe ihn." Dann endlich lässt Pickett nach, geht weg und lässt den geschundenen Sawyer vor Kates Käfig sitzen.

Sawyer wird von Munson beim Lesen des Buches "Von Mäusen und Menschen" (John Steinbeck) unterbrochen. Er will ihm sagen, dass er Recht gehabt hätte, seine Frau wolle an das Geld. Auf die Frage, was seine denn von Sawyer gewollt hätte, kommt die Antwort, etwas, was er nicht hätte. Munson bittet Sawyer, dass Geld woanders hin zu schaffen, bevor sie es finden würde. Sawyer lehnt ab, es sei zu gefährlich für ihn. Munson bittet ihn noch einmal nachdrücklich.

Sawyer sitzt wieder in seinem Käfig und wird schon wieder etwas großkotzig - der Kerl habe zugeschlagen wie ein Mädchen. Er verstünde nicht, was diese Leute überhaupt wollten. Kate klettert unterdessen in ihrem Käfig an den Stäben hoch und schafft es, sich oben zwischen zwei Stäben durchzuzwängen. Sawyer beschwört sie, das zu lassen. Kate stellt fest, dass es sie am meisten beängstigen würde, dass die offensichtlich etwas mit ihm gemacht hätten, worüber er, der doch die ganze Zeit fliehen wollte, lügen würde. Inzwischen ist Kate frei und versucht, Sawyers Schloss zu knacken. Doch der hält sie zurück. Sie solle ihn allein lassen. Kate fragt nochmal, was sie nur mit ihm gemacht hätten, nur einmal in seinem Leben solle er ihr die Wahrheit sagen. Da bittet er sie, wenn sie ihn wirklich lieben würde, solle sie gehen. Sie solle rennen, sich beeilen. Doch Kate klettert nur wieder in ihren Käfig zurück.

Das ganze wird von Ben in seinem Raum auf dem Monitor verfolgt. Auf Toms Bemerkung, Danny (Pickett) wölle ihn töten stellt er fest, Danny könne warten. Dann fragt Tom, ob er Shephard wiederholen solle. Doch Ben möchte - wieder mit Blick auf den entsprechenden Monitor - dass er noch eine Weile bei Juliet bleibt.

Juliet entschuldigt sich gewissermaßen bei Jack dafür, dass man ihn mit Handschellen an den OP-Tisch gefesselt hat, auf dem die Leiche noch liegt. Sie ist sichtlich verstört und erklärt, sie sei an soetwas wie diese Sache nicht gewöhnt. Sie hätte ihn früher holen sollen. Doch Jack versichert ihr, dass er auch dann nichts hätte tun können - sie müsse sich keine Vorwürfe machen. Ob er das nur sage, damit sie sich besser fühle, will sie wissen. Es interessiere ihn nicht, wie sie sich fühle, wehrt Jack ab. Eine kleine verlegene Pause entsteht bis Juliet sagt, sie werde ihn jetzt zurückbringen und es täte ihr Leid, dass sie ihn bemüht habe. Doch indem sie sich vorbeugt, um die Handschellen aufzumachen, will Jack noch etwas wissen. Mit einer Kopfbewegung Richtung Röntgenschaukasten, an dem eine Aufnahme hängt, die einen großen Tumor in der Wirbelsäule ausweist, fragt er sie leise, wen zu retten er, der ja nun mal zufällig Neurochirung sei, eigentlich hier wäre.

Unterdessen vollendet Desmond im Strandcamp gerade ein Konstrukt aus Balken, dem Golfschläger und irgendwelchen Strippen, die daran befestigt sind und die er unten in den Sand steckt. Hurley, der gerade dabei ist, Obstsalat zu machen, fragt Desmond, ob das Kunst sei. "Nur ein Experiment", gibt Desmond zur Antwort. In dem Moment geht ein Gewitter los, der Wind zerrt heftig an der Dachkonstruktion von Claires Behausung, die in unmittelbarer Nähe des 'Kunstwerks' steht. Und da schlägt auch schon ein Blitz in den Golfschläger ein, dessen Energie durch den Blitzableiter, den Desmond da gebaut hatte, in die Erde abgeleitet wird. Claire und Charlie schauen Desmond erschrocken an.

Sawyer wird am frühen Morgen von Ben zu einem Spaziergang abgeholt.

Im Knast bringt man Sawyer zum Gefängnisdirektor, bei dem noch zwei weitere Personen - Agenten - sind. Sawyer erzählt einem von ihnen, wo das Geld von Munson versteckt ist. Als man ihm, der jetzt ein freier Mann ist, seine Belohnung geben will, bittet er darum, sie einem Konto zugunsten Clementine Pillips' zuzuführen. Es dürfe jedoch niemals herauskommen, wer dieses Konto eingerichtet habe.

Ben und ein paar seiner Männer kraxeln mit Sawyer in den Bergen herum. Sie wollen einen bestimmten Punkt erreichen, wo Ben ihm etwas zeigen will. Mit der Anstrengung erhöht sich auch Sawyers Pulsfrequenz und die Uhr schlägt Alarm. Doch Ben kann ihn "beruhigen". Man habe ihm keinen Schrittmacher eingesetzt. Das einzige, was sie ihm eingepflanzt hätten sei Zweifel. Das Kaninchen hatte vor der Demonstration ein Betäubungsmittel erhalten, es lebt noch. Sawyer verpasst Ben einen Kinnhaken, doch der fängt sich schnell wieder und zeigt ihm, weshalb sie gekommen sind: Von der Steilküste aus, die sie erklommen haben blickt man auf eine andere Insel.

Das sei die Insel, erklärt Ben, auf der sie abgestürzt seien. Diese hier sei bedeutend kleiner. Er habe Sawyer das gezeigt, damit er wisse, dass eine Flucht sinnlos sei. Sawyer weiß nicht, was er davon halten soll. Er habe all das getan, wundert er sich, um ihn in einen Käfig zu sperren? Sie hätten es getan, erklärt Ben, weil die einzige Möglichkeit, den Respekt eines Betrügers zu gewinnen, sei, ihn hereinzulegen. Sawyer sei wirklich gut, stellt Ben fest, doch sie seien erheblich besser.

Das Interessanteste sei aber Sawyers Reaktion auf die Androhung gewesen, auch Kate einen Schrittmacher zu verpassen. Er würde sich unendlich anstrengen, ihr vorzuspielen, dass er sich um niemanden kümmern, niemanden brauchen würde. Aber ein Mann wäre nichts, wenn er nicht irgendjemanden hätte, egal wer das sei. Wenn jemand zu lange allein wäre, würde er krank. Als Sawyer wissen will, wovon Ben redet, sagt er, das sei aus "Von Mäusen und Menschen", ob er das nicht gelesen hätte. "Komm", sagt er dann, "lass' uns dich in deinen Käfig zurückbringen".